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Veröffentlicht am 28.03.2026

Süße Liebe

Apfelkuchen am Meer
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Merle ist ein Familienmensch und begibt sich daher gerne auf die Spuren ihrer eigenen Familie. Als sie sich von ihrem Freund trennt und durch einen Zufall der Apfel-Rosentorte begegnet, deren Rezept ein ...

Merle ist ein Familienmensch und begibt sich daher gerne auf die Spuren ihrer eigenen Familie. Als sie sich von ihrem Freund trennt und durch einen Zufall der Apfel-Rosentorte begegnet, deren Rezept ein Familiengeheimnis ist, verschlägt es sie auf die Insel Juist.

„Apfelkuchen am Meer“ von Anne Barns beschäftigt sich, wie für die Autorin üblich, in der Rahmenhandlung um das Backen und die Liebe.
Schon die Titel ihrer Romane sorgen dafür, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Bei den Beschreibungen von Merles Backkünsten kann man förmlich den Geruch der frisch gebackenen Torte und Kuchen nachvollziehen und möchte sich am liebsten mit einem Kaffee in das kleine Café auf der Insel setzen. Auch beim Backen der Torte stellt man sich gerne mal gedanklich neben Merle und lässt den Finger im Teig verschwinden.
Merle selber ist eine junge Frau, der Familie am Herzen liegt. Sie hat sich dem Backen verschrieben und lernt beflissen alles, was zum Führen einer Bäckerei und Konditorei dazugehört.
Die weiteren Charaktere der Handlung sind auch absolut sympathische Menschen, deren Nähe man im Verlaufe der Geschichte immer mehr zu schätzen weiß. Der Zusammenhalt auf der Insel, aber auch die Abläufe der hinter sind bewundernswert und manchmal auch zum Schmunzeln.

Was mir ein bisschen zu viel des Guten war, war Jannis verliebte Art. Das war mir schon ein bisschen zu schmalzig und auch alles etwas zu schnell, auch wenn die beiden sich schon ewig kennen.
Auch die Geschichte um Undine war anfangs sehr mysteriös, aber mir dann doch sehr schnell etwas zu vorhersehbar.

Der Abstecher in die Kurzgeschichte „Apfelträume am Meer“ bildete einen runden Abschluss um die Geschichte von Merle und Jannis.

Alles in allem eine tolle Wohlfühlgeschichte, bei der der süße Zahn doch sehr behände beginnt, zu tropfen. Ein schöner Urlaubsausflug auf eine wunderschöne, deutsche Insel mit aufgeschlossenen Charakteren.
Wer also gerne mal gedanklich in den Urlaub reisen will und sich die Nordseeluft um die Nase wehen lassen möchte, ist hier vollkommen richtig, die Liebe kommt dabei auch nicht zu kurz.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Gesellschaftskritik

Der Gesang der See
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Kristiane gab ihrem Vater am Sterbebett ein Versprechen. Als ihr geliebter Mann ihr durch die See genommen wird, ist die Zusage ihres Versprechens in Gefahr. Kristiane kämpft für das Erbe ihrer Familie ...

Kristiane gab ihrem Vater am Sterbebett ein Versprechen. Als ihr geliebter Mann ihr durch die See genommen wird, ist die Zusage ihres Versprechens in Gefahr. Kristiane kämpft für das Erbe ihrer Familie und geht dafür Kompromisse in allen Ebenen ein.

„Der Gesang der See“ von Trude Teige, als Hörbuch gesprochen von Yara Blümel, ist das erste Buch der Autorin und orientiert sich zum Teil an ihrer eigenen Familiengeschichte, aber zum Teil auch an fiktiven Ereignissen und Gegebenheiten.
Kristiane ist eine starke und selbstbewusste Frau, die sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt. Das ist in der Zeit, in der der Roman spielt, nicht die vorteilhafteste Eigenschaft.
Ich muss zugeben, dass sie mir in vielen Szenen imponiert hat, aber in manchen war sie mir doch zu forsch. Was mir aber gut gefallen hat, die Sprecherin hat genau diese Eigenschaften gut hervorgebracht. Besonders in den Situationen mit Lars ist dies rübergekommen.
Die Beziehung von Lars und Kristiane fand ich auch sehr gewöhnungsbedürftig, Es hat mich verwundert, dass sich ein Mann zur damaligen Zeit von einer Frau so hat unterbuttern lassen. Aus diesem Grund fand ich ihn zum Ende hin bewundernswert und Kristiane im Bezug auf ihn sehr berechnend.

Die Beschreibung der Insel und der Landschaft fand ich sehr bildlich. Ich konnte mir alles gut vorstellen und die raue Atmosphäre regelrecht fühlen.

Was mir aber besonders gefallen hat, ist die Gesellschaftskritik, die sich hinter der Geschichte verbirgt. Eine Gesellschaftskritik angepasst an die damalige Zeit. Es ist eine Geschichte über eine Frau, die sich nicht an die konservativen Konventionen hält, die nicht macht, was alle von ihr erwarten, sondern sie bleibt sich treu und macht, was sie von sich erwartet. Gleichzeitig zeigt es aber auch die Scheinheiligkeit der Gesellschaft, die sich die „Aufmüpfige“ für ihre eigenen Vorteile doch gern zu Nutzen machen.

Fazit: Ein Roman über eine selbstbewusste, junge Frau, die sich nichts aus gesellschaftlichen Erwartungen macht und auf diese pfeift. Gleichzeitig ist es ein Roman über eine junge Frau, die Kompromisse eingeht, ob nun gut oder schlecht…
Wer Romane mag, die Botschaften zwischen den Zeilen vermitteln und Romane über selbstbewusste Frauen mag, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Die Magie der Oktopusse

Das White Octopus Hotel
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Eve ist die klassische schwarze Witwe. Sich mit Menschen zu unterhalten oder in ihrer Gegenwart wohl zu fühlen, zählt nicht zu den Dingen, die ihr wichtig sind. Sie versteckt sich viel lieber in ihrem ...

Eve ist die klassische schwarze Witwe. Sich mit Menschen zu unterhalten oder in ihrer Gegenwart wohl zu fühlen, zählt nicht zu den Dingen, die ihr wichtig sind. Sie versteckt sich viel lieber in ihrem Rollkragenpullover und zwischen ihren Skizzenblöcken. Als sie Besuch von einem berühmten Künstler aus der Vergangenheit bekommt, begibt sie sich auf eine etwas andere Spurensuche.

„Das White Octopus Hotel“ von Alexandra Bell ist ein etwas anderer Roman. Hier geht es um Liebe, um Fantasie, aber auch um Schuld, Trauer und Geheimnisse.
Dieses Buch ist wirklich ein etwas anderes Buch. Für mich war es eine Mischung aus „Alice im Wunderland“ und der „Edelsteintrilogie“.
Das Buch spielt auf mehreren Zeitebenen, so 2016, 1918 und 1935. Im Mittelpunkt steht die introvertierte Eve. Sie ist ein sehr eigentümlicher Charakter, geprägt durch ein Erlebnis in ihrer Kindheit. Die Beziehung zwischen Eve und ihrer Mutter ist wirklich schwierig und wurde auch so von der Autorin dargestellt. Die Beschreibungen und einzelnen Situationen, in denen die beiden aufeinandertreffen, gehen zum Teil wirklich unter die Haut und sorgen vielleicht auch hin und wieder für Unverständnis. Gleiches gilt für alles, was im Zusammenhang mit Bella steht.
Das Hotel, seine Mitarbeiter und vor allem seine Einrichtung sind grandios beschrieben. Man spürt beim Lesen regelrecht den Flair der 1930er Jahre.
Auch die Beziehung von Max und Eve ist wunderschön, wenn auch zum Teil herzzerreißend dargestellt.
Dennoch habe ich gerade zum Ende meine Probleme mit dem Buch gehabt. Ich gebe zu, dass ich die ganzen Verflechtungen am Ende nicht ganz verstanden habe und auch nicht ganz nachvollziehen konnte. Es war mir einfach zu verwirrend. Vor allem zog sich die Geschichte erst und zum Ende hin wird sie dann rasend schnell aufgelöst, was eben zu den Schwierigkeiten im Verständnis gesorgt hat.

Fazit: Ein tolles Buch und auch mal etwas ganz anderes. Wer also Alice und die Edelsteintrilogie gemocht hat, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Genau diesen Lesern kann ich dieses Buch nur empfehlen und allen anderen würde ich raten, mit diesem Buch auch mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Neubeginn auf der Insel

Blumenmeere
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Iris’ Welt steht Kopf als sie die wichtigsten Menschen ihres Lebens, ihren Freund Tristan und ihre beste Freundin Mia nicht mehr an ihrer Seite hat. Nach langem Hin und her reist sie nach Marthas Vinyard ...

Iris’ Welt steht Kopf als sie die wichtigsten Menschen ihres Lebens, ihren Freund Tristan und ihre beste Freundin Mia nicht mehr an ihrer Seite hat. Nach langem Hin und her reist sie nach Marthas Vinyard zu ihrer Großmutter, um neue Kraft zu tanken und wieder zu sich selbst zu finden. 
Eine Begegnung am Strand bringt Iris auf andere Gedanken.

„Blumenmeere“ von Manuela Inusa ist Band 1 ihrer „Coastlines“-Reihe. Dies ist nach der „Valerie-Lane“-Reihe und der „Kalifornische Träume“-Reihe die dritte der Autorin.

Manuela Inusa ist ein Garant für Wohlfühlbücher a la Susan Wiggs. Auch dieses Mal entführt sie ihre Leserschaft wieder in die USA, dieses Mal an die Ostküste.
Iris ist eine Künstlerin und als solche wirkt sie sehr sensibel. Vermutlich hängt dies auch mit ihrer eigenen familiären Geschichte zusammen und der Verbindung zu Schwester und Großmutter.
In diesem Roman ist der Name auch Programm und so spielen Blumen eine große Rolle. Das hat mir vor allem bei der Kreativität der Namen der weiblichen Familienangehörigen gefallen und auch die Beschreibungen von Grandma Junes neuem Haus und dem damit verbundenen Garten, taten ihr übriges.
Was ich nicht so ganz verstanden habe, sind die Beziehungen zu Mia und Tristan. Rückblickend fand ich diese doch sehr negativ und war verwundert, dass gerade die Freundschaft zu Mia so lange hielt. Aber auch die Beziehung zu Tristan wirkte sehr oberflächlich.
Obwohl Iris eine freundliche und sensible Person ist, waren wir nicht auf einer Wellenlänge. Mir war ihr Charakter auf Dauer zu trüb. Sicher war alles nicht so einfach. Ich denke jedoch, dass ab einer bestimmten Stelle professionelle Hilfe kein Tabu gewesen wäre. Vielmehr taucht diese Thematik hier leider nicht auf und Iris macht alles mit sich selber aus.
Ich hätte mir trotz allem auch noch eine Szene mit ihrer Mutter gewünscht, da ich denke, dass es ihr langfristig viel für ihr weiteres Leben und ihren Charakter gebracht hätte.

Alles in allem ein guter Roman, dem aber eine gewisse Frische fehlt und der sich trotz des ernsten Themas nicht mit der Tiefe des Themas beschäftigt. Ich bin gespannt, wie es mit den „Seesternnächten“ weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Neue Herausforderungen für Afra und Herwart

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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Nach wie vor herrschen Machtkämpfe unter den Kaufleuten Augsburgs. Doch auch weiterhin steht Jakob Fugger im Mittelpunkt dieser Machtkämpfe. Als vermehrt seine Transporte und seine Boten überfallen werden, ...

Nach wie vor herrschen Machtkämpfe unter den Kaufleuten Augsburgs. Doch auch weiterhin steht Jakob Fugger im Mittelpunkt dieser Machtkämpfe. Als vermehrt seine Transporte und seine Boten überfallen werden, wird Fugger misstrauisch und schickt Afra und Herwart auf zur Ursachenerforschung.

„Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen“ ist and 2 der Reihe „Historische Abenteuer um Jakob Fugger“ des Augsburger Schriftstellers Peter Dempf.

Ich lese Peter Dempfs Romane sehr gerne, da ich die Stadt Augsburg und ihre Geschichte sehr spannend finde. Deswegen finde ich es auch in diesem Roman wieder gelungen, wie er es schafft, seine Leser in das historische Augsburg zu entführen und dabei auch immer mal interessante historische Gegebenheiten einflechtet.
Kamen mir Afra und Herwarth im ersten Teil noch etwas distanziert vor, bin ich in diesem Band umso besser mit ihnen klargekommen und mochte ihre Abenteuer und vor allem wie sie sich gegenseitig ergänzen.
Auch den Umgang, den sie mit der Familie Fugger verbinden, finde ich sehr interessant dargestellt. Hier spiegelt sich eine Mischung aus auf Augenhöhe und respektierter Distanziertheit wider.
Was ich auch in diesem Band wieder etwas anstrengend fand, war die Tatsache, dass die beiden wirklich von einer Bedrohung in die nächste stolpern. Hier hätte ein bisschen weniger der Geschichte sicher keinen Abbruch getan.
Abwechslungsreich fand ich die Figur der kleinen Sibylle. Ich gebe zu, dass ich bis zum Schluss ihre Rolle nicht so richtig identifizieren konnte, besonders auf den letzten Seiten war ich etwas verwirrt.
Auch Zenos Rolle war wirklich sehr undurchsichtig und hat mich so manches Mal zum Rätseln gebracht. Gerade die Story um ihn ist m.E. noch nicht zu Ende erzählt. Daher könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht noch einen weiteren Band geben kann.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und Herwart und Afra bilden ein spannendes Duo, dem nicht langweilig wird. Auf jeden Fall ein interessanter historischer Roman, bei dem manchmal weniger etwas mehr wäre. Wer jedoch historische Romane und die Stadt Augsburg mag, ist hier gut aufgehoben.

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