Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Hallig Teil 2

Die Halligfischerin
0

Brar kommt mit seiner Freundin auf die Hallig, um dort ein Jahr als Vogelwart zu arbeiten. Doch seine Freundin kommt mit dem Leben dort nicht zurecht und trennt sich von ihm. Ab und zu kommt Lena vorbei, ...

Brar kommt mit seiner Freundin auf die Hallig, um dort ein Jahr als Vogelwart zu arbeiten. Doch seine Freundin kommt mit dem Leben dort nicht zurecht und trennt sich von ihm. Ab und zu kommt Lena vorbei, die für die gleiche Organisation arbeitet. Die beiden kennen sich von früher und Lena ist schwer in Brar verliebt. Doch aufgrund von Missverständnissen finden sie sich nicht. Er erhält Unterstützung von seiner Nachbarin Ines. Sie erzählt ihm viel aus ihrem Leben.

Das Buch ist eine Fortsetzung des ersten Teils. Allerdings ist hier zumindest der Titel irreführend, denn Ines, um die es die meiste Zeit geht, hat so gut wie nicht als Halligfischerin gearbeitet. Stattdessen war sie lange in einem Hotel tätig. Ihr Leben hat viele tragische Seiten und bringt einige Überraschung auch für Brar. Allerdings war schon kurz nach Beginn der Geschichte absehbar, wie die beiden zusammenhängen. Das hat die Spannung etwas vorweggenommen, auch wenn die Geschichte selbst dann noch einiges Neues brachte. Insgesamt war das Buch gut lesbar.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2026

Wird spannender

Der Mentor
0

Durch ein Unwetter werden im Wald eher zufällig zwei Frauenleichen gefunden. Sie wurden grausam ermordet und tragen im Nacken eingeritzte Zahlen. Doch diese sind nicht fortlaufend und so vermutet die Polizei, ...

Durch ein Unwetter werden im Wald eher zufällig zwei Frauenleichen gefunden. Sie wurden grausam ermordet und tragen im Nacken eingeritzte Zahlen. Doch diese sind nicht fortlaufend und so vermutet die Polizei, dass es noch weitere Leichen gibt. Das tritt auch ein. Die Ermittler erhalten Hilfe vom LKA München. Die Ermittlungen verlaufen nicht einfach und die Spur führt zu einer Studentenvereinigung. Doch noch immer werden junge Frauen vermisst und das Morden geht weiter

Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit dem Buch. Für meine für mich ging es gerade in den Zeitsprüngen ein bisschen zu sehr hin und her und das war mir zu viel. Im Laufe des Buches und der Ermittlungen besserte sich das allerdings sehr und je mehr die ganze Sache dem Ende zugeht, desto spannender wird es auch. Es werden eine Reihe Verdächtiger präsentiert und durch den Wechsel der Perspektiven und der verschiedenen Ermittler weiß man über einen sehr langen Teil nicht, was da wirklich passiert und um was es geht und wer darin verwickelt ist. Daher kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2026

Römisches Reich von unten

Ich, Sperling
0

Carthago Nova im Römischen Reich im 4. Jahrhundert nach Christus. Das Reich zerfällt langsam und das Christentum wird als führende Religion gehandelt. Daher werden alle Bordelle geschlossen. Nur eines ...

Carthago Nova im Römischen Reich im 4. Jahrhundert nach Christus. Das Reich zerfällt langsam und das Christentum wird als führende Religion gehandelt. Daher werden alle Bordelle geschlossen. Nur eines existiert noch, denn der Besitzer ist der Bruder des Bischofs. Mit einigen Auflagen und offiziell im Verborgenen müssen vorwiegend Sklavinnen als sogenannte Wölfinnen arbeiten. Ein kleiner Waisenjunge wird aufgenommen und auch er wird später eine Wölfin werden …

Das Buch ist eigenartig und schwer zu beschreiben. Ein sehr spezielles Thema wird aus der Sicht von „unten“ – also von betroffenen Sklaven und Sklavinnen erzählt. Das Thema ist schwierig, aber der Autor schafft es, es verständlich, gut und ohne Skandale, aber mit viel Empathie und Verständnis zu beschreiben. Mir persönlich war es an manchen Stellen ein wenig zu episch. Doch man kann sich dem Sog der Zeilen schwer entziehen, auch wenn es sehr heftig wird. Es ist eine Sicht auf das Römische Reich aus sehr persönlicher, aber ganz anderer Perspektive. Das ist eine große Leistung. Allerdings war mir das Ende dann ein wenig zu schnell und nicht ganz glaubwürdig. Und mir fehlte der großen Zwischenteil, auch wenn man weiß, dass es Sperling geschafft hat. Aber was ist dazwischen passiert und was hat er gemacht? Und wie konnte er mit seinem Trauma weiterleben. Hier würde ich mir eine Art Fortsetzung wünschen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2026

Eiskalte Insel

Schneesturm
0

Cara ist die Inselpolizistin, die aber nie richtig Anschluss an die Einheimischen gefunden hat. Vor zehn Jahren starb ihr Mann bei einem Unglücksfall auf See und zu seinem Gedenken will sich die alte Freundesclique ...

Cara ist die Inselpolizistin, die aber nie richtig Anschluss an die Einheimischen gefunden hat. Vor zehn Jahren starb ihr Mann bei einem Unglücksfall auf See und zu seinem Gedenken will sich die alte Freundesclique treffen und Silvester auf der Insel verbringen. Kaum sind alle da, legt ein Schneesturm jeglichen Verkehr lahm. Die Insel ist von der Außenwelt abgeschnitten, auch Telefon funktioniert nicht. Da wird eine Leiche aufgefunden und Cara muss notgedrungen die Ermittlungen aufnehmen. Sehr schnell stellt sich heraus, dass sie die Leiche kennt und der Mörder kann die Insel noch nicht verlassen haben…

Das Buch ist ein guter Thriller. Am stärksten ist es, wenn über die Insel, die Naturereignisse und die Menschen sowie die Sitten und Gebräuche berichtet wird. In der ersten Hälfte des Berufes passiert nicht allzu viel. Verschiedene Verdächtige werden präsentiert und jeder der Freunde hat etwas zu verbergen. In der zweiten Hälfte geht es deutlich forscher zur Sache und die Ereignisse überschlagen sich teilweise. Hier wird es dann auch spannend. Allerdings hat mir das Ende nicht wirklich gefallen, hier wurde es dann doch etwas kitschig. Das hätte nicht sein müssen. Daher der Punktabzug. Ansonsten ein unterhaltsamer und gut zu lesendes Thriller

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2026

Frischer Wind

Schatten über Colonia – Ermittlungen am Rand des Römischen Reichs
0

Anwalt Quintus verteidigt einen Germanen, der unschuldig angeklagt wird. Er soll zusammen mit anderen Germanen Raubüberfälle auf Villen freier Römer und später sogar in der Stadt Colonia durchgeführt haben. ...

Anwalt Quintus verteidigt einen Germanen, der unschuldig angeklagt wird. Er soll zusammen mit anderen Germanen Raubüberfälle auf Villen freier Römer und später sogar in der Stadt Colonia durchgeführt haben. Zufällig lernt er die junge Römerin Lucretia kennen. Beide zusammen finden immer mehr Ungereimtheiten bei den Überfällen heraus und beginnen zu ermitteln. Doch damit kommen sie selbst in Lebensgefahr...


Das Buch ist eine Mischung aus Historienschmöker und Kriminalfall. Der Stil ist sehr modern und bringt frischen Wind in das Genre. Ganz nebenbei werden viele Sachverhalte ausführlich erklärt. Das muss man mögen. Mir hat das sehr gut gefallen. Auch wenn es dabei einige Kleinigkeiten gibt, die historisch zu bemängeln wären. Ein wenig hat mir auch gefehlt, dass die Gründe des "Bösewichts" kaum erwähnt und etwas zu kurz abgehandelt wurden. So ging dieser Teil nicht sehr in die Tiefe. Alles in allem ist es aber ein unterhaltsames Buch geworden, eine Fortsetzung würde ich auf jeden Fall lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere