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Veröffentlicht am 27.04.2026

Nicht nur Botanik

Ein Ort, der bleibt
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Imke fliegt nach Istanbul, um an einem Gutachten über einen alten Botanischen Garten mitzuwirken. Dieser wurde 1933 angelegt, und zwar von einem deutschen Professor, der vor den Nazis geflohen ist. Jetzt ...

Imke fliegt nach Istanbul, um an einem Gutachten über einen alten Botanischen Garten mitzuwirken. Dieser wurde 1933 angelegt, und zwar von einem deutschen Professor, der vor den Nazis geflohen ist. Jetzt soll entschieden werden, ob der Garten und die Gebäude aufgelöst werden.

Das Buch erzählt die interessante Geschichte einer wahren Begebenheit. Der Botanische Garten in Istanbul wurde tatsächlich von dem jüdischen Professor Alfred Heilbronn angelegt. Er ist vor den Nazis zusammen mit seiner Familie geflohen. Auch seine Frau ist Doktor, aber in Istanbul kann sie nur als Hausfrau arbeiten. Trotzdem ist sie unheimlich wichtig für ihren Mann. Das kommt in dem Buch sehr gut rüber. Die Geschichte in der Gegenwart konnte mich nicht so packen, auch weil ich mit Imke nicht wirklich warm geworden bin. Ihre Ängste und Marotten haben mich eher genervt. Die Geschichte in der Vergangenheit war für mich tatsächlich wesentlich interessanter. Auch wie damals in der Türkei die Wissenschaft gefördert wurde und Frauen auf einmal viele Freiheiten bekommen. Das ist gut beschrieben und deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Lustig

Widdersehen
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Die Schafherde kehrt von der Europareise zurück nach Glennkill. Doch auf der Weide erwarten sie einige eher unangenehme Überraschungen. Zum einen gibt es kaum Gras und die Weide kommt ihnen auch viel kleiner ...

Die Schafherde kehrt von der Europareise zurück nach Glennkill. Doch auf der Weide erwarten sie einige eher unangenehme Überraschungen. Zum einen gibt es kaum Gras und die Weide kommt ihnen auch viel kleiner vor. Zum anderen sind dort drei Fremdschafe und behaupten, dass es ihr Revier wäre. Und ganz am Ende verschwindet auch noch ihre Schäferin Rebecca. Die Herde begibt sich auf die Suche nach Rebecca und gerät in ein Abenteuer nach dem anderen.

Das Buch ist die Fortsetzung der beiden Vorgängerbände. Es ist mein erstes Buch der Reihe. Trotzdem hatte ich kaum Schwierigkeiten, die Geschichte zu verfolgen, auch wenn mir natürlich einige Sachen aus den Vorgängerbänden fehlen. Die Schafe sind sehr witzig beschrieben und die Abläufe aus ihrer Sicht erzählt. Das bringt sehr viel Humor, manchmal sogar relativ schwarzen Humor, aber auch viel Wortwitz. Was für einen Krimi ein bisschen arg zu kurz kommt ist die Spannung. Aber ich glaube, das kann man dem Buch verzeihen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Hallig Teil 2

Die Halligfischerin
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Brar kommt mit seiner Freundin auf die Hallig, um dort ein Jahr als Vogelwart zu arbeiten. Doch seine Freundin kommt mit dem Leben dort nicht zurecht und trennt sich von ihm. Ab und zu kommt Lena vorbei, ...

Brar kommt mit seiner Freundin auf die Hallig, um dort ein Jahr als Vogelwart zu arbeiten. Doch seine Freundin kommt mit dem Leben dort nicht zurecht und trennt sich von ihm. Ab und zu kommt Lena vorbei, die für die gleiche Organisation arbeitet. Die beiden kennen sich von früher und Lena ist schwer in Brar verliebt. Doch aufgrund von Missverständnissen finden sie sich nicht. Er erhält Unterstützung von seiner Nachbarin Ines. Sie erzählt ihm viel aus ihrem Leben.

Das Buch ist eine Fortsetzung des ersten Teils. Allerdings ist hier zumindest der Titel irreführend, denn Ines, um die es die meiste Zeit geht, hat so gut wie nicht als Halligfischerin gearbeitet. Stattdessen war sie lange in einem Hotel tätig. Ihr Leben hat viele tragische Seiten und bringt einige Überraschung auch für Brar. Allerdings war schon kurz nach Beginn der Geschichte absehbar, wie die beiden zusammenhängen. Das hat die Spannung etwas vorweggenommen, auch wenn die Geschichte selbst dann noch einiges Neues brachte. Insgesamt war das Buch gut lesbar.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Wird spannender

Der Mentor
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Durch ein Unwetter werden im Wald eher zufällig zwei Frauenleichen gefunden. Sie wurden grausam ermordet und tragen im Nacken eingeritzte Zahlen. Doch diese sind nicht fortlaufend und so vermutet die Polizei, ...

Durch ein Unwetter werden im Wald eher zufällig zwei Frauenleichen gefunden. Sie wurden grausam ermordet und tragen im Nacken eingeritzte Zahlen. Doch diese sind nicht fortlaufend und so vermutet die Polizei, dass es noch weitere Leichen gibt. Das tritt auch ein. Die Ermittler erhalten Hilfe vom LKA München. Die Ermittlungen verlaufen nicht einfach und die Spur führt zu einer Studentenvereinigung. Doch noch immer werden junge Frauen vermisst und das Morden geht weiter

Ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit dem Buch. Für meine für mich ging es gerade in den Zeitsprüngen ein bisschen zu sehr hin und her und das war mir zu viel. Im Laufe des Buches und der Ermittlungen besserte sich das allerdings sehr und je mehr die ganze Sache dem Ende zugeht, desto spannender wird es auch. Es werden eine Reihe Verdächtiger präsentiert und durch den Wechsel der Perspektiven und der verschiedenen Ermittler weiß man über einen sehr langen Teil nicht, was da wirklich passiert und um was es geht und wer darin verwickelt ist. Daher kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Römisches Reich von unten

Ich, Sperling
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Carthago Nova im Römischen Reich im 4. Jahrhundert nach Christus. Das Reich zerfällt langsam und das Christentum wird als führende Religion gehandelt. Daher werden alle Bordelle geschlossen. Nur eines ...

Carthago Nova im Römischen Reich im 4. Jahrhundert nach Christus. Das Reich zerfällt langsam und das Christentum wird als führende Religion gehandelt. Daher werden alle Bordelle geschlossen. Nur eines existiert noch, denn der Besitzer ist der Bruder des Bischofs. Mit einigen Auflagen und offiziell im Verborgenen müssen vorwiegend Sklavinnen als sogenannte Wölfinnen arbeiten. Ein kleiner Waisenjunge wird aufgenommen und auch er wird später eine Wölfin werden …

Das Buch ist eigenartig und schwer zu beschreiben. Ein sehr spezielles Thema wird aus der Sicht von „unten“ – also von betroffenen Sklaven und Sklavinnen erzählt. Das Thema ist schwierig, aber der Autor schafft es, es verständlich, gut und ohne Skandale, aber mit viel Empathie und Verständnis zu beschreiben. Mir persönlich war es an manchen Stellen ein wenig zu episch. Doch man kann sich dem Sog der Zeilen schwer entziehen, auch wenn es sehr heftig wird. Es ist eine Sicht auf das Römische Reich aus sehr persönlicher, aber ganz anderer Perspektive. Das ist eine große Leistung. Allerdings war mir das Ende dann ein wenig zu schnell und nicht ganz glaubwürdig. Und mir fehlte der großen Zwischenteil, auch wenn man weiß, dass es Sperling geschafft hat. Aber was ist dazwischen passiert und was hat er gemacht? Und wie konnte er mit seinem Trauma weiterleben. Hier würde ich mir eine Art Fortsetzung wünschen.

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