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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Authentische Beschreibung des Politbetriebes und des Investigativjournalismus

Die Stockholm-Protokolle
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Julia, politische Investigativjournalistin bei einer großen schwedischen Zeitung, und Alfred, Kommunikationsexperte im Windkraftsektor, leben gemeinsam mit ihren beiden Kindern in Stockholm. Eigentlich ...

Julia, politische Investigativjournalistin bei einer großen schwedischen Zeitung, und Alfred, Kommunikationsexperte im Windkraftsektor, leben gemeinsam mit ihren beiden Kindern in Stockholm. Eigentlich sind sie dabei, sich neu aufzustellen – Julia wurde nach einer schief gelaufenen Recherche in der Redaktion degradiert und will sich nun mehr um die Kinder kümmern, während Alfred beruflich durchstarten soll. Als Alfred überraschend das Angebot bekommt, Pressesprecher des Ministerpräsidenten zu werden, zögert er nicht lange. Zum Entsetzen seiner Frau. Julia befürchtet, dass das Angebot mit ihren Recherchen zusammenhängt und sie so unter Kontrolle gehalten werden soll. Sie selbst bekommt einen Hinweis auf auffällige Muster im Kontext von Reisen nach Brüssel des Ministerpräsidenten. Während sich Julia in die Recherchen rund um den schwedischen Ministerpräsidenten und dessen Netzwerk stürzt, lernt Alfred sich im Haifischbecken der großen Politik zu behaupten. Und stößt ebenfalls auf Unregelmäßigkeiten.

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Ich finde den Plot durchaus komplex, das Lesen habe ich aber als leicht empfunden. Allzu lange Leseunterbrechungen würde ich vermeiden, zu komplex sind dann doch die Verstrickungen und zu viele Personen spielen eine Rolle. Bei längeren Pausen muss man sich da dann erst einmal wieder hineinfinden.

Insgesamt finde ich den schwedischen Politbetrieb und die Ränkespiele, die Manipulation und die Intrigen, um maximale Macht zu erreichen oder zu erhalten, sehr authentisch beschrieben. Schön ist das nicht – aber das Thema ist ja auch nicht schön. Ich habe ganz nebenbei noch einiges über die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe in Schweden erfahren, die sehr realitätsnah mit in die Geschichte eingeflossen sind.

Sehr spannend fand ich auch die Protagonist:innen. Während mir Julia zu keiner Zeit sympathisch war, habe ich für Alfred über die Zeit etwas mehr Sympathie entwickeln können. Die mir etwas weniger sympathischen Protagonist:innen waren für mich beim Lesen aber überhaupt nicht schlimm, denn anders als bei anderen Büchern, hatte es für mich keine Auswirkungen, dass ich die beiden Hauptpersonen nicht besonders mochte. Ich habe trotzdem mitgefiebert, zwar weniger bezüglich der Frage, wie es den beiden persönlich ergeht, aber sehr in Bezug auf ihre Recherchen. Die Spannung hat sich für mich komplett aus den Recherchen und der politischen Gemengelage sowie den Ränkespielen gespeist.

Ohne zu spoilern: Mir gefällt auch das Ende gut, es passt zum realistisch und authentisch beschriebenen Politbetrieb. Das Ende hätte aus meiner Sicht auch sehr enttäuschend werden können – dem war zum Glück nicht so.

„Die Stockholm-Protokolle“ ist meines Erachtens kein klassischer Thriller. Das Buch beschreibt die Verwicklungen in der schwedischen und europäischen Spitzenpolitik und den investigativen Politjournalismus. Dies entwickelt durchaus Spannung und sorgt für einen gewissen Thrill. Leser:innen des Buches sollten jedoch Lust auf eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit Politik, Geheimnissen und Intrigen haben. Wenn das ansprechend klingt, kann man als Leser:in gut unterhalten werden.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Sehr motivierender, ansprechend gestalteter Ratgeber

Nimm den Zwängen die Macht
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Der Ratgeber ist in fünf Abschnitte aufgeteilt, die sich mit unterschiedlichen Aspekten rund um das Thema Zwänge beschäftigen.

Der erste Abschnitt befasst sich damit, was ein Zwang eigentlich ist, wie ...

Der Ratgeber ist in fünf Abschnitte aufgeteilt, die sich mit unterschiedlichen Aspekten rund um das Thema Zwänge beschäftigen.

Der erste Abschnitt befasst sich damit, was ein Zwang eigentlich ist, wie er entsteht, welche unterschiedlichen Zwänge es gibt und wo der Unterschied zwischen etwas zwanghaften Verhaltensweisen und Zwangsstörungen liegt. Ich finde sehr gut dargestellt, worin dieser Unterschied tatsächlich besteht: Im Leiden und in den Einschränkungen, die Zwangsgedanken und -handlungen verursachen. In dem Buch wird sehr anschaulich gegenübergestellt, was eine Marotte und was ein Zwang ist. Auch wird zur ehrlichen Selbstreflexion angeregt, mit meiner Meinung nach sehr hilfreichen Fragen. Außerdem wird erklärt, weshalb man nicht einfach mit dem Zwang „aufhören“ kann.

Im zweiten Abschnitt geht es dann im Detail darum, wie der eigene Zwang sich äußert, was besonders herausfordernd ist und wie man sich seinem Zwang stellen kann. Dafür gibt es eine Vorlage für ein Zwangsprotokoll, das auch schematisch darstellt, wie der Ablauf bei einer Zwangsstörung sein kann – vom auslösenden Ereignis über den aufkommenden Zwangsgedanken bis hin zur Handlung und dann den langfristigen negativen Auswirkungen. Sehr überzeugend wird dargelegt, weshalb man nicht vermeiden, sondern sich den auslösenden Situationen ganz bewusst im Rahmen einer Exposition stellen sollte. Wie man diese angehen kann, wird ebenfalls beschrieben. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Autor:innen darauf hinweisen, dass man sich freiwillig für eine Exposition entscheidet. Diesen Hinweis finde ich sehr hilfreich und wichtig, da auch eine Menge Druck von außen dabei sein kann. Des Weiteren geht es in diesem Abschnitt auch noch um verzerrte Gedanken, wie man Überzeugungen überprüfen und ein Gedankenexperiment durchführen kann. Auch wird ausführlich beschrieben, was es für professionelle Unterstützung gibt und wo man sich deswegen hinwenden kann.

Im weiteren Verlauf des Buches geht es dann darum, wie man die Exposition in den Alltag transportieren und Sicherheitsverhalten vermeiden kann. Auch werden mögliche Hürden und der Umgang mit ihnen thematisiert. Hier finde ich besonders die grafische Darstellung hilfreich, die auf Hindernisse hinweist, gleichzeitig aber auch direkt Hinweise zur Überwindung liefert. Außerdem geht es darum, die Funktion des eigenen Zwangs zu ergründen. Ebenfalls wird die Frage der Medikamente thematisiert, also z.B. inwiefern Medikamente helfen können und wie man diesbezüglich eine individuelle Entscheidung treffen kann.

Das vorletzte Kapitel befasst sich mit der Kommunikation rund um den Zwang, wie man ihn erklärt und wie man mit Reaktionen umgehen kann. Sehr hilfreich finde ich die Beispiele, wie man Zwänge Menschen erklären kann, die sich damit nicht auskennen. Auch wird erklärt, wie andere Menschen unterstützen können, welche Verhaltensweisen anderer aber vielleicht auch kontraproduktiv sein können. Es wird auch deutlich, dass Austausch unter Betroffenen helfen kann (z.B. in Selbsthilfegruppen).

Am spannendsten finde ich aber das letzte Kapitel, in dem es darum geht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es gibt hilfreiche Anregungen, was man tun kann, wenn man merkt, dass der Zwang wieder vermehrt auftritt. Sehr motivierend finde ich auch hier das „Arbeitsblatt“, mit dem man neue Dinge ausprobieren und für sich entdecken kann.

Viele der abschließenden Lese- und Internettipps sind im deutschsprachigen Raum nicht unbekannt, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem Thema Zwangsstörungen geht.

Insgesamt finde ich den Ratgeber sehr leicht verständlich und auch durchaus motivierend und ansprechend geschrieben. Er regt nicht nur implizit, sondern teilweise auch ganz explizit, zur Selbstreflexion und Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Aspekten rund um Zwänge an.

Ein Highlight in allen Abschnitten sind für mich die mit Symbolen gekennzeichneten Einschübe, die zum einen das Lesen auflockern und zum anderen Wissenswertes, kurze Praxistipps oder Hinweise liefern. Wie zum Beispiel, wie lange Menschen ohne Zwangserkrankung im Schnitt duschen.

Ich finde den Ratgeber sehr ansprechend gestaltet, gut geschrieben und ich habe einiges Neues gelernt. Ich würde das Buch Menschen empfehlen, die sich intensiv mit Zwängen bzw. Zwangsstörungen auseinandersetzen möchten.

Veröffentlicht am 09.03.2026

Drei Leben nach einem Verschwinden

Kala
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2003 verschwindet die 15-jährige Kala aus der kleinen irischen Stadt Kinlough. 15 Jahre später wird ihre Leiche auf einem Baugrundstück gefunden. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich drei ihrer damaligen ...

2003 verschwindet die 15-jährige Kala aus der kleinen irischen Stadt Kinlough. 15 Jahre später wird ihre Leiche auf einem Baugrundstück gefunden. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich drei ihrer damaligen Freunde (wieder) in ihrer Heimatstadt. Aus den Perspektiven von Mush, der Kinlough nie verlassen hat und im Cafe seiner Mutter arbeitet, von Helen, die eigentlich als Journalistin in Kanada lebt und von Joe, der inzwischen ein international erfolgreicher Musiker ist, werden die aktuellen Geschehnisse, Rückblenden und Erinnerungen beschrieben.

Mir hat der Roman von Beginn an gefallen, auch wenn er eher gemächlich beginnt. Trotzdem transportiert er die unterschwellige Spannung und deutet jederzeit an, dass unter der Oberfläche in Kinlough so einiges versteckt ist. Auch die Protagonist:innen Mush, Helen und Ben verbergen zu Beginn des Romans noch einiges, was erst im Laufe der Zeit offenbart wird. So kann man sich als Leser:in stückweise zusammenreimen, was mit Kala passiert sein könnte.

Insgesamt sind nicht alle Protagonist:innen Sympathieträger:innen, dennoch finde ich die Charakterbeschreibungen und die Entwicklung der Protagonist:innen bemerkenswert gelungen. Die drei Hauptcharaktere, Mush, Ben und Helen fand ich zu jederzeit authentisch und wirklich gut herausgearbeitet. Für mich ist das eine der ganz großen Stärken dieses Romans.

Die Suche nach der Wahrheit dominiert den Roman, auch wenn natürlich die aktuellen Leben und Probleme von Helen, Mush und Ben thematisiert werden. Es zeigt sich aber auch eindrücklich, dass Kalas Verschwinden bei allen drei Protagonist:innen deutliche Spuren hinterlassen hat, die sich noch heute in ihrem Denken, Fühlen und Handeln zeigen.

Mich hat „Kala“ sehr gepackt, ich habe den Roman gerne gelesen und würde ihn allen empfehlen, die Geschichten mögen, die sich Zeit lassen. Gleichzeitig kann man als Leser:in gut miträtseln und die Protagonist:innen sind sehr gut herausgearbeitet.

Veröffentlicht am 15.02.2026

Über eine ungewöhnliche Heldin, die ihren Namen nicht kennt

Lola im Spiegel
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Trent Daltons „Lola im Spiegel“ beschäftigt sich mit einigen existenziellen Fragen. Was macht die eigene Identität aus? Wie wichtig ist das Wissen um die eigene Herkunft, um ausmachen zu können, wer man ...

Trent Daltons „Lola im Spiegel“ beschäftigt sich mit einigen existenziellen Fragen. Was macht die eigene Identität aus? Wie wichtig ist das Wissen um die eigene Herkunft, um ausmachen zu können, wer man ist? Wie wichtig ist das Wissen, um den eigenen Namen? Oder kann man auch seine Identität formen, ohne den eigenen Namen und die eigene Herkunft zu kennen?

In dem Roman „Lola im Spiegel“ begleitet man als Leser:in eine junge Frau von 17 Jahren im australischen Brisbane. Dort lebt sie mit ihrer Mutter in einem Auto auf einem Schrottplatz, auf dem noch weitere Wohnungslose, sie nennt sie „Treibende“, eine Gesellschaft bilden. Die junge Frau kennt ihren Namen nicht, ihre Mutter hat ihn ihr nicht verraten. Sie weiß bloß, dass sie schon seit sie ein Baby ist mit ihrer Mutter auf der Flucht ist. Die junge Frau beschäftigt sich auf der einen Seite mit der Frage nach ihrem Namen, auf der anderen Seite geht sie das harte Leben, das sie führt, sehr pragmatisch an. Sie ist voller Liebe für ihre Mutter und die anderen Treibenden, wie z.B. ihren besten Freund. Ihre große Leidenschaft ist die Kunst, sie hält alles in ihrem Skizzenbuch mit Stift oder Tusche fest. Ihr Traum: eine Ausstellung im Metropolitan Museum of Art, in der nach ihrem Tod ihr bewegtes Leben den Besucher:innen nahegebracht wird.

Über 600 Seiten darf man als Leser:in die junge Frau begleiten, sie wird sich verlieben, trauern, kämpfen, Dinge tun, die sie nie tun wollte, und malen. Sie erlebt Höhen und einige Tiefen.
Ich mag die Protagonistin und empfinde ihr Denken, Fühlen und Handeln als sehr authentisch. Wenn man so möchte, ist sie eine ungewöhnliche Heldin.

Dieser Roman thematisiert unfassbar viele ernste Aspekte: Gewalt gegen Frauen, Kriminalität, Wohnungslosigkeit, Gentrifizierung, sozialen Zusammenhalt, Drogenkonsum und viele mehr. Trotz der schweren Themen ist der Roman nicht überfrachtet und hat auch nicht „schwer“ auf mich gewirkt. Neben den Schicksalen und Ungerechtigkeiten ist in dem Roman auch immer ganz viel Liebe und Vertrauen – und so auch Hoffnung.

Ich habe den Roman als durchaus nachdenklich und philosophisch wahrgenommen, wobei er sich wirklich gut und leicht lesen lässt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Illustration, auf die ein kurzer Text wie im Museum folgt, der das Werk und die Intention der Künstlerin beschreibt. Diesen Aufbau finde ich sehr originell und gelungen, insbesondere weil die Illustrationen hervorragend auf den Inhalt der Kapitel abgestimmt sind.

Obwohl der Roman über 600 Seiten umfasst, habe ich kaum Längen wahrgenommen. Insgesamt habe ich ihn wirklich gerne gelesen – sowohl inhaltlich und sprachlich als auch aufgrund der sehr liebevollen Gestaltung.

Veröffentlicht am 30.01.2026

Ein rundum gelungener, berührender und aufrüttelnder Roman

Da, wo ich dich sehen kann
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Jasmin Schreiber gehört zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Ihr gelingt wie kaum einer anderen Schriftstellerin, mich in schöner Regelmäßigkeit beim Lesen zum Weinen zu bringen. Das war bei ihrem ...

Jasmin Schreiber gehört zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Ihr gelingt wie kaum einer anderen Schriftstellerin, mich in schöner Regelmäßigkeit beim Lesen zum Weinen zu bringen. Das war bei ihrem neuen Roman „Da, wo ich dich sehen kann“ nicht anders. Diesmal hat mich das Thema aber noch mehr abgeholt als sonst, da ich mich mit Femiziden, Misogynie und der so häufig beobachtbaren Gleichgültigkeit der Politik hinsichtlich dieser Themen viel beschäftige. Dieser Roman ist für mich zugleich großartig geschrieben und berührend, aber auch in gewisser Hinsicht eine Anklage. Gewalt gegen Frauen, weil sie Frauen sind, wird schon viel zu lange hingenommen.

Der Roman erzählt die Geschichte eines Femizids: Emma, Mutter der 9-jährigen Maja, wird im gemeinsamen Haus in Hamburg von ihrem beruflich erfolgreichen Ehemann erdrosselt. Ein Mord, der nicht aus dem Nichts kam. Über Jahre muss Emma Gaslighting, Gewalt und Erniedrigung zuhause erleiden. Niemand aus ihrem Umfeld hat etwas bemerkt, zu bemüht war sie, die Fassade aufrecht zu erhalten.

Nach dem Femizid zeigt der Roman die Perspektiven der Hinterbliebenen auf. Kapitel aus der Sicht von Maja, Emmas bester Freundin Liv und Emmas Eltern Brigitte und Per beleuchten die Trauer, die Schuldgefühle, die Wut und die Hilflosigkeit, die bleiben. Nach der Gerichtsverhandlung kommt Maja zu ihren Großeltern mütterlicherseits; in der Nähe wohnt auch Liv mit ihrer Hündin. Sie alle leiden und geben doch alles, was sie haben, um klarzukommen und um Maja Sicherheit zu geben. Liv und Maja nähern sich im Laufe der Zeit an, auch weil Liv das Mädchen für ihre Passion, die Astrophysik, begeistern kann. Neben den täglichen Kämpfen ist auch das Sorgerecht für Maja nicht abschließend geklärt… Unterbrochen werden die Beschreibungen der Zeit DANACH von Erinnerungen und Kapiteln aus der Perspektive von Emma, VOR dem Femizid. Diese sind mit dem Wissen, was passieren wird, sehr bedrückend.

Alle ProtagonistInnen in dem Buch sind auf unterschiedliche Weise tief erschüttert und fragil. Jasmin Schreiber ist es auf großartige Weise gelungen, mit leisen Tönen tiefe Wut, Trauer und Hilflosigkeit spürbar zu machen – bei den ProtagonistInnen im Roman, aber auch bei mir als Leserin.

Für mich einer der besten, eindrücklichsten und schwer aushaltbarsten Romane, den ich in diesem Jahr gelesen habe. Klare Leseempfehlung!