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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2026

Keine leichte Kost

Sweet Notes of Goodbye
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“Sweet notes of Goodbye” von Paulina Fuhr beschreibt eine emotionale Liebesgeschichte mit mehr Tiefgang als gedacht.

Tara kehrt zurück in ihre Heimat, um sich selbst wiederzufinden und sich von ihrer ...

“Sweet notes of Goodbye” von Paulina Fuhr beschreibt eine emotionale Liebesgeschichte mit mehr Tiefgang als gedacht.

Tara kehrt zurück in ihre Heimat, um sich selbst wiederzufinden und sich von ihrer gescheiterten Beziehung zu erholen. Doch vielleicht ist Zuhause gar nicht was sie braucht. Sie macht sich auf den Weg nach Norwegen, um einige Zeit allein zu verbringen und sich wieder mehr mit ihrer Musik zu beschäftigen. Doch dann begegnet sie Milan, der gerade ein Café mit seiner Familie eröffnet. Und für beide beginnt ein beinahe magischer Sommer mit Höhen und Tiefen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten erzählt, was die persönlichen Geschichten der beiden sehr intensiv darstellt. Die Momente zu zweit werden dabei fast zur Nebensache. Viel packender sind die Momente, in denen sie mit sich selbst allein sind, denn gerade dann versteht man erst, welche inneren Konflikte sie mit sich selbst austragen. Diese Darstellung hat mir wirklich gut gefallen, ich hätte mir allerdings mehr gemeinsame Erlebnisse gewünscht, um die Dynamik zwischen Tara und Milan etwas besser einschätzen zu können.
Beide haben ihr eigenes Päckchen im Leben zu tragen und meistern die Tücken des Lebens auf ihre eigene Art und Weise. Das macht es gerade so spannend.
Allerdings passiert nicht wirklich viel in der Geschichte, bis auf die persönliche Entwicklung der Charaktere. Ich hätte mir auch gewünscht, die Nebencharaktere besser kennenzulernen, denn gerade die fand ich absolut grandios.
Leider kam auch das Setting bzw. die Landschaft während des Roadtrips etwas zu kurz, aber das hat der Botschaft des Buches keinen Abbruch getan.

Alles in allem finde ich es eine gute Geschichte mit einer wichtigen Botschaft, aber durchaus kleineren Schwächen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Außergewöhnlich packend

The Jewel Secrets (1). Um dieses Spiel zu gewinnen, musst du dich in deinen größten Feind verlieben
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“The Jewel Secrets” von Jana Hoch ist der erste Band der Romance-Dilogie im Adels-Setting.

Darcy Green wird am Tiefpunkt ihres Lebens zu einer Erbschaftsversammlung eingeladen. Doch diese ist anders als ...

“The Jewel Secrets” von Jana Hoch ist der erste Band der Romance-Dilogie im Adels-Setting.

Darcy Green wird am Tiefpunkt ihres Lebens zu einer Erbschaftsversammlung eingeladen. Doch diese ist anders als eine normale Testamentsverlesung. Hier handelt es sich um eine Schnitzeljagd der besonderen Art. Die verfeindeten Familien der Seymours und Corydalis sollen sich zusammentun, um die vielen Rätsel zu lösen, die sich die alte Dame noch vor ihrem Tod ausgedacht hat. Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn die Feindschaft der beiden Familien greift tiefer als erwartet. Und selbst Darcy, die ihr Leben lang noch nicht einmal wusste, dass sie Teil dieser Familie ist, findet den Großteil aller Anwesenden alles andere als sympathisch.

Besonders gut hat mir die detaillierte und bildliche Schreibweise gefallen. So hat mich das Setting vom abgelegenen Schloss direkt begeistert. Die versteckten Rätsel machen es quasi zu einem riesigen Escape-Room und wer kann dem schon widerstehen? Ich aufjedenfall nicht, denn ich habe mich immer wieder beim Miträtseln ertappt.
Aber auch die Charaktere kamen nicht zu kurz. Darcy ist mir direkt sympathisch gewesen. Sie hat nicht viel im Leben, aber das, was sie hat, verteidigt sie. Dorian hingegen ist die Arroganz in Person. Allerdings haben beide ihr eigenes Päckchen zu tragen.
Ich muss auch den sensiblen Umgang mit schwierigen Thematiken wie Panikattacken o.ä. positiv hervorheben. Das wurde in der Geschichte super gelöst.
Die Geschichte hat sich zu keinem Zeitpunkt in die Länge gezogen, sondern es kam immer wieder eine neue Überraschung ins Spiel.

Das Buch ist also absolut empfehlenswert für jede Person, die Spannung mag, in einem ungewöhnlichen Setting, mit mysteriösen Charakteren und einem Escape-Room-Vibe.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Unerwartet

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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“Die Housesitterin” von Emily Rudolf ist ein spannender Thriller mit unerwartetem Ausgang.

Cecilia ist Housesitterin und lebt somit fast ausschließlich in den Häusern ihrer wohlhabenden Kunden. Nun soll ...

“Die Housesitterin” von Emily Rudolf ist ein spannender Thriller mit unerwartetem Ausgang.

Cecilia ist Housesitterin und lebt somit fast ausschließlich in den Häusern ihrer wohlhabenden Kunden. Nun soll sie das Haus einer einflussreichen Familie auf einer kleinen Insel in der Ostsee bewohnen. Doch sie ist dort nicht so allein, wie sie zunächst denkt.

Emily Rudolf überzeugt mit spannungsgeladenen Perspektivwechseln der beiden Protagonisten. So bekommt man alle Seiten der Geschichte nähergebracht und steigt relativ schnell in die Story ein, ohne zu viel vorweg zu nehmen.
Sie wirft geschickt immer neue Fragen auf, die sich tatsächlich erst im letzten Drittel des Buches aufklären. So wird jeder zum Verdächtigen. Und trotz langsamer Auflösung überzeugt das Ende noch einmal mit absoluter Überraschung.
Die Protagonisten hatten es als Charaktere wirklich in sich. Ich hatte mit allen Charakteren meine Schwierigkeiten. Wirkliche Sympathien kamen in der ganzen Geschichte nicht auf, aber man muss Charaktere ja nicht mögen, um sie als solche zu schätzen.
Mir persönlich waren es ein wenig zu viele Nebencharaktere, die auch im Laufe der Story nicht an Bedeutung gewonnen haben. Das ist aber auch mein einziger kleiner Kritikpunkt.

Alles in allem hat dieses Buch alles was ein spannender Thriller braucht: ein gutes Setting, vielschichtige Charaktere und Fragen bis zum Ende.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Sympathisch aber vorhersehbar

Bookishly Ever After
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“Bookishly ever After” ist eine humorvolle Slow-Burn-Romance von zwei rivalisierenden Buchhändlern.

Lexi hat die Buchhandlung ihrer Großmutter übernommen und geht darin voll auf. Wäre da nicht der mürrische ...

“Bookishly ever After” ist eine humorvolle Slow-Burn-Romance von zwei rivalisierenden Buchhändlern.

Lexi hat die Buchhandlung ihrer Großmutter übernommen und geht darin voll auf. Wäre da nicht der mürrische Buchhändler Sam gleich um die Ecke eingezogen und eröffnet dort ebenfalls eine Buchhandlung. Der Konkurrenzkampf ist eröffnet und Lexi schneidet dabei finanziell nicht sehr gut ab. Sie braucht also einen Plan…

Lexi hat mir als Protagonistin super gefallen. Das liegt aber vielleicht auch einfach an ihrer absoluten Hingabe für Bücher. Sie lebt für ihre Buchhandlung und sorgt mit Herzblut für ihre Angestellten und genau das macht sie aus. Ich kann sie absolut verstehen, wenn sie sich etwas zu sehr in der Arbeit verliert (ich bin da leider genauso), was sie für mich aber nur noch sympathischer gemacht hat.
Die Autorin hat mit ihrer bildlichen Darstellung und der gefühlvollen Schreibweise für wirklich tolle Lesestunden gesorgt.
Für mich kam allerdings die Spannung etwas zu kurz. Man konnte bereits erahnen, was sich als nächstes ereignet, das hat das Lesen manchmal etwas frustrierend gemacht. Das ist aber auch der einzige kleine Makel, den ich finden konnte.

Alles in allem ist es eine tolle Geschichte, mit sympathischen Charakteren und einem kleinen Schmunzeln für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Zum mitfiebern

Das Buch der verlorenen Stunden
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“Das Buch der verlorenen Stunden” von Haley Gelfulso, ist ein wunderschöner Roman über die Magie von Zeit und Büchern.

Eines Abends versteckt ihr Vater, Lisavet in einer geheimnisvollen Bibliothek, die ...

“Das Buch der verlorenen Stunden” von Haley Gelfulso, ist ein wunderschöner Roman über die Magie von Zeit und Büchern.

Eines Abends versteckt ihr Vater, Lisavet in einer geheimnisvollen Bibliothek, die ganz unabhängig von der Zeit existiert. Dort haben nur Zeithüter Zutritt, welche dafür sorgen, dass jede Erinnerung der Menschheit in Büchern festgehalten wird.
Doch leider zerstören manche Zeithüter bestimmte Erinnerungen, in ihrem eigenen Interesse und nur Lisavet scheint sie aufhalten zu können. Denn sie sammelt die zerstörten Erinnerungen in ihrem eigenen Buch.

Dieser Roman hat auf mich zu Beginn sehr unscheinbar gewirkt, hat mich letztendlich aber mehr als überzeugt.
Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, welche in unterschiedlichen Zeiten agieren. Das sorgt aber überhaupt nicht für Verwirrung, sondern ist wirklich gut nachzuvollziehen. Diese Erzählweise macht die Bedeutung der Geschichte auch noch klarer.
Die Autorin spricht viele Missstände an und regt immer wieder zum Nachdenken an. Gerade das macht dieses Buch auch aus.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft, was es unglaublich einfach gemacht hat in der Geschichte zu versinken. (Ich war nicht nur einmal mit Lisavet im Zeitraum).
Die Charaktere sind super ausgearbeitet. Man lernt sie sehr gut kennen und vorallem auch einzuschätzen. Dabei wird dem eigentlichen Plot aber nicht vorgegriffen, sondern die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Ich habe auf jeder Seite bestens unterhalten gefühlt.
Die Fantasy-Elemente sind so dezent eingearbeitet gewesen, dass ich mich selbst dabei ertappt habe, wie ich kurz darüber nachdenken musste, ob dieser Zeitraum wirklich existieren könnte.

Also ein wirklich schöner und toller Roman im historischen Setting über die Liebe, Zeit und die Sinnlosigkeit von Krieg.

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