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Veröffentlicht am 07.05.2026

Geliebt und auserwählt

Freigekauft
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Geliebt und auserwählt fühlt sich Dany, mit früherem Namen Gudrun, von Anfang an nicht. Aufgewachsen in einem Elternhaus, das für sie vor allem gesetzlich und kalt wahrgenommen wurde. Die Familie ging ...

Geliebt und auserwählt fühlt sich Dany, mit früherem Namen Gudrun, von Anfang an nicht. Aufgewachsen in einem Elternhaus, das für sie vor allem gesetzlich und kalt wahrgenommen wurde. Die Familie ging zwar in den Gottesdienst und schickten Dany auch auf Gemeindefreizeiten, doch es wurde keine Beziehung gelebt. Dazu hatte sie mit einigen Defiziten zu kämpfen und die es ihr schwermachten, sich einzuordnen und ihren Platz zu finden und Dany hatte mit jeder Menge Hänseleien zu kämpfen. Zudem hatte sie als sehr junges Mädchen ein traumatisches missbräuchliches Erlebnis, dass auch ein Türöffner für weitere Missbräuche in ihrer Zukunft war.

Während ihrer Ausbildung lernt Dany einen sympathischen jungen Mann kennen und verliebt sich. Jedoch entpuppt er sich als ein Loverboy und ehe Dany sich versieht, findet sie sich in der Prostitution wieder. Von nun an bestimmen Gewalt und Erniedrigung ihren Alltag. Dany gelingt es aus dem Milieu zu fliehen und nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie und einer christlichen Einrichtung für Traumapatienten, schafft sie es langsam wieder ins Leben zu finden und bekommt eine neue Arbeitstelle vermittelt. Doch ihre innere Suche nach Liebe und Ankommen bleibt immer noch ungestillt und Dany beginnt sich zu fragen, ob sie, die soviel Dreck über sich ergehen lassen musste, überhaupt noch jemand lieben kann.

Dany findet wieder Halt in ihrem Leben, lernt ihren Mann Bernd kennen und sie findet wieder eine echte und tragfähige Beziehung zu Gott, lernt die Macht und Kraft des Gebets kennen und erfährt was es heißt freigekauft und reingewaschen zu sein, bedingungslos geliebt und auserwählt und trotz schwieriger Vergangenheit eine Berufung im Leben zu finden. Sie heiratet, gründet mit ihrem Mann eine Familie und hört nicht auf von der heilenden Liebe Gottes zu erzählen. Der Glaube hilft ihr auch nach einem schweren Unfall wieder ins Leben zu finden, Dankbarkeit zu leben und seine Liebe weiter zu geben.

Mir hat Danys Geschichte sehr gut gefallen. Ich hatte während des Lesens das Gefühl, sie sitzt dabei und erzählt einfach kunterbunt aus ihrem Leben und ihre Geschichte hat mir gezeigt, dass keine Vergangenheit zu schwer oder zu finster ist um nicht wieder zu Gott zu finden.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Die Sehnsucht nach Freiheit

Twelve Years a Slave
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Solomon Northrup nimmt den Leser mit in seine wahre Geschichte, die so bewegend ist, dass ich sie nur in Abschnitten lesen konnte. Der Autor berichtet von den zwölf schrecklichsten Jahren seines Lebens, ...

Solomon Northrup nimmt den Leser mit in seine wahre Geschichte, die so bewegend ist, dass ich sie nur in Abschnitten lesen konnte. Der Autor berichtet von den zwölf schrecklichsten Jahren seines Lebens, die ihn alles an Kraft, Überlebenswillen und Hoffnung gekostet haben.

Solomon wird frei geboren und wächst im Norden Amerikas auf. Er hat die Möglichkeit eine Schulbildung zu genießen, arbeitet als talentierter Handwerker und ist auch überaus musikalisch. Sein Geigenspiel ist sehr beliebt und er wird oft auf Veranstaltungen eingeladen um dort aufzuspielen. Mit seiner Familie, seiner Ehefrau und seinen drei Kindern, lebt er als freier und anerkannter Bürger in Saratoga, New York. Dort in vermeintlicher Sicherheit wird er geschäftlich von zwei Männern in eine Falle gelockt, eingesperrt und in Ketten gelegt und letztendlich in die Sklaverei in den Süden Amerikas verkauft. Seine anfänglichen Versuche der Beteuerung doch ein freier Mann zu sein wurden in brutalen Peitschenhieben erstickt. Solomon wurde das Opfer perfider Sklavenhändler, die in ganz Amerika unterwegs waren um ihre "Geschäfte" zu tätigen.

Somit sieht er sich nicht nur aller Rechte beraubt, er darf auch seinen Namen nicht mehr erwähnen. Von nun an heißt er "Platt". Mit vielen anderen unwillkürlich gefangenen schwarzen Menschen wird er auf einem Raddampfer nach Louisiana verschifft und dort auf einem Sklavenmarkt verkauft. Solomon erzählt in diesem Buch nicht nur seine Geschichte, sondern auch die seiner Mitgefangenen und deren unermesslichen Leides. Als Sklave war er völlig entrechtet, weniger wert als Vieh und genauso behandelt. Er erlebte bösartigste Willkür und Sadismus von Seiten der Sklavenhändler und auch der Plantagenbesitzer, wurde jedoch auch nicht müde immer wieder zu erwähnen, dass es auch Menschen gab, die ihm Gutes getan haben und bemüht waren, die Bedingungen der Sklaven zu erleichtern. Eine Hinterfragung des Systems fand jedoch nicht statt, vieles wurde sogar mit der Bibel begründet, was die abartige Bosheit auf die Spitze trieb. Dennoch hielt Solomon an seinem Glauben fest, wenn auch still und in absoluter Verzweiflung und bewahrte sich trotz aller Unmenschlichkeit, die ihm widerfuhr seine Menschlichkeit. Oft dachte er an Flucht, doch das System der Sklaverei in Louisiana war so ausgeklügelt, dass es für die Sklaven keine Chance gab, außer sie hatten schon innerlich mit ihrem Leben abgeschlossen.

Solomon wusste nicht, ob er seine Familie zu Lebzeiten noch einmal wiedersehen würde und gerade als die Hoffnungslosigkeit am größten war, macht er die Begegnung eines weißen Mannes, der anders ist als alle anderen weißen Menschen in Louisiana und wagt das Unmögliche. Er gibt ihm Briefe mit an Menschen in Saratoga, die ihn kennen und sich für ihn einsetzen könnten und wartet. Die Wartezeit gestaltet sich unter seinem sadistischen Plantagenbesitzer äußerst gefährlich und doch geschieht das Wunder, auf das er und auch der Leser kaum mehr zu hoffen wagte. Solomon kommt endlich nach zwölf schrecklichen Jahren frei und kann wieder zu seiner Familie reisen.

Im Jahr 1953 schreibt er seine Geschichte als Erzählung auf, vergisst auch seine mitleidenden Mitmenschen wie Eliza und Patsey nicht zu erwähnen, damit auch ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Die Geschichte ist in der Sprache seiner Zeit gehalten, was es für mich umso authentischer macht. Sehr nüchtern beschreibt er die brutalen Behandlungen, die dadurch noch mehr an Grausamkeit gewinnen. Ebenso beschreibt er sehr genau die Baumwoll- und Zuckerrohrernte, was es dem Leser noch besser ermöglicht, sich in diese Zeit hinein zu versetzen. Solomons wahre Geschichte kam ein Jahr nach "Onkel Toms Hütte" von Harriet Becher Stowe heraus, die fiktional geschrieben bis heute ein Klassiker ist. "12 years a slave" versank nach Solomons Tod, bis zum Schluss war er im Auftrag des Abolitionismus unterwegs, in den Tiefen der Historie und wir verdanken es dem Regisseur Steve McQueen und seiner Partnerin, Historikerin, dass Solomon und die Geschichte der Sklaverei nicht in Vergessenheit gerät und genutzt wird auch dieses mehr als finstere Kapitel der amerikanischen Geschichte aufzuarbeiten.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Was Vergebung möglich macht

Meine Krone in der Asche
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Diese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so ...

Diese wahre Geschichte nimmt uns Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie lässt uns nach Köln in das Jahr 1939 reisen. Die Autorin Hanna Zack Miley nimmt uns mit auf ihre Reise des Lebens, welche so tragische Brüche erlebt, dass ich schon während des Lesens spürte, hier passiert ein ganz besonderes Wunder der inneren Heilung.

Hanna Zack Miley begann ihre Geschichte mit 75 Jahren aufzuschreiben und sie nimmt uns mit in das Schicksal, das viele jüdische Kinder damals erlebten, nimmt uns mit in die Kinderlandverschickung nach England. Nachdem es für Juden im Dritten Reich immer enger wurde und abzusehen war, dass es für sie aus welchen Gründen auch immer immer keine Chance mehr ergab, sich und ihre Familien aus Deutschland zu retten, war für viele Familien der einzige Strohhalm ihre Kinder nach England zu schicken, wo sie von judenfreundlichen Menschen aufgenommen wurden. Vielfach sind diese Kinder die einzigsten Überlebenden ihrer Familie, denn wer aus Deutschland nicht rechtzeitig fliehen oder sich verstecken konnte, der wurde von den Nazis ermordet. So erging es auch Hannas Eltern.

Mit sieben Jahren kam Hanna tief traumatisiert in England an, die Kinder verstanden nicht was mit ihnen passierte und die abrupte Trennung von den Eltern bewirkte einen tiefen und alles bestimmenden Bindungsschmerz, ein Trauma, das oftmals nicht aufgelöst werden konnte. Auch für Hanna ist es aufgrund der Umstände sehr schwer eine tiefe Bindung zu anderen Menschen, zu sich selbst und auch mit Gott einzugehen. Durch ihre Pflegefamilie, die Christen waren, kam sie mit dem Gott der Christen in Berührung. Jedoch vermochte sie dadurch nicht ihre Bitterkeit und ihren rachsüchtigen Hass loszulassen. Erst als junge Frau auf einer Evangelisationsveranstaltung von Billy Graham hat sie eine Jesusbegegnung am Kreuz, die buchstäblich ihr ganzes Leben verändert.

Nun ist es ihr langsam möglich auf Spurensuche in ihrem Leben zu gehen, sich behutsam ihrer jüdischen Identität zu nähern, denn der lebendige Glaube an Jesus gibt ihr nun die Kraft. Hanna heiratet und ist mit ihrem Mann George unter anderem in Indien im Missionsdienst. Im Jahr 2000 hat sie wieder eine besondere Begegnung und erhält nun die Kraft und den Mut, sich auf die Suche nach ihren Eltern, ihrer jüdischen Vergangenheit zu begeben.

Vier Jahre braucht es um zu forschen und zu schreiben und sich letztendlich auf den letzten Weg ihrer Eltern zu machen, die in einem Konzentrationslager im Osten ermordet wurden. Hanna nimmt uns nicht nur geografisch mit auf diese Reise, sondern vor allem auch innerlich und hat mir auf eine ganz besonders bewegende Art und Weise aufgezeigt, was es heißt wirklich zu vergeben, den Schmerz zu fühlen, ihn loslassen zu können und sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen. Es ist ein langer und bewegender Weg der inneren Heilung und dass Hanna sich im hohen Alter von 75 Jahren auf diesen Weg gemacht hat, fand ich absolut bewundernswert.

Ihre Geschichte hat mir sehr oft die Tränen in die Augen getrieben, doch auch Dankbarkeit zu erleben, was geschehen kann, wenn sich ein Mensch für Jesus und seine kostenlose Vergebung öffnet.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Wahre Freundschaft überdauert schwere Zeiten

Die Bahnhofsmission
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Wir befinden uns im April 1945 in Berlin. Die letzten Kriegstage sind zugange und für die Menschen in Berlin wird es dunkler und dunkler. Tage und Nächte müssen sie in den Schutzbunkern verharren, während ...

Wir befinden uns im April 1945 in Berlin. Die letzten Kriegstage sind zugange und für die Menschen in Berlin wird es dunkler und dunkler. Tage und Nächte müssen sie in den Schutzbunkern verharren, während sich die alliierten Mächte durch die Straßen Berlins kämpfen. Besonders für Frauen, Kinder und die Alten und Kranken sind diese Tage am schlimmsten und am gefährlichsten und dann gibt es auch noch die, die an den Endsieg glauben und die sich für völlig unschuldig halten.

Alice Hardtleben befindet sich mit ihren Nachbarn in einem solchen Bunker und harrt mit ihren Nachbarn der Dinge die da kommen. Alice hat im Krieg an der Front als Hilfskrankenschwester gearbeitet, nachdem die Nazis ihre geliebte Bahnhofsmission geschlossen und verboten haben aufgrund ihrer abstrusen Ideologie. Sie hat ihren Traum als unabhängig lebende Frau verwirklicht, hat studiert und promoviert, was Anfang des 20. Jahrhunderts für Frauen immer noch nicht selbstverständlich war, doch was nützt es nun, da ganz Berlin und das deutsche Reich in Schutt und Asche versinken. Ihr alter Idealismus lebt immer noch in ihrem Herzen und sie ist fest entschlossen, ihre Menschlichkeit und ihr Engagement für die Schwachen und Kranken, schlicht für jeden Menschen sich zu bewahren, egal wie dunkel und unmenschlich die Zeit geworden ist.

Daher beschließt sie auch, den Schlesischen Bahnhof aufzusuchen und die Bahnhofsmission wieder aufzubauen, denn täglich kommen völlig überfüllte Züge mit flüchtenden und ausgemergelten Menschen an, die Hilfe brauchen. Mit ihrer gerade Art beschließt sie die Widerstände zu überwinden und findet überraschend Gunst bei einem russischen Oberst, der sich ebenfalls bemüht in diesem Kriegsgrauen und den anarchisch anmutenden Zuständen in Berlin nachdem der Krieg beendet wurde, sich seine Menschlichkeit zu bewahren. Auch Martha, eine alte Mitstreiterin von damals trifft sie bei dem nun zuständigen Pfarrer der Bahnhofsmission, der nach einiger Überredungskunst auch sehr bemüht ist, seine Unterstützung anzubieten und zu beweisen, dass er ja auch eine wahrer Menschenfreund ist, der noch nie ein Parteibuch gesehen hat. Ebenso begegnen wir Greta, die ein ehemaliger Schützling der Bahnhofsmission war und in der Vergangenheit viele falsche Entscheidungen getroffen hat, deren harte Konsequenzen sie nun bewältigen muss. Doch die Aussicht, die Bahnhofsmission wieder aufzubauen, mobilisiert in den Frauen Kräfte, die sich der Leser nach diesen schweren Jahren kaum vorstellen kann.

Weiter begegnen wir einer dritten Freundin und Mitstreiterin aus der Bahnhofsmission, Natalie. Sie ist damals auf mysteriöse Art und Weise verschwunden und Alice hat das Verschwinden der Freundin niemals verwunden. Es hat eine tiefe Verletzung in ihrem Herzen hinterlassen. Natalie hat über 30 Jahre in den USA gelebt, wohlhabend verheiratet und nun endlich kann sie wieder in ihre alte Heimat reisen. Sie kommt aus einem ganz bestimmten Grund, den sie jedoch nicht verraten möchte, schon gar nicht ihrer eigensinnigen und willensstarken Tochter Claire, die ihre Mutter ungefragt auf diese Reise begleitet. Die Begegnung zwischen Alice und Natalie ist auf eine ganz besondere Art und Weise beschrieben und auch die Begegnung von Claire mit der Stadt der Nazis und den Menschen, die dort leben und die es wert sind einmal näher betrachtet und kennengelernt zu werden.

Das Aufbauen der Bahnhofsmission bringt die Frauen und die Menschen allgemein wieder näher zusammen. Es zeigt sich, wie gut es tut anderen Menschen zu helfen, auch wenn es in dieser zerstörten Stadt weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt. Es gibt allen wieder einen Sinn im Leben, wo doch für viele alles sinnlos geworden ist. Jedoch erleben wir auch, dass sorgsam gehütete Geheimnisse ans Licht kommen und das nicht jeder der ist, der er zu sein vorgibt. Denn auch der kompetente Arzt, der sich den mutigen Frauen anbietet zu helfen und für viele wie ein Engel des Lichts wirkt ist doch in Wahrheit eher der Dunkelheit verbunden....

Veronika Rusch hat einen ganz wunderbaren zweiten Teil der Geschichte der Bahnhofsmission geschrieben und es geschafft, den Leser mit hinein in diese gefährlichen und hoffnungslosen Tage mit hinein zunehmen im April 1945. Gerade für Frauen war auch diese Zeit ganz besonders schwer und gefährlich und es war dennoch so schön zu lesen, wie mutig sich Menschen für andere Menschen einsetzen und sich ihre Werte nicht nehmen lassen, wie wahre Freundschaft dennoch überdauern kann, auch wenn erhebliche Verletzungen da sind und wie jeder in der Hoffnungslosigkeit ein Licht sein kann, wenn er sich nur dazu entscheidet.

Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Von Herz zu Herz

Herzenssache
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"Journaling" ist in aller Munde und es wird darin kräftig gezeichnet, geklebt und geschrieben. Doch dieses wunderschöne Buch ist in sehr vielfältiger Weise anders. Es ist mehr als nur ein Journal, dass ...

"Journaling" ist in aller Munde und es wird darin kräftig gezeichnet, geklebt und geschrieben. Doch dieses wunderschöne Buch ist in sehr vielfältiger Weise anders. Es ist mehr als nur ein Journal, dass ich so kreativ wie möglich nutze, es ist ein Wegbegleiter der besonderen Art, der mich auf jeder Seite daran erinnert, wer ich in Gottes Augen bin.

Schon das Cover finde ich wunderbar ansprechend, ich fühle mich in meinem Herzen angesprochen und die zarte Blume drückt es ebenso auf. Gott sieht mich, auch wenn ich wie die Blume vielleicht einfach und unscheinbar erscheine, die Schönheit erschließt sich erst bei näherer Betrachtung, und ER erkennt meinen Wert.

Damit ich diesen Wert auch immer mehr erkenne, annehme und verinnerliche, finde ich auf auf zwei Doppelseiten jeweils einen Bibelvers, der genau dieses Thema trifft. Es fängt schon an mit "Du bist der Gott, der MICH SIEHT." 1. Mose 16,13, dazu finde ich auf der nächsten Seite einen passenden Impuls, eine Frage zu dem entsprechenden Thema, die sich lohnt zu lesen und auch so ehrlich wie möglich zu beantworten, sowie einen glaubensstärkenden Satz, den ich für mich nehmen, aussprechen und in meinem Herzen bewegen kann. Wenn ein Satz mich mal besonders anspricht, dann schreibe ich ihn auf einen Zettel und hänge ihn dorthin, wo ich ihn am Tag immer mal wieder sehe, lese und weiter verinnerlichen kann.

Die Autorin Nicole Schol hat diesen wunderschönen Wegbegleiter mit 60 Impulsen ausgestattet, jeweils auf einer Doppelseite, in sanften und pastelligen Farben gehalten und mit genügend Linien für eigene Notizen. Dazu gibt es zwei Seiten mit passend gestalteten Stickern, die ich auch einfach wunderschön finde. Ich kann dieses Journal am Stück lesen und die Zeilen mit meinen Gedanken füllen oder auch immer mal, wenn mir nach einem Impuls in einer bestimmten Situation ist. Auf jeden Fall wird es ein Gewinn für mich, mein Herz und meinen Glauben sein und die Fragen kann ich immer mal wieder beantworten, denn sie sind immer aktuell.

Da ich eine begeisterte Tagebuchschreiberin bin, gefällt mir dieser Wegbegleiter ganz besonders gut.

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