Packend
ThornbirdGabrielle Thorn ist Tochter eines Serienmörders, der auch seine eigene Frau umbrachte. Das alles geschah als sie gerade einmal 7 Jahre alt war, weswegen sie dann zu ihrem Gran kam und dort mit neuem Namen ...
Gabrielle Thorn ist Tochter eines Serienmörders, der auch seine eigene Frau umbrachte. Das alles geschah als sie gerade einmal 7 Jahre alt war, weswegen sie dann zu ihrem Gran kam und dort mit neuem Namen 10 Jahre lebte, bis auch diese verstarb. Nun nimmt ihre Tante sie auf, was aber bedeutet, dass sie in ihre Heimatstadt von damals zurückkehren muss. Um nicht mit ihrem Vater verbunden zu werden, wechselt sie erneut ihre Identität. Trotzdem kann sie ihrem Vater nicht entkommen. Seine Strafe steht an: eine Hinrichtung. In der Schule wird viel getuschelt und sogar im Unterricht wird das Thema diskutiert. Überall wird sie damit konfrontiert, was sie oft zwiegespalten zurücklässt.
Ihre Cousine Jasmine nimmt sie direkt fröhlich auf und erzählt von der Story ihres „Psycho-Onkels“, unwissend, dass es Ryans Vater ist. Generell ist Jasmine aber ein Charakter, dem ich nicht ganz so viel abgewinnen konnte. Sie und ihre Familie mussten wegen Ryans Vater auch einiges durchmachen in dem Ort. Und auch heute denken die Leute noch, dass sie etwas mit den Morden zu tun haben. Die Dynamik in der Schule ist recht klischeehaft, wie auch Ryan das richtig feststellt. Trotzdem kommt sie dem beliebten und heißen Quarterback Everett näher. Die Dialoge der beiden sind amüsant. Aber kurz danach stößt Ryan dann wieder alle von sich. Eine Beziehung auf Lügen funktioniert nun mal nicht. Dazu kommt dann noch ein anderer Typ und schon haben wir das Liebesdreieck komplett. Das hätte die Story nicht gebraucht. Aber ich fand es gut, dass das eher so ein Nebenschauplatz war.
Als wäre das Gefühlschaos nicht genug, wollen die Angehörigen der Opfer nun endlich Antworten. Die Summe der Belohnung wurde nochmal drastisch erhöht, weswegen die Stadt halb durchdreht und das Anwesen der Thorns durchkämmt, alte und neue Hinweise werden ausgegraben. Das ganze Thema rund um die fehlenden Leichen war schon recht spannend gestaltet. Auch die Personen, die nach diesen suchen, haben einige Fragen aufgeworfen. Generell fand ich es spannend, was in Ryan so vorging. Die Leute sehen in dem Mörder natürlich nur das Monster, das er war. Aber für Ryan war er ein Vater und auch einer, mit dem sie viele gute Erinnerungen verbindet. Entsprechend schwierig war die Situation für sie. Dazu kommen tatsächlich neue Hinweise ans Licht, die Ryan in die Vergangenheit zurückversetzen. Das war wirklich spannend gemacht. Ebenso wie das Drama am Ende, das natürlich schon etwas vorhersehbar war, aber trotzdem interessant. Wobei am Ende nochmal was viel krasseres ans Licht kam. Heftig!
Fazit:
Ein wirklich packender Thriller, der mich nicht losgelassen hat. Ryan als Tochter eines Serienmörders gibt eine ganz neue Perspektive, die ich sehr spannend fand. Ebenso ihre Zerrissenheit in Bezug auf ihren Vater. Das Thema ist ziemlich groß in der Stadt und Ryan kann nicht davor flüchten, weswegen sie sich dem stellen muss. Dabei kommen einige neue Dinge ans Licht, die wirklich fesselnd waren. Das Liebesdreieck hätte es nicht gebraucht, war aber glücklicherweise eher ein Hintergrund-Thema. Mit am überraschendsten war dann das Ende, das einige Wendungen bereithielt, die ich nicht habe kommen sehen.
5/5 Sterne