sehr informativer und ausgesprochen schön gestalteter Bildband
Japanische Zen-GärtenYoko Kawaguchi, in Tokyo geboren, wuchs unter anderem in Japan auf, beschäftigt sich sich seit vielen Jahren mit der Geschichte und der Gestaltung japanischer Gärten, lehrt darüber und hat auch dazu bereits ...
Yoko Kawaguchi, in Tokyo geboren, wuchs unter anderem in Japan auf, beschäftigt sich sich seit vielen Jahren mit der Geschichte und der Gestaltung japanischer Gärten, lehrt darüber und hat auch dazu bereits mehrere Bücher geschrieben; bei diesem Buch handelt es sich um eine Sonderausgabe.
Im Vorwort sowie in der Einführung erhält man, ergänzt durch einen Zeitstrahl mit vielen Eintragungen, eine kleine Übersicht, wie sich der japanische Garten im Laufe der Zeit und Einflüsse entwickelt hat, vom Kies-, Moos- oder Wassergarten ohne weitere Pflanzen hin zu Möglichkeiten, die auch Bäume wie Ahorn, Büsche oder Blüher enthalten können.
Im ersten Teil des Buches erhält man einen historischen Überblick von japanischen Zen-Tempeln und ihre Gärten, anschaulich mit vielen Fotos, textlichen Informationen, Linolschnitten sowie zahlreichen Fotos belegt. Der zweite Teil erläutert Symbole und Motive japanischer Zen-Gärten, wie einen Drachentor-Wasserfall und Karpfenstein oder aus der daoistischen Bilderwelt Kranich, Schildkröte und die Insel der Unsterblichen. Die Sicht, das ein Zen-Garten , sei er auch noch so winzig, eine Illusion von Weite und Ferne beinhaltet, dass sich die Zen-Gärten mit der Zeit auch zu größeren Gärten entwickelt haben, die Landschaften oder eine Teeplantage nachempfinden, wird faszinierend, sehr interessant und vielschichtig vermittelt. Die vielen vorgestellten und berühmten Gärten und das enorme Wissen der Autorin beeindrucken mich zutiefst und vermitteln mir das Thema sehr intensiv. Um das Buch zu genießen, sollte man es in kleinen Etappen lesen und die vielen Informationen wirken lassen. Es ist sicher kein Buch um es schnell durchzulesen; da würde vieles untergehen; ich werde es immer wieder zur Hand nehmen und darin etappenweise die einzelnen Gärten wieder betrachten, habe aber bereits nach dem ersten Lesen und Betrachten einen gut erklärten, fundierten Einblick in Zusammenhänge und Gestaltungen gefunden.