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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2026

Anstrengend, widersprüchlich und zu verzettelt

Das White Octopus Hotel
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Am 27.08.1992 war der 4. Geburtstag der Eve Shaw. Ein Tag welcher der kleinen Eve Freude bringen sollte, welcher sie jedoch Ihr ganzes Leben lang negativ verfolgt und ihr unentwegt Schuldgefühle vermittelt. ...

Am 27.08.1992 war der 4. Geburtstag der Eve Shaw. Ein Tag welcher der kleinen Eve Freude bringen sollte, welcher sie jedoch Ihr ganzes Leben lang negativ verfolgt und ihr unentwegt Schuldgefühle vermittelt. An diesem Tag starb ihre nicht mal zweijährige Schwester, weil diese durch das offene Gartentor auf die Straße gelaufen ist.

Die heute 27-jährige Kunstsachverständige hat in der Vergangenheit zwischenzeitlich ihr Studium abgebrochen, sich therapieren lassen und für sich die Liebe zu Oktopussen gefunden. Sie zeichnet diese Tiere und sie beginnen auf ihren Papieren zu leben. So wie ihr Tattoo, welches sich über ihren Körper bewegt.

Das Verhältnis zu Ihrer Mutter ist sehr schwierig, da die niemals den Verlust ihrer Schwester überstanden hat.

Eines Tages taucht dann aufs Eve Arbeit ihr Lieblingsmusiker Max. Dieser wäre heute über 100 Jahre alt und kann es nicht sein. Aber warum sieht er aus wie auf den Fotos von damals? Warum ist er so erschrocken sie zu sehen? Er gibt ihr einen Oktopus aus Holz und erzählt ihr von dem mysteriösen Hotel. Eve recherchiert und erfährt von den drei Zimmerschlüsseln der Zimmer 7, 17 und 27 und das man mit diesen in dem heutigen verlassenen Hotel zurück in dessen Vergangenheit reisen kann. Dort will sie ein Briefpapier des Hotels erhaschen, mit dem Sie einen Brief schreiben kann und sich selbst in die Vergangenheit schickt, um dann das Unglück zu verhindern.

Wir erleben recht kurz die heutigen 2016 und dann hauptsächlich die Vergangenheit von 1918 und 1934. In beiden Fällen findet die Geschichte im Hotel statt, aber auch in Teilen an der Front, wo wir das Geschehen durch Max erleben.

Der magische Teil im Hotel, mit besonderen Spiegeln, lauschenden „Menschen?“, Telefonen mit Toten am anderen Enden, Geisterhafte Begegnungen usw. war echt interessant zu lesen. Wir lesen von Menschen, welche uns sehr ähnlich sind, aber wir nicht zuordnen können. Wir versuchen den Gründer des Hotels zu erwischen, der uns immer wieder entwischt. Wir reisen mit Hilfe der Türen und der speziellen Zimmerschlüsseln durch die Zeit.

Bis hierhin hört sich das richtig gut an. Und bis etwa 30% im Buch, kam ich auch noch gut mit. Und dann wurde es wild. Durch die Wechsel zwischen den Zeiten und das man erfährt, dass in 1918 Dinge geschehen, welche noch gar nicht passieren können und ebenso in 1934 Erinnerungen existieren, die nicht möglich sind, machte es mir schwer den Faden nicht zu verlieren.

Ich konnte mir mit der Zeit zusammenreimen, was es mit der ein oder anderen Person im Hotel auf sich hat, und viele Vermutungen wurden auch bestätigt. Aber leider verrennt sich die Autorin hier in den nicht immer stimmigen Zusammenhängen einer Zeitreisegeschichte. Es kann in der Vergangenheit nun mal etwas nicht stattfinden, wenn die Zukunft dafür erstmal geschaffen wurden sein muss. Und sehr störte mich die folgende Aussage: „Wenn man mit dem Schlüssel in eine andere Zeit zurückgeht, verliert man sämtliche Erinnerungen“ und genau das passierte im gesamten Buch nicht und ermöglicht somit auch nicht das Ende.

Es ist eine interessante Geschichte, mit viel Selbstdrama, weil Eve ständig depressiv und niedergeschlagen wird. Sich selbst kein Glück zuspricht und das Gefühl hat, sie dürfe niemals glücklich werden, weil sie am Tod ihrer Schwester schuld ist. Das aber die Aufsicht in der Verantwortung der Eltern liegt, wurde nie mit einem Wort gesagt und man lies sie somit im Glauben, der sich so heftig in sie reingefressen hat, dass sie ihr eigenes Leben für ihre Schwester hergeben würde. Mir ist das Buch daher etwas zu melodramatisch gewesen, mit einer zu sehr fehlerhaften Zeitreiseidee, welche zu überladen war.

Veröffentlicht am 24.03.2026

Eine Erzählung voller Gewalt, Drama und Längen. Kein Fantasy, mehr historische Geschichte

The Poet Empress
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Yin Wie aus Lu´an, aus dem Bezirk Guishan. Tochter von Yin Hunag, Reisbauer, Sechzehn Jahre lebt ein hartes Leben. Ihre Geschwister sterben an Krankheit oder Hunger, ihre Eltern haben selbst kaum zum Überleben ...

Yin Wie aus Lu´an, aus dem Bezirk Guishan. Tochter von Yin Hunag, Reisbauer, Sechzehn Jahre lebt ein hartes Leben. Ihre Geschwister sterben an Krankheit oder Hunger, ihre Eltern haben selbst kaum zum Überleben und es geht Ihnen nicht gut. Dabei leben sie in einem Kaiserreich, dem es an sich überhaupt nicht schlecht geht. Aber wie überall wird hier unten geschuftet und oben geschlemmt.

Der Kaiser mit seinen 5 Söhnen, von seiner Kaiserin und Konkubinen, geboren. Der zweite Thronfolger Terren soll nun verheiratet werden und Kinder zeugen. Denn er gilt als derjenige Sohn, welcher den Thron besteigen soll. So wird im Kaiserreich nach einer passenden Frau für ihn ausgeschrieben und alle kommen in die Hauptstadt.

Wei macht sich selbst keine Hoffnung das zu schaffen. Doch gegen aller Hoffnung, wird sie auserwählt. Gegen den absoluten Unwillen der aktuellen Kaiserin und nur weil Prinz Terren für sich seinen eigenen Kriegszug darin sieht. Verständnis fehlt dafür am politisch schwachen Kaiserhoff und auch die anderen Anwärterinnen zur Konkubine und somit künftigen Kaiserin können diese Entscheidung nicht nachvollziehen.

Wei sieht nun ihre Hoffnung mit der Auswahl ihrer Person ihrem armen Dorf und gerade ihrer Familie zu helfen. Doch es soll anders kommen als sie sich dies überlegt hat.

Sie kommt an einen Hof wo sie schnell den Hass und Neid der anderen Konkubinen zu spüren bekommt. Im Rangsystem der Konkubinen steht sie nun ganz oben. Was nicht bedeutet, dass sie die alleinige Frau ist, welche Terren´s Bett teilen wird. Zumindest nicht wenn man die Planung der Gelehrten betrachtet, welche die Nächte nach den Mondphasen einteilen. Aber so viel Angst Wei vor dem ersten Akt hat, entwickelt sich eine ganz andere Furcht. Jede Nacht wird sie von Terren misshandelt. Er schlägt sie, malträtiert sie mit seinen Messern und im Anschluss heilt er mit Magie ihre Wunden.

„Ich muss aufhören, wie ein Dorfmädchen zu denken. Ich muss anfangen wie eine Kaiserin zu denken.“

Terren mit seiner Affinität zu Klingen, dessen Grausamkeit keiner Logik folgt und der schon in jungen Jahren erst Fische und dann Bedienstete tötete. Als Kind mit seinem Bruder Maro noch lieb und begeistert für die Welt war, auf Bäume kletterte und gute Laune hatte. Familiärer Entzug, keine Liebe, Entzug von seinem Bruder brachte ihn dazu immer verschlossener zu werden und nach und nach zu einem Tyrannen werden ließ.

Sein Bruder Maro, der Erstgeborene, der mit seiner Fähigkeit Flüsse, Wege und Tunnel durch Berge erschafft, um die Hauptstadt und die Wirtschaft anzukurbeln, ist jedoch nicht für einen Krieg gedacht und wird vom Kaiser daher auf den zweiten Platz degradiert. „Wir sind eine Familie. In der Familie gibt man aufeinander acht“ waren in jungen Jahren die Worte zu seinem Bruder Terren und wir erfahren was passiert ist, dass dies nicht mehr der heutigen Zeit entspricht.

Das Buch lebt von seiner Grausamkeit, viel Blut, Manipulation und einer in sich traurigen Geschichte von Familienentzug und Bestrafung an Kindern. Kinder, die mit gerade mal 10 Jahren davon reden, dass sie nun erwachsen sind und ein Land verändern sollen. Kinder, die im gegenseitigen Kampf miteinander stehen, angestachelt von den Erwachsenen. Viele Opfer von Tieren über Menschen stehen zwischen den Fronten und müssen täglich um ihr Leben bangen.

Die Geschichte spielt in der Gegenwart aber auch in der Vergangenheit. Wir erleben Weis Alltag am Hofe, wie sie ihre Rolle als Konkubine zu leben hat und jede Nacht der Folter ausgesetzt ist. Wie sie versucht sich aus dieser Situation zu retten. Im Wechsel lesen wir aus der Erzählerperspektive, was in der Vergangenheit vorgefallen ist, dass zwei Brüder, die sich über alles liebten, sich auf einmal tödlich gegenüberstehen.

Das Buch ist im Genre Fantasy eingereiht, was für mich jedoch absolut nicht passend ist. Der Magieanteil ist eher gering. Wir lesen von Katzen mit Blättern, erleben Heilung durch Magie und die Siegel, welche die Prinzen schützen. Ihr persönliche Magie und die der Schriften ist mir zu wenig präsent gewesen. Es ist zwar Teil der Geschichte, aber die Politik, die Gewalt, das Drama stehen absolut im Vordergrund. Für mich wäre das Buch daher eher im Bereich „Historisches Drama“ einzuordnen, basierend auf einer fantastischen Geschichte.

Veröffentlicht am 07.03.2026

Erfrischend neu, jedoch fehlte mir die angekündigte Satire

Kurz vor Paris
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„Kurz vor Paris – Der kuriose Weg zur Freiheit“ von Agga Kastell erzählt von einer ungewöhnlichen Reise in einer postapokalyptischen Welt. 15 Jahre zuvor hat die große Menge der Weltbevölkerung für Erdbeben ...

„Kurz vor Paris – Der kuriose Weg zur Freiheit“ von Agga Kastell erzählt von einer ungewöhnlichen Reise in einer postapokalyptischen Welt. 15 Jahre zuvor hat die große Menge der Weltbevölkerung für Erdbeben gesorgt, welche Atomkraftwerke zerstört hat und somit die Atomkraftunfälle. Insekten wurden so groß wie Menschen, liefen auf Beinen und mit Hilfe von Translatorchips hinterm Ohr können alle miteinander sprechen

Der junge Mensch Stinker reist gemeinsam mit der Fliege Flymo und dem Schmetterling Meiling Richtung Paris, um persönliche Träume zu erfüllen. – doch ihre Pläne ändern sich, als sie der schwangeren Wespe Puck begegnen, die vor einer rassistischen Gemeinschaft auf der Flucht ist. Aus dem zunächst skurrilen Roadtrip entwickelt sich eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und den Mut, sich gegen Ausgrenzung und faschistische Ideologien zu stellen.

Der Roman hat eine originelle Idee und eine ungewöhnliche Figurenkonstellation. Die Beziehung zwischen Menschen und Insekten wirkt überraschend selbstverständlich und verleiht der Geschichte Wärme und Humor. Die Autorin verbindet witzige Dialoge, kuriose Begegnungen und emotionale Momente mit gesellschaftskritischen Themen wie Rassismus, Machtmissbrauch und Verfolgung, ohne dabei belehrend zu wirken.

Besonders die Dynamik zwischen den Hauptfiguren sowie Pucks Entwicklung von Misstrauen zu Vertrauen verleihen der Handlung Herz und Dramatik.

Wir erfahren zwar kleine Infos, wie die speziellen Sitze in der Bahn für Schmetterlinge, Menschen, oder auch breite Sitze für Wespen. Aber darüber hinaus, bleibt leider viel an Informationen zurück, wenn es um die Umwelt geht und die politischen Hintergründe werden nur angerissen und die Gruppe der Nordos hätten mehr Tiefe vertragen können. Wir erfahren zwar am Rande, wie diese Kommune ähnlich einer Sekte handelt, aber dennoch blieb es hier oberflächlich. Ebenso habe ich leider nicht ganz die Satire in der Geschichte gefunden, womit das Buch jedoch wirbt. Ich schaue gerne Politische Satire und weiß daher, wie diese aussieht, hier sind es aber nur minimal Seitenhieb und zu wenig Humor und zu wenig Schlagseite.

Die Geschichte ist mit weniger als 300 Seiten schnell gelesen und es zeigt eine Welt, wo Insekten untereinander genauso Rassismus ausgesetzt sind wie Insekten von Menschen und Menschen Rassismus durch Insekten erfahren. Es bringt aktuelle Themen auf und zeigt das trotz dieser Diversität ein Miteinander möglich ist und man Freunde und Familien darauf aufbauen kann. Ganz ausgereift ist die Geschichte für mich leider nicht gewesen, aber es war dennoch erfrischend neu.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Dunkle Fantasy mit (En)Täuschungen

Eramor - Reich der dunklen Fae
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Mit Eramor – Reich der dunklen Fae werden wir in eine düstere, märchenhaft-bedrohliche Welt voller Intrigen und gefährlicher Prüfungen mitgenommen. Im Mittelpunkt steht Seren, welche eine nie gewollte ...

Mit Eramor – Reich der dunklen Fae werden wir in eine düstere, märchenhaft-bedrohliche Welt voller Intrigen und gefährlicher Prüfungen mitgenommen. Im Mittelpunkt steht Seren, welche eine nie gewollte Verbindung zu den Fae aufnehmen muss.

Der Einstieg hat mir gut gefallen. Wir erfahren vom harten Alltag und dem Überlebenskampf nicht zu verhungern. Das verbotene Wildern nach Kaninchen, die Suche nach Beeren und täglich die Angst vor Gewalt in den eigenen Reihen. Seren die als Andenken an ihre Oma eine sehr wichtige Halskette hat und schon früh in der Geschichte eine Karte findet, welche ihr Großvater vom Hofe der Fae rausbringen lassen konnte. Seren handelt nicht kopflos, sondern aus Überzeugung – besonders deutlich wird das, als sie anstelle von Ellis Bruder den Weg an den Hof der Fae antritt. Diese Entscheidung passt gut zu ihrem Charakter: loyal, mutig, aber auch naiv.

Die Welt der Fae ist atmosphärisch und teilweise angenehm grausam gestaltet. Besonders spannend fand ich, dass Fae nicht lügen können – aber eben auch nicht die ganze Wahrheit sagen müssen. Dieses Detail sorgt immer wieder für Misstrauen und unterschwellige Spannung. Auch ihre Fähigkeiten – das Verschmelzen mit der Umgebung, Tierverwandlungen, geschärfte Sinne oder das Auftreten mit Flügeln – werden bildhaft beschrieben. Dass nur Eisen und Silber ihnen wirklich gefährlich werden können, verleiht der Welt zusätzliche Struktur.

Am Hof selbst wird es politischer: König Azor, der den Tod seines Vaters zumindest nicht verhindert hat, seine Geschwister – vor allem der grausame Baal – und die unterschwelligen Machtspiele machen deutlich, wie zerbrechlich das Gleichgewicht ist. Besonders interessant fand ich Elion, den Lichtweber und vierten in der Thronfolge. Als vermeintlich „unnützer“ Nachfolger in den Krieg geschickt, hebt er sich stark von seinen Schattenweber-Brüdern ab. Er, der für Seren noch eine sehr wichtige Person in der Geschichte wird und nicht wie ein typsichern Fae wirkt, welche immer als die Bösen dargestellt werden.

Neben der politischen und persönlichen Geschichte gibt es das wirklich Böse. Schattenwesen, welche aus einem Riss entstammen, und Fae, egal wie gut ausgebildet und trainiert, reihenweise töten. Hier kommt eine Prophezeiung ins Spiel, welche bis auf Elion niemand so wirklich glauben will, und Seren ist ein sehr wichtiger Bestandteil dieser.

Warum mich das Buch nun nicht wirklich überzeugen konnte: Es hat sich gezogen und es fehlte mir die Spannung. Wie Seren recht zu Anfang des Buches die Entscheidung traf den Weg zum Schloss anzutreten und den Spielen beizuwohnen, muss sie durch einen Sumpf. Wie zähflüssig dort die Flüssigkeiten sind, so war hier auch die Geschichte. Ich habe mehrere Seiten übersprungen und gewartet bis sie gerettet wurde. Denn was sie nicht kann, ist auf sich aufpassen. Sie weiß um die Tricks und Fallen der Fae, um andere Wesen in dieser Welt, die ihren Tod sehen will. Läuft der ersten Täuschung in den Arm und lässt sich fasst umbringen. Nächste Prüfung auf dem Weg zum Schloss, lässt sich wieder von einer Täuschung (immer Menschen die „verschwunden“ oder „tot“ sind) einnehmen und stirbt auch hier wieder fast, würde man sie nicht unterstützen.

Das hat es mir leider sehr schwer gemacht, mit ihr zurecht zu kommen. Zudem ich nicht verstehe, warum die Weiber in den Büchern immer zickig sein müssen und selbst in ihren Gedanken immer die Männer beleidigen müssen.

Darüber hinaus hat sich bis 60% kaum etwas in der Geschichte getan und ich habe mich ab hier nur sehr schwer durchs Buch weiter durchgelesen. Die Leichtigkeit des Anfangs war verflogen und es fühlte sich für mich an wie ein Buch, welches ich in x-Varianten schon gelesen habe. Werde ich den zweiten Teil lesen? Nein. Aber ich empfehle es jeder Person, die kein Problem mit Mainstreamgeschichten und kein Problem mit Blut und Gewalt hat.

Veröffentlicht am 07.02.2026

Prüfungen, Magie, Freundschaften, Morde und darüber hinaus nichts Neues

The Ordeals
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Ich lese am liebsten Fantasy. Prüfungen und ein Setting an Akademien sind auch nie verkehrt. Nun kann man das Rad nicht neu erfinden und in jeder Geschichte finden wir etwas, was wir bei einer anderen ...

Ich lese am liebsten Fantasy. Prüfungen und ein Setting an Akademien sind auch nie verkehrt. Nun kann man das Rad nicht neu erfinden und in jeder Geschichte finden wir etwas, was wir bei einer anderen schon hatten, aber wichtig ist, dass diese eine fesseln kann.
So hat sich „The Ordeals“ genau diese Mischung oben genommen und die Protagonistin Sophie hervorgebracht. Diese verlor als Kind schon ihre Eltern und hat sie auch nie kennen gelernt. Beim „Sammler“ wurde sie aufgezogen und ihre einzige Bezugsperson, ist die schon recht lebensältere Dolly. Sophie besitzt nur ganz schwach die Gabe einer Illusionistin. Der Sammler ist wiederum ein Alchemist, und gehört somit zu den stärksten Wirkern in dieser Welt.
Sophie ist gefangen unter der Macht des Sammlers und möchte nur noch fliehen. Die einzige Chance hierfür ist es die Ordeals zu bestehen, und der wichtigsten Mageiakademie Killmarth beitreten zu können. Doch die Prüfungen sind lebensgefährlich und nur 20 schaffen es bis zum Ende. Der Rest geht freiwillig oder stirbt bei den Prüfungen.
Sie überlistet den Fremden jungen Mann Alden Locke, um Informationen zu erhalten und sich den Ordeals anschließen zu können. Dies führt dazu, dass beide fortan diese als Team bestreiten müssen. Im Kampf gegen einen Mörder vor Ort, Wirkern aus den Bereichen Botanik, Alchemie, Illusionisten und Maskierer versucht sie ihre eigene Stärke zu finden und öffnet sich das erste Mal vollkommen einen Menschen.
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Die Charaktere sind alle in Ordnung, auch wenn sie nicht vor Tiefgang strotzen. Sophies Entwicklung ist schön anzusehen aber zu oft mit Zweifeln und Ängsten versehen. Ihr sehr häufiges Verlangen Alden am liebsten ins Bett zu zehren, war sehr anstrengend. Neben Alden sind alle anderen Figuren nur Nebendarsteller und bekommen leider zu wenig Raum sich zu präsentieren und zu entwickeln.
Die Geschichte hat ihre Längen. Gerade in Wiederholungen, wenn Sophie rattig ist, Gedankengänge von ihr wiederholt stattfinden oder bei der ersten großen Prüfung die Überquerung einer Fläche sehr schwer gestaltet ist aber man das Gefühl hat man versucht aus einem Luftballon mit Sauerstoff einen Heißluftballon, der schwebt zu machen.
Die Möglichkeiten der Wirker waren gut gewählt. Ein Botaniker kann heilen, so wie Alchimist, aus dem Nichts etwas erschaffen kann. Maskierer kopieren eine Person bis aufs haar und weiter. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, als die paar Szenen wo deren Magie zu spüren war.
Alles in allem ist es eine nette Geschichte, aber keine die wirklich in Erinnerung bleiben wird.