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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2026

Einfach lecker

Work-Lunch-Balance
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„Work-Lunch-Balance“ ist ein Kochbuch, das schon beim ersten Durchblättern Lust aufs Nachkochen macht. Die Gestaltung ist ansprechend und hochwertig, jedes Rezept wird von einem ansprechenden Foto begleitet, ...

„Work-Lunch-Balance“ ist ein Kochbuch, das schon beim ersten Durchblättern Lust aufs Nachkochen macht. Die Gestaltung ist ansprechend und hochwertig, jedes Rezept wird von einem ansprechenden Foto begleitet, das sofort Appetit macht und einen guten Eindruck davon vermittelt, was einen erwartet. Das ist mir immer sehr wichtig.

Besonders überzeugt hat mich aber vor allem der Inhalt: Die vier Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, sind alle wunderbar gelungen und haben mich geschmacklich wirklich begeistert. Die Gerichte sind abwechslungsreich, kreativ und zeigen, wie unkompliziert und lecker vegane Küche sein kann. Entsprechend lang ist inzwischen auch meine Liste an Rezepten, die ich unbedingt noch ausprobieren möchte – und das ist für mich immer ein gutes Zeichen bei einem Kochbuch. Was ich allerdings etwas irreführend finde, ist die Vermarktung als perfektes Lunch-Kochbuch für den Arbeitsalltag. Zwar sind die Rezepte alltagstauglich, für meine persönliche Mittagspause wären viele davon aber dennoch zu aufwendig. Tatsächlich koche ich die Gerichte eher abends, wenn ich mehr Zeit habe und das Essen bewusst genießen kann. Das schmälert die Qualität der Rezepte nicht, zeigt aber, dass der Titel vielleicht etwas andere Erwartungen weckt.

Unterm Strich ist „Work-Lunch-Balance“ für mich also weniger ein Buch für die schnelle Mittagspause als vielmehr eine Sammlung richtig leckerer Wohlfühlrezepte. Wer unkomplizierte vegane Gerichte mit viel Geschmack sucht, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Witzig

Annie Knows Everything
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„Annie Knows Everything“ ist eine klassische Romcom, die genau das liefert, was ich von diesem Genre erwarte: Tempo, Witz und zwei Figuren, die man gerne durch ihr Chaos begleitet. Im Mittelpunkt steht ...

„Annie Knows Everything“ ist eine klassische Romcom, die genau das liefert, was ich von diesem Genre erwarte: Tempo, Witz und zwei Figuren, die man gerne durch ihr Chaos begleitet. Im Mittelpunkt steht Annie, die überzeugt ist, immer zu wissen, was für andere das Beste ist, bis ihr eigenes Leben aus der Bahn gerät. Jobverlust, ein Neuanfang in einer Branche, von der sie keine Ahnung hat, und familiäre Verwicklungen sorgen dafür, dass sie sich plötzlich selbst hinterfragen muss. Dazu kommt mit Connor ein Love Interest, der sie gleichermaßen herausfordert wie anzieht.

Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen den beiden. Annie und Connor sind schlagfertig, selbstbewusst und haben gleichzeitig genug Ecken und Kanten, um nicht klischeehaft zu wirken. Gerade dieser Mix macht die Dialoge lebendig und sorgt für viele unterhaltsame Momente. Insgesamt hat mich der Ton des Romans an typische Romcoms im Stil von Sophie Kinsella oder Emily Henry erinnert: leicht, humorvoll und mit einem guten Gespür für zwischenmenschliche Spannungen. Auch das Setting in der New Yorker Tech Branche hat mir Spaß gemacht. Der Arbeitsalltag, Annies Überforderung und ihr Versuch, sich in einer neuen Umgebung zu behaupten, sind unterhaltsam erzählt und geben der Handlung zusätzlichen Witz.

Der Roman liest sich insgesamt sehr flüssig und ist genau die richtige Wahl, wenn man eine leichte, aber nicht banale Lektüre sucht. Für mich hat „Annie Knows Everything“ die Erwartungen an eine unterhaltsame, unkomplizierte Lektüre absolut erfüllt.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Wertschätzend

Wie gut, dass ich ICH bin
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„Wie gut, dass ich ICH bin“ ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das Kindern viel Wertschätzung entgegenbringt und vermittelt. Im Mittelpunkt stehen kurze, eingängige Reime und kindgerechte Affirmationen, ...

„Wie gut, dass ich ICH bin“ ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das Kindern viel Wertschätzung entgegenbringt und vermittelt. Im Mittelpunkt stehen kurze, eingängige Reime und kindgerechte Affirmationen, die leicht verständlich sind und sich gut zum Mitsprechen eignen. Besonders schön finde ich die Kombination aus positiven Botschaften und kleinen Impulsfragen, die man zum Anlass nehmen kann, mit Kindern über Gefühle, Selbstwahrnehmung und Erlebnisse zu sprechen.

Auch die Gestaltung hat mich überzeugt: Die Seiten sind stabil, übersichtlich aufgebaut und gleichzeitig detailreich illustriert. In den Bildern gibt es viel zu entdecken, sodass sich auch hier immer wieder neue Gesprächsanlässe ergeben. Besonders hervorzuheben ist die vielfältige Darstellung der Kinder. Unterschiedliche Lebensrealitäten werden ganz selbstverständlich gezeigt, sodass sich viele Kinder wiederfinden können und gleichzeitig alle lernen, dass Vielfalt ganz normal ist.

Insgesamt ist das Buch nicht nur schön anzusehen, sondern auch pädagogisch sinnvoll umgesetzt, ohne dabei belehrend zu wirken. Es stärkt spielerisch Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl und schafft gleichzeitig wertschätzende gemeinsame Momente beim Vorlesen. Für mich ein rundum gelungenes Kinderbuch, das ich jederzeit weiterempfehlen würde!

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Hilfreich

Schule ohne Burnout
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„Schule ohne Burnout“ von Ann-Marie Backmann beschäftigt sich mit einer Frage, die im Schulalltag viele betrifft: Wie lässt sich der Lehrberuf langfristig engagiert und gesund ausüben, ohne dabei auszubrennen?

Der ...

„Schule ohne Burnout“ von Ann-Marie Backmann beschäftigt sich mit einer Frage, die im Schulalltag viele betrifft: Wie lässt sich der Lehrberuf langfristig engagiert und gesund ausüben, ohne dabei auszubrennen?

Der Einstieg ins Buch ist mir direkt positiv aufgefallen, weil er sehr authentisch wirkt. Anders als viele Stimmen aus dem „Insta-Lehrerzimmer“ vermittelt die Autorin nicht das Gefühl, dass alle anderen alles im Griff haben, im Gegenteil: Die Herausforderungen werden realistisch benannt, ohne zu dramatisieren. Auch die Gestaltung des Buches ist übersichtlich und ansprechend, sodass ich mich direkt gut orientieren konnte.

Inhaltlich kombiniert Backmann persönliche Erfahrungen mit didaktischen Ansätzen, Forschungsergebnissen und Coaching-Impulsen. Besonders interessant fand ich die Unterscheidung zwischen Mental Load und Emotional Load. Während ersterer vielen inzwischen bewusst ist, wird der emotionale Anteil der Belastung im Schulalltag oft unterschätzt. Hier hat das Buch für mich tatsächlich neue Perspektiven eröffnet. Die vorgestellten Strategien zum Umgang mit Belastung sind praxisnah und konkret. Vieles kam mir bekannt vor, aber es gab auch einige Ansätze, die ich gerne stärker in meinen Alltag integrieren möchte, etwa die stärkere Einbindung der Schüler*innen in ihre eigenen Lernprozesse, zum Beispiel durch von ihnen vorbereitete Lernentwicklungsgespräche. Auch das zusätzliche Material zum Downloaden ist hilfreich und sinnvoll.

Im letzten Kapitel hatte ich allerdings gemischte Gefühle. Einerseits bietet es viele inspirierende Ideen für Schulentwicklung und Zusammenarbeit, andererseits hatte ich beim Lesen stellenweise wieder das Gefühl, dass sich neue To-dos auftun („Das müssten wir auch machen…“), was ja eigentlich dem Anspruch der Entlastung widerspricht. Hier hätte ich mir an manchen Stellen eine noch stärkere Einordnung gewünscht, dass nicht alles sofort umgesetzt werden muss.

Trotzdem ist „Schule ohne Burnout“ für mich ein sehr gelungenes, praxisnahes Buch, das viele hilfreiche Impulse für den Schulalltag liefert. Es eignet sich gut zum Nachschlagen und Reflektieren und wird bei mir definitiv griffbereit im Regal stehen bleiben.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Berührend

Solange ein Streichholz brennt
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Der Roman „Solange ein Streichholz brennt“ hat mich von der ersten Seite an emotional erreicht. Im Mittelpunkt steht Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt und sich gemeinsam mit seinem Hund Fox durch ...

Der Roman „Solange ein Streichholz brennt“ hat mich von der ersten Seite an emotional erreicht. Im Mittelpunkt steht Bohm, der seit Jahren auf der Straße lebt und sich gemeinsam mit seinem Hund Fox durch den Alltag kämpft.
Dem gegenüber steht Alina, eine Journalistin, deren Karriere ins Stocken geraten ist und die in einer Reportage über Obdachlosigkeit ihre letzte Chance sieht. Schnell merken sie beide, dass mehr zwischen ihnen ist als eine Zweckbeziehung.

Besonders gelungen finde ich, wie der Roman das Thema Obdachlosigkeit behandelt. Es wird weder beschönigt noch sensationsheischend dargestellt, sondern mit viel Empathie und Feingefühl erzählt. Man bekommt einen Einblick in eine Lebensrealität, die im Alltag oft übersehen wird, obwohl sie in allen Städten ein wachsendes Problem ist. Gerade diese Perspektive macht das Buch so wichtig. Auch die Beziehung zwischen Bohm und Alina wird überzeugend entwickelt. Sie entwickelt sich vorsichtig, ohne kitschig zu werden.

Sprachlich hat mich das Buch ebenfalls überzeugt. Der Stil ist flüssig, zugänglich und gleichzeitig emotional treffend, ohne dabei überladen zu wirken. Man merkt, dass der Autor, wie schon in seinem Debütroman, ein gutes Gespür für Figuren und Stimmungen hat.

Für mich ist „Solange ein Streichholz brennt“** ein berührender und wichtiger Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch den Blick für ein oft verdrängtes Thema richtet. Ich hoffe, dass viele Leserinnen und Leser nach dieser Lektüre anders auf obdachlose Menschen schauen.

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