Drei Frauen gegen den Rest der Welt
Ein guter Blick fürs BöseKalifornien 1966: Margot, Beverly und Elsie sind so unterschiedlich wie Frauen es nur sein können, aber sie haben eine Gemeinsamkeit: ihre Ehemänner waren Mörder und sitzen nun im Knast. Zusammen versuchen ...
Kalifornien 1966: Margot, Beverly und Elsie sind so unterschiedlich wie Frauen es nur sein können, aber sie haben eine Gemeinsamkeit: ihre Ehemänner waren Mörder und sitzen nun im Knast. Zusammen versuchen sie das Erlebte zu verarbeiten und sich gegenseitig Beistand zu leisten. Als in der Nähe ihres Wohnorts Frauen ermordet und zur Schau gestellt werden, versuchen sie mit ihrer persönlichen Expertise den Mörder zu finden, denn die Polizei interessiert sich nicht sehr für ein paar tote Frauen.
Die Kombination von diesen drei verschiedenen Frauen hat mir gut gefallen, denn sie bringen alle ihre unterschiedlichen Kompetenzen ein und ergänzen sich so sehr gut. Auch ihre Hartnäckigkeit fand ich gut, sie lassen sich nicht entmutigen und ich bin buchstäblich durch das Buch geeilt, denn es wird mit der Zeit immer spannender und ich konnte kaum aufhören zu lesen.
Leider ist das Buch immer noch aktuell, denn immer noch werden Frauen von Familienangehörigen oder guten Bekannten gequält, misshandelt und getötet. Über 150 Femizide im Jahr allein in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache. Insofern ist das Buch nicht nur ein guter und fesselnder Unterhaltungsroman, sondern auch explizit politisch, da noch immer viel zu wenig dagegen getan wird.