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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2026

Nicht nur für Kinder spannend

Exoplaneten
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Was ist überhaupt ein Exoplanet, welche Arten gibt es, wie werden sie entdeckt und wäre auf ihnen wohl Leben möglich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieses Sachbuch für Kinder, das durchaus auch Erwachsene ...

Was ist überhaupt ein Exoplanet, welche Arten gibt es, wie werden sie entdeckt und wäre auf ihnen wohl Leben möglich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich dieses Sachbuch für Kinder, das durchaus auch Erwachsene anspricht und denen, die sich mit Astronomie bislang nicht auseinandergesetzt haben, auf bunte und ansprechende Art einiges an Wissen vermittelt.
Dazu nutzt die Autorin die großartigen Illustrationen von David Miles, die mit satten Pop-Art-Farben und geometrischen und lebendigen Mustern, abstrakte Konzepte leichter verständlich machen und erklären.
Das Buch richtet sich an jüngere Leser ab 10 Jahren und schafft es, ein komplexes wissenschaftliches Thema sowohl verständlich als auch wirklich faszinierend zu vermitteln.
Für die Komplexität des Themas ist das Buch verhältnismäßig knapp gehalten, was jedoch auch einen Vorteil bietet, da es dadurch nicht überfordert, was für einen Einstieg in das Thema ausreichend ist. Am Ende des Buches findet sich ein Glossar, das wissenschaftliche Begriffe erklärt, ohne den Lesefluss des Haupttextes zu unterbrechen.

Veröffentlicht am 26.08.2025

Weniger durch den Alltag hetzen

Die Sekundenochs
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Ein tolles Buch, das sofort nach dem Auspacken gelesen werden musste, und dann noch einmal zum Einschlafen und am Liebsten morgens nochmal, aber da war keine Zeit zum Trödeln
Das schöne bunte Cover ist ...

Ein tolles Buch, das sofort nach dem Auspacken gelesen werden musste, und dann noch einmal zum Einschlafen und am Liebsten morgens nochmal, aber da war keine Zeit zum Trödeln
Das schöne bunte Cover ist mit einem Poster umwickelt, auf dem es Vieles aus der Geschichte zu entdecken gibt. Die Geschichte selber ist vielen Eltern und Kindern aus dem Leben gegriffen, denn wenn Kinder gerne noch eine Weile herumtrödeln, weil sie grade etwas viel Interessanteres zu tun haben (oder eben auch mal gar nichts), als Anziehen oder Zähneputzen drängen die Erwachsenen immer zur Eile, weil der Tag so vollgepackt ist und Zeit knapp ist.

Davon kann auch Smilla ein Lied singen, ständig heißt es schnell, schneller, rucki-zucki, ratzfatz, dalli-dalli oder hoppi-galoppi. Und dann taucht auf einmal Tjörge unter ihrem Bett auf, der sein ganzes Leben mit herumtrödeln, aufschieben und langsam machen verbracht hat. Tjörge ist ein Sekundenoch und weil er erstmal nicht mehr nach Hause kann, wirbelt er Smillas Leben gaaaanz langsam durcheinander.

Die Sekundenochs ist ein wunderbares Buch mit tollen Zeichnungen zu den kurzen Texten, das verdeutlicht, wie wichtig es ist, nicht nur durch den Alltag zu Hetzen, sondern sich auch mal Zeit zu nehmen um alles um sich herum viel intensiver wahrzunehmen.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

Solide Krimikost

Mord stand nicht im Drehbuch
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„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist ein klassischer Who-dunnit Detektivroman mit einem interessanten Ermittlerpaar, in das der Autor sich selbst als Charakter einbringt und die Grenzen zwischen seinem realen ...

„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist ein klassischer Who-dunnit Detektivroman mit einem interessanten Ermittlerpaar, in das der Autor sich selbst als Charakter einbringt und die Grenzen zwischen seinem realen Leben und der Fiktion verwischt.

Das Ermittlerduo aus Privatdetektiv und Schriftsteller, das bereits zum vierten Mal in einem Buch von Anthony Horowitz ermittelt, steht zu Beginn des Buches am Ende seiner Zusammenarbeit, weil Horowitz keine Lust mehr hat, ein weiteres Buch über den verschlossenen und eigenwilligen Hawthorne zu schreiben.

Dann allerdings wird Horowitz des Mordes an einer Theaterkritikerin namens Harriet Throsby beschuldigt, die eine vernichtende Kritik über ein Theaterstück von Horowitz geschrieben hat.

Hawthorne übernimmt den Fall, um Horowitz' Unschuld zu beweisen. Im Laufe der Ermittlungen tauchen sie in die Welt des Theaters ein und decken Geheimnisse, Rivalitäten und verborgene Motive unter den Schauspielern und der Crew des Stücks auf. Hawthornes scharfe Beobachtungsgabe bringt neue Aspekte und am Ende die Auflösung des Falles hervor.

Die Dynamik zwischen Hawthorne und Horowitz, die den Reiz der ersten drei Bücher ausmachte, kommt meiner Meinung nach in diesem Teil ein wenig zu kurz, da Horowitz seine eigenen Gedanken aufgrund des Zeitdrucks, unter dem die Ermittlungen stehen, nicht so sehr entfalten kann. Dadurch entsteht der Eindruck, dass er Hawthorn bei der Lösung des Falles nur hinterhertrottet.

Obwohl Teil vier schwächer ist als die Vorgänger, ist die Geschichte spannend und wendungsreich und lässt am Ende auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen.

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Veröffentlicht am 07.10.2023

Fantasievoll, spannend und ungewöhnlich

Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit
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Dieses Buch hat auf den ersten Blick alles, was ein Buch braucht, um neugierig zu machen: Ein tolles Cover, einen etwas einsamen, liebendwert schüchternen Protagonisten, mit dem man mitfühlt und ein spannendes ...

Dieses Buch hat auf den ersten Blick alles, was ein Buch braucht, um neugierig zu machen: Ein tolles Cover, einen etwas einsamen, liebendwert schüchternen Protagonisten, mit dem man mitfühlt und ein spannendes Thema, in diesem Fall das Zeitreisen. Zudem spielt die Handlung in New York City, ein großartiger Ort für geheimnisvolle Geschichten.
Bereits auf den ersten Seiten entfaltet sich die Geschichte, als ein geheimnisvoller Fremder mit einer Schneekugel in der Hand in der Bäckerei von Adams Onkel auftaucht, bei dem der zwölfjährige seit dem Tod seiner Eltern vor einigen Jahren lebt.
Dieser Fremde prophezeit Adam, dass ihn fantastische Abenteuer erwarten und dass er auf den Dachboden gehen soll. Dort findet er die Schneekugel, die der Fremde in der Hand gehalten hat und mithilfe dieser Schneekugel reist er in die Vergangenheit, wo er neue Freunde findet und einiges über die Zeit erfährt. Alle seine Zeitreisen scheinen zusammenzuhängen und langsam begreift Adam, dass man die Vergangenheit nicht ändern kann, weil sich damit auch die Gegenwart anders zusammenfügt.
Die Geschichte ist nicht ganz das, was ich erwartet habe, aber eine schöne Geschichte über Freundschaft und Verantwortung, die für jüngere Leser vielleicht ein wenig zu komplex ist. Die Altersempfehlung ab 10 Jahren finde ich daher etwas zu niedrig angesetzt und würde es eher ab 12 Jahen empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.02.2023

Schöne neue Arbeitswelt?

Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?
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Die Autorin spricht in ihrem Buch wichtige Themen an und regt zum Nachdenken über unsere Arbeitswelt an, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung und sicherlich auch durch die Pandemieerfahrungen ...

Die Autorin spricht in ihrem Buch wichtige Themen an und regt zum Nachdenken über unsere Arbeitswelt an, die sich durch die fortschreitende Digitalisierung und sicherlich auch durch die Pandemieerfahrungen 2020/2021 stark verändert hat. Das tut sie interessant und gut verständlich, das Buch lässt sich sehr gut lesen.
Viele vermeintliche Vorteile der schönen neuen Arbeitswelt sind eben auch nicht nur positiv zu betrachten, ständige Erreichbarkeit sorgt für eine Verschiebung der Work-Life-Balance, die häufig erst wahrgenommen wird, wenn man dem Hamsterrad nicht mehr entrinnen kann.
Die Arbeitswelt befindet sich in einem permanenten Wandel, der unbemerkt immer stattfindet, Krisen, egal ob Klimakrise, Pandemien oder Wirtschaftskrisen verstärken nur die Wahrnehmung auf bestehende Schieflagen.
Nicht nur die aktuell auf den Arbeitsmarkt drängende Generation verlangt andere, bessere Arbeitsbedingungen, auch ältere Beschäftigte fragen sich nach Jahrzehnten im häufig unterbezahlten Job, ob die 40-Stunden-Woche noch zeitgemäß ist.
Doch es wird auch klar, dass wir in einer Zweiklassengesellschaft leben, in der es sich ein Teil leisten kann, im Homeoffice zu arbeiten, während ein großer Teil dafür sorgt, dass Krankenhäuser, Gastronomie, das Transportwesen oder Paketdienste funktionieren.
Sarah Weber beleuchtet aktuelle Entwicklungen nicht nur in Deutschland (Gestiegene Arbeitslast, Burnout, Kündigungswelle, Viertagewoche) und zeigt Lösungsansätze, über die nachzudenken sich lohnt, auch wenn es auf den ersten Blick überrascht, dass kürzere Arbeitszeiten zu mehr Effektivität führen können.

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