Profilbild von Alander

Alander

aktives Lesejury-Mitglied
online

Alander ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Alander über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

interessante Idee mit kleineren Schwächen

Ruinous Creatures - Der Kuss des Phönix
0

Zuallererst: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, trotz kleinerer Schwächen. Der Schreibstil ist angenehm und einfach, wodurch sich das Buch recht schnell und flüssig lesen lässt. Ich fand es zudem ...

Zuallererst: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, trotz kleinerer Schwächen. Der Schreibstil ist angenehm und einfach, wodurch sich das Buch recht schnell und flüssig lesen lässt. Ich fand es zudem überrachend erfrischend, dass Adela und Kian, unsere Protagonisten, bereits um die 30 Jahre alt sind. Leider ist Adela allerdings etwas jünger geschrieben, wodruch mich ihr tatsächliches Alter erst einmal irritiert hat. Was mir ebenfalls gefallen hat, dass Adela eine recht schnelle Auffassungsgabe hat und alles um sich schnell erfasst und Zusammenhänge herstellt. Sie ist nicht naiv und lässt sich auch nicht für dumm verkaufen. Ich konnte ihre Gedankengängen und ihr Handeln gut nachvollziehen. Nebenbei werden Themen wie Body Positivity, gleichgeschlechtliche Beziehungen und Konsens eingewoben, ohne aufdringlich, oder deplatziert zu wirken. Es wird nicht erklärt, sondern fügt sich ganz natürlich in die Geschichte ein.

Die Idee mit den Schädeln und der Magie ist mal was neues und das, was wir von der Welt und ihrer Ordnung mitbekommen, hat mir auch gefallen. Generell hätte aber etwas mehr Worldbuilding stattfinden können, um das große Ganze noch besser greifen zu können. Stellenweise sind die Szenen schon recht düster und grausam ge/beschrieben. Mir hat das gefallen, weil es die Stimmung und die Gegebenheiten gut widergespiegelt hat, aber das sagt eventuell nicht jedem zu. Die ersten ⅔ des Buches wird sich noch relativ viel Zeit genommen, das letzte Drittel hingegen wirkt sehr gehetzt. Es passiert viel um die Geschichte zum Abschluss zu bringen, aber man hat dadurch leider keine Zeit durchzuatmen und das Geschehene zu verarbeiten. Für mich hätte die Geschichte auch sehr gut als Dilogie funktioniert. Damit hätte man dem Worldbuilding und Beziehungen zwischen den Charakteren noch mehr Tiefe geben können und der Höhepunkt der Geschichte wäre nicht so schnell abgefrühstückt worden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

liebevoll geschriebene Enemies to Lovers-Geschichte

Morrighan - Wie alles begann
0

Morrigham ist die Vorgeschichte zur Trilogie "Die Chroniken der Verbliebenen". Ich habe diese bisher noch nicht gelesen, habe sie jetzt aber auf meine Wunschliste gesetzt. Morrigham ist eine ruhige Geschichte, ...

Morrigham ist die Vorgeschichte zur Trilogie "Die Chroniken der Verbliebenen". Ich habe diese bisher noch nicht gelesen, habe sie jetzt aber auf meine Wunschliste gesetzt. Morrigham ist eine ruhige Geschichte, in der tatsächlich kaum etwas passiert und mit knapp 200 Seiten auch schnell zu lesen ist. Der Schreibstil ist angenehm. Die Illustrationen haben mir vom Stil nicht ganz so gut gefallen, aber generell finde ich solche Details sehr schön in Büchern. Die Geschichte fokussiert sich auf Morrighan und Jafir, die verschiedenen Lagern angehören. Ihre Wege kreuzen sich über die Jahre immer wieder und aus einer anfänglichen zaghaften Freundschaft entwickeln sich langsam tiefere Gefühle, die beide in große Gefahr bringen können, sollten die falschen Personen davon erfahren. Ich habe die Entwicklung der beiden wirklich genossen und fand es auch überhaupt nicht störend, dass es kaum Action gab. Auf jeden Fall hat mich diese kurze Vorgeschichte neugierig auf die Triloige gemacht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

süße Fake-Dating Romance in China

This Time It’s Real
0

Das Cover hat mich direkt angesprochen und der Klappentext hat sich nach einer humorvollen süßen Fake-Dating-Romance anghört. Ich wurde auf jeden Fall nicht entäuscht. Ich habe die ersten 2 Lapitel gebraucht, ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen und der Klappentext hat sich nach einer humorvollen süßen Fake-Dating-Romance anghört. Ich wurde auf jeden Fall nicht entäuscht. Ich habe die ersten 2 Lapitel gebraucht, um in die Geschichte und den Schreibstil reinzukommen, aber dann hat sich das Buch fast von allein gelesen. Ich mochte Eliza sehr, sie ist witzig und schlagfertig, aber leider auch sehr verschlossen. Sie frisst alles in sich rein und neigt dazu, Situationen zu zerdenken. Warum sie so ist, hat natürlich auch Gründe, die vor allem mit den sehr häufigen Umzugen zu tun haben, dass sie nirgends richtig angekommen ist, oder dazu gehört hat. Das Thema hat ihr, aber auch der Geschichte selbst mehr Tiefe und auch Ernsthaftigkeit gegeben. Auch Caz hat es nicht leicht und muss zwischen Schule, Karriere und den Erwartungen der Eltern jonglieren. Die beiden zusammen sind einfach nur Zucker. Natürlich ist es ab und zu viel Drama, bzw. gibt es sicherlich schwerwiegendere Probleme, aber mit 17/18 Jahren sind das in dem Moment Weltuntergangs-Szenarien. Ich glaube, jeder, der sich an seine Jugend zurückerinnert, kann das nachvollziehen. Alle die auf Fake-Dating stehen und Highshool-Settings mögen, werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2026

japanischer Krimi aus den 50er Jahren

Tokio Express
0

Bei Tokyo Express handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman. Mit knapp 150 Seiten ist es ein kurzweiliger Abstecher ins Japan der 50er Jahre. Man hat eigentlich nur an den nicht vorhandenen Technologien, ...

Bei Tokyo Express handelt es sich um einen klassischen Kriminalroman. Mit knapp 150 Seiten ist es ein kurzweiliger Abstecher ins Japan der 50er Jahre. Man hat eigentlich nur an den nicht vorhandenen Technologien, wie z.B. Computer und Handy, gemerkt, dass es nicht in der heutigen Zeit spielt.Es ist eher ruhig erzählt und es passiert nicht viel, dennoch hat mir das Buch gut gefallen. Die Zug-, Flug- und Schiffsfahrtzeiten haben mich teilweise etwas verwirrt, aber ich hatte Spaß beim miträtseln, wie der vermeintliche Täter die Opfer umgebracht hat und aus welchen Gründen. Einige Charaktere lernen wir aufgrund der Kürze des Romans leider wenig kennen, wodurch sie recht flach wirken. Das ist aber auch schon das einzige, was ich bemängeln würde. Wer einen klassischen Krimi für Zwischendurch sucht, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

Wenn Frauen eine Stimme bekommen

Die Sammlerin der verlorenen Wörter
0

Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. ...

Der Roman ist ruhig erzählt und ich bin sehr gut reingekommen, was für mich vor allem an dem angenehmen Schreib- und Erzählstil lag. Obwohl nicht viel passiert, hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie lebt nicht von Spannung, oder unerwarteter Wendungen, sondern von den wirklich liebenswerten Charakteren. Unsere Protagonistin lernt im Verlauf ihres Lebens die verschiedensten Personen, jeglichen Alters und gesellschaftlicher Stellung kennen und die meisten davon schließt man direkt ins Herz. Zudem konnte ich die Figuren in ihrem Denken und Handeln sehr gut verstehen, auch wenn sich meine Lebensrealität stark von ihrer unterscheidet. In ihrem Leben steht Esme vor schwierigen Entscheidungen und sie muss auch den ein oder anderen Schicksalsschlag verkraften, wo ich kurz schlucken musste, weil ich insgeheim auf glücklichere Wendungen gehofft hatte. Aber gerade das hat Esme und ihrer Geschichte mehr emotionale Tiefe gegeben und sie authentisch gemacht. Interessant fand ich auch die verschiedensten Wörter und deren Definitionen, die immer wieder eingesträut wurden.

Einen Stern ziehe ich ab, da Esme und ihr Leben recht romantisiert dargestellt werden. Esme kommt aus priviligierten Verhältnissen, wird in kein gesellschaftliches Korsett gepresst, darf ihr Leben mehr oder weniger frei gestalten und auch die Männer, die in ihr Leben treten sind für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlich in ihrem Denken. Das eher schwierige Leben als Frau zu diesen Zeiten bekommen wir eigentlich nur durch andere Charaktere mit, was ich teilweise schade finde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere