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Veröffentlicht am 05.04.2026

Sehr gute Fortsetzung

Merciful Silence - Du sollst nicht lügen
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In Eagle's Nest werden bei einem Regenschauer die Überreste von fünf Menschen freigelegt. Die Bewohner denken sofort an das Massaker zweier Familien vor 20 Jahren. Der verurteilte Mörder sitzt im Gefängnis. ...

In Eagle's Nest werden bei einem Regenschauer die Überreste von fünf Menschen freigelegt. Die Bewohner denken sofort an das Massaker zweier Familien vor 20 Jahren. Der verurteilte Mörder sitzt im Gefängnis. Handelt es sich nun um einen Nachahmungstäter oder ist der wahre Mörder gar noch auf freiem Fuß? Die einzig Überlebende des damaligen Massakers ist zurück, kann sich jedoch angeblich an nichts mehr erinnern. Mercy Kilpatrick merkt jedoch schnell, daß die Frau vieles verschweigt und sie selbst für die Wahrheit einen hohen Preis zahlen muss, denn ihr Verlobter Truman Daly wird plötzlich vermisst!

"Merciful Silence" ist der vierte, in sich abgeschlossene Fall für die FBI-Agentin Mercy Kilpatrick. Kendra Elliot läßt sich ihre Charaktere natürlich weiterentwickeln, sowohl charakterlich, als auch ihre privaten Beziehungen und Probleme. Jedoch gestaltet sie dies so, daß man nie das Gefühl bekommt Wissenslücken zu haben. Die Autorin nimmt ihre Leser von Beginn an mit in einen spannenden Fall. Auch wenn der Krimi zu Beginn etwas gemächlich erscheint, hält dies nicht lange an und man wird bestens unterhalten. Sie vermittelt eine Atmosphäre, die düster und beklemmend wirkt. Auch ihre Charaktere sind perfekt gewählt. Sie sind nicht austauschbar, jeder für sich ist ein eigenständiger Charakter mit seinen speziellen Eigenarten. Dadurch wirken sie realistisch und ihre Handlungsweisen glaubhaft. Kendra Elliot hat auch diesen Krimi sprachlich wieder leicht und locker gehalten. Dadurch liest sich das Buch sehr schnell, was dem Drang endlich die Auflösung zu erfahren, natürlich sehr entgegen kommt. Auch der vierte Band der "Merciful"-Serie hat mich begeistert!

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Sehr gelungener Auftakt

Moornacht
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Whitby wird aus seiner beschaulichen Ruhe gerissen, als im Nebel die verkohlte Leiche eines Mannes gefunden wird. Er war tief im Glücksspiel- und Rotlichtmilieu verstrickt. DCI Bolton und seine neue Kollegin ...

Whitby wird aus seiner beschaulichen Ruhe gerissen, als im Nebel die verkohlte Leiche eines Mannes gefunden wird. Er war tief im Glücksspiel- und Rotlichtmilieu verstrickt. DCI Bolton und seine neue Kollegin Samantha Fox müssen ihren ersten Fall gemeinsam lösen!

Mit "Moornacht" hat Ian Brays eine neue Krimiserie an den Start gebracht, die viel verspricht und neugierig auf mehr macht. Der Krimi beginnt so ruhig, wie man sich das kleine Örtchen Whitby vorstellt. Doch der Schein trügt. Die Handlung steigert sich mit jeder Seite. Man kann miträtseln und verfolgt die verschiedensten Spuren. Dabei fühlt man sich richtiggehend als Teil des Ermittlerteams. Dieses ist übrigens so unterschiedlich wie Feuer und Wasser. Da ist DCI Bolton, der eher ruhig und bequem ist, und die junge Kollegin Samantha Fox, die mit unkonventionellen Methoden die alteingesessenen Polizisten ordentlich durcheinander wirbelt. Ian Bray hat ein Gespür dafür, wie er seine Charaktere ausschmückt. Dies endet nicht bei der Polizei, sondern erstreckt sich auch über die Dorfbewohner, die skurril und mit Ecken und Kanten gezeichnet werden. Der Kriminalfall wird erst ganz am Ende aufgelöst - bis dahin bleibt es spannend und auf jeden Fall interessant und lesenswert!

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Apportieren ist mehr als spielen

Apportiertraining mit Martin Rütter
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Martin Rütter beschäftigt sich in seinem neuen Buch "Apportiertraining" mit einem Thema, mit dem es jeder Hundehalter irgendwann zu tun bekommt. Denn apportieren zieht sich durch das Hundeleben, egal ...

Martin Rütter beschäftigt sich in seinem neuen Buch "Apportiertraining" mit einem Thema, mit dem es jeder Hundehalter irgendwann zu tun bekommt. Denn apportieren zieht sich durch das Hundeleben, egal ob beim bloßen Spiel oder auf dem Trainingsplatz.. Wer sich wundert, warum sein Hund das Apportel nicht selbstverständlich und ohne Training zurückbringt, erhält hier die Antworten. Denn ursprünglich geht es dem Hund um die Jagd - und Beute wird ungern geteilt. Wie man den Hund erfolgreich dazu animiert, seine Beute mit dem Menschen zu teilen, dafür gibt es hier einige praktische und leicht ausführbare Übungen. Man erfährt, welche unterschiedlichen Dinge apportiert werden können und was für welche Arbeit am besten geeignet ist. Man lernt, den Impuls seines Hundes zu kontrollieren, was bei Jagdhunden sehr von Vorteil ist. Man kann es schaffen, seinen Hund mitten im Jagdtrieb abzurufen - auch hierzu gibt es Tips. Wie immer vermittelt Martin Rütter sein Wissen mit einer Leichtigkeit, die jeder versteht und somit alles nachvollziehen kann. Dazu gibt es wunderbar erklärende Farbfotos. Mit diesem Buch lernen Apportiereinsteiger die Grundlagen und auch jahrelange Trainingsplatzbesucher finden hier noch Übungen, die es sich lohnt zu testen! Denn Hunde lernen ihr Leben lang.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Was geschieht auf Station 7?

Einer flog über das Möwennest
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Bounty macht an der Fredenbüller Badestelle einen kuriosen Fund: Mitten in einem Möwennest zwischen den Küken liegt eine Urne, gefüllt mit Asche und einem Diamanten. Dorfpolizist Thies Detlefsen wittert ...

Bounty macht an der Fredenbüller Badestelle einen kuriosen Fund: Mitten in einem Möwennest zwischen den Küken liegt eine Urne, gefüllt mit Asche und einem Diamanten. Dorfpolizist Thies Detlefsen wittert ein Verbrechen! Auch seine Tochter Telje benötigt seine Hilfe. Als angehende Ärztin arbeitet sie in einer Hautklinik, in der Patientinnen verschwinden und ein Pfleger die Nachtschicht nicht überlebt.

"Einer flog über das Möwennest" ist nun schon der 14. Band dieser Serie von Krischan Koch. Diese Serie ist zurecht so ein Dauerbrenner! Wie man schon vom Titel her erahnen kann, bekommt man es hier mit ordentlich Humor zu tun. Aber - es ist nicht albern und spannend ist es auch noch. Der Spannungsbogen bleibt konstant hoch und man verfolgt begeistert die Fährten, von denen man oft in die Irre geleitet wird. Man hört nie auf zu rätseln und ist somit mit Begeisterung dabei. Und mit dabei ist man hier wirklich. Man wird Teil von der Fredenbüller Gemeinschaft, sitzt mit ihnen gemeinsam in der "Hidden Kist" am Tisch und ist zu Hause unter Freunden. Wer es dann ganz authentisch machen möchte, kann die Rezepte am Ende des Buches nachkochen und kann die "Hidden Kist" sogar schmecken. Ich mag diese Serie unheimlich gern und kann sie sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Eine gewaltige Geschichte

Der Fährmann
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Hannes, Elisabeth und Annemarie sind seit ihrer Kindheit eng miteinander befreundet. Als sie erwachsen werden, verlieben sich Elisabeth und Hannes. Auch Annemarie ist heimlich in Hannes verliebt. Um ihre ...

Hannes, Elisabeth und Annemarie sind seit ihrer Kindheit eng miteinander befreundet. Als sie erwachsen werden, verlieben sich Elisabeth und Hannes. Auch Annemarie ist heimlich in Hannes verliebt. Um ihre Freundschaft nicht zu gefährden, verschweigt sie das aber. Für die jungen Leute ist ihr Weg aber schon lange vorbestimmt. Elisabeth wird dem reichen Bauernsohn Josef versprochen, Annemarie soll in der Gastwirtschaft der Eltern arbeiten und Hannes wird die wichtige Stelle seines Onkels als Fährmann einnehmen. Dieser verbindet mit seinem Kahn die deutsche und die österreichische Seite des Tales, die durch die Salzach getrennt sind. Als Fährmann ist es Hannes allerdings untersagt, eine eigene Familie zu gründen. Da bricht der Erste Weltkrieg aus und die Welt in dem kleinen Tal gerät aus den Fugen. Auch in der sonst so abgeschiedenen Gegend herrschen bald Feindschaft und Gewalt. Mittendrin stehen Hannes, Elisabeth und Annemarie fest zusammen.

Der Roman "Der Fährmann" von Regina Denk hat mich sofort total begeistert. Die besondere Erzählkunst der Autorin gibt diesem Buch einen einzigartigen Charakter. Es entstehen Bilder von einem unbezähmbaren Fluß inmitten einer gewaltigen Landschaft. Die Menschen darin sind hart, denn ihr Leben ist nicht einfach. Deshalb sind die meisten nicht gerade liebenswert. Die Ausnahme sind die drei Hauptcharaktere. Sie lassen sich ihre Freundschaft durch nichts zerstören. Das ist sehr bewegend. Die Geschichte beweist, daß Liebe und Freundschaft Hindernisse überwinden kann und sogar der Strömung der Zeit entgegentreten kann. Am Schluß schaffte es Regine Denk sogar, daß ich für den größten Schurken der Handlung Mitleid empfinden konnte. Es wurde mir klar, daß auch er nur ein Opfer seines Umfeldes war. Das hat mich beeindruckt, so wie der ganze Roman mich beeindruckt hat.

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