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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2026

Zwischen Laufsteg und Liebeschaos - mehr als nur Glanz und Glamour ✨

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Familiengeheimnisse, alte Träume und ganz viele Gefühle – eingebettet zwischen Modeshows und charmantem Familienchaos.

Der Roman ist ein absoluter Spaß: witzig, lebendig und voller Herz. Antonia Wesseling ...

Familiengeheimnisse, alte Träume und ganz viele Gefühle – eingebettet zwischen Modeshows und charmantem Familienchaos.

Der Roman ist ein absoluter Spaß: witzig, lebendig und voller Herz. Antonia Wesseling schreibt so flüssig, bildhaft und humorvoll, dass man die Welt der Bouttiers direkt vor sich sieht, fühlt und miterlebt. Besonders Adam wächst einem schnell ans Herz.
Gabriel hingegen wirkte stellenweise etwas zu perfekt – ich hätte ihn am liebsten ab und zu mal geschüttelt. Trotzdem merkt man schnell, dass sein Verhalten stark von seiner Vergangenheit geprägt ist, was ihn letztlich doch greifbarer macht.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Dynamik durch die drei Perspektivenwechsel. Die unterschiedlichen Gedanken und Gefühle waren dadurch besonders nachvollziehbar und haben der Geschichte viel Tiefe gegeben.
Zwar hatte ich relativ früh einen Verdacht, der sich am Ende bestätigt hat, aber trotzdem bleibt Les Bouttiers durchgehend spannend und unglaublich flüssig geschrieben.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen – und dieser fiese Cliffhanger hat mich ziemlich aufgewühlt zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Wenn Liebe Narben hinterlässt

Wie Risse in der Erde
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Mit "Wie Risse in der Erde" gelingt Clare Leslie Hall ein eindringlicher und emotional vielschichtiger Roman, der lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Im Zentrum der Geschichte steht eine leidenschaftliche ...

Mit "Wie Risse in der Erde" gelingt Clare Leslie Hall ein eindringlicher und emotional vielschichtiger Roman, der lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt. Im Zentrum der Geschichte steht eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung, die untrennbar mit einem rätselhaften Todesfall verwoben ist – ein Spannungsbogen, der von der ersten bis zur letzten Seite trägt.

Hall erzählt von den Gegensätzen des Lebens in all ihrer Intensität: von Schönheit und Schrecken, von Geburt und Tod, von Liebe und Verlust. Diese scheinbar widersprüchlichen Kräfte existieren hier nebeneinander und machen den Roman so kraftvoll und authentisch. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Protagonistin, die sich mutig ihrem Schicksal entgegenstellt und dabei mit den Unwägbarkeiten des Lebens ringt.

Der Roman besticht nicht nur durch seine emotionale Tiefe, sondern auch durch seine unvorhersehbare Handlung. Die Geschichte entwickelt sich auf eine Weise, die immer wieder überrascht – insbesondere das Ende trifft mit voller Wucht und stellt vieles in ein neues Licht.

Wie Risse in der Erde ist eine bewegende Geschichte über Liebe, Verlust und die Entscheidungen, die unser Leben formen. Trotz aller Tragik schwingt stets ein Hauch von Hoffnung mit: die leise, aber kraftvolle Idee, dass Liebe – so zerstörerisch sie auch sein mag – letztlich heilend wirken kann und ihren Weg zurückfindet.

Ein Roman, der mitten ins Herz trifft – herzzerreißend, intensiv und zugleich tröstlich.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Eine Liebe voller Abschiede

Lügen, die wir uns erzählen
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Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Leichtigkeit die Autorin gesellschaftskritische ...

Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Es hat mich tief berührt und sehr nachdenklich gestimmt. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Leichtigkeit die Autorin gesellschaftskritische Themen einfließen lässt, ohne dass die Geschichte jemals überladen wirkt. Dabei greift sie viele Aspekte auf, die uns im Alltag begegnen und zum Reflektieren anregen.
Im Zentrum stehen Erinnerungen, verdrängte Wahrheiten und alte Wunden, die langsam ans Licht kommen. Es geht um eine vergangene Liebe, um verpasste Chancen – aber auch um zweite Möglichkeiten. Die Geschichte bewegt sich immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zeigt eindrücklich, wie sehr frühere Erfahrungen unser heutiges Leben prägen.
Die Protagonistin Helene ist eine Figur, die mich besonders bewegt hat. Sie ist jemand, der es immer allen recht machen wollte, geprägt von Eltern, die viel für sie entschieden haben. Dieses ständige Streben nach Perfektion und Anerkennung zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. Gleichzeitig wird schmerzhaft deutlich, wie lieblos und kalt sie selbst in ihrer Kindheit behandelt wurde – Erfahrungen, die tiefe Spuren hinterlassen haben.
Auch die Beziehung zwischen Helene und ihrer Tochter Anna ist zentral. Beide sehnen sich nach Verständnis, schaffen es jedoch lange nicht, wirklich miteinander zu kommunizieren. Diese Sprachlosigkeit führt zu Missverständnissen und Schuldzuweisungen, die die Distanz zwischen ihnen noch vergrößern. Umso eindrucksvoller ist die Entwicklung, die diese Beziehung im Laufe der Geschichte durchläuft.
Insgesamt ist „Lügen, die wir uns erzählen“ ein melancholischer, feinfühliger Roman über Familie, Vergangenheit und die Schwierigkeit, sich selbst und einander wirklich zu verstehen. Ein Buch, das leise daherkommt, aber lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Speed-Dating in einem alten Club… Licht aus… und plötzlich ist jemand tot. Willkommen im Serendipity. 🔪🌹

A Killer Crush
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Manchmal greift man zu einem Buch und denkt sich: Das lese ich jetzt ein bisschen nebenbei. Und dann passiert genau das Gegenteil. A Killer Crush habe ich innerhalb von eineinhalb Tagen verschlungen – ...

Manchmal greift man zu einem Buch und denkt sich: Das lese ich jetzt ein bisschen nebenbei. Und dann passiert genau das Gegenteil. A Killer Crush habe ich innerhalb von eineinhalb Tagen verschlungen – hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich vermutlich schon nach einem Tag fertig gewesen.
Die Geschichte beginnt mit einem Speed-Dating in einem alten Club – eine eigentlich lockere, vielleicht sogar romantische Situation. Doch plötzlich geht das Licht aus. Als es wieder angeht, ist klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht. Einer der Teilnehmer ist tot – und das ist erst der Anfang.
Die Protagonistin findet sich zusammen mit den anderen Teilnehmern und den Veranstaltern die ganze Nacht über in diesem Club wieder. Niemand kann gehen, und während die Stunden vergehen, wird immer deutlicher, dass sich unter ihnen ein Mörder befinden muss. Misstrauen wächst, Verdächtigungen werden ausgesprochen – und nach und nach lichtet sich die Runde.
Was dieses Buch so besonders macht, ist die ungewöhnliche Mischung aus Thriller und RomCom. Einerseits ist die Geschichte überraschend blutig und stellenweise ziemlich makaber. Andererseits lockern humorvolle Dialoge, Dating-Situationen und sogar ein kleines Liebesdreieck die Spannung immer wieder auf. Diese Kombination funktioniert erstaunlich gut und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.
Besonders gelungen fand ich, wie die Autorin mit Verdächtigungen spielt. Ich hatte zwischendurch immer wieder zwei oder drei mögliche Täter im Kopf – und wurde doch mehrfach in die Irre geführt. Wenn man sehr aufmerksam liest, könnte man vielleicht auf die richtige Spur kommen, aber ganz sicher ist man sich eigentlich nie.
Auch wenn die Handlung größtenteils in nur einer Nacht und an einem einzigen Ort spielt, entsteht eine starke Sogwirkung. Das Buch hat vielleicht nicht den allergrößten Tiefgang, aber dafür jede Menge Tempo, Spannung und Unterhaltung.
Für alle, die Thriller mögen, aber auch nichts gegen eine Prise Humor und RomCom haben, ist A Killer Crush definitiv einen Blick wert. Spannend, überraschend und stellenweise herrlich schräg.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Thriller, der mich in den Bann gezogen hat

Der Puppenwald
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Der Thriller "Der Puppenwald" wird abwechselnd aus Jessicas und Evelins Sicht erzählt – und genau das hat mir besonders gut gefallen. Einerseits ist man ganz nah an Jessicas Angst und erlebt ihre Unsicherheit ...

Der Thriller "Der Puppenwald" wird abwechselnd aus Jessicas und Evelins Sicht erzählt – und genau das hat mir besonders gut gefallen. Einerseits ist man ganz nah an Jessicas Angst und erlebt ihre Unsicherheit und Verzweiflung hautnah mit. Andererseits begleitet man die Ermittlungen und bekommt dadurch einen ganz anderen, sachlicheren Blick auf die Geschehnisse.

Auch die beiden Ermittler könnten unterschiedlicher kaum sein – und genau das macht die Verhöre so spannend. Evelin ist einfühlsam, aufmerksam und wirklich interessiert an Jessica. Sie versteht, dass Jessica wissen will, was passiert ist, und begegnet ihr mit Empathie. Achim hingegen wirkt deutlich distanzierter und nüchterner. Diese Gegensätze sorgen für eine spürbare Dynamik und verleihen den Gesprächen zusätzliche Spannung.

Die Charaktere, vor allem Jessica und Evelin, sind sehr gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Ihre Gedanken und Reaktionen fühlen sich echt an. Aber auch die Nebenfiguren bleiben nicht blass, sondern tragen spürbar zur Geschichte bei.

Die Kapitel sind angenehm kurz – perfekt, um „nur noch eins“ zu lesen … was natürlich selten bei nur einem bleibt. Der Schreibstil ist sehr eindringlich und erzeugt eine düstere, beklemmende Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die Spannung ist von Anfang an da und steigert sich kontinuierlich bis zum Schluss.

Und dieser Plottwist am Ende? Damit habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet und war überrascht über die Auflösung.

Insgesamt ein spannender, atmosphärisch dichter Thriller mit starken Charakteren und einer überraschenden Wendung am Ende.

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