Größer, düsterer und intensiver
Tintenwelt 2. TintenblutTintenblut fühlt sich größer, düsterer und intensiver an als Tintenherz und genau das macht es so gut.
Die Geschichte verlagert sich stärker in die Buchwelt selbst, wodurch alles greifbarer und gleichzeitig ...
Tintenblut fühlt sich größer, düsterer und intensiver an als Tintenherz und genau das macht es so gut.
Die Geschichte verlagert sich stärker in die Buchwelt selbst, wodurch alles greifbarer und gleichzeitig gefährlicher wird. Man merkt schnell, dass die stakes höher sind und dass Entscheidungen echte Konsequenzen haben.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Entwicklung der Figuren. Meggie wächst deutlich über sich hinaus und auch Mo bekommt nochmal eine ganz andere Tiefe. Gleichzeitig werden Figuren, die vorher eher im Hintergrund waren, viel wichtiger und komplexer.
Die Stimmung ist insgesamt ernster. Es gibt weniger dieses warme, märchenhafte Gefühl aus dem ersten Band und mehr Unsicherheit, mehr Risiko. Das passt aber perfekt zur Geschichte und zieht einen komplett rein.
Das Buch nimmt sich Zeit. Es ist umfangreicher und an manchen Stellen auch langsamer, aber genau dadurch wirkt die Welt so lebendig. Man hat das Gefühl, wirklich dort zu sein.
Für mich steht Tintenblut Tintenherz in nichts nach, sondern setzt sogar noch einen drauf, was Emotionen und Tiefe angeht.