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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2026

Lange ist es her

Bitterschokolade
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Es ist lange her, das ich das Buch in der Schulzeit gelesen habe, doch die Massage des Buches ist noch immer aktuell. Es sollte nicht unbewertet hier sein...

Es ist lange her, das ich das Buch in der Schulzeit gelesen habe, doch die Massage des Buches ist noch immer aktuell. Es sollte nicht unbewertet hier sein...

Veröffentlicht am 27.04.2026

Der Trope füs Leben

The Romance Rivalry
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Zu Beginn ihres Collegelebens hat Irene ein klares Ziel: Sie möchte einen Freund finden. Als Buchbloggerin mit dem Schwerpunkt Romance entwickelt sie dafür einen ungewöhnlichen Plan: Sie will die große ...

Zu Beginn ihres Collegelebens hat Irene ein klares Ziel: Sie möchte einen Freund finden. Als Buchbloggerin mit dem Schwerpunkt Romance entwickelt sie dafür einen ungewöhnlichen Plan: Sie will die große Liebe anhand klassischer Tropes aus Liebesromanen finden. Ihr Datingleben soll sich also an bekannten Mustern orientieren, die sie sonst nur aus Büchern kennt.

Ausgerechnet Aiden, ebenfalls Blogger und Leser derselben Bücher, taucht am gleichen College auf. Zwischen ihnen herrscht zunächst keine gute Stimmung, da seine Community ihr häufig negative Kommentare hinterlässt. Als Aiden jedoch von Irenes Vorhaben erfährt, schlägt er einen Wettbewerb vor: Wer von ihnen die meisten Tropes „erlebt“ und darüber am ehesten eine Beziehung findet, gewinnt.

Was als spielerische Idee beginnt, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Reihe von Dates. Dabei verliert Irene jedoch zunehmend den Fokus auf ihr Studium. Besonders im Literaturkurs gerät sie ins Straucheln – und gefährdet damit nicht nur ihren eigenen Erfolg, sondern auch den von Aiden.



Ich konnte mich in vielen Punkten gut mit Irene identifizieren, auch wenn ich persönlich niemals so einen Deal eingehen oder mich in so viele Dates stürzen würde. Ihre Gedanken und Unsicherheiten wirken dennoch sehr authentisch und nachvollziehbar.

Der Schreibstil der Übersetzung ist wirklich gelungen und lässt sich angenehm und flüssig lesen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte etwas zu schnell voranschreitet. Viele Aspekte hätten mehr Raum verdient – insbesondere die einzelnen Dates und die Hintergründe des Wettbewerbs. Eine Dilogie hätte hier gut funktioniert, um die Handlung ausführlicher zu entfalten und zusätzliche Liebesinteressen stärker einzubauen.

Trotz dieses nicht ganz ausgeschöpften Potenzials bleibt die Geschichte eine süße und unterhaltsame Lovestory, die sich perfekt für entspannte Leseabende eignet. Aiden ist dabei definitiv ein Highlight: aufmerksam, sympathisch und insgesamt eine echte „Green Flag“ – ein Charakter, der die Geschichte noch einmal besonders aufwertet.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.04.2026

Dinner mit Leiche

Catch Your Death
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Eigentlich sollte der Tag für Devi ganz anders verlaufen: Ein Besuch bei ihrer Großmutter war geplant. Doch ein heftiger Schneesturm durchkreuzt ihre Pläne, und auch ihr Navigationssystem sowie ihr Auto ...

Eigentlich sollte der Tag für Devi ganz anders verlaufen: Ein Besuch bei ihrer Großmutter war geplant. Doch ein heftiger Schneesturm durchkreuzt ihre Pläne, und auch ihr Navigationssystem sowie ihr Auto lassen sie im Stich. So strandet sie schließlich auf dem abgelegenen Anwesen Bamnle Estate, dem Zuhause einer angesehenen Familie. Die Hausherrin zeigt sich großzügig und gewährt Devi für die Nacht Unterschlupf.

Zur gleichen Zeit wird auch Jayne gebeten, auf dem Anwesen zu bleiben. Als Angestellte soll sie sich um Lizzie kümmern, die eine wertvolle Diamantenkette aus dem Geschäft ihrer Mutter mitgebracht hat und aufgrund des Wetters nicht zurückkehren kann. Der Zufall führt die drei jungen Frauen zusammen, und sie verbringen den Abend gemeinsam in einem Seitenflügel des Hauses.

Doch während sie dort zusammensitzen, geschieht im Haupthaus etwas Unfassbares: Die Hausherrin stirbt. Was zunächst wie ein natürlicher Tod wirken könnte, wirft schnell Fragen auf – denn vieles deutet darauf hin, dass es sich um Mord handelt. Plötzlich stehen alle unter Verdacht, und die Ereignisse der Nacht erscheinen in einem ganz neuen Licht.



Die Geschichte ist sowohl spannend als auch tragisch erzählt. Während des Lesens war ich emotional sehr nah am Geschehen und habe tatsächlich öfter zur Taschentuchbox greifen müssen. Die Handlung entwickelt eine starke Sogwirkung, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Besonders gelungen ist der Aufbau der Story. Die Perspektiven und Verbindungen zwischen den Figuren sind so gestaltet, dass man sich gut in jeden Charakter hineinversetzen kann – unabhängig davon, ob man ihn sympathisch findet oder nicht. Dadurch entsteht eine dichte, lebendige Atmosphäre.

Immer wieder glaubt man, den Zusammenhang der Ereignisse durchschaut zu haben und eine klare Theorie zu erkennen. Doch die Geschichte überrascht mit einem Plot Twist nach dem anderen, wodurch man ständig an den eigenen Vermutungen zweifelt. Genau dieses Wechselspiel aus Miträtseln und Überraschung macht den Reiz des Buches aus und sorgt dafür, dass es bis zum Ende fesselnd bleibt.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Geigenspielerin sucht Briefeschreiber

Love Me Tomorrow
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Seit der Scheidung ihrer Eltern glaubt Emma nicht mehr an die Liebe. Stattdessen konzentriert sie sich ganz auf ihre Verantwortung: Sie möchte ihre Mutter unterstützen und einen guten Studienplatz bekommen, ...

Seit der Scheidung ihrer Eltern glaubt Emma nicht mehr an die Liebe. Stattdessen konzentriert sie sich ganz auf ihre Verantwortung: Sie möchte ihre Mutter unterstützen und einen guten Studienplatz bekommen, um später einen sicheren Job zu haben und finanziell helfen zu können. Ihren eigentlichen Traum, Geigerin zu werden, stellt sie dabei bewusst zurück – obwohl ausgerechnet ihre Mutter sie ermutigt, diesen Weg zu gehen.
Eines Tages erhält Emma einen geheimnisvollen Brief. Der Verfasser behauptet, aus der Zukunft zu stammen – aus einer Zeit, in der sie nicht glücklich ist. Er schreibt, dass er sie schon immer geliebt habe. Entgegen aller Vernunft fühlt Emma, dass an diesen Worten etwas Wahres ist, und beginnt, den Absender zu suchen. Dabei geraten drei mögliche Kandidaten in den Fokus, die jeweils eine bedeutende Rolle in ihrem Leben spielen könnten. Während sie versucht herauszufinden, wer hinter den Briefen steckt, wird sie gleichzeitig mit ihren eigenen Gefühlen und Überzeugungen konfrontiert.



Die Geschichte ließ sich sehr angenehm lesen. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend, sodass man schnell in Emmas Welt eintaucht. Besonders die Spannung rund um die Identität des Briefeschreibers macht das Buch fesselnd – man beginnt automatisch, eigene Vermutungen anzustellen und entwickelt schnell einen Favoriten, von dem man hofft, dass er es ist.
Emmas Alltag mit ihrer Familie verleiht der Geschichte eine große Nähe und Authentizität. Ihre Entscheidungen und Gedanken sind teils gut nachvollziehbar, wirken an manchen Stellen aber auch widersprüchlich, was sie gleichzeitig realistisch macht. Ein kurzer Abschnitt, in dem das Thema Tod angerissen wird, hat mich persönlich stark berührt. Obwohl es kein zentrales Thema ist, fand ich die Darstellung sehr intensiv und emotional herausfordernd.
Da ich aktuell etwas sensibel bin, haben mich solche Momente besonders getroffen – möglicherweise wirkt es auf andere Leser weniger stark. Insgesamt ist es jedoch eine ruhige, gefühlvolle Liebesgeschichte ohne Hektik oder übertriebene Dramatik, die ich allen empfehlen würde, die genau so etwas suchen.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Alfie zurück auf Hallwood Hall

Bunburry - Schatten über Hallwood Hall
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Alfie weiß noch immer erstaunlich wenig über seine verstorbene Tante Augusta. Um mehr über ihr Leben und ihre Vergangenheit herauszufinden, schlägt sein bester Freund Oscar vor, eine Biografie über sie ...

Alfie weiß noch immer erstaunlich wenig über seine verstorbene Tante Augusta. Um mehr über ihr Leben und ihre Vergangenheit herauszufinden, schlägt sein bester Freund Oscar vor, eine Biografie über sie zu schreiben. Die Idee begeistert Alfie – nicht nur, weil er seiner Tante näherkommen möchte, sondern auch, weil er sich dadurch intensiver mit dem Schreiben beschäftigen kann.

Um erste Erfahrungen zu sammeln, meldet er sich für ein Schreibseminar an. Dieses findet ausgerechnet in Hallwood Hall statt – einem Ort, der für Alfie alles andere als neutral ist. In der Vergangenheit hatte er dort eine Leiche entdeckt und war sogar selbst unter Mordverdacht geraten. Die Rückkehr dorthin weckt daher gemischte Gefühle.

Schon zu Beginn des Kurses wird Alfie klar, dass er unter den Teilnehmenden eine Ausnahme ist: Während alle anderen bereits Schreiberfahrung mitbringen, steht er noch ganz am Anfang. Diese Unsicherheit ist ihm deutlich anzumerken und sorgt für einige peinliche Momente.

Doch das Seminar nimmt schnell eine unerwartete Wendung. Als eine Teilnehmerin plötzlich abreist und dabei einen Großteil ihres Gepäcks zurücklässt, wird Alfie misstrauisch. Für ihn passt das Verhalten nicht zusammen, und er beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Schon bald gerät er erneut in eine Situation, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint.



Nachdem mich der vorherige Band nicht vollständig überzeugen konnte, hat mich diese Geschichte wieder deutlich mehr gepackt. Besonders die Beziehung zwischen Alfie und Emma geht mir sehr ans Herz – obwohl sie gar nicht im Mittelpunkt steht und nur dezent erzählt wird, wirkt sie umso intensiver.

Ich bewundere die Autorin dafür, wie geschickt sie es schafft, den aktuellen Fall mit den übergeordneten Handlungssträngen zu verbinden. Trotz der vergleichsweise wenigen Seiten gelingt es ihr, sowohl die Spannung als auch die Entwicklung der Hauptgeschichte voranzutreiben, ohne dass es überladen wirkt.