Mehr als nur Feinde
Blade of Night. Silberkuss„Blade of Night. Silberkuss“ von Jessica Iser ist der erste Band ihrer düsteren Romantasy Dilogie Make Me Your Villain.
Der ewige Krieg zwischen Menschen und Nachtelfen ist immer gegenwärtig, obwohl momentan ...
„Blade of Night. Silberkuss“ von Jessica Iser ist der erste Band ihrer düsteren Romantasy Dilogie Make Me Your Villain.
Der ewige Krieg zwischen Menschen und Nachtelfen ist immer gegenwärtig, obwohl momentan ein fragiler Frieden herrscht. Dieser droht jedoch zu zerbrechen, als eine uralte Bedrohung aus der tiefen Sternenkluft auftaucht, die beide Reiche trennt. Die menschliche Heerführerin Zelie und der Nachtelfe Aries versuchen beide auf ihre Art, die Gefahr zu bekämpfen, aber sie treffen dabei immer wieder aufeinander. Das gemeinsame Ziel lässt sie eine vorübergehende Allianz schmieden, obwohl beide auf gegensätzlichen Seiten stehen und eigentlich Todfeinde sind. Bei ihrer Zusammenarbeit kommen sie sich jedoch auch persönlich näher und sie geben der verbotenen Anziehung nach. Doch kann man seinem Feind wirklich vertrauen?
Sie ist mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht mein letztes. Jessica Iser erschafft in ihrer High Fantasy eine düstere und bedrohliche Atmosphäre, die von Krieg, Misstrauen und dunklen Intrigen geprägt ist. Auf der einen Seite stehen die Nachtelfen, deren Motive man aufgrund ihrer Geschichte nachvollziehen kann. Und auf der anderen Seite befinden sich die Menschen, deren Existenz plötzlich extrem bedroht wird. Der jahrhundertelange Krieg hat nicht nur äußerlich, sondern auch in den Köpfen Spuren hinterlassen. Und diese tiefen Wunden können auch unerwartet auftauchende Gefühle für den Feind nicht einfach verschwinden lassen.
Zelie und Aries werden anfangs fast schon distanziert und unnahbar dargestellt. Aber diese Stimmung passt zu den Charakteren und ihrem rauen Lebensstil. Für Romantik ist da kein wirklicher Platz, denn beide sind erfahrene und hochangesehene Krieger ihres jeweiligen Volkes und Schlachten und Tod sind ihr Tagesgeschäft.
Trotzdem kann man die kleinen Funken zwischen ihnen entdecken, die sich in winzigen Gesten und sehr begrenzten Momenten zeigen. Und auch wenn sie diesen Funken nachgeben, heißt das nicht, dass sie sich hundertprozentig vertrauen würden. Es ist auf jeden Fall Zuneigung und Respekt füreinander sichtbar. Doch ihre Loyalität liegt von Anfang an woanders und das macht diesen Konflikt so spannend.
Ich konnte beide Hauptfiguren gut verstehen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Zusätzlich kämpfen sie mit der Schwierigkeit, in den undurchschaubaren Intrigen ihrer Herrscher nicht unterzugehen. Der Cliffhanger heizt die Spannung zusätzlich an und ich habe so viele Fragen, die das Finale hoffentlich beantwortet.
Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!