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Veröffentlicht am 10.04.2026

Dividium

To Cage a Wild Bird
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Die Stadt Dividium ist entstanden nach einem verheerenden Krieg und soll durch Disziplin die Menschheit am Leben erhalten. Es gibt drei verschiedenen Schichten, in denen die Einwohner aufgeteilt sind und ...

Die Stadt Dividium ist entstanden nach einem verheerenden Krieg und soll durch Disziplin die Menschheit am Leben erhalten. Es gibt drei verschiedenen Schichten, in denen die Einwohner aufgeteilt sind und leben. Raven ist Kopfgeldjägerin und gehört der Unterschicht an. Um ihr Leben und das ihres Bruder sicherzustellen, macht sie sich auf die Jagd nach Verbrechern. Diejenigen, die gegen das Gesetz verstoßen haben, werden nach Endlock verbracht. Raven kümmert das erst einmal nicht. Erst als ihr Bruder Jed gefangengenommen wird, will sie sich nach Endlock schicken lassen, um mit ihrem Bruder zu fliehen. Doch in Endlock lernt sie das harte Leben dort kennen und als ehemalige Kopfgeldjägerin hat sie nicht nur Freunde dort. Aber sie hat ein großes Ziel, für das sie alles gibt.
„To Cage a Wild Bird“ ist ein Fantasy Roman aus einer Welt, die am Abgrund gestanden hat und nun eine neue Entwicklung nimmt. Wenn man richtig schaut, wird man allerdings leichte parallelen feststellen, die in Gesellschaften vorhanden sind. Die Hauptcharaktere Raven und Vale können unterschiedlicher nicht sein und doch ziehen sie sich an wie Magnete. Diese Beziehung ist ein Schwerpunkt in dieser Story, aber auch die Entwicklung einer sehr auf sich bezogenen Person zu einer Führungskraft, die auch an andere denkt. Es wird von der sehr unfairen Lebensart geschrieben, die in diesem Dividium vorherrscht und die Oberschicht das Schicksal der ganzen Stadt bestimmt. Natürlich gibt es hier Rebellen, die für eine bessere Welt kämpfen, aber die werden erst einmal weggesperrt und dann zum Abschuss freigegeben und das in der wortwörtlichen Bedeutung. Dieses Leben dort heißt für Raven, Kampf ums Überleben. Aber hier lernt sie auch Menschen kennen, die ihre Entwicklung fördern. Dieses Zusammenspiel ist der Autorin in ihren Beschreibungen sehr gut gelungen. Die Spannung steigt bis zum Ende sehr gut an und lässt auch noch einen Gedanken an einen weiteren Band zurück. Die Sprache ist sehr bildhaft und so kann man diesen Roman sehr flott lesen.
Für mich war das Lesen dieses Buches ein Ausflug in ein nicht so gut bekanntes Genre, aber ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und möchte deshalb das Buch auch gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Giftmorde

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
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Flaco Lozano ist der Sicherheitschef im Hotel von Dona Esmeralda und ein ehemaliger Polizist. Sein Job ist es seine Chefin zu beschützen und kleinere kriminelle Handlungen zu unterbinden. Nun steht die ...

Flaco Lozano ist der Sicherheitschef im Hotel von Dona Esmeralda und ein ehemaliger Polizist. Sein Job ist es seine Chefin zu beschützen und kleinere kriminelle Handlungen zu unterbinden. Nun steht die Jubiläumsfeier des Hotels an auf dem sich über 200 Gäste tummeln. Für einen Sicherheitschef eher ein Albtraum als ein Vergnügen. Ausgerechnet an dem Tag wird die Patentochter seiner Chefin ermordet und das auch noch in den Armen von Flaco. Er hat alles versucht, doch er konnte sie nicht retten. Wie sich später herausstellte war es Gift, das die Frau tötete. Natürlich muss Flaco in diesem Fall ermitteln. Er hat zwar noch gute Freunde bei der Polizei, doch auch Gegner. Da er sich stark verantwortlich fühlt setzt er alles daran, dieses Verbrechen aufzuklären.
Der Krimi „Rote Sonne – Mord auf Fuerteventura“ von Eric Berg spielt in der Idylle einer beliebten Ferieninsel. Das Cover gibt einen Eindruck, dass die Insel nicht nur aus Strand besteht, sondern auch sehenswerte Objekte. Mir gefällt dieses Cover. Es lässt mich auf der Insel ankommen, um dann in die Handlung einzutauchen. Der Hauptcharakter Fabio „Flaco“ Lozano ist sehr interessant beschrieben. Sicherheitschef und ehemaliger Polizist mit großen Erfolgen. Manchmal fragt man sich, was ist passiert, dass er nicht mehr Polizist ist? Doch im Laufe des Romans merkt man, wie freiheitsliebend dieser Mensch ist, aber auch sehr ehrgeizig. Dieses letztere macht er sich hier zu eigen, um den Mord aufzuklären. Die Story greift einige Probleme auf, die auf der Insel und in Spanien an sich ein Thema sind. Hier sammeln sich Menschen im Asyl oder mit anderen Plänen und natürlich sind auch wieder Drogen im Spiel, was aber auch kein Wunder ist. So ist die Geschichte sehr authentisch erzählt und mit einigen Wendungen versehen, die sie bis zum Ende spannend hält. Der Spannungsbogen ist sehr konsequent entwickelt und bis zum Ende, war mir nicht ganz klar, worauf es hinauslaufen konnte. Die Sprache, die der Autor benutzt ist sehr bildhaft und so war es für mich sehr einfach mich in den Film der roten Sonne einzufinden.
Ich finde diesen Krimi sehr lesenswert und da ich auch ein Fan von regionalen Krimis bin, bin ich hier auf meine Kosten gekommen. Der Band zwei dieser Reihe ist sehr gut erzählt, spannend und ich habe mich sehr gut unterhalten. Was will ich als Leser mehr, deshalb auch eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Ein brisanter Spionagefall

Dunkelmann
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Maja Birks letzter Fall führt sie in die Türkei. Dort soll sie als Archäologin einen aus dem Iran geschmuggelten USB-Stick übernehmen. Sie trifft sich mit Ihrem „Assistenten“ für die Übergabe, doch sie ...

Maja Birks letzter Fall führt sie in die Türkei. Dort soll sie als Archäologin einen aus dem Iran geschmuggelten USB-Stick übernehmen. Sie trifft sich mit Ihrem „Assistenten“ für die Übergabe, doch sie werden von Unbekannten verfolgt und in einen Unfall verwickelt. Maja ist schwer verletzt und wird durch den dänischen Geheimdienst nach Dänemark ausgeschleust. Ihr „Assistent“ Ramin muss fliehen und sich auf eigene Faust durchschlagen. Zurück in Dänemark hat der Geheimdienst ein weiteres Problem, denn es wird eine chinesische Delegation erwartet, die Pläne in Grönland haben. Ob und wie die beiden Fälle zusammenhängen ist hier die spannende Frage.
Der Thriller „Dunkelmann“ von Jacob Weinreich und Lars Findsen spielt in der Welt der Geheimdienste, die gegen Feinde aufgestellt sein müssen und dort jede Information nutzen, die sie bekommen können. Die Story weist einige aktuelle Bezüge aus, gerade wenn es um die Einflussnahme von Großmächten geht, die sich auf Grönland beziehen. Es sind natürliche wirtschaftliche Dinge, die in diesem Thriller thematisiert werden. Die Spionage von heute geht mehr um wirtschaftliche Einflussnahme, denn um Kriegsvorbereitungen. Die beiden Hauptcharaktere sind Maja Birk und Daniel Hartmann, die sich um unterschiedliche Bereiche im Geheimdienst kümmern, aber einige Gemeinsamkeiten haben. Eine ist sicherlich die Schwierigkeiten, die in persönlichen Beziehungen auftauchen. Gerade als Maja verletzt in der Türkei war, hat sich ihr Freund Jonas Sorgen gemacht, wusste aber nicht, wo und warum sich Maja in der Türkei aufgehalten hat. Dieses führt natürlich unweigerlich zu Rissen in einer Beziehung. Bei Daniel ist es ähnlich, aber hier geht es um die unterschiedlichen Sichtweisen, der des Geheimdienstes und der einer Journalistin. Auch hier ist die Arbeit im Geheimdienst nicht Beziehungsförderlich. Aber auch die Fälle, die hier beschrieben werden, haben spannende Inhalte und sind auch immer wieder von persönlichen Sichtweisen geprägt. Die Sprache ist sehr spannend in der dieser Thriller geschrieben wurde und auch der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut. Es liegt eine latente Spannung über den ganzen Kapiteln dieses Thrillers.
Ein sehr guter Thriller über die Arbeit eines Geheimdienstes liegt hier vor und die unterschiedliche Interessen und Finessen in der Arbeit von Geheimdiensten. Ich kann dieses Buch gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Ein Geheimbund

Donaumelodien - Wiener Verschwörung
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Der frisch lizensierte Detektiv Hieronymus bekommt seinen ersten Auftrag von Polizeichef Marx. Eine enthauptete Leiche macht den Wiener Polizisten Kopfzerbrechen. Auch die Ermittlungen im Wien des Jahres ...

Der frisch lizensierte Detektiv Hieronymus bekommt seinen ersten Auftrag von Polizeichef Marx. Eine enthauptete Leiche macht den Wiener Polizisten Kopfzerbrechen. Auch die Ermittlungen im Wien des Jahres 1879 sind nicht leicht, doch Hieronymus kennt eine Menge Leute und arbeitet mit seinem Freund dem Droschkenkutscher Franz zusammen. Es dauert eine ganze Weile, bis die beiden dem Toten einen Namen geben können, doch unter diesem ist dieser kaum bekannt. Ein Zufall hilft ihnen auf die Sprünge und so können sie eine Verbindung in das Jahr 1848 ziehen, wo es revolutionäre Aufstände gegeben hat. Doch was hat das mit dem heutigen Toten zu tun. Diesem Rätsel macht sich Hieronymus auf die Spur.
Der historische Kriminalroman „Donaumelodien – Wiener Verschwörung“ von Bastian Zach, lässt den Leser tief in das Wien der k.k Monarchie eintauchen. Auf dem Cover wird auch ein typisches Bild aus Wien dargestellt, der Viaker in der Hofburg und schon ist die Verbindung zu einer Hauptperson hergestellt. Es ist der Droschkenkutscher Franz, der wegen seines Verkrüppelung meist unterschätzt wird, der mit Agnezka und 6 Kindern unter einem Dach lebt und den Hieronymus unterstützt. Der Detektiv Hieronymus, der Detektiv und Hauptermittler, wird sehr vom Polizeichef Marx und seiner Verlobten Karolina unterstützt. Die Kontakte, die Hieronymus hat gehen tief in die Wiener Gesellschaft, aber auch in die Schausteller Wiens und so hat er viele Möglichkeiten, Ermittlungen durchzuführen. Die Figuren, die der Autor beschreibt, sind alle mit sehr vielen Details gezeichnet und auch die typische Wiener Sprache, mit sehr eigenen Ausdrücken, lässt diesen Roman sehr authentisch erscheinen. Das hat mir auch geholfen langsam in der Geschichte anzukommen, da doch einige Dinge n dieser Erzählung mir sehr fremd waren. Doch auch hier wird der Fortlauf der Story immer spannender und interessanter. Dieser Spannungsbogen ist dem Autor gut gelungen und auch die sehr typische Wiener Sprache finde ich gut gelungen.
Ich mag diesen Kriminalroman, denn er ist mal etwas anderes. Ich mag Wien und in die Zeit der k und k Monarchie einzutauchen, gefällt mir sehr gut. Fall hilft mit die Welt dieser Monarchie ein bisschen zu verstehen. Ich habe mich gut unterhalten und ich kann ihn Freunden der historischen Krimis gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Odessa, ich kann dich nicht vergessen

Zugwind
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Mira Zehmann, ihr Mann Andryi und ihre Tochter Rosa, sind nach Deutschland übersiedelt, um einen Neuanfang zu starten. Mira und ihr Mann sind beide Ärzte und leben nun in der Stadt N. Mira ist in einer ...

Mira Zehmann, ihr Mann Andryi und ihre Tochter Rosa, sind nach Deutschland übersiedelt, um einen Neuanfang zu starten. Mira und ihr Mann sind beide Ärzte und leben nun in der Stadt N. Mira ist in einer Praxis Hausärztin, ihr Mann arbeitet am Krankenhaus. Allerdings schreibt Mira auch Gedichte und diese Fertigkeit ist ihr abhandengekommen und sie möchte sie wiederfinden. Sie stammen beide aus Odessa und nach dem Beginn des Krieges spürt Mira eine Zugwind in sich, den sie nicht deuten kann. Sie fährt ab und zu nach Odessa, um sich an ihr altes Leben zu erinnern und die Stadt und ihre Besonderheiten in sich aufzunehmen. Die Stadt in der ihre Großeltern leben und ihre Vergangenheit.
„Zugwind“ von Iryna Fingerova ist ein Roman, der von einer Frau handelt, die in Deutschland lebt und arbeitet, aber immer noch durch ihren Glauben und ihre Freunde und Verwandten sich in ihre Heimatstadt Odessa zurückgezogen fühlt. Die Autorin schreibt beeindruckend ihre Situation als Hausärztin in der Stadt N, in der auch viel Freundinnen von ihr leben und auch sehr viele Ukrainerinnen und Ukrainer, die sie sehr häufig aufsuchen, da sie sie an ihre Heimat erinnert. Die Patientinnen haben manchmal nur Symptome, die sie behandeln muss, und zwar Heimatverlust durch den Krieg. Es sind Einzelschicksale, die sie beschreibt, die entwurzelt wurden und sie fühlt sich manchmal genauso. Sie spürt dann am ganzen Körper einen Zugwind, der sie an ihre Heimat erinnert und sie auch immer wieder in die alte Heimat zurückzieht. Sie ist nicht unglücklich in Deutschland, aber manchmal fühlt sie sich nicht ganz komplett. Das sind dann die Zeiten, in denen sie sich auf den Weg macht. Auch eine Liebschaft könnte den Zugwind stoppen. Sie ist zufrieden und unzufrieden zugleich. Als sie das Schreiben von Gedichten wieder findet, fühlt sie das der Zugwind abnimmt. Es ist eine eindrucksvolle Beschreibung, die die Autorin hier vornimmt und man kann mit ihr fühlen, wie ihre Sehnsucht immer wieder aufflackert.
Das Buch ist für mich eine sehr eindrucksvolle Beschreibung einerseits der Situation von Flüchtlingen, über die die Autorin schreibt und ein Leben in einem fremden Land mit Wurzeln in einem anderen. Solche Gedankengänge helfen sich immer wieder zu erden, wie es auch die Autorin immer wieder tut.

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