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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2021

Tolle Fortsetzung

Rachefürst - vergessen
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„Rachefürst – vergessen“ ist der zweite Teil der Dilogie um Blutengel und Rachefürst von Andrea Ego.

Der zweite Band geht nahtlos weiter, wo der Erste aufgehört hat. Was den Einstieg sehr einfach und ...

„Rachefürst – vergessen“ ist der zweite Teil der Dilogie um Blutengel und Rachefürst von Andrea Ego.

Der zweite Band geht nahtlos weiter, wo der Erste aufgehört hat. Was den Einstieg sehr einfach und gut gestaltet hat.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war etwas altmodisch angehaucht, obwohl die Geschichte in der Zukunft spielt. Er war aber sehr gut verständlich und doch mit einer gewissen Schwere behaftet, welche die Gefühle und die Stimmung in der Geschichte an sich, sehr gut widergespiegelt hat.

Die Charaktere sind dieselben, welche wir auch schon im ersten Teil der Geschichte auf ihrem Abenteuer begleiten durften. In diesem Teil wird es allerdings noch etwas emotionaler, spannender und aufwühlender. Wem kann man trauen? Was wiegt mehr, der Wunsch nach Rache und Vergeltung oder aber der Wunsch nach einer Zukunft? Was wird aus den Menschen, den Gefallenen und den Experimenten?
Das alles sind Fragen, welche sich im Laufe der Geschichte langsam aber sicher aufklären. Es lohnt sich also dran zu bleiben.

Es hat unfassbaren Spaß gemacht, den Charakteren bei ihrer eigenen Gefühlsentwicklung beizustehen und die Probleme, welche in dieser Zeit vorherrschen, zu lösen. Selbst Kaer ist mir von Seite zu Seite etwas sympathischer geworden.

Alles in allem haben wir also fantastische Charaktere, spannende Kämpfe, geheimnisvolle Überraschungen und den ein oder anderen Schlagabtausch zwischen den Charakteren, welcher zu einem herzlichen Lacher einlädt. Es lohnt sich also alle beide Bände zu lesen!

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Veröffentlicht am 09.07.2021

Ein wenig Humor für Zwischendurch

Das Leben ist ein Baumarkt
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„Das Leben ist ein Baumarkt“ von Mirko Trompetter ist eine gute Prise Humor für Zwischendurch.
Mirko Trompetter ist Baumarktmitarbeiter. Bis zu diesem Buch wusste ich nicht, dass dort die tollsten Geschichten ...

„Das Leben ist ein Baumarkt“ von Mirko Trompetter ist eine gute Prise Humor für Zwischendurch.
Mirko Trompetter ist Baumarktmitarbeiter. Bis zu diesem Buch wusste ich nicht, dass dort die tollsten Geschichten passieren, aber man lernt wohl nie aus. Sei es die stromübertragende Funksteckdose, die fragwürde Zweckentfremdung von Mörtelkübeln oder aber auch der Versuch einen Balkon an die Hauswand zu dübeln. All dies erlebt Mirko Trompetter dort tagtäglich.

Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, war ich noch etwas skeptisch, als ich allerdings die ersten Kapitel gelesen habe und bei jeder Geschichte, welche er zum Besten gegeben hat, entweder Tränen gelacht oder ungläubig mit dem Kopf geschüttelt habe, war ich überzeugt: Ich musste weiterlesen. Und es hat sich gelohnt.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, was es für mich als Leser, einfacher gestaltet hat, mich in den Mitarbeiter hineinzuversetzen. Im Laufe des Buches habe ich mich tatsächlich dabei ertappt, wie mir dieselben Gedanken, wie ihm durch den Kopf geschossen sind. Die humoristische Art, wie die einzelnen Personen dort aus seiner Perspektive beschrieben werden, ist fantastisch. Und zu gern würde ich „die Batikfee“ oder den Kollegen Meier mal persönlich kennenlernen.

Ein klitzekleiner negativer Aspekt ist mir allerdings doch aufgefallen. Als Leserin brannte ich darauf, immer eine weitere und noch verrücktere Geschichte über Kunden, Mitarbeiter oder auch nur ihn selbst zu lesen. Da fand ich es leider etwas störend, dass manche Kapitel gar nichts mit eben diesen zu tun hatten, sondern sich auf fragwürde Namensgebungen von Baumaterialien oder ähnliches beschränkten. Allerdings hat man so auch immer eine Möglichkeit gehabt, sich von dem letzten Kunden zu erholen und für den nächsten Kunden vorzubereiten. Somit kommt hier der Titel zu tragen „Das Leben ist ein Baumarkt“, es gibt durchaus Höhen und Tiefen, wie auch im richtigen Leben.

Für alle die auf der Suche nach einem Schmunzeln zwischendurch, einem großen Lacher, oder aber einem ungläubigen Kopfschütteln sind, kann ich das Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Fantastische Landschaften

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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“Der Duft des Strandhafers” von Gabriella Engelmann ist die Fortsetzung der Dilogie um die Bücherfrauen von Listland.

Anna kehrt zurück nach Sylt, um die verlorene Schwester von Fenja wiederzufinden. ...

“Der Duft des Strandhafers” von Gabriella Engelmann ist die Fortsetzung der Dilogie um die Bücherfrauen von Listland.

Anna kehrt zurück nach Sylt, um die verlorene Schwester von Fenja wiederzufinden. Sie beginnt ihre Recherche in der Vergangenheit und versucht dort Hinweise auf Martjes Verbleib zu finden. Doch gleichzeitig trifft sie auch noch auf Eric, Fenjas Sohn und das Gefühlschaos nimmt seinen Lauf.

Besonders gefallen hat mir hier wieder die bildhafte Darstellung der Landschaft. Ich war nie auf Listland, aber mit Anna war ich es doch in gewisser Weise. Gabriella Engelmann legt viel Wert darauf, dem Leser das Gefühl zu geben, vor Ort zu sein, und das hat sie mit Bravour geschafft!
Auch die Charaktere haben wieder überzeugt. Es wurde abwechselnd aus den Perspektiven von Anna und Martje berichtet. Durch die Sprünge in die Vergangenheit wurde Martjes Geschichte wunderbar dargestellt und blieb doch lange Zeit ungeklärt, da uns diese immer nur Häppchenweise gereicht wurde.
Allerdings bin ich mit Martje als Charakter überhaupt nicht warm geworden. Für mich hat sie absolut irrational gehandelt und das quasi ihr ganzes Leben lang. Auch die Erzählungen aus ihrer Perspektive fand ich sehr sachlich beschrieben und weniger emotional.
Ich muss gestehen, dass sich die ganze Story so leider etwas zu sehr in die Länge gezogen hat und für mich ein wenig zu langatmig war. Manche Zufälle wirkten leider auch sehr gestellt, was mich dann doch etwas enttäuscht hat.

Alles in allem ist das Buch eine tolle Hommage an die Landschaft der Nordseeinseln, aber kommt nicht an Band 1 der Geschichte ran.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Cold-Case mal anders

Ungelöst – Die erste Zeugin
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“Ungelöst - die erste Zeugin” von Arno Strobel ist der Auftakt der Cold-Case-Reihe um Chefermittler Ramin Brunner.

Luisa Menkhoff erkennt die Frau auf einem Vermisstenplakat wieder. Sie ist ihr mit jungen ...

“Ungelöst - die erste Zeugin” von Arno Strobel ist der Auftakt der Cold-Case-Reihe um Chefermittler Ramin Brunner.

Luisa Menkhoff erkennt die Frau auf einem Vermisstenplakat wieder. Sie ist ihr mit jungen Jahren begegnet. Mehr als das. Sie war in ihre Entführung verwickelt, als sie noch ein Kind war.
Als sie sich an die Polizei wendet, gerät sie an Ramin Brunner, der sie, aufgrund ihres eidetischen Gedächtnisses, mit in den Fall einbezieht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Arno Strobel überzeugt mit Spannung, Plot Twists und starken Ermittlern.
Alle Charaktere wirken absolut authentisch und haben ihren kleinen oder größeren Platz in der Geschichte.
Der Schreibstil ist leicht und doch intensiv, was mich ungemein gefesselt hat. Er hält sich nicht mit viel drum herum auf, sondern kommt gleich zum Punkt. Und doch legt er unbemerkt die ein oder andere falsche Spur.
Durch die Wechsel der Erzählperspektive zwischen den beiden Protagonisten und den Sprüngen in die Vergangenheit, wurde es noch fesselnder.
Dietmar Wunder hat das Buch wahnsinnig gut vorgelesen und mich mit seiner Stimme in den Bann gezogen. Er hat die dunkle und verschachtelte Atmosphäre sehr gut zur Geltung gebracht. Ich konnte kaum weghören. Noch ein Pluspunkt für das Hörbuch!

Alles in allem bin ich absolut begeistert und jetzt schon ein Fan der neuen Reihe.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Keine leichte Kost

Sweet Notes of Goodbye
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“Sweet notes of Goodbye” von Paulina Fuhr beschreibt eine emotionale Liebesgeschichte mit mehr Tiefgang als gedacht.

Tara kehrt zurück in ihre Heimat, um sich selbst wiederzufinden und sich von ihrer ...

“Sweet notes of Goodbye” von Paulina Fuhr beschreibt eine emotionale Liebesgeschichte mit mehr Tiefgang als gedacht.

Tara kehrt zurück in ihre Heimat, um sich selbst wiederzufinden und sich von ihrer gescheiterten Beziehung zu erholen. Doch vielleicht ist Zuhause gar nicht was sie braucht. Sie macht sich auf den Weg nach Norwegen, um einige Zeit allein zu verbringen und sich wieder mehr mit ihrer Musik zu beschäftigen. Doch dann begegnet sie Milan, der gerade ein Café mit seiner Familie eröffnet. Und für beide beginnt ein beinahe magischer Sommer mit Höhen und Tiefen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten erzählt, was die persönlichen Geschichten der beiden sehr intensiv darstellt. Die Momente zu zweit werden dabei fast zur Nebensache. Viel packender sind die Momente, in denen sie mit sich selbst allein sind, denn gerade dann versteht man erst, welche inneren Konflikte sie mit sich selbst austragen. Diese Darstellung hat mir wirklich gut gefallen, ich hätte mir allerdings mehr gemeinsame Erlebnisse gewünscht, um die Dynamik zwischen Tara und Milan etwas besser einschätzen zu können.
Beide haben ihr eigenes Päckchen im Leben zu tragen und meistern die Tücken des Lebens auf ihre eigene Art und Weise. Das macht es gerade so spannend.
Allerdings passiert nicht wirklich viel in der Geschichte, bis auf die persönliche Entwicklung der Charaktere. Ich hätte mir auch gewünscht, die Nebencharaktere besser kennenzulernen, denn gerade die fand ich absolut grandios.
Leider kam auch das Setting bzw. die Landschaft während des Roadtrips etwas zu kurz, aber das hat der Botschaft des Buches keinen Abbruch getan.

Alles in allem finde ich es eine gute Geschichte mit einer wichtigen Botschaft, aber durchaus kleineren Schwächen.

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