Spannende Welt
Als fünf Wege sich kreuzten – Osten, Band 2Meinung:
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
„Ich werde sicher nicht seine Frau!“
Das Cover ist schlicht, aber dennoch schön. Ich finds cool, dass alle vier Bücher der Reihe dann ...
Meinung:
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!
„Ich werde sicher nicht seine Frau!“
Das Cover ist schlicht, aber dennoch schön. Ich finds cool, dass alle vier Bücher der Reihe dann zusammen ein großes Bild ergeben, sowas mag ich.
Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Kjira, wodurch man sie am besten kennen lernt. Mir haben die Beschreibungen gereicht, damit ich mir alles gut vorstellen konnte und mich schnell in der Welt zurecht gefunden habe.
Zu Beginn lernt man Kjira kennen, die mit dem Thronfolger des Südens verheiratet werden soll. Auf ihrer Reise um diesen kennenzulernen werden sie und ihre Begleiter jedoch angegriffen und es verschlägt sie in den Osten, wo sie Eric kennen lernt.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, das lag auch an dem angenehmen Schreibstil. Die Idee und die Welt mochte ich sofort und ich war neugierig, mehr über Kjira, den Osten und den Süden zu erfahren. Ihre Reise geht auch schon sehr schnell los.
Kjira mochte ich ganz gerne, obwohl sie noch ein wenig naiv und unbeholfen ist. Sie ist sehr behütet aufgewachsen und hat mit Männern sowieso keinerlei Erfahrung. Wie sie dann auf Eric reagiert fand ich ein wenig übertrieben und so wie ich Kjira kennen gelernt habe hätte ich mir auch etwas anderes von ihr erwartet. Mit ihren Freunden allerdings hat sie mir gut gefallen, sie ist immer für ihren besten Freund da und die Beziehung von den beiden war echt schön.
Eric mochte ich nicht und das hat sich auch bis zum Ende nicht wirklich geändert. Er verhält sich oftmals sehr komisch, drängt sich Kjira auf und hält sich selbst für den Größten. Mir war er einfach unsympathisch und ich bin froh, dass er erst recht spät im Buch aufgetaucht ist und nicht schon vorher.
Die Geschichte selbst ist schnell erklärt. Kjira will in den Süden, um ihren vielleicht-Ehemann kenennzulernen und wird dabei überfallen. Sie und Ludvig, ihr bester Freund, müssen sich durschlagen und wollen immer noch in den Süden, doch zuerst gibt es einen Abstecher nach Osten um Hilfe zu suchen. Generell mag ich Geschichten, die lange Reisen beinhalten, ich weiß auch nicht wieso, daher war das die perfekte Ausgangslage für mich. Ich fand die Zeit auf der Straße gut und auch die Hindernisse waren nicht zu viel. So gibt es Überfälle, wilde Tiere oder eben auch ein bisschen Magie, wobei die Magie sich in dem Buch in Grenzen hält und nur nebenbei ein bisschen erwähnt wird.
Sobald Kjira auf Eric trifft war klar, dass er noch öfter vorkommen würde und ich war nicht erfreut darüber. Sein ganzes Verhalten hat mich gestört und ich mochte ihn einfach nicht, ebenso wenig konnte ich die Gefühle von den beiden nachvollziehen. Wie sich daraus eine Liebesgeschichte entwickeln konnte ist mir schleierhaft. Eric bedrängt Kjira und sie lässt es sich gefallen, denn er sieht ja gut aus und sie hat sonst noch keine Erfahrung. Dabei ist sie eine so starke Frau, dass sie es locker mit jedem Kerl aufnehmen könnte. Insgesamt fand ich die Liebesgeschichte einfach nicht gut und mit jedem anderen Mann, der in dem Buch erwähnt wurde, hätte ich Kjira lieber gesehen, als mit Eric.
Was ich hingegen mochte war der Süden. Von dort hätte ich gerne noch mehr gelesen, denn es scheint ein sehr magischer Ort zu sein und ich mochte auch den Thronfolger recht gerne, er war ein interessanter Charakter. Ich fands echt schade, dass die Zeit im Süden begrenzt war und man nur so wenig vom Thronfolger zu lesen bekam, mit ihm und Kjira hätte ich gerne noch mehr Szenen gehabt.
Gegen Ende gab es dann noch ein bisschen Spannung und Drama, welches sich aber gut in den Rest der Geschichte eingefügt hat. Zwar hat Kjira ein bisschen überreagiert und aus ihrer Panik heraus eine nicht so gute Entscheidung getroffen, aber das konnte alles wieder gerichtet werden. Das Ende selbst fand ich in Ordnung, es gibt schon einen kleinen Spoiler für den dritten Band und um wen sich da handeln wird.
Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch gefallen, aber besonders die Beziehung zwischen Kjira und Eric hat mich gestört. Eric war einfach kein guter Charakter, er war unsympathisch und ich konnte von keiner Seite die Gefühle nachvollziehen. Ansonsten mochte ich das Buch und vergebe auch 4 Sterne.