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Veröffentlicht am 20.04.2026

Düsterer Jugendthriller voller Rätsel und Gefahren

Darkly
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Wofür würdest du töten?
Diese Frage muss die siebzehnjährige Dia beantworten, um einen begehrten Praktikumsplatz bei der Louisiana Veda Foundation in London zu gewinnen. Seit Jahren ist sie besessen von ...

Wofür würdest du töten?
Diese Frage muss die siebzehnjährige Dia beantworten, um einen begehrten Praktikumsplatz bei der Louisiana Veda Foundation in London zu gewinnen. Seit Jahren ist sie besessen von der legendären Veda, deren ebenso geniale wie furchteinflößende Darkly-Spiele längst Kultstatus erreicht haben. Unter Tausenden Bewerberinnen und Bewerbern aus aller Welt werden Dia und sechs weitere Jugendliche ausgewählt. Doch kaum in London angekommen, werden sie auf eine abgelegene Insel gebracht und finden sich unvermittelt in einem Darkly-Spiel auf Leben und Tod wieder.

Darkly ist ein düsterer und clever konstruierter Jugendthriller voller Geheimnisse, Rätsel und Gefahren. Das geheimnisvolle Vermächtnis der legendären Veda, die tödlichen Spiele und das außergewöhnliche Praktikum wirken von Beginn an gleichermaßen faszinierend wie bedrohlich, wobei das Geschehen lange rätselhaft bleibt. Hinweise, Briefe und Berichte sind scheinbar willkürlich in die Handlung eingestreut und fordern dazu auf, selbst mitzurätseln, wie alles zusammenhängt. Nichts scheint zufällig und immer wieder verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Realität. Dadurch entfaltet die Geschichte eine beklemmende, fast paranoide Atmosphäre und bis zum Schluss bleibt unklar, wem man trauen kann und was Wahrheit oder Täuschung ist.

Dia ist eine kluge und interessante, wenn auch nicht immer leicht zugängliche Protagonistin mit ausgeprägter Beobachtungs- und Kombinationsgabe. Ihre Besessenheit von Veda, ihre altmodische Art und die nur angedeutete Vergangenheit verleihen ihr Tiefe, auch wenn ihr Verhalten stellenweise etwas befremdlich wirkt. Dennoch ist sie auf ihre eigene Weise sympathisch, wie eine Einzelgängerin, die etwas unbeholfen nach Zugehörigkeit sucht. Die Nebenfiguren bleiben bewusst rätselhaft, was gut zur Atmosphäre passt, jedoch gelegentlich den Wunsch nach mehr Hintergrund weckt.

Das Erzähltempo schwankt stellenweise, doch die düstere Atmosphäre und die spannenden Ideen machen dies weitgehend wett. Themen wie Macht, Moral und Fankultur ziehen sich subtil durch die Geschichte, während der Plot mit zahlreichen Twists und einem insgesamt durchdachten Aufbau überzeugt.

Alles in allem ist Darkly ein fesselnder und düsterer Jugendthriller mit origineller Idee und überraschenden Wendungen. Auch wenn nicht durchgehend Hochspannung herrscht, hält der vielschichtige Plot die Neugier konstant aufrecht, wobei das Ende zugegebenermaßen reine Geschmackssache ist.

Eine klare Empfehlung für Leserinnen und Leser, die gefährliche Spiele, dunkle Geheimnisse und unerwartete Twists mögen.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Ein Internat für magische Außenseiter

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1)
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Da sie versehentlich einen Klassenraum in Brand gesteckt hat, fliegt die zwölfjährige Vin erneut von der Schule. Nach mehreren Schulverweisen bleibt ihr nur noch eine letzte Chance: das Internat für magische ...

Da sie versehentlich einen Klassenraum in Brand gesteckt hat, fliegt die zwölfjährige Vin erneut von der Schule. Nach mehreren Schulverweisen bleibt ihr nur noch eine letzte Chance: das Internat für magische Talente. Dort trifft sie erstmals auf andere Unruhestifter, schließt echte Freundschaften und lernt, ihre eigenen magischen Kräfte besser zu verstehen. Während Vin versucht, den ungewohnten Schulalltag zu meistern, braut sich eine dunkle Bedrohung zusammen. Eine Gruppe abtrünniger Zauberer plant einen Angriff auf das Internat. Was Vin nicht ahnt – sie spielt in ihrem finsteren Plan eine entscheidende Rolle …

Das Internat der magischen Talente ist eine magische und zugleich ungewöhnliche Internatsgeschichte, denn im Mittelpunkt stehen Kinder, die anecken, scheitern und in gewöhnlichen Schulen keinen Platz finden.

Die zwölfjährige Vin ist eine Protagonistin mit Ecken und Kanten: impulsiv, wütend und voller Selbstzweifel. Sie fühlt sich nirgends zugehörig, hält sich selbst für eine Belastung und lebt in ständiger Angst, die Kontrolle über ihre Kräfte zu verlieren. Gerade diese innere Zerrissenheit macht sie glaubwürdig und nahbar. Erst im Internat für magische Talente begegnet sie Gleichgesinnten, die sie akzeptieren und verstehen. Vins langsame Entwicklung hin zu einem Gefühl von Zugehörigkeit berührt und verleiht der Geschichte emotionale Tiefe. Die Freundschaften entstehen wie selbstverständlich, da sie aus gemeinsamen Fehlern und Erfahrungen heraus wachsen. Jede Figur bringt eigene Schwächen mit, was die Gruppendynamik authentisch und lebendig macht.

Der Schulalltag mit magischen Übungen und unvermeidlichen Konflikten ist abwechslungsreich gestaltet, bleibt jedoch häufig auf der beschreibenden Ebene. Viele Ereignisse werden eher erzählt als wirklich erlebbar gemacht, wodurch stellenweise eine gewisse Distanz entsteht.

Der drohende Angriff der abtrünnigen Zauberer und die Aufdeckung dunkler Geheimnisse aus der Vergangenheit sorgen für eine konstante Spannung, die sich allerdings eher langsam entfaltet. Nicki Pau Preto nimmt sich viel Zeit für ihre Figuren und deren Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Themen wie Ausgrenzung, Akzeptanz und Zugehörigkeit werden sensibel behandelt und machen das Buch auch für ältere LeserInnen interessant.

Nicht alle offenen Fragen werden am Ende beantwortet, das weckt zwar Neugier auf eine Fortsetzung, kann aber etwas unbefriedigend wirken, wenn man einen klaren Abschluss erwartet.

Alles in allem ist Das Internat der magischen Talente ein magisches und unterhaltsames Fantasyabenteuer mit einer sympathisch unperfekten Heldin, deren Entwicklung man gern begleitet. Eine warmherzige Geschichte über Außenseiter und darüber, wie aus Anderssein Stärke entstehen kann.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Wenn der Frühling auf sich warten lässt..

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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In dem kleinen englischen Dorf Rye will der Winter einfach nicht weichen. Flora Brimble fühlt sich ebenso grau wie die Welt um sie herum und wünscht sich nichts sehnlicher, als den Frühling zurückzubringen. ...

In dem kleinen englischen Dorf Rye will der Winter einfach nicht weichen. Flora Brimble fühlt sich ebenso grau wie die Welt um sie herum und wünscht sich nichts sehnlicher, als den Frühling zurückzubringen. Entschlossen begibt sie sich auf die Suche nach der Maikönigin, die mit ihren Zauberkräften Sonne und Blumen zurückkehren lassen kann. Auf ihrem Weg begegnet Flora einem klugen Kobold, einem sprechenden Eichhörnchen und einer bösen Hexe, die alles daransetzt, ihren Mut zu brechen …

Flora Brimble ist ein märchenhaftes Fantasy-Abenteuer ab 10 Jahren. Die Suche nach der Maikönigin ist dabei keine klassische Quest, sondern vielmehr eine Reise voller Begegnungen, Prüfungen und Erkenntnisse. Auch Flora selbst entspricht nicht dem typischen Bild einer abenteuerlustigen Heldin, sie ist ein nachdenkliches und fantasievolles Mädchen, das ihrem grauen Alltag entfliehen möchte. Sie sorgt sich um ihren Vater, trägt viel Verantwortung und bemerkt lange nicht, wie viel Kraft und Magie in ihren eigenen Geschichten steckt. An die Hoffnung geklammert, dass mit dem Frühling alles anders wird, wächst Flora auf ihrer Reise Schritt für Schritt über sich hinaus. Sie lernt, ihrer Fantasie zu vertrauen und trotz Rückschlägen und Zweifeln mutig weiterzugehen. Der schrullige Kobold und das etwas altkluge Eichhörnchen stehen ihr dabei tapfer zur Seite und lockern die stellenweise recht düstere Atmosphäre spürbar auf.

Marcus Raffel schreibt detailreich und sehr symbolträchtig. Die Handlung entfaltet sich märchenhaft und bewusst entschleunigt, getragen von einer melancholischen und stellenweise recht dunklen Stimmung. Für die angegebene Zielgruppe ab 10 Jahren könnte die Geschichte allerdings etwas zu vielschichtig und anspruchsvoll sein. Sprache, Symbolik und Erzähltempo verlangen Aufmerksamkeit und Geduld und wer ein rasantes Fantasy-Abenteuer erwartet, könnte enttäuscht werden. Die Spannung entsteht weniger durch actionreiche Szenen als vielmehr durch Atmosphäre, die bedrohliche Hexe, der endlose Winter und die hoffnungsvolle Suche nach der Maikönigin prägen die Grundstimmung des Buches. Obwohl Flora die zentrale Figur ist, tritt sie in der zweiten Hälfte spürbar in den Hintergrund, da sich der Fokus stärker auf andere Figuren verlagert. Dadurch verliert ihre innere Entwicklung etwas an Kraft, was der Geschichte stellenweise emotionale Wirkung nimmt.

Alles in allem ist Flora Brimble eine fantasievolle und tiefgründige Geschichte über Freundschaft, Mut, die Kraft der Hoffnung und die Magie von Geschichten. Ein stimmungsvolles und nachdenkliches Fantasy-Abenteuer, das jüngere LeserInnen mit seiner Komplexität durchaus fordert. Wer jedoch magische Erzählungen, sensible Heldinnen und starke innere Entwicklungen mag, wird an dieser liebevoll erzählten und gestalteten Geschichte viel Freude haben.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Geheimnisse, Verfolgungsjagden & Zeitreisen - spannender Auftakt

Jonathan Clock (Band 1) – Die Rache des Pharao
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Jonathan ist es gewohnt, ständig umzuziehen. Warum das so ist, weiß er nicht, doch eines Nachts tauchen Fremde auf und Jonathan stößt auf ein unglaubliches Geheimnis: Seine Mutter kann Türen durch die ...

Jonathan ist es gewohnt, ständig umzuziehen. Warum das so ist, weiß er nicht, doch eines Nachts tauchen Fremde auf und Jonathan stößt auf ein unglaubliches Geheimnis: Seine Mutter kann Türen durch die Zeit öffnen. Plötzlich geraten die beiden in große Gefahr, denn nur der Herzskarabäus in der Grabkammer von Nofretete scheint Antworten liefern zu können. Während sie nach ihm suchen, ist ihnen der finstere Rat der Zeit bereits dicht auf den Fersen.

Jonathan Clock ist ein Zeitreiseabenteuer, das ruhig beginnt und seine Spannung vor allem aus zahlreichen offenen Fragen bezieht. Jonathan ist es gewohnt nie lange an einem Ort zu bleiben, ohne den wahren Grund für die ständigen Umzüge zu kennen. Seine Mutter weicht seinen Fragen aus, wirkt oft angespannt und scheint permanent auf der Flucht zu sein und ihn auf eine unbekannte Bedrohung vorzubereiten. Diese permanente Ungewissheit erzeugt von Beginn an eine beklemmende Atmosphäre und sobald sich das Geheimnis um Jonathans Mutter offenbart, gewinnt die Handlung deutlich an Tempo.

Jonathan ist ein sympathischer Protagonist, dessen Neugier, Unsicherheit und Mut glaubwürdig wirken. Die enge Beziehung zu seiner Mutter verleiht der Geschichte emotionale Tiefe und ist trotz aller Geheimnisse von Vertrauen und Stabilität geprägt, während sein zwielichtiger Onkel für zusätzliches Konfliktpotenzial sorgt. Mit Nelson hat Jonathan einen verlässlichen Freund an seiner Seite, der zugleich die letzte Verbindung zu seinem früheren Leben darstellt und ihm emotionalen Halt gibt. Seine Cousine Ruby hingegen bringt ihn mit ihrer impulsiven Art immer wieder in Schwierigkeiten, sorgt aber auch für heitere Momente. Die Mitglieder des Rates bleiben lange undurchsichtig, wirken jedoch als stetige Bedrohung und sorgen für zusätzliche Spannung.

Die Suche nach dem Herzskarabäus und der Grabkammer von Nofretete führt die Figuren ins Alte Ägypten, das Maya G. Leonard äußerst lebendig und mit viel Liebe zum Detail schildert. Tempel, Rituale und Grabkammern sind anschaulich beschrieben und verleihen der Geschichte eine geheimnisvolle, beinahe mystische Atmosphäre.

Der ruhige Einstieg erfordert zu Beginn etwas Geduld, und manche Aspekte bleiben bewusst vage, doch insgesamt ist Jonathan Clock ein packender Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe voller Rätsel, Verfolgungsjagden und Zeitreisen – ein empfehlenswertes Abenteuer für alle, die Geheimnisse, historische Schauplätze und spannende Entwicklungen mögen.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine Hofjungfer auf Spurensuche

Lady Grace Mysteries
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Lady Grace lebt als Hofjungfer am Hof von Elisabeth I. und soll sich auf Wunsch der Königin verloben. Als nach einem Ball einer ihrer Verehrer tot aufgefunden wird, spürt Grace sofort, dass mit den offiziellen ...

Lady Grace lebt als Hofjungfer am Hof von Elisabeth I. und soll sich auf Wunsch der Königin verloben. Als nach einem Ball einer ihrer Verehrer tot aufgefunden wird, spürt Grace sofort, dass mit den offiziellen Todesumständen etwas nicht stimmt. Gemeinsam mit dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou beginnt sie, auf eigene Faust zu ermitteln

Giftmord ist der Auftakt einer historischen Krimireihe ab zwölf Jahren und wird in Tagebuchform erzählt. Gerade dieser Stil verleiht der Geschichte einen besonderen Charme und ermöglicht einen sehr persönlichen Einblick in den höfischen Alltag des elisabethanischen Zeitalters. Gesellschaftliche Regeln und das Leben am königlichen Hof werden anschaulich und mit viel Liebe zum Detail geschildert.

Lady Grace ist eine liebenswürdige, kluge und mitunter recht unkonventionelle Hofjungfer. Als aufmerksame Beobachterin bildet sie sich ihre eigene Meinung, statt sich den Erwartungen ihrer Umgebung zu fügen. Ihre Zweifel an den offiziellen Todesumständen und ihr Mut, selbst Nachforschungen anzustellen, machen sie zu einer sehr sympathischen und modernen Heldin. Unterstützt wird sie von Ellie und Masou, die der Geschichte mit ihrer bodenständigen und warmherzigen Art zusätzliche Dynamik verleihen. Gemeinsam decken sie nach und nach Ungereimtheiten auf und zeigen, dass Loyalität und Freundschaft auch in einer von strengen Standesgrenzen geprägten Welt Bestand haben können.

Mitunter verliert sich die Handlung in alltäglichen Gedanken und einige Wendungen sind recht vorhersehbar. Dennoch bleibt der Kriminalfall unterhaltsam und das Leben am Hof wird lebendig und atmosphärisch geschildert, auch wenn manche Figuren etwas mehr Tiefe hätten vertragen können.

Alles in allem ist Giftmord ein unterhaltsamer historischer Krimi mit einer sympathischen Protagonistin und einem interessanten Setting. Ein empfehlenswertes Buch für alle, die spannende Kriminalfälle, höfische Intrigen und selbstbewusste junge Heldinnen mögen.

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