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Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein Krimi zum Schmunzeln, aber mit ernsten Untertönen

Mord ist die beste Beseitigung
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Per Reiseruf wird eine Frau Gabriele Zorn gesucht, die sich mit ihrem Ehemann in Verbindung setzen soll. Tommi und Svetlana sind gerade mit dem Wohnmobil unterwegs zum Möbelhaus, als just in diesem Moment ...

Per Reiseruf wird eine Frau Gabriele Zorn gesucht, die sich mit ihrem Ehemann in Verbindung setzen soll. Tommi und Svetlana sind gerade mit dem Wohnmobil unterwegs zum Möbelhaus, als just in diesem Moment das Auto der Reisenden an ihnen vorbei braust. Am Rastplatz fährt der Wagen von der Autobahn, doch als Tommi und seine ukrainische Putzkraft dort ankommen, fehlt von der Fahrerin jede Spur. Wohin ist die Frau verschwunden? Die Polizei hat sofort den Ehemann im Verdacht, doch das erscheint den beiden Hobby-Ermittlern eine zu einfache Lösung zu sein. Sie nehmen sich dem Fall an und kommen einer finsteren Sache auf die Spur. Das könnte gefährlich werden.

Herrlich, einfach herrlich. Gleich von Beginn an fühlte ich mich hier wieder bestens unterhalten. Es ist noch alles beim Alten bei Svetlana und Tommi, der noch immer im Wohnmobil kampiert, versucht, seinen ersten Roman zu schreiben und auf die Rückkehr seiner pausierenden Freundin wartet. Leider sind immer noch alle drei Punkte nicht besonders erfolgreich trotz zahlloser Tipps der ukrainischen Reinemachefrau, die so gerne ihre eigenen Lebensweisheiten formuliert. Unmittelbar zu Beginn schlittern die beiden durch Zufall in eine neue Ermittlung, was der Kommissarin (ebenfalls bekannt aus dem ersten Band) so gar nicht behagt. Zudem versucht Tommi, die Beziehung zu seinem Vater zu normalisieren.

Tommi glänzt in dem Fall mal wieder nicht so mit Kombinationsgabe, doch man muss ihm zugestehen, dass er seine lichten Momente hat. Ich musste sehr oft einfach lachen, aber es ist schon ein sehr spezieller Humor, der bei anderen Leser*innen schnell ins Genervtsein abdriften könnte. Die Hintergründe sind eigentlich ziemlich ernst, aber wenn Tommi dann von seinem Vorhaben eine True-Crime-Geschichte zu schreiben abkommt und auf Romantasy umschwenkt, kann man kaum ernst bleiben. Natürlich steht ihm auch da Svetlana mit Rat und Tat zur Seite und irgendwie meinte ich, ein Knistern zwischen den beiden zu spüren. Ein Auf und Ab der Gefühle machte den Krimi für mich ebenfalls sehr unterhaltsam. Zudem erfährt man wieder etwas mehr über Svetlana, die ich als Charakter einfach toll finde. Aber auch die anderen Nebencharaktere so wie der Fall sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Auf die Zusammenhänge und Motive, die dahinter stecken, wäre ich anfangs nie gekommen. So weiß das Buch auch zu überraschen. Selbst wenn Tommi dem Fass manchmal den Boden ausschlägt, fand ich diesen zweiten Band richtig gut und werde der Reihe auf jeden Fall treu bleiben. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Tolles Witzebuch zum Lesenlernen und für Fans

Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen
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Die Bücher der Drei ??? Kids in der Reihe Bücherhelden sind sehr beliebt und waren schon häufiger in der Kinder-Bestsellerliste vertreten. Bei diesem Band handelt es sich nun um keine zusammenhängende ...

Die Bücher der Drei ??? Kids in der Reihe Bücherhelden sind sehr beliebt und waren schon häufiger in der Kinder-Bestsellerliste vertreten. Bei diesem Band handelt es sich nun um keine zusammenhängende Geschichte sondern um mal kürzere, mal längere Witze und auch Scherzfragen, die in die Welt der jungen Detektive übertragen oder eigens dafür geschrieben wurden. Das Cover sagt es schon: Um hier leicht einsteigen zu können, sind die Silben unterschiedlich gefärbt, was pädagogisch für Leseanfängerinnen sinnvoll ist, da es ein Stadium gibt, indem nicht mehr einzelne Buchstaben, sondern einzelne Silben erfasst werden können. Weitere Vorteile des Buches sind die große Schrift und die kurzen Textabschnitte. Das Buch kann man immer wieder zum Üben nutzen, ohne eine längere Geschichte zu Ende bringen zu müssen. Illustriert ist es genauso, wie die anderen Bände der Reihe. Manche Witzszenen sind comic-ähnlich mit Sprechblasen gestaltet, das dürfte auch viele Leserinnen ansprechen.

Ob man die Witze lustig findet, entscheidet wohl jedes Kind für sich. Meinen haben vor allem die Scherzfragen oder Flachwitze gefallen, die können wir immer wieder herauskramen und uns darüber kringeln vor Lachen. Gefallen hat uns auch, dass die Witze statt dem üblichen Fritzchen die Charaktere der drei ??? und ihrer Welt (z.B. Onkel Titus) verarbeiten. Jeder Detektiv bekommt hier sein eigenes Kapitel. Zu einigen Nachfragen bei den Witzen gibt es hinten eine Lösung, die wir aber nicht gebraucht haben. Alles in allem ist es ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen, das man auch gut mit anderen Teilen kann. Denn natürlich kann man entweder Freunden den Witz vorlesen oder ihn einfach weitererzählen. Auch das fördert das Sprachvermögen. Von uns gibt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Erinnert an große Kinderbuchklassiker

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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Verarmt lebt die junge Flora Brimble mit ihrem Vater ein eher tristes Leben, doch sie liebt es, Geschichten zu erfinden. Als sie versucht, den Frühling aufzuspüren, gerät sie in ein fantastisches Abenteuer. ...

Verarmt lebt die junge Flora Brimble mit ihrem Vater ein eher tristes Leben, doch sie liebt es, Geschichten zu erfinden. Als sie versucht, den Frühling aufzuspüren, gerät sie in ein fantastisches Abenteuer. Nur die Maikönigin selbst, kann ihn zurückholen, doch die ist verschwunden. Gemeinsam mit einem Kobold und einem sprechenden Eichhörnchen macht sie sich auf in eine Welt, die droht - wie alles andere - in Düsternis zu versinken. Eine mächtige Hexe und ihr gestaltwandelnder Gehilfe haben Böses mit Flora vor. Zum Glück begegnet sie jedoch Harriet, der Heldin ihrer selbstverfassten Geschichten, denn die Zeit drängt.

Das Cover fiel mir sofort auf, erinnerte mich die Optik doch sehr stark an die gerade sehr beliebte Serie Wednesday. Passend zum Namen Flora sind das Titelbild und der Farbschnitt auch prächtig mit Blumen gestaltet. Dennoch wirkt das Buch zunächst sehr düster und auch der Inhalt strahlt kaum Freude aus. Einzig in ihren Geschichten, in denen Flora das Mädchen Harriet Abenteuer erleben lässt, gibt es lichte Momente. Harriet ist so ganz anders als Flora, zuversichtlich, lustig und rothaarig. Gerne wäre sie wie dieses Mädchen. Schlimm erscheinen auch Floras Lebensumstände. Die Mutter verließ sie, als sie noch ein Baby war, ihr Vater ist todkrank, von den Kindern im Ort wird sie wegen ihrer blühenden Fantasie ausgelacht und geärgert. Weil der Winter einfach nicht verschwinden will, macht sich Flora auf die Suche nach dem Frühling. Zunächst trifft sie ihren verschrobenen Großvater, um dann mit einem Kobold durch ein Portal in eine andere Welt zu schlüpfen. Ebenso mit von der Partie ist ein sprechendes Eichhörnchen. Es ist eine magische, leicht psychedelische Reise, die die drei gemeinsam antreten und jede Gegend, die sie durchstreifen ist bizarrer als die letzte. Kobold und Eichhörnchen sind ganz besondere Gesellen, denn dem einen kann man laut Text nicht trauen und der andere glaubt, in allem der Beste zu sein. Das sorgt manchmal für Erheiterung, wenn auch viele Wiederholungen auftreten.

Der Schreibstil ist so ganz anders wie bei den üblichen Fantasygeschichten für Kinder, sehr gehoben, manchmal anspruchsvoll bis poetisch. Der Inhalt ist leicht philosophisch angehaucht. Einige Wendungen und auch den Aufbau des Reiches und des später vorkommenden Schlosses fand ich für 10-Jährige doch etwas verwirrend und würde das Buch daher entweder sehr sehr guten und/oder gebildeten Kindern empfehlen oder die Altersangabe etwas höher ansetzen. Zudem sind die Kreaturen und die Gefahren, denen man begegnet nicht ohne. Auch Täuschungen spielen eine Rolle. Es gibt sehr ruhige Abschnitte, aber auch welche mit mehr Action. Die ständig wechselnde Umgebung wird sehr bildlich beschrieben.

Das ganze Buch erinnerte mich an vielen Stellen an große Werke der Kinderliteratur, z.B. das Märchen von der Schneekönigin (wegen der Hexe und ihrem Plan mit Flora) , Alice im Wunderland (wegen der verrückten Charaktere), Der Nussknacker und die vier Reiche oder Narnia (wegen der fantastischen Settings). Und natürlich hat auch Flora bzw. Harriet wie in großen Klassikern eine Mission, die in dem Fall besonders schwierig anmutet und die Leser*innen in Atem hält, wobei Fantasie und Realität oft verschwimmen. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Toller Romantasy-Auftakt mit interessanten Figuren

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Tamsyn lebt wie eine Prinzessin im Palast, seit sie als Findelkind vom Königspaar wie eine eigene Tochter aufgenommen wurde. Doch sie ist das Prügelmädchen am Hof. Wann immer ihre Schwestern etwas anstellen, ...

Tamsyn lebt wie eine Prinzessin im Palast, seit sie als Findelkind vom Königspaar wie eine eigene Tochter aufgenommen wurde. Doch sie ist das Prügelmädchen am Hof. Wann immer ihre Schwestern etwas anstellen, erhält sie die Strafe dafür. Zum Glück heilen ihre Wunden unheimlich schnell und sobald die Prinzessinnen heiraten werden, wird sie frei sein, so verspricht es ihr bester Freund und Chef der Palastwache. Doch dann fordert der Herrscher und Verteidiger der Grenzlande eine Tochter des Königs zur Frau. Auch diese Bürde und damit die Wut des gefürchteten Kriegers Fell nimmt Tamsyn auf sich. Mit ihm reist sie in die entlegene Region und trotz allem entflammt zwischen den beiden eine ungeahnte Leidenschaft.

Die Inhaltsbeschreibung hat mich neugierig gemacht, da ich noch nie ein Buch mit einer arrangierten Ehe gelesen habe. Hier kommen noch besondere Umstände hinzu. Tamsyn ist eine außergewöhnliche junge Frau, die mutig und tapfer jede Strafe für ihre Schwestern hinnimmt, immer mit dem Ziel vor Augen, dass die Qualen ein absehbares Ende haben und sie dann frei über ihr Leben entscheiden kann. Sie ist stark, sorgt sich um die Prinzessinnen, gleichzeitig merkt sie, dass sie anders ist als sie. Ihre fragwürdige Herkunft ist interessant.

Fell hingegen ist ein brutaler Krieger, der für das Königreich die Grenzen schützt und nun als Gegenleistung die Ehe mit einer Prinzessin und damit Einlass ins Königshaus fordert. Leider ist er auch gutgläubig und erkennt die LIst erst, als es zu spät ist. Seine Ehefrau nimmt er mit in die unwirtlichen Grenzlande, wo es seltsame, gefährliche Gebiete gibt, in denen es noch Magie zu geben scheint, obwohl das Königshaus alles getan hat, diese auszurotten.

Mir gefällt, wie man über die Figuren, ihre Gespräche und die Reise zu den Grenzlanden, diese fantastische Welt kennenlernt, in der es sogar Drachen gegeben haben soll. Überall lauern Gefahren, die Tamsyn völlig unbekannt sind und dennoch versucht sie sich zu behaupten. Die arrangierte Ehe konnte ich mir anfangs nicht vorstellen, doch die Autorin schafft es, diese feurig und glaubwürdig darzustellen. Die Dynamik zwischen den Protagonist*innen fand ich spannend und gerade der Charakter des männlichen Parts ist doch so ganz anders, als man ihn zunächst einschätzt und überrascht mich ein ums andere Mal. Irgendetwas ist zwischen Fell und Tamsyn und vor allem bei letzterer ahnt man ein Geheimnis. Manch anderen Plottwist habe ich nicht kommen sehen und so führt das Ende zu einem Cliffhanger, der mich neugierig auf den zweiten Band macht. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir, da sie sich nicht ewig mit dem Worldbuilding aufhält und ewig beschreibt, sondern die Welt sich Stück für Stück aus den Gedanken und Gefühlen der Charaktere ergibt. Auch die wenigen gezielt gesetzten spicy Szenen sind mit Bedacht verfasst und passend zur Situation der Hauptfiguren. Insgesamt ein vielversprechender Auftakt. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Monströses Fantasyabenteuer

A Monster's Heart
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Seit langer Zeit führen die Königreiche Krieg gegeneinander, die Bevölkerung leidet. Auch Xena, die als Kind von ihren Eltern in ein Waisenhaus gegeben wurde und nur überleben kann, weil sie das Diebeshandwerk ...

Seit langer Zeit führen die Königreiche Krieg gegeneinander, die Bevölkerung leidet. Auch Xena, die als Kind von ihren Eltern in ein Waisenhaus gegeben wurde und nur überleben kann, weil sie das Diebeshandwerk wie keine andere beherrscht. Bei einem ihrer Streifzüge findet sie bei einem Leichnam ein Ticket für die große Überfahrt zur Insel Azythros und heuert an, um bei dieser Jagd auf ein Monster Reichtümer anzuhäufen. Doch wie sich herausstellt, muss sie die Rolle der Monsterjägerin Cassia Raven einnehmen und mindestens eine Person an Bord weiß, dass sie ein falsches Spiel spielt. Nicht nur der Prinz hat es auf sie abgesehen, auch Halbmonster Ajax hat noch eine Rechnung mit Cassia offen.

Die Geschichte hörte sich für mich interessant an und ich habe sie als eBook gelesen. Meine Erwartungen wurden sowas von übertroffen. Schon den Anfang der Handlung fand ich sehr fesselnd. Hier lernt man Xena in ihrer gewohnten, unwirtlichen Umgebung kennen, erfährt, was sie als Diebin drauf hat und welche Bindungen sie im Waisenhaus hat. Der Fund eines goldenen Tickets weckt in ihr die Idee, die Tote, bei der die Karte lag, einfach zu ersetzen. Das setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, denen Xena, nun Cassia Raven auf dem Schiff ohne Fluchtmöglichkeit ausgesetzt ist. Dass es für sie kein Entkommen gibt und sie ihre Rolle auf keinen Fall aufgeben darf, macht die Story äußerst spannend. Auch die anderen Mitglieder der Truppe auf dem Schiff sind vollkommen undurchsichtig und schwer einschätzbar. Jeder könnte der Mörder der echten Cassia sein und Xenas Geheimnis aufdecken. Sie muss sehr vorsichtig agieren, obwohl sie mehrfach bedrängt oder um eine Allianz gebeten wird.

Ein weiteres Highlight der Geschichte sind die monströsen, absolut tödlichen Kreaturen. Für eine Monsterjägerin kein Problem, doch Xena ist nunmal nicht Cassia. Zudem lauert Ajax, Halbmonster und Gefangener im Hintergrund. Mir gefällt die Entwicklung zwischen Xena und den anderen Beteiligten. Manche sind von Annährung geprägt, andere von Hass oder Vorsicht. Es ist nie klar, welche Entscheidung nun ratsam wäre. Das sorgt für eine angespannte Stimmung beim Lesen. Die Fähigkeiten, die die verschiedenen Monster haben und die Insel, die man schließlich erreicht, werden super beschrieben und es gibt zahlreiche Kämpfe und Angriffe mit Action und Blutvergießen. Mit der Zeit schlich sich bei mir so eine gewisse Ahnung ein und tatsächlich gibt es einiges aufzudecken. Das Buch hätte sofort die vollen 5 Sterne bekommen, wenn am Ende nicht irgendwie fast alles wieder auf Anfang wäre und ich mich gefragt habe, was die Reise nun Positives bringt. Da sind noch einige Fragen offen. Wie gut, dass Band 2 "A Hunter's Legacy" kürzlich erschienen ist. Den muss ich lesen! 4,5 Sterne

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