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Veröffentlicht am 21.04.2026

Große Gefühle und dunkle Geheimnisse

Convicted
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"Convicted" ist genau die Art von Romance, die unter die Haut geht, intensiv, emotional aufgeladen und mit einer Vergangenheit, die alles bestimmt.

Ivy und Archer tragen zehn Jahre voneinander getrennt ...

"Convicted" ist genau die Art von Romance, die unter die Haut geht, intensiv, emotional aufgeladen und mit einer Vergangenheit, die alles bestimmt.

Ivy und Archer tragen zehn Jahre voneinander getrennt wie eine unsichtbare Narbe mit sich herum. Er – einst ihr Held, plötzlich verschwunden in Handschellen aus ihrem Leben gerissen. Sie – zurückgeblieben mit Fragen, Wut und einer Liebe, die nie wirklich aufgehört hat. Als Archer wieder auftaucht, ist sofort klar: Nichts ist verarbeitet, nichts ist vorbei.

Was die Geschichte besonders stark macht, ist dieses ständige Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz. Die beiden stehen sich gegenüber wie Magnete, die sich eigentlich anziehen müssten, aber von Schuld, Geheimnissen und einer bitteren Wahrheit auseinandergehalten werden. Genau dieses „Wollen, aber nicht dürfen“ trägt die komplette Dynamik des Buchs.

Archer ist kein glatter Romance-Held, sondern jemand, der sichtbar von seiner Vergangenheit gezeichnet ist, loyal, verschlossen, aber absolut fokussiert auf Ivy. Ivy wiederum ist nicht nur das „unerreichbare Mädchen“, sondern eine Frau, die gelernt hat, mit dem Verlust zu leben, auch wenn sie innerlich nie wirklich abgeschlossen hat.

Der Schreibstil ist flüssig, emotional und sehr bildhaft, ohne überladen zu wirken. Besonders gut funktioniert die Mischung aus romantischer Spannung und einem unterschwelligen Thriller-Aspekt rund um die „Wahrheit“, die Archer schützt.

Für Fans von Ana Huang oder Elsie Silver ist das hier definitiv ein Treffer: große Gefühle, dunkle Vergangenheit, starke Anziehung und genau die richtige Portion Drama.

Ein emotional aufgeladener Second-Chance-Roman mit viel Spannung, Herzschmerz und einer Liebesgeschichte, die sich langsam, aber intensiv entfaltet. Wer Geschichten liebt, in denen Vergangenheit und Gegenwart unaufhörlich kollidieren, wird hier sehr gut abgeholt.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Alptraum in Schweden

Bachelorette Party
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Ein Junggesellinnenabschied, der zum Albtraum wird – das ist kein neues Konzept. Aber „Bachelorette Party“ von Camilla Sten zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie viel Spannung noch in dieser Idee steckt, wenn ...

Ein Junggesellinnenabschied, der zum Albtraum wird – das ist kein neues Konzept. Aber „Bachelorette Party“ von Camilla Sten zeigt ziemlich eindrucksvoll, wie viel Spannung noch in dieser Idee steckt, wenn Atmosphäre, Figuren und Timing stimmen.

Die Ausgangslage ist herrlich trügerisch: eine abgelegene Schäreninsel vor der Küste Schweden, ein luxuriöses Haus, Yoga am Strand und ein Wochenende unter Freundinnen. Doch schon früh kippt die Stimmung. Hauptfigur Tessa bringt mit ihrer Vergangenheit als Journalistin und der Erinnerung an einen ungelösten Vermisstenfall eine unterschwellige Unruhe in die Gruppe – und genau diese Spannung zieht sich wie ein feiner Riss durch die gesamte Geschichte.

Richtig stark wird der Roman, sobald die Gruppe von der Außenwelt abgeschnitten ist. Das treibende Boot ist dabei mehr als nur ein Plot-Device: Es markiert den Punkt, an dem aus unterschwelliger Beklemmung echte Bedrohung wird. Ab hier entfaltet sich ein klassischer, aber effektiv inszenierter Isolationsthriller, in dem Misstrauen, alte Konflikte und versteckte Wahrheiten eskalieren.

Die Figuren sind bewusst nicht durchweg sympathisch – und genau das funktioniert. Zwischen den Freundinnen brodelt es, Eifersucht, alte Verletzungen und unausgesprochene Vorwürfe kommen nach und nach ans Licht. Dadurch entsteht eine dichte, fast klaustrophobische Dynamik, bei der man ständig hinterfragt: Wer spielt hier welches Spiel?

Stens Stil ist klar, präzise und atmosphärisch dicht. Sie verzichtet auf unnötige Ausschmückungen und setzt stattdessen auf gezielte Spannung und psychologischen Druck. Besonders gelungen ist das Wechselspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, das den Cold Case geschickt mit der aktuellen Handlung verknüpft.

Ein kleiner Kritikpunkt: Einige Wendungen sind für erfahrene Thriller-Leser*innen nicht völlig überraschend. Dennoch bleibt die Geschichte bis zum Ende fesselnd, vor allem durch ihr Tempo und die konsequent aufgebaute Bedrohung.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Mysteriöser Fall

Missing Page - Tödliche Worte
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Ein abgelegenes Herrenhaus, ein Sturm, der alle Wege abschneidet, und eine Gruppe ehrgeiziger Nachwuchsautor:innen – Missing Page spielt gekonnt mit genau den Zutaten, die man für einen richtig guten Mystery-Thriller ...

Ein abgelegenes Herrenhaus, ein Sturm, der alle Wege abschneidet, und eine Gruppe ehrgeiziger Nachwuchsautor:innen – Missing Page spielt gekonnt mit genau den Zutaten, die man für einen richtig guten Mystery-Thriller braucht. Schauplatz ist ein düsteres Anwesen irgendwo in den Highlands von Schottland, und schon nach wenigen Seiten liegt diese unheilvolle, fast greifbare Spannung in der Luft.

Im Mittelpunkt steht Toni, eine 17-Jährige, die eigentlich nur an einem Schreibworkshop teilnehmen will – und sich plötzlich in einem Albtraum wiederfindet. Besonders spannend ist dabei ihre Schlafwandler-Problematik: Man weiß als Leser:in nie so genau, was real ist und was nicht. Diese Unsicherheit zieht sich durch das ganze Buch und sorgt für eine konstant unterschwellige Nervosität.

Der mysteriöse Bestsellerautor, der sein Vermögen vererben will, gibt der Geschichte einen zusätzlichen Twist. Anfangs wirkt alles noch wie ein Wettbewerb unter ambitionierten Talenten, doch schnell kippt die Stimmung. Das Personal benimmt sich seltsam, Schatten huschen durch die Flure, und mit dem Sturm wächst das Gefühl, dass niemand diesem Ort so einfach entkommen wird.

Was Missing Page besonders gut macht, ist das Spiel mit Wahrnehmung und Realität. Die Grenzen verschwimmen immer mehr – nicht nur für Toni, sondern auch für die Leser:innen. Dadurch entsteht ein Sog, der einen förmlich zwingt, weiterzulesen, weil man unbedingt verstehen will, was hier eigentlich vor sich geht.

Auch die Atmosphäre ist ein echtes Highlight: düster, klaustrophobisch und stellenweise fast schon filmisch. Man hört den Wind ums Haus peitschen, spürt die Isolation und dieses nagende Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt.

Ein kleiner Kritikpunkt: Manche Wendungen sind eher auf Effekt ausgelegt als auf vollständige logische Auflösung. Wer also Wert auf ein komplett „sauberes“ Ende legt, könnte hier leicht ins Grübeln kommen. Dafür punktet das Buch aber umso mehr mit Spannung und Stimmung.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Sommergefühle

Ein Sommer auf Malta
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"Ein Sommer auf Malta" von Marlies Ferber ist genau das, was man sich von einem perfekten Sommerroman wünscht: leicht, charmant und voller Gefühl – wie eine warme Meeresbrise an einem sonnigen Tag.

Die ...

"Ein Sommer auf Malta" von Marlies Ferber ist genau das, was man sich von einem perfekten Sommerroman wünscht: leicht, charmant und voller Gefühl – wie eine warme Meeresbrise an einem sonnigen Tag.

Die Geschichte rund um Linda beginnt mit einem Neuanfang, der viele Leser*innen sofort abholen dürfte. Nach dem Ende ihrer langjährigen Beziehung flieht sie nach Malta, um Abstand zu gewinnen und sich selbst wiederzufinden. Dieser Wunsch nach Ruhe und Klarheit wirkt authentisch und macht Linda zu einer sympathischen Protagonistin, mit der man sich schnell verbunden fühlt.

Doch natürlich kommt alles anders als geplant und genau darin liegt der Reiz dieses Romans. Die Begegnungen mit Clive, dem charmanten, aber ausgerechnet als Scheidungsanwalt tätigen Mann, sowie mit dem lebensfrohen Niko bringen frischen Wind in Lindas Gefühlswelt. Die Dynamik zwischen den Figuren ist lebendig und sorgt für viele unterhaltsame, aber auch gefühlvolle Momente. Besonders gelungen ist, dass keine der Beziehungen oberflächlich wirkt – jede bringt ihre eigene Spannung und Tiefe mit sich.

Auch Lindas Ex-Freund David sorgt für zusätzliche emotionale Verwicklungen, ohne dass die Geschichte ins Dramatische kippt. Stattdessen bleibt der Ton angenehm leicht, oft humorvoll und stets warmherzig. Marlies Ferber versteht es, ernste Themen wie Trennung und Selbstfindung mit einer Leichtigkeit zu erzählen, die nie banal wirkt.

Ein großes Highlight ist das Setting: Malta wird so lebendig beschrieben, dass man beim Lesen fast den Duft von Meer und Sonne spüren kann. Die Kulisse verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre und macht das Buch zum idealen Begleiter für den Urlaub – oder für alle, die sich einfach eine kleine Auszeit wünschen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Teil 2

Die Rätsel meines Großvaters
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Mit "Die Rätsel meines Großvaters" gelingt Masateru Konishi eine leise, berührende und zugleich spannende Fortsetzung, die weit mehr ist als nur ein klassischer Kriminalroman. Im Zentrum stehen erneut ...

Mit "Die Rätsel meines Großvaters" gelingt Masateru Konishi eine leise, berührende und zugleich spannende Fortsetzung, die weit mehr ist als nur ein klassischer Kriminalroman. Im Zentrum stehen erneut Kaede und ihr an Demenz erkrankter Großvater – ein ungewöhnliches Ermittlerduo, das mit Herz, Verstand und der Kraft von Geschichten selbst die kniffligsten Fälle angeht.

Was dieses Buch besonders macht, ist die feine Balance zwischen Rätselspannung und emotionaler Tiefe. Die einzelnen Fälle – vom verschwundenen Weihnachtsmann bis hin zu einer rätselhaften Suizidserie – sind kreativ konstruiert und bieten genug Spannung, um einen durch die Seiten zu tragen. Doch im Kern geht es um etwas anderes: um Erinnerung, Vergänglichkeit und die verbindende Kraft von Literatur.

Der Großvater, dessen Gedächtnis zunehmend verblasst, wird nicht als tragische Figur reduziert, sondern als jemand dargestellt, der durch Geschichten weiterhin Zugang zur Welt findet. Gerade die Idee, Kriminalliteratur als Werkzeug zur Problemlösung und gleichzeitig als Brücke zwischen den Generationen zu nutzen, ist ein wunderbarer erzählerischer Kniff. Kaede wiederum wächst in ihrer Rolle – nicht nur als Lehrerin, sondern auch als Enkelin, die lernen muss, loszulassen und gleichzeitig festzuhalten.

Konishis Schreibstil ist ruhig, fast poetisch, ohne dabei an Spannung einzubüßen. Die Atmosphäre ist geprägt von einer sanften Melancholie, die sich durch das ganze Buch zieht, aber immer wieder von warmen, hoffnungsvollen Momenten durchbrochen wird. Besonders gelungen ist, wie sich die äußeren Fälle zunehmend mit den persönlichen Geschichten der Figuren verweben – bis die Grenzen zwischen Ermittlungen und eigenem Schicksal verschwimmen.

Die Rätsel meines Großvaters ist ein stiller, kluger Roman, der Krimi-Elemente mit tief berührenden Themen verbindet.

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