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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2026

Atmosphärisch, dichter und spannender Auftakt!

Die Tiefe: Versunken
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Darum geht es:
Vor der Ostseeküste stoßen Freizeittaucher auf ein gesunkenes Boot. Was zunächst wie ein spektakulärer Fund wirkt, entpuppt sich als grausamer Tatort, denn unter Deck liegt eine ermordete ...

Darum geht es:
Vor der Ostseeküste stoßen Freizeittaucher auf ein gesunkenes Boot. Was zunächst wie ein spektakulärer Fund wirkt, entpuppt sich als grausamer Tatort, denn unter Deck liegt eine ermordete Familie. Kommissar Tom Engelhardt übernimmt die Ermittlungen und folgt einer Spur, die ihn auf den Darß führt. Zur gleichen Zeit versucht Kryptologin Mascha Krieger, einen rätselhaften Brief zu entschlüsseln, den eine junge Ärztin kurz vor ihrem Tod erhalten hat. Nach und nach verweben sich die beiden Fälle immer stärker miteinander, während weitere Gewalttaten die Lage zuspitzen und ein komplexes Geflecht aus Motiven und Geheimnissen sichtbar wird.

Mein Leseeindruck:
Dies ist der Auftakt der dritten Trilogie um Tom Engelhardt und Mascha Krieger und gleichzeitig mein erstes Buch von Karen Sander. Ich muss zugeben, dass ich bisher noch keinen Roman der Autorin gelesen habe, doch das wird sich nach diesem starken Einstieg definitiv ändern.

Schon auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte vollkommen gepackt. Der Fall ist komplex aufgebaut und geschickt miteinander verwoben, sodass ich direkt mitten im Geschehen war. Die Spannung ist von Beginn an spürbar und hält sich konstant auf einem hohen Niveau, ohne zwischendurch nachzulassen.

Besonders gut gefallen hat mir das Ermittlerduo Mascha Krieger und Tom Engelhardt. Beide Figuren wirken authentisch und vielschichtig, mit ihren eigenen Ecken und Kanten, die sie umso greifbarer machen. Ich fand es sehr gelungen, dass nicht nur die Ermittlungsarbeit im Fokus steht, sondern auch Einblicke in das Privatleben der beiden gegeben werden. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz solcher Geschichten aus.

Die Atmosphäre ist durchgehend düster und teilweise richtig beklemmend. Beim Lesen am Abend habe ich mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich die Decke ein Stück höher gezogen habe. Diese dichte Stimmung hat mich durch das gesamte Buch begleitet und die Spannung zusätzlich verstärkt.

Auch der Schreibstil hat mich überzeugt. Die Autorin schreibt klar und flüssig, sodass sich die Seiten nahezu von selbst lesen. Die kurzen Kapitel und die verschiedenen Handlungsstränge sorgen für ein hohes Tempo und machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Der Cliffhanger am Ende hat bei mir genau das erreicht, was er soll. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht, und freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

Fazit:
4,5/5 ⭐️Ein atmosphärisch dichter und spannend konstruierter Auftakt, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Eine warmherzige, humorvolle und berührende Geschichte über Neuanfänge, Freiheit und Mut!

Dieser Sommer gehört mir
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Darum geht es:
Für die 43-jährige Charlotte war die Familie immer der Mittelpunkt ihres Lebens. Seit der Trennung von ihrem Mann vor einem Jahr und der bevorstehenden Scheidung ist nichts mehr wie zuvor. ...

Darum geht es:
Für die 43-jährige Charlotte war die Familie immer der Mittelpunkt ihres Lebens. Seit der Trennung von ihrem Mann vor einem Jahr und der bevorstehenden Scheidung ist nichts mehr wie zuvor. Ihre beiden Töchter sind im Ausland und Charlotte sieht sich plötzlich mit einer ungewohnten Leere konfrontiert. Zum ersten Mal seit langer Zeit weiß sie nicht, welchen Weg sie einschlagen soll.

In dieser Phase der Orientierungslosigkeit gewinnt sie neue Freiräume. Sie verbringt wieder mehr Zeit mit ihren Freundinnen Sam und Ava und beginnt, ihr Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Schließlich fasst sie einen mutigen Entschluss: Sie will einen Neuanfang. Spontan zieht sie in eine WG in ein kleines Tiny House am See und übernimmt eine Bar in der Lüneburger Altstadt.
Charlotte fällt es zunächst schwer, ihre neue Freiheit zu genießen. Und dann ist da auch ihr Nachbar Mo, ein charmanter und hilfsbereiter Kioskbesitzer, der ihr Interesse weckt, aber zugleich ein Geheimnis zu haben scheint. Trotz aller Zweifel bleibt Charlotte entschlossen. Dieser Sommer gehört ihr. Sie will herausfinden, wer sie ist und wie sie ihr Leben künftig führen möchte.

Mein Leseeindruck:
Ich habe den Roman wieder total gerne gelesen. Besonders gefallen hat mir, dass wir nicht nur die Perspektive der 43-jährigen Charlotte erleben, sondern auch die ihrer 16-jährigen Tochter Leni, die ihr Auslandsjahr in England verbringt.

Es war spannend zu sehen, wie sich ein Teenager fühlt und denkt, und gleichzeitig die Sicht einer Frau Mitte 40 mitzuerleben. Die Autorin hat diese beiden Welten wunderbar miteinander verwoben, und ich fand es richtig schön, die Parallelen und Unterschiede zu entdecken. Die Geschichte von Leni in England war dabei so süß erzählt, dass sie einem sofort ans Herz wächst.

Charlotte hat sich im Laufe des Romans sehr entwickelt, und es hat mir gefallen, sie auf diesem Weg zu begleiten. Ihre Unsicherheiten, ihre kleinen Schritte in die Freiheit und ihr Mut, ihr Leben neu zu gestalten, wurden so authentisch und berührend dargestellt.

Der Roman ist voller Humor, ich musste oft lachen, aber gleichzeitig steckt eine tiefgründige Ernsthaftigkeit dahinter, die alles sehr stimmig macht. Am Ende habe ich das Buch zufrieden zugeschlagen und das Gefühl gehabt, eine schöne, rundum gelungene Geschichte gelesen zu haben.

Fazit:
4,5/5 ⭐️ Eine warmherzige, humorvolle und berührende Geschichte über Neuanfänge, Freiheit und Mut, das Leben selbst in die Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Hat mit Klarheit und emotionaler Kraft beeindruckt.

Unterwasserblau
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Darum geht es:
Jessica und Ingwer sind seit zwanzig Jahren ein Paar und verbringen ihren Hochzeitstag im Spreewald mit Ingwers Familie. Dort erlebt Jessica Tage voller Wärme und Vertrautheit, mit Paddeltouren, ...

Darum geht es:
Jessica und Ingwer sind seit zwanzig Jahren ein Paar und verbringen ihren Hochzeitstag im Spreewald mit Ingwers Familie. Dort erlebt Jessica Tage voller Wärme und Vertrautheit, mit Paddeltouren, Ausflügen, dem Geburtstag der Schwiegermutter und gemeinsamen Grillabenden. In dieser Familie fühlt sie sich angekommen, geborgen und angenommen. Ganz anders als in ihrer eigenen Herkunftsfamilie, in der sie ohne Liebe aufgewachsen ist. Dort bestimmten Schweigen und harte, verletzende Worte den Alltag. Als sie die Nachricht vom Tod ihres Vaters erhält, wird sie abrupt aus dem Idyll gerissen und muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

Mein Leseeindruck:
Was die Autorin Petra Hucke hier geschrieben hat, hat mich tief beeindruckt. Besonders die Gegenüberstellung zwischen der liebevollen Schwiegerfamilie und der emotionalen Kälte ihrer eigenen Familie habe ich als sehr stark empfunden. Die Figur der Mutter ist dabei eindringlich und erschütternd gezeichnet. Hart, abweisend und verletzend, ohne je Liebe zu zeigen. Beim Lesen wurde für mich spürbar, wie sehr eine Kindheit ohne Zuneigung einen Menschen prägen kann.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sehr uns unsere Herkunft formt und ob es möglich ist, sich davon zu lösen. Diese Thematik zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman und verleiht der Geschichte Tiefe und Kontinuität.

Die emotionale Wucht des Romans hat mich oft überrascht. Immer wieder gab es Stellen, die mich schockiert und sprachlos gemacht haben. Mehr als einmal saß ich mit offenem Mund da, weil ich so entsetzt war über das Gelesene. Die direkte, schonungslose Sprache hat das noch verstärkt und das Buch zu einem sehr intensiven Leseerlebnis gemacht.

Fazit:
4,5/5 ⭐️ Ein eindringlicher, schonungsloser Roman über familiäre Prägung, der tief bewegt, lange nachhallt und durch seine Klarheit und emotionale Kraft beeindruckt.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Eine leise, atmosphärische und tief berührende Geschichte!

Das Salz in der Luft
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Darum geht es:
Die fast hundertjährige Inge reist mit ihrer Urenkelin Swantje nach New York. Die Stadt hat sich verändert, und doch ist sie untrennbar mit Inges Vergangenheit verbunden. Hier hat sie geliebt, ...

Darum geht es:
Die fast hundertjährige Inge reist mit ihrer Urenkelin Swantje nach New York. Die Stadt hat sich verändert, und doch ist sie untrennbar mit Inges Vergangenheit verbunden. Hier hat sie geliebt, gelebt und Verluste erlitten. Ende der siebziger Jahre nimmt ihr Leben noch einmal eine unerwartete Wendung und führt sie bis nach Sizilien. Dort beginnt sie, ihr Leben mit neuen Augen zu sehen und zu begreifen, was es heißt, loszulassen. Dennoch bleibt ihre Sehnsucht nach den prägenden Orten ihres Lebens bestehen: Föhr und Manhattan. Zwei Welten, die gleichermaßen zu ihr gehören und zwischen denen ihr Herz keinen klaren Unterschied machen kann.

Mein Leseeindruck:
Der zweite Teil der Dilogie um Inge Martensen hat mich sehr berührt und beeindruckt. Erzählt wird eine bewegende Familiengeschichte über vier Generationen, die sich zwischen Föhr, Manhattan und Sizilien entfaltet und dabei von Erinnerung, Verlust und innerer Stärke geprägt ist.
Janne Mommsen setzt 1978 an und schildert ruhig und einfühlsam, wie Inge nach dem Tod ihres Mannes Hauke ihren eigenen Weg weitergeht. Der Roman verzichtet bewusst auf große dramatische Zuspitzungen. Gerade diese leise Erzählweise verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Besonders schön ist die Sprache. Der Föhrer Dialekt ist lebendig und liebevoll eingefangen und gibt dem Roman eine warme, authentische Atmosphäre. Die Schauplätze werden so anschaulich beschrieben, dass sie beim Lesen fast greifbar werden. Föhr, Manhattan und Sizilien fühlen sich jeweils ganz eigen und stimmig an. Am Ende hat mich die Geschichte sehr bewegt. Ich musste sogar ein kleines Tränchen verdrücken. Inge Martensen ist eine beeindruckende Frau, deren Lebensweg lange nachklingt. Janne Mommsen gelingt es, daraus eine ruhige, berührende und zugleich kraftvolle Erzählung zu machen.

Fazit:
4,5/5 ⭐️Eine leise, atmosphärische und tief berührende Geschichte, die noch lange im Herzen bleibt.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Solider Thriller mit starkem Plot

Der Trailer
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m Mittelpunkt steht ein Fall, der fünfzehn Jahre zurückliegt. Eine Studentin verschwindet in den Ardennen spurlos, zuletzt gesehen auf einem abgelegenen Campingplatz. Bis heute gibt es keine Antworten. ...

m Mittelpunkt steht ein Fall, der fünfzehn Jahre zurückliegt. Eine Studentin verschwindet in den Ardennen spurlos, zuletzt gesehen auf einem abgelegenen Campingplatz. Bis heute gibt es keine Antworten. Als ein True Crime Podcast den Fall wieder aufgreift, geraten die Ereignisse erneut ins Rollen und es bleibt nicht bei der Vergangenheit.

Der Autor arbeitet mit kurzen Kapiteln und erzählt aus verschiedenen Perspektiven, vor allem aus Sicht der Kommissarin Frieda Stahnke, die die Vermisste kannte, und von Wout, der damals vor Ort war und lange geschwiegen hat. Durch die ständigen Wechsel der Perspektiven und Schauplätze bleibt die Spannung durchgehend hoch.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Vergangenheit und Gegenwart greifen gut ineinander und die zentrale Frage begleitet einen die ganze Zeit: Was ist damals wirklich passiert? Ich habe viel mitgerätselt, hatte aber bis zum Schluss keine richtige Idee und wurde vom Ende komplett überrascht.

Besonders gefallen hat mir die düstere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Die Figuren sind gut gewählt. Mit Wout bin ich anfangs nicht ganz warm geworden, aber im Verlauf der Geschichte hat sich das deutlich geändert.

Für mich ein guter, solider Thriller mit starkem Plot, den ich sehr gerne gelesen habe. Der zweite Teil liegt bereits bereit und wartet darauf, gelesen zu werden.

PS: Lest unbedingt das Nachwort von Linus Geschke. Ich finde es sehr gelungen, dass der Autor hier eine wichtige Thematik aufgreift und in die Geschichte einfließen lässt.

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