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Veröffentlicht am 18.04.2026

solider Thriller

Safe Space
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„Safe Space“ ist mein erstes Buch dieser Autorin und es hat mir spannende Lesestunden beschert.

Anna Salomon ist forensische Psychologin, in einer glücklichen Beziehung und hat vor 6 Jahren ihre Schwester ...

„Safe Space“ ist mein erstes Buch dieser Autorin und es hat mir spannende Lesestunden beschert.

Anna Salomon ist forensische Psychologin, in einer glücklichen Beziehung und hat vor 6 Jahren ihre Schwester verloren.
In der Wohnung ihrer Schwester, zu der sie aus familiären Gründen ein angespanntes Verhältnis hatte, wurden Beweise einer blutigen Auseinandersetzung gefunden, die anhand der Blutmenge den Verdacht nahe legen, dass ihre Schwester ermordet wurde. Die Leiche wurde aber nie gefunden.Anna hat aus genau diesen Gründen Psychologie studiert und der ungeklärte Tod ihrer Schwester lässt sie nicht los.
Als sie als forensische Psychologin in einem Hochsicherheitsgefängnis in Köln anfängt, hat sie nur einen Beweggrund, den Mörder ihrer Schwester zu finden, den sie hier vermutet.Doch auch der Mörder hat einen Plan und so beginnt ein Katz und Maus Spiel mit offenem Ende.

Die Idee des Buches ist wirklich gelungen und das Buch hält das Spannungstempo auch relativ stabil über das Buch hinweg.Am Ende kommt es sogar zu einem Showdown. Allerdings fand ich das Ende etwas dick aufgetragen und ein wenig konstruiert. Anna als Protagonistin fand ich etwas blass und nicht immer überzeugend.
Trotzdem ist es ein Thriller,der solide Unterhaltung bietet und wenn man sich an diesen aufgezählten Dingen nicht stört ,auch wirklich Spaß macht zu lesen.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

tolle Biographie

Der Retter der Mütter
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Das Buch „Der Retter der Mütter“ von Peter Gardos, erschienen im @hoffmannundcampeverlag, ist der biographische Roman des ungarischen Arztes Philipp Semmelweis (1818-1865) der die Ursache des Kindbettfiebers ...

Das Buch „Der Retter der Mütter“ von Peter Gardos, erschienen im @hoffmannundcampeverlag, ist der biographische Roman des ungarischen Arztes Philipp Semmelweis (1818-1865) der die Ursache des Kindbettfiebers entdeckte und posthum als „Retter der Mütter „bekannt wurde.
Semmelweis studierte in Pest und Wien Medizin und trat 1846 seine Assistenzstelle unter Johann Klein in der 1. Geburtshilfeabteilung des Allgemeinen Krankenhauses in Wien an. Dort grassiert das Kindbettfieber und tötet fast jede zweite Frau. Semmelweis findet schnell heraus, dass auf der Geburtsstation, auf der nur Hebammen die Geburten unterstützen, die Sterblichkeitsrate erheblich niedriger ist. Anhand vieler Obduktionen, die er vornimmt, erfährt er, dass es sich um entzündliche Prozesse handelt, die zum Tod führen.Als dann ein Freund von ihm stirbt, der ihm bei den Sektionen assistierte und sich dabei eine Wunde zuzog, findet er den Zusammenhang mit dem Leichengift.Er schließt daraus, dass die Ärzte die Überträger sind, die den Frauen den Tod bringen. Er ist dann derjenige, der auf seiner Station das erste Mal eine Desinfektion der Hände mit einer Chlorkalklösung einführt, die auch zum Erfolg führt. Die Sterberate geht zurück. Doch trotz unbestreitbarer Erfolge weigern sich Krankenschwestern und Ärzte diese Praxis durchzuführen. Neid, Bequemlichkeit, Kompetenzstreitigkeiten, aber auch offener Hass von Seiten eines Freundes sind die Gründe und so geht das Sterben weiter.
Semmelweis setzt sich sein Leben lang dafür ein, seine Untersuchungen zu veröffentlichen und zu verbreiten, stößt dabei allerdings an Grenzen, weil er „nicht in der Lage des richtigen Wortes ist“. Er tut sich schwer zu formulieren und die Ergebnisse zu Papier zu bringen. Doch sein Leben widmet er der Aufgabe für den Schutz der Frauen zu kämpfen.Bis zur psychischen Erschöpfung, die ihm dann später auch zum Verhängnis wird und sein tragisches Ende zur Folge hat.
Nach seinem Tod wird er von Robert Koch, der als der Begründer der modernen Bakteriologie und Pionier der Infektforschung gilt und 1905 den Nobelpreis in Medizin erhielt, als einer der größten Ärzte der Welt und für ihn der Wegbereiter zu seinem Erfolg beschrieben.
Peter Gardos‘ Buch ist eine gründliche Recherche vorangegangen. Er beschreibt Semmelweis als charakteristisch starke Persönlichkeit, der seinen einsamen Kampf mit Intelligenz und Hartnäckigkeit führt, aber schüchtern im Auftreten ist und wenig geeignet wissenschaftliche Texte zu schreiben. Den Umständen seines tragischen Todes wurde zu Anfang widersprochen, doch eine Exhumierung ( 1963) unterstreicht die hier geschilderte Hypothese.

Der Schriftsteller hat mit diesem Buch eine ebenso geschichtlich interessante, wie dramatische Lebensgeschichte geschrieben, die zwar ein paar Längen hat, mir aber trotzdem sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Tragikkomödie

Evil Grandma
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„Evil Grande“ von Line Baugsto erschienen im @rowohltverlag war ein Buch das mir gut gefallen hat, bei dem ich mir aber etwas anderes erwartet hatte.

Beginnen tut es genauso , wie ich es erwartet habe. ...

„Evil Grande“ von Line Baugsto erschienen im @rowohltverlag war ein Buch das mir gut gefallen hat, bei dem ich mir aber etwas anderes erwartet hatte.

Beginnen tut es genauso , wie ich es erwartet habe. Mona, 65 Jahre jung, erfährt , dass sie Großmutter wird. Die normale Reaktion wäre jetzt ja die, dass die potentielle Oma in Freudentränen ausbricht, ihren Sohn und Schwiegertochter umarmt und im selben Atemzug schon das Strickzeug auspackt, um das Enkelkind zu bestricken.
Doch Mona entspricht nicht dem „normalen“ Bild einer werdenden Oma. Statt Freudentränen in den Augen, bekommt sie eine mittelschwere Panickattacke mit Blutdruckspitzen vom 245/130 mmHg. Was ist nur los mit ihr?
Als dann noch die werdenden Eltern wegen eines Wasserschadens in der eigenen Wohnung, für einige Wochen zu Mona ziehen, spitzt sich die Situation zu. Mona überlässt dem Paar ihr Schlafzimmer samt leergeräumten Kleiderschrank und quält sich im schmalen Bett des Gästezimmers durch die Nächte. Das Verhältnis zur Schwiegertochter, die ein verwöhnter Fratz und immer nur am nörgeln ist, trägt nicht unbedingt zur Entspannung der Situation bei. Als Mona dann noch erfährt, dass ihre Schwiegertochter einen Instagram Account betreibt, auf dem sie Mona als unsympathische unsensible Großmutter darstellt, hat Mona den Kaffee auf.
Sie hat sich ihren Ruhestand anders vorgestellt, als ihre letzten schönen Jahre als Kindermädchen für ihr Enkelkind zu verbringen und wenn man sie schon als „evil grandma“ darstellt, dann will sie dem Bild auch gerecht werden. Sie lässt sich einen eigenen Instagram Account von der Tochter ihrer Freundin Annemor, mit denen sie ein Wochenende in den Bergen verbringt , erstellen und ist fortan das „Grandmamonster“das allen Vorurteilen und Darstellungen gerecht wird.

Ich habe das Buch gerne gelesen und habe mich zu Anfang köstlich amüsiert über Mona, aber auch über so manche Situationskomik. Doch die Tonart des Buches änderte sich im Laufe des Lesens. Die locker flockige Geschichte veränderte sich immer mehr hin zur Kritik an Sozial Media und seinen Auswirkungen. Monas Schwiegertochter wird zur Mami Influencerin mit allen dazugehörigen Auswüchsen.
.Sie postet jeden Schritt ihrer Schwangerschaft, beschreibt ihre Wohnsituation bei der Schwiegermutter, ohne Rücksicht auf Gefühle und ohne Monas Einverständnis und schreckt nicht davor zurück , Mona vorzuführen,veranstaltet eine Genderparty auf der Mona zwar vorbereiten darf, aber ihr nichts recht machen kann, bis ihr der Kragen platzt.

Line Baugsto trifft den Zeitgeist in ihrem Buch, übt unterschwellige Kritik am heutigen Umgehen mit Sozial Media, was Mobbing angeht, aber auch die Oberflächlichkeit, die das Ganze begleitet und bringt den Leser zum Nachdenken, aber auch zum Lachen.Aber auch die Auseinandersetzung mit dem Alter und was dies mit sich bringt, sind Themen, die ich diesem Buch entnehmen konnte.

Ein Buch, von dem ich zu Anfang dachte, dass es leichte Unterhaltung wäre, dass aber durchaus ernste Untertöne hat.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

guter Abschluss dieser Reihe

Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt
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„Der Dorfladen-Wie das Schicksal so spielt“ erschienen bei @penguinrandomhouse ,ist der der dritte Teil der Dorfladen Reihe, die in einem kleinen Dorf im Taunus spielt. Und der mich wieder gut unterhalten ...

„Der Dorfladen-Wie das Schicksal so spielt“ erschienen bei @penguinrandomhouse ,ist der der dritte Teil der Dorfladen Reihe, die in einem kleinen Dorf im Taunus spielt. Und der mich wieder gut unterhalten hat.

Wir treffen wieder auf altbekannte Personen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, ihren Leben weiter zu folgen und zu beobachten, wie sie sich weiter entwickeln.

Wir schreiben das Jahr 1927 und den drei Schwestern aus dem Dingelsbacher Laden stehen turbulente Zeiten bevor.
Der Dorfladen ist immer noch Dreh,- und Angelpunkt für Klatsch und Tratsch und Marthas Töchter stehen immer wieder mitten im Geschehen.Frieda, die Älteste will Schauspielerin werden und geht dafür nach Bochum. Ida absolviert als einzige aus der Familie das Gymnasium, gefährdet ihren Abschluss aber, weil sie sich in den falschen Mann verliebt, der sich bei der KPD politisch engagiert. Und gerade die bravsten und angepasstere von allen, Herta,sorgt für eine Überraschung, die das Geraune in der Dorfgemeinschaft lauter werden lässt.

Ich konnte beim Lesen gleich wieder eintauchen in die Dorfgemeinschaft im Taunus, hatte Spaß daran zu erleben, wie das Leben der drei Schwestern für Aufruhr sorgte und die Dorfgemeinschaft empören ließ. Ich habe so manches Mal geschmunzelt und bin gespannt, ob es noch weitere Bände dieser wirklich unterhaltsamen Reihe geben wird.

Ich empfehle diese Reihe Liebhabern leichter Unterhaltung, denn diese Reihe eignet sich fantastisch um abzuschalten und sich zu entspannen.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

ein Buch das mich langsam begeistern konnte

Moosland
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„Moosland“ von Katrin Zipse, erschienen im @dumontbuchverlag , hat mich genauso langsambegeistern und verstehen lassen wie Die Protagonistin Elsa den Rhythmus des Zusammenlebens mit ihrer neuen Familie ...



„Moosland“ von Katrin Zipse, erschienen im @dumontbuchverlag , hat mich genauso langsambegeistern und verstehen lassen wie Die Protagonistin Elsa den Rhythmus des Zusammenlebens mit ihrer neuen Familie begreift und dann überzeugt ihre Entscheidung trifft.

Island war vor dem 2. Weltkrieg das ärmste westliche Land Europas. Erst mit der Stationierung der englischen und später der amerikanischen Soldaten kam etwas Wohlstand auf die Insel, an der aber meistens nur die Stadtbevölkerung partizipieren konnte. Die Bauern in den ländlichen Gegenden verloren Arbeitskräfte, weil viele Frauen mit den Soldaten die Insel und das damit verbundene ärmliche, karge und arbeitsreiche Leben verließen. Daraufhin rief die isländische. Bauernpartei auf, deutsche Frauen als Arbeitskräfte ins Land zu holen, die wohlmöglich bereit waren zu bleiben und isländische Bauern zu heiraten.Auch Elsa, die alles verloren hat, folgt diesem Aufruf und von ihrer Geschichte handelt dieses Buch.
Sie war eine der ca. 300 Esja Frauen , die 1949 von Hamburg aus mit dem Passagierdampfer „Esja“ Kurs auf Reykjavik nahmen.

Sie kommt in eine Familie, die weit weg wohnt von den bescheidenen Annehmlichkeiten des Stadtlebens. Ohne irgendwelche Sprachkenntnisse oder der Vorstellung davon, welche Art von Arbeit sie auf diesem Hof erwartet, oder welchen Widrigkeiten der Natur sie in diesem Teil Europas ausgesetzt ist,erreicht sie den Hof und verzweifelt zu Anfang an ihrer Entscheidung.
In einem ruhigen, manchmal malerischen Schreibstil beschreibt die Autorin Elsas Annäherung an diese Lebensweise und das für sie so fremde Land.

Ich habe beim Lesen oft an die vielen Menschen gedacht, die geflüchtet sind und auch hier auf eine Sprache treffen, die sie nicht verstehen und eine Kultur, die ihnen fremd ist.Wie einsam und unverstanden müssen sich viele fühlen, wie auch Elsa, denn auch auf Island waren die deutschen Frauen nicht überall willkommen.

Wie schon zu Anfang beschrieben,hat sich meine Begeisterung für das Buch erst langsam entwickelt. Die ruhige Einführung, die auch zum großen Teil durch die Sprachlosigkeit der Protagonistin gekennzeichnet war, brauchte etwas, um auf mich zu wirken.
Was mich sehr begeistern konnte, waren die Beschreibungen der Autorin zwischen der faszinierenden Schönheit der Natur und den Menschen herausfordernden Naturgewalten dieser Insel.

Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch durch seinen Inhalt und seine Schreibweise für sich einnehmen konnte und ich es Menschen empfehle, die Romane lieben, die sich Zeit geben bei der Beobachtung seiner Figuren und Handlungen und sich durch einen schönen Schreibstil auszeichnen.

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