Fantastisches Ende
Tödliches AngebotDie meisten von uns träumen irgendwann von einem Eigenheim – doch wie weit würdet ihr dabei gehen? Würdet ihr eure Mitbewerber ausspionieren? Euch heimlich Vorteile verschaffen? Oder aber die Verkäufer ...
Die meisten von uns träumen irgendwann von einem Eigenheim – doch wie weit würdet ihr dabei gehen? Würdet ihr eure Mitbewerber ausspionieren? Euch heimlich Vorteile verschaffen? Oder aber die Verkäufer in Bedrängnis bringen?
Das sind wohl Fragen, die nicht unbedingt jedem von uns durch den Kopf gehen, wenn es um das Traumhaus geht. Anders ist dies bei Margo, die wirklich sehr weit geht, nachdem sie und ihr Mann einige Pleiten erlebt hatten und die Zeit drängt, da Margo neben dem Traum vom Eigenheim auch von eigenen Kindern träumt.
Die Einführung in das Buch und die außergewöhnlichen Umstände waren sehr gelungen und ich hatte schnell Mitgefühl mit Margo. Schnell fand ich mich in das Geschehen ein und fand die dargestellten Gedanken und Gefühle gut umgesetzt. Daher konnte ich es auch ein verstehen, als sie sich das eine Haus, um welches es vordergründig in diesem Buch geht, genauer anschauen wollte. Doch genau damit begann ihre Wesensänderung. Denn je mehr sie sich auf dieses Haus versteifte, desto skrupelloser wurde sie und für mich als Charakter immer unsympathischer. Mir ist durchaus bewusst, dass die Autorin auch darauf abzielte, aber irgendwann wollte selbst ich als Leser nicht mehr Teil ihres Lebens sein und war froh, dass sie mich weder als Freund noch als Familienmitglied auserwählt hat. An dieser Stelle fand ich die Geschehnisse auch ein wenig langweilig und in mir wuchs das Bedürfnis, dass bald mehr passiert, als Stalking und das Geheule wegen des Hauses. Und als hätte die Autorin meine Bedürfnisse gehört, passiere das im letzten Drittel oder letzten Viertel des Buches: Denn genau hier fing es wiederum an so spannend zu werden, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte. Denn so gruselig und verstörend das Ende auch ist, fand ich es einfach genial, wie ihr Plan nach und nach aufgeht, sich zu einem großen Ganzen gliedert und ein Bild ergibt, wie ich es mir niemals erdacht hätte.
Oder um es mit einem Wort auszudrücken: genial!
Daher an dieser Stelle eine ganz klare Leseempfehlung – man muss jedoch an der Geschichte dranbleiben.