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Veröffentlicht am 13.04.2026

Kriegsverbrechen

Unter dem Strand
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Cay ist eine Autorin, deren Werke abgelehnt werden und die sich in einer Schreibkrise befindet. Niemand glaubt and sie, nicht mal sie selbst. Um sich über Wasser zu halten, schreibt sie Artikel für eine ...

Cay ist eine Autorin, deren Werke abgelehnt werden und die sich in einer Schreibkrise befindet. Niemand glaubt and sie, nicht mal sie selbst. Um sich über Wasser zu halten, schreibt sie Artikel für eine lokale Zeitung. Deshalb fährt sie auch nach Neustadt, wo am 3. Mai der Zerstörung der Cap Arcona gedacht wird. Dort wird den Opfern der Katastrophe gedacht, die hauptsächlich aus Juden und Kriegsgefangenen bestand. Auf ihrem Weg zum Strand findet sie ein tote Frau im Wasser und wider besseren Wissens und in Gedenken an ihr leeres Konto macht sie ein Foto der Toten. Da ihre Zeitung nicht interessiert ist, lädt sie es bei einer Internetzeitung hoch. Während sie noch darüber nachdenkt, wie es nun weitergehen soll. Wird ihr der Fotoapparat gestohlen und ihr Zimmer durchsucht. Irgendjemand scheint von ihren Untersuchungen nicht begeistert zu sein, aber wer und warum?
Der Kriminalroman „Unter dem Strand“ von Turid Müller bewegt sich zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um einen oder mehrere Morde aufzudecken. Der Hauptcharakter Cay tappt mit ihrem Artikel und dem dazugehörigen Bild in eine schwierige Situation. Es hat alles mit dem Gedenktag des Untergangs der Cap Arcona zu tun, dem nicht alle in Neustadt mit Freude entgegensehen. Neugierig geworden ermittelt sie auf eigene Faust, wen denn für den Tod einer jungen Frau verantwortlich ist, die an das Geschehen auf der Cap Arcona erinnern möchte. Dieser Zusammenhang wird langsam und in kleinen Schritten aufgedeckt. Der Leser erfährt schon mal viel über die Geschichte und was sich zugetragen hat an dem Tag des Untergangs. Er wird informiert über das Vorgehen der Nazis im Konzentrationslager Neuengamme und wie fürchterlich es den Gefangenen dort ergeht. Es wird erzählt an zwei Figuren, die auch mit dem Untergang und den anschließenden Morden in Verbindung stehen. So ist der Leser über die aktuellen Ermittlungen und den geschichtliche Vorgängen informiert und kann so ein Puzzle am Ende zusammensetzen. Die Sprache des Autorin macht es manchmal nicht leicht alle Geschehnisse zusammenzubringen, da es bei den historischen Erzählungen nicht leicht ist den Zusammenhang gleich herzustellen. Der aktuell Fall ist spannend und auch die Aufklärung am Ende gut nachvollziehbar. Die Personen sind nicht alle gut zuzuordnen.
Historisch finde ich den Roman gelungen und die Schilderungen aus dem KZ sind meist gut nachzuvollziehen. Auch der aktuelle Fall den die Journalistin verfolgt ist alleinstehend spannend. In der abwechselnden Erzählung ist es manchmal ein bisschen kompliziert alle Personen sauber zuzuordnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Schreibblockade eines Autors

Doppelspiel
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Tom Borg ist Bestsellerautor, doch nach seinem letzten großen Verkaufsschlager ist schon eine ganze Weile vergangen und er hat noch nichts zu Papier gebracht. Seine Verlegerin ist irritiert, aber Tom kann ...

Tom Borg ist Bestsellerautor, doch nach seinem letzten großen Verkaufsschlager ist schon eine ganze Weile vergangen und er hat noch nichts zu Papier gebracht. Seine Verlegerin ist irritiert, aber Tom kann irgendwie keinen klaren Gedanken fassen. Er besucht seinen alten Freund Lennart und hofft von ihm Tipps zu bekommen, um wieder schreiben zu können. Dieser gibt ihm den Rat sich in die Unterwelt zu begeben, zu gefährlichen Plätzen, um neue Inspirationen zu sammeln. Der Gedanke kommt Tom etwas abwegig vor, doch als er bei einer Lesung eine jungen hübsche rothaarige Frau kennenlernt, die fast so aussieht wie die Freundin seines Romanhelden Nic, verliebt er sich in sie. Sie lädt ihn ein sie in einen Nachtclub zu begleiten, in dem sie arbeitet. Doch als sie zusammen in einem Whirlpool sitzen, wird sie von einem Maskierten Mann erschossen. Da alles auf ihn als Täter hindeutet, entschließt sich Tom zu fliehen.
Der Krimi „Doppelspiel“ von Arne Dahl und Jonas Moström beschäftigt sich mit einem Autor und seiner Schreibblockade. Das möchte man glauben, wenn man diesen Titel liest. Das Cover zeigt gut den Mann auf der Flucht und das ist der Autor Tom Borg, der vor irgendetwas wegläuft. Die Spannung, die die Autoren auf den ersten Seiten ist spürbar. Als erstes hat man das Gefühl, der Krimi ist zu Ende, da der Hauptcharakter stirbt, doch es ist nur die letzte Szene aus dem letzten Krimis des Autors Tom Borg und schon beginnt etwas, das nach einem Schachspiel aussieht. Ein unbekannter setzt seine Figuren ein, um den Autor aus seinem Tief zu befreien und dabei scheinen ihm die Mittel egal zu sein, auch Mord. Der andere Hauptcharakter ist Olivie eine Polizistin mit Hang zur Gewalt und einem rätselhaften zweifarbigen Augenpaar. Eine Chimäre, die noch für große Spannung sorgen wird. Jedenfalls bis zur Hälfte, doch dann lässt irgendwie die Spannung nach und die Auflösung diese Krimis wird im Hauruckverfahren durchgeführt. Es passiert alles sehr schnell und nicht mehr richtig nachzuvollziehen. Hier wäre mir eine größere Sorgfalt in der Erzählung lieber. Der Ansatz für einen spannenden Showdown ist auf jeden Fall da. Es wird schon eine gewisse Spannung aufrechterhalten, doch die Plausibilität lässt nach und das finde ich ist eher untypisch für Arne Dahl. Die Schreibweise in diesem Krimi ist schon sehr bildhaft und lässt den Leser sich gut in der Story zurechtfinden, nur am Ende kann man sich schnell verirren.
Ich finde unterm Strich den Krimi schon sehr spannend und rasant erzählt. Die Schwäche am Ende trübt das Gesamtbild ein wenig ein. Nichtsdestotrotz sollten sich Leser, die gerne Skandinavien Krimis lesen, dieses Buch gönnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charatere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.03.2026

Die verschwundene Sängerin

Die schöne Diva von Saint-Jacques
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Die Sängerin Sophia wohnt in ihrem Haus, neben ihren Nachbarn Marc, Mathias und Lucien und Marcs Onkel Vandoosler. Eines morgens entdeckt sie einen Baum in ihrem Garten und sie fragt ihre Nachbarn, ob ...

Die Sängerin Sophia wohnt in ihrem Haus, neben ihren Nachbarn Marc, Mathias und Lucien und Marcs Onkel Vandoosler. Eines morgens entdeckt sie einen Baum in ihrem Garten und sie fragt ihre Nachbarn, ob sie mal nachsehen können, was es mit dem Baum auf sich hat. Doch en paar Tage später ist sie spurlos verschwunden und die drei ermitteln auf eigene Faust.
Der Krimi „Die schöne Diva von Saint-Jacques“ von Fred Vargas ist ein sehr tiefgründiger Krimi, der oberflächlich um das Verschwinden einer Sängerin geht. Allerdings geht alles ein wenig tiefer. Bezeichnend ist die Tatsache, dass die Autorin die Nachbarn in die Suche und die Ermittlungen einbezieht. Natürlich ist mit dem Polizisten Vandoosler auch ein Fachmann mit an Bord, aber eher, um die Ermittlungen anzuschieben. Die Polizei tappt sehr lange im Dunkeln. Aber die drei Studenten sind sehr engagiert bei der Sache, da sie auch persönliche Interessen verfolgen. Es ist einer tiefsinnige Story, die Fred Vargas erzählt und der Spannungsbogen entwickelt sich bis zum Ende und legt die sehr kompakte Story dar. Die Sprache ist sehr literarisch und es führt den Leser mit in die Ermittlungen ein.
Dieser Krimi ist keine leichte Kost und nichts für zwischendurch. Die Autorin erwartet volle Aufmerksamkeit für ihren Roman und das ist die Herausforderung bei diesem Buch. Man kommt auf seine Kosten, da es ein spannender und interessanter Roman ist. Ich würde sagen typisch für Fred Vargas.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2026

Eine Köchin als Ermittlerin

Limoncello Criminale
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An den schönen Gardasee und um genau zu sein nach Limone verschlägt es die Köchin Doro Ritter mit ihrem Verlobten Vince in das Haus ihres Vaters. Sie möchte einfach mal raus, um ihre Zukunft zu planen. ...

An den schönen Gardasee und um genau zu sein nach Limone verschlägt es die Köchin Doro Ritter mit ihrem Verlobten Vince in das Haus ihres Vaters. Sie möchte einfach mal raus, um ihre Zukunft zu planen. Sie richten eine Party aus, um ihre Nachbarn kennenzulernen, was ihrem Kater Rambo schon sehr gut gelingt. Es sind viele Nachbarn gekommen, denn es sind auch sehr verschiedene Menschen, die in ihrer Nachbarschaft wohnen und mit den jüngeren haben sie sich auch schon angefreundet. Sie bemerken auch dass es Streit unter den Freunden gibt und eines Tages ist dann auch Ina aus dem Nachbarhaus verschwunden. Das macht Doro neugierig und sie beginnt zu ermitteln.
Der Gardasee-Krimi „Limoncello Criminale“ von Gudrun Grägel lädt den Leser zu einem Fall an den schönen Gardasee ein. Dieses schöne Urlaubsgefühl wird auch von dem wunderschönen Cover unterstützt und wenn man Augen schließt, kann man es sehen, spüren und vielleicht auch riechen, wie herrlich es dort sein kann. In diese Idyll hat die Autorin einen Krimi platziert und dann noch eine ungewöhnliche Detektivin hinzugefügt. Doro Ritter, die Hauptperson, ist eigentlich Köchin und möchte sich einem Rezeptbuch widmen und der Verlobung mit ihrem Lebensgefährten Vince. Aber als es Unfälle und Tote gibt, muss sie natürlich ermitteln. Der örtlichen Polizei gefällt das nicht sonderlich, aber sie haben schon gute Erfahrungen mit ihrer Spürnase gemacht, so dass sie sie ein bisschen ermitteln lassen. Das ist schon ein ungewöhnlicher Vorgang, den ich allerdings auch gerne unter künstlerischer Freiheit verbuchen möchte. Es dauert allerdings sehr lange bis der Krimi ins Rollen kommt und auch dann sind die begleitenden Erzählungen sehr schön geschrieben, aber die Spannung kommt erst sehr spät zur Geltung. Der Abschluss ist dann wieder in Ordnung und es gibt auch Überraschungen am Ende, es ist halt alles sehr in die Länge gezogen.
Dieser Krimi gehört zu meinem favorisierten Genre und ich kann mir die Situation, dort am Gardasee gut vorstellen. Es ist auch alles sehr unterhaltsam geschrieben, doch die Längen bleiben und darunter leidet die Spannung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Spannende Ermittlungen mit Längen

Einsames Watt
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Die Flensburger Kripo um Lilly Velasco und John Benthien werden nach Amrum gerufen, da es dort einen Todesfall gibt, der Anzeichen eines Mordes hat. Die junge Paula Lemmer wird aus der Nordsee gezogen ...

Die Flensburger Kripo um Lilly Velasco und John Benthien werden nach Amrum gerufen, da es dort einen Todesfall gibt, der Anzeichen eines Mordes hat. Die junge Paula Lemmer wird aus der Nordsee gezogen in den Nähe eines havarierten Segelboots und sie weist eine klaffende Kopfwunde auf, die sehr wahrscheinlich von einem Schlag herrührt. John erinnert sich an seine ersten Schritte als Kommissar mir dem erfahrenen Cornelis Litmanen zusammen, die sie zu einem Mord auf Amrum führte. Auch da war eine junge Frau ermordet worden, deren Mörder aber schnell gefunden schien. Anschließend verschwand Litmanen allerdings spurlos, da er noch etwas ohne John auf der Insel ermitteln wollte. Jetzt tauchen natürlich Fragen auf, ob die Fälle etwas gemeinsam haben, denn abschließend wurde nie geklärt, wer für den Mord im Jahre 2005 verantwortlich war.
Der Nordsee-Krimi „Einsames Watt“ von Nina Ohlandt/Jan F. Wiefelpütz behandelt zwei Mordfälle, die zwar zeitlich auseinander liegen, aber unter Umständen etwas gemeinsam haben. Das Cover weist auf jeden Fall auf eine Begebenheit hin, die im Krimi eine Rolle spielt. Ein havariertes Segelboot am Strand spielt eine wichtige Rolle. Das wird auf den erste Seiten schon klar. Die Hauptakteure sind die Kommissare der Flensburger Kripo, die in den vorherigen Romanen auch schon für die Ermittlungen tätig waren. Also ein eingespieltes Team, das hier ermittelt. John Benthiern kommt noch eine spezielle Rolle zu, denn er ermittelt zusätzlich in einem alten Fall an gleicher Stelle, in dessen Verlauf sein ehemaliger Kollege Litmanen spurlos verschwand. Es ist sehr interessant und spanend zu verfolgen, wie der alte Fall wieder aufgerollt wird, und mit dem neuen Fall verknüpft wird. Gleichzeitig wird noch der Mörder aus dem alten Fall in diesen Fall eingebaut. Das hört sich langatmig an, ist es an manchen Stellen auch. Das ist jetzt Kritik auf hohem Niveau, aber die Ermittlungen ziehen sich, fast so wie im echten Leben. Spannend ist es allemal sorgt aber manchmal für etwas Chaos im Kopf und stört so ein wenig den Lesefluss. Eine neue Hauptperson wird im Laufe des Krimis eingebaut. Dabei handelt es sich um Jaane, die Schwester einer ermordeten Staatsanwältin, der John versprochen hat sich um die Schwester zu kümmern. Das tut John natürlich gerne, gerade weil diese Schwester auch über exzellente IT-Fähigkeiten verfügt, die schon wichtig sind. Der Schreibstil gefällt mir gut, da er mein Kopfkino gut bedient und ich die Story gut nachverfolgen kann, bis auf die Phasen, wo es manchmal so aussieht, als wenn sich der Autor verzetteln würde. Der Spannungsbogen ist konsequent bis zu Ende durchgeführt worden, vielleicht ein bisschen zu gut nachvollziehbar, aber das liegt im Auge des Betrachters.
Ich habe mich von diesem Krimi sehr gut abgeholt gefühlt und auch die Beschreibungen von Amrum habe ich gerne zur Kenntnis genommen, ebenso wie das Thema des Buches. Abzüge gibt es für die Längen, die das Buch hat und das kleine Chaos, dass es angerichtet hat. Empfehlenswert ist es für mich trotzdem, da es sehr individuell ausgelegt werden kann. Die Realität von Ermittlungen kann manchmal viel chaotischer sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung