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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Bramble Estate

Catch Your Death
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Devi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter, als sie nicht nur vom Schneesturm überrascht wird, sondern ihr Auto auch noch den Geist aufgibt. Auf den letzten Metern rollt sie auf einem großen Anwesen aus ...

Devi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter, als sie nicht nur vom Schneesturm überrascht wird, sondern ihr Auto auch noch den Geist aufgibt. Auf den letzten Metern rollt sie auf einem großen Anwesen aus und bittet um Hilfe. Die reiche Hausbesitzerin Emily Vanforte bietet ihr an, aufgrund des Sturms hier zu übernachten. Genau wie Devi sind auch die jungen Frauen Lizzi und Janey hier gestrandet. Schnell merken sie, dass die Atmosphäre in dem Haus unter den Bewohnern vergiftet ist - bis es dann Emily Vanforte auch tatsächlich ist und beim Familienessen, bei dem sie düstere Geheimnisse offenbaren wollte, stirbt. Eingeschneit und von möglichen Mördern bedroht, versuchen die Mädchen, den Fall zu lösen.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme, die Erzählstimmen von Devi, Lizzi und Janey auseinanderzuhalten. Das hat sich nach einiger Zeit gegeben, auch wenn mir manche Sachen ein wenig übertrieben vorkamen. Im Laufe des Buches stellt sich heraus, warum das so wirkt. Auf ein paar Sachen bin ich vor der Lösung gekommen, von denen mir ein Teil zu zeitig präsentiert wurde. Anderes hat mich überraschen können, auch wenn ich mir ein paar Geheimgänge weniger gewünscht hätte. Immerhin konnte damit eine recht schaurige Atmosphäre geschaffen werden, als die drei auf Spurensuche gehen. Alles in allem hat mich das Buch nicht vom Hocker gerissen, aber es war doch ein recht solider Jugendthriller.

Veröffentlicht am 09.04.2026

Der Gand und die Samin

RAVNA - Arktische Rache
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Nach dem katastrophalen Ende des letzten Falles hatte sich Ravna eine Weile zurückgezogen. Jetzt ist sie zurück in Oslo an der Polizeihochschule, als sich plötzlich ihr Vater meldet, der die Familie vor ...

Nach dem katastrophalen Ende des letzten Falles hatte sich Ravna eine Weile zurückgezogen. Jetzt ist sie zurück in Oslo an der Polizeihochschule, als sich plötzlich ihr Vater meldet, der die Familie vor vielen Jahren verlassen hat. Er möchte sich mit ihr treffen und eher widerwillig stimmt Ravna zu. Als er in das Restaurant stolpert, hat er ein Messer im Rücken und kann gerade noch einen Namen flüstern - den ihrer Mutter. Und das Messer ist samisch. Hat ihre Mutter sich nach so langer Zeit an ihm gerächt? Doch dann werden auch Ravna und ihre Mutter angegriffen und zum Nationalfeiertag von Norwegen kommt es zu einem großen Showdown, bei dem auch der Gand Rune Thor nichts zaubern kann ...

Auch im dritten Teil nimmt uns die Autorin wieder in das Leben der jungen Samin Ravna mit, die irgendwie den Spagat zwischen den traditionellen samischen Einflüssen ihrer Herkunft und ihrer modernen Lebensweise in Oslo finden muss. Dazu kommt die Familie ihres Vaters, der Hass gegen die indigene Bevölkerung, rechtsextreme Einflüsse und das alles wird zu einem rundum gelungenen Buch verpackt. Es ist kein Highligth und das meine ich auf die bestmögliche Art und Weise. Während Highlights hell brennen und schnell zu Asche werden, brennt die Ravna-Trilogie als stetiges Feuer, das lange wärmt. Ich hätte gern noch mehr aus der Welt von Ravna und Thor gelesen.

Veröffentlicht am 06.04.2026

Rendrifters

RAVNA – Die Tote in den Nachtbergen
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Ravna, die samische Polizeischülerin, hat Sonderurlaub. Es ist Mittsommer und hoch oben in den Nachtbergen, in ihrer Heimat, ist Kälbermarkieren angesagt. Dazu kommen sämtliche Rentierzüchterclans zusammen, ...

Ravna, die samische Polizeischülerin, hat Sonderurlaub. Es ist Mittsommer und hoch oben in den Nachtbergen, in ihrer Heimat, ist Kälbermarkieren angesagt. Dazu kommen sämtliche Rentierzüchterclans zusammen, auch um sich gegenseitig zu unterstützen. Doch das Leben als Rentierzüchter ist hart und es gibt Streitereien zwischen den Familien. Ravna sitzt als zukünftige Polizistin zwischen allen Stühlen. Und dann findet sie bei einem Absturz in einer Höhle eine Tote. Es handelt sich um Linneá, eine junge norwegische Frau, die vor zehn Jahren verschwunden ist und an sie sie sich noch gut erinnert, denn sie hat sie als Kind auf der Sommerweide getroffen. Befindet sich unter den Rendriftern ein Mörder? Wieder ist es Rune Thor, mit dem Ravna zusammenarbeiten muss ...

Auch im zweiten Fall gelingt es der Autorin wieder, tief in das harte Leben der Samen einzuführen. Sie schafft dabei einen guten Spagat zwischen dem Alltag auf der Hochweide, dem Stress, den Umweltbedingungen und der Geschichte zu finden und einen interessanten Fall zu kreieren, bei dem man bis zum Schluss nicht sicher ist, wie er ausgehen wird. Was mir auch gut gefällt, ist ihre Sprache. Nicht zu leicht, nicht zu plump, sehr intensiv in den Beschreibungen. Ravna ist für mich kein absolutes Highlight, aber die Geschichte ist wie eine warme Decke, in die man sich gern einkuschelt, ein bisschen wie nach Hause kommen.

Veröffentlicht am 03.04.2026

Hybrid

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe
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Serena Paris ist erst fünfundzwanzig, hat aber schon jede Menge durchgemacht. Nicht nur, dass sie als kleines Kind ihre Eltern verloren hat und dann als Waisenkind aufwuchs, bis sie dann als Spielgefährtin ...

Serena Paris ist erst fünfundzwanzig, hat aber schon jede Menge durchgemacht. Nicht nur, dass sie als kleines Kind ihre Eltern verloren hat und dann als Waisenkind aufwuchs, bis sie dann als Spielgefährtin für Misery, die Vampirprinzessin, ausgewählt wurde. Es stellte sich auch heraus, dass sie ein Hybrid ist - halb Mensch, halb Werwolf. Und Überraschung: die Gefährtin von Alpha Koen ist sie auch noch. Dazu spielt ihr Körper verrückt, der die unterschiedlichen Gene scheinbar nicht vereinbaren kann und das bedeutet wohl, dass sie nicht mehr lange leben wird. Dass jetzt auch noch von allen Seiten Jagd auf sie gemacht wird, gerät dabei beinahe zur Nebensache. Und wie zum Teufel soll sie mit ihrem Gefährten umgehen, der als Alpha des Nordwestrudels dem Zölibat unterliegt?

Ich mochte Bride, den Vorgänger, schon sehr gern, deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Und wie üblich enttäuscht Ali Hazelwood auch nicht, was Schreibstil, Charakterisierung und Ideen angeht. Für Dialoge und Sarkasmus hat die Frau einfach ein absolutes Händchen. Wovon ich halt nicht so der Fan von übermäßig viel bin, ist Spice. Ich mag das so sehr wie andere Leute auch, aber ich brauche davon keine gefühlten hundert Seiten und wenn ich deshalb anfange, Seiten über Seiten zu überblättern, um mich nicht zu langweilen, ist das Buch kein absolutes Highlight mehr. Wen das nicht stört, bekommt ganz, ganz großes Kino. Wer wie ich überblättert, bekommt immerhin noch wirklich amüsante Unterhaltung.

Veröffentlicht am 07.03.2026

Filmriss

Revenge
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Eigentlich wollte sich Liv am Samstagabend nur schnell in der Tankstelle Nervenfutter für einen Lernmarathon besorgen und das Einzige, was sie sich fragen sollte, war: Schokolade oder Kekse? Hinter der ...

Eigentlich wollte sich Liv am Samstagabend nur schnell in der Tankstelle Nervenfutter für einen Lernmarathon besorgen und das Einzige, was sie sich fragen sollte, war: Schokolade oder Kekse? Hinter der Theke der Tankstelle steht Vince, ein Schüler im Abschlussjahr, den sie nur flüchtig kennt. Ausgerechnet, als dessen Freundin Sara ihn besucht, wird die Tankstelle überfallen und Vince angeschossen. Die beiden Mädchen sind Zeuginnen, doch was haben sie gesehen? Und wie wirkt sich diese Tat weiter aus? Beide haben Geheimnisse, die sie um jeden Preis schützen wollen, doch der Täter ist noch lange nicht fertig ...

Das Buch ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt, wobei die frischesten Ereignisse mit "Diese Nacht" betitelt sind und kursiv gestaltet. Auch wird Sara dort in der Ich-Form Präsens dargestellt, obwohl sie im Rest des Buches die ganze Zeit in der dritten Person Präteritum daherkommt, das ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Die Geschichte selbst ist spannend und aktuell, ganz stark kommt hier die Metoo-Debatte zum Tragen. Wer da empfindlich ist, sollte auf jeden Fall die Content Notes beachten. Ein paar Sachen hätte ich gern noch genauer geklärt, zum Beispiel, was mit Livs und Leos Vater los war, wie es bei Sara weitergeht, was mit Vince Vater ist etc. Aber alles in allem war es ein sehr gut geschriebener und kurzweiliger Jugendthriller.