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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2025

Lebendige Familiensaga

Bis die Sonne scheint
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„Bis die Sonne scheint“ von Christian Schünemann erzählt aus der Perspektive des jüngsten Sohnes eine bewegte Familiengeschichte. Zugleich ist es eine Reise durch die Generationen, in der ich mich selbst ...

„Bis die Sonne scheint“ von Christian Schünemann erzählt aus der Perspektive des jüngsten Sohnes eine bewegte Familiengeschichte. Zugleich ist es eine Reise durch die Generationen, in der ich mich selbst wiederfand und viel Vertrautes entdeckte. Die Handlung springt zwar zeitlich hin und her, doch dank der überschaubaren Figurenzahl bleibt der Lesefluss angenehm. Auffällig ist, wie in jeder Epoche Probleme verborgen werden – nach innen wie außen, denn der Schein muss stets gewahrt bleiben. Besonders faszinierend war Daniels Perspektive: Er beobachtet viel, urteilt wenig. Der Schreibstil ist klar und anschaulich, die jeweilige Zeit wird durch Mode, Filme und Sprache lebendig eingefangen. Das Generationenübergreifende hat mir besonders gefallen – man sieht hautnah, wie falsche Entscheidungen noch Jahre später nachhallen.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Angst im Wald

Blutwild
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Mit ihrem Debüt „Blutwild“ entführt uns Saskia te Marveld in einen Wald, der alles andere als Ruhe ausstrahlt. Die Geschichte von Anka, einer physisch und psychisch gezeichneten Ex-Polizistin, beginnt ...

Mit ihrem Debüt „Blutwild“ entführt uns Saskia te Marveld in einen Wald, der alles andere als Ruhe ausstrahlt. Die Geschichte von Anka, einer physisch und psychisch gezeichneten Ex-Polizistin, beginnt mit einem mysteriösen Hilferuf und führt direkt in ein handfestes Szenario des Schreckens.
Besonders hervorzuheben ist die Erzählweise: Durch die wechselnden Perspektiven und Zeitebenen bleibt man als Leser stets gefordert. Während die Bedrohung stetig wächst, baut die Autorin eine dichte Atmosphäre auf, die in einem unerwarteten Finale mündet. Dass ich die Hintergründe zu Ankas Trauma nur oberflächlich erfahren habe, fand ich schade, da mir hier ein wenig das Verständnis für ihren Charakter fehlte. Auch blieben einige ihrer Reaktionen für mich schwer nachvollziehbar.
Dennoch: Die Spannung stimmt! „Blutwild“ ist ein vielversprechender Start für Saskia te Marveld, und ich freue mich definitiv auf ihre kommenden Bücher.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Atmosphärisch düster

Die Insel meiner Schwester
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"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ein Roman, der sich sehr schnell als spannend erwies.
Mirjam hat schon sehr lange keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester. Da erreicht sie die Einladung ...

"Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren ist ein Roman, der sich sehr schnell als spannend erwies.
Mirjam hat schon sehr lange keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester. Da erreicht sie die Einladung zu ihrem vierzigsten Geburtstag an einem psychischen Tiefpunkt. Sie beschließt die Einladung anzunehmen.
Die Familie besitzt eine abgeschiedene Schäreninsel, auf der die Mädchen auch die Sommer ihrer Kindheit verbrachten. Dort soll die Geburtstagsfeier stattfinden.
Beide Schwestern haben etwas zu verbergen, beide Schwestern tragen Leid mit sich herum und nach und nach entfaltet sich hier die ganze Geschichte der Familie, erzählt von Mirjam. Es gibt immer wieder neue Wendungen und Erkenntnisse und am Ende spitzt es sich auch zu einem Finale zu.
Viel wird hier in Rückblenden erzählt, hauptsächlich geht es um die Psyche und die Beziehungen der beiden Mädchen und Frauen untereinander, im Laufe der Jahre.
Ich mochte die Geschichte sehr, obwohl ich keine Sympathien für beide Protagonistinnen aufbauen konnte.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Vielleicht wird es eine Katze

Paul bekommt kein Kätzchen
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"Paul bekommt kein Kätzchen" von den Autoren Bernhard Hoëcker und Eva von Mühlenfels ist ein sehr schönes Kinderbuch in großem Format. Es ist durchgehend farbig und wunderschön illustriert von Angela Glökler.
Paul ...

"Paul bekommt kein Kätzchen" von den Autoren Bernhard Hoëcker und Eva von Mühlenfels ist ein sehr schönes Kinderbuch in großem Format. Es ist durchgehend farbig und wunderschön illustriert von Angela Glökler.
Paul ist ein kleiner Junge, dass sich auf einen ganz besonderen Tag freut. Er darf ein Kätzchen bekommen und wir begleiten ihn hier durch seinen Tag.
Das Buch macht sehr viel Spaß, denn Paul ist, so wie jedes Kind, ein ganz besonderes Kind. Und genauso läuft nicht immer alles so, wie geplant und gedacht. Und daran ist hier auch so wirklich gar nichts falsch, nur anders.
Bei jedem umblättern wartet eine neue Überraschung auf die großen und kleinen Leserinnen. Das macht wirklich sehr viel Spaß, vor allem den Kindern, die das wirklich sehr mögen.
Ein Buch, welches zum entdecken einlädt, neue Wege zu gehen, immer offen zu bleiben und einfach alles zu probieren.
Gut zum vorlesen geeignet, auch ich würde sagen, so ab 3-4 Jahren.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Spielend der Hexe entkommen

Darkly
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"Darkly" von Marisha Pessl verspricht vom Klappentext her meine liebsten Hobbys zu vereinen, Lesen und Spiele.
Dia, siebzehnjährige Schülerin, lebt mit ihrer Mutter und einer etwas anderen WG in einem ...

"Darkly" von Marisha Pessl verspricht vom Klappentext her meine liebsten Hobbys zu vereinen, Lesen und Spiele.
Dia, siebzehnjährige Schülerin, lebt mit ihrer Mutter und einer etwas anderen WG in einem Antiquitätenladen, bzw. sie arbeiten dort und verbringen dort ihre Zeit.
Louisiana Veda ist eine Ikone auf ihrem Gebiet, sie hat Spiele entwickelt, die allesamt Kultstatus erreicht haben und mittlerweile auch recht viel Wert sind.
Die Stiftung, die nach ihrem Tod alles verwaltet, vergibt Praktika, für die sich auch Dia bewirbt und angenommen wird, gemeinsam mit mehreren anderen Gleichaltrigen.
Dort wurde ein Prototyp entwendet, der jetzt aber gespielt wird und auch ein Spieler verschwunden ist. Das alles soll untersucht und aufgeklärt werden.
Die Idee ist toll, alles ein Rätsel, mit echten Folgen und Erkundungen.
Die Spannung fehlt mir etwas, schon da die Protagonisten etwas blass und fremd bleiben und mir ihr Schicksal nicht am Herzen liegt.
Gewünscht hätte ich mir mehr Situationen, in denen ich selber rätseln kann, das fehlt hier.
Am Ende gibt es noch eine überraschende Wendung, die gut zum Geschehen passt und die ich auch nicht vorausgeahnt hatte.
Das Buch selber ist toll gestaltet, hier sind Briefe und Notizen und auch Fotos mit einbezogen, gut gemacht für die Atmosphäre.

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