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Veröffentlicht am 19.03.2021

Interessant

Allegro Pastell
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MEINE MEINUNG
Wir lernen Tanja und Jerome kennen, die eine Fernbeziehung zwischen Berlin und dem Maintal führen. Zunächst scheint das gut zu funktionieren, sie wehren sich gegen konventionelle Beziehungsmuster ...

MEINE MEINUNG
Wir lernen Tanja und Jerome kennen, die eine Fernbeziehung zwischen Berlin und dem Maintal führen. Zunächst scheint das gut zu funktionieren, sie wehren sich gegen konventionelle Beziehungsmuster und versuchen den Alltagstrott in ihrer Beziehung zu vermeiden. Alles super entspannt, alles super easy. Die Geschichte soll den Lifestyle und die Beziehungs-Dynamik der Generation Thirtysomething abbilden. Sex, Partys, Drogen, Restaurantbesuche. Alles akzeptierte Bestandteile ihres Alltags, bitte nur nicht langweilig werden.

Die Protagonisten Tanja und Jerome blieben mir als Leserin gegenüber sehr distanziert. Insbesondere Tanja erschien mir als Charakter schwer zu fassen. Ich konnte nicht unbedingt Sympathien für sie entwickeln, aber ich hatte auch den Eindruck, dass der Autor dies auch nicht unbedingt vorgesehen hatte. Jerome dagegen hatte, meiner Meinung nach, oft interessante Gedanken.

Der Schreibstil war sehr einfach gehalten, aber doch sehr speziell. Mich erinnerte die Erzählweise sehr an die Bücher der Popliteratur aus den 90er Jahren, in dem Stil von Christian Kracht oder Benjamin von Stuckrad-Barre. Das machte für mich die Besonderheit des Buches aus, da ich das Gefühl hatte, dass die Sätze trotz der Einfachheit, sehr kunstvoll gestaltet wurden.

Als ehemalige Germanistik-Studentin muss ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass dies ein Buch war, bei dem ich fortlaufend analysiert habe. Beinahe jeder Satz wurde genau unter die Lupe genommen.

„Der Film […] hatte Tanja durchaus emotionalisiert.“
(Randt (2020), S. 140)

Hier kamen mir beispielsweise die Gedanken, dass dieser Satz genauso nüchtern daherkommt, wie ich mir Tanja vorstellen würde. Absolut passend, obwohl wir hier einen auktorialen Erzähler haben und nicht aus der Ich-Perspektive geschildert wird. Sogar der Schreibstil bringt Tanjas Persönlichkeit auf den Punkt und spiegelt ihr Wesen wieder.

Dann gab es allerdings auch Stellen, die ich als eher fragwürdig empfunden habe.

„Tamara bounct wie ein Flummi durch ihr Life.“ (Randt (2020), S. 165)

Ich muss sagen, an solchen Stellen war ich sehr zwiegespalten. Ist das wirklich eine Konversation, wie wir uns das bei den 30jährigen heutzutage vorstellen können? Oder ist das doch nicht ganz so „real“ und der Autor versucht hier, den Charakter dieser Generation überzogen und überspitzt darzustellen? Was mir auch aufgefallen ist, ist das nichts unkommentiert stehen bleibt. Egal was passiert, stets folgt ein Kommentar à la ‚Jerome gefällt das‘ ‚Tanja gefällt das nicht‘. Selbst wenn es sich dabei nur um die Auswahl des Geschirrs oder der Playlist zum Weihnachtsessen handelt.

Die beiden Protagonisten arbeiten sehr angestrengt daran, nicht angestrengt rüberzukommen. Der Schein zählt hier letztendlich mehr als das Sein. Jede kleinste Kleinigkeit wird streng durchdacht und bis ins winzigste Detail geplant. Das kann auch den Leser anstrengen, aber ich muss sagen, mich hat es eher unterhalten.

FAZIT
Ich kann nicht genau in Worte fassen, was genau mich an die Geschichte gefesselt hat. Vielleicht ist ‚Fesseln‘ an dieser Stelle auch nicht richtig gewählt, aber das Buch hat mich auf jeden Fall unterhalten und interessiert. Es ist sehr eigensinnig und nur unterschwellig erkennt man die Ängste der Protagonisten, die sich damit auch einfach immer wieder selbst sabotieren. Interessant auf jeden Fall, man muss allerdings erwähnen, dass die Geschichte eher einem Bericht gleicht, als einer Geschichte mit vielen Ereignissen.

https://gedankenbuecherei.wordpress.com/

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Nicht mein Favorit

Josh and Hazel's Guide to Not Dating
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„Josh & Hazel’s guide to not dating“ war mein viertes Buch des Duos und auch dieses konnte nicht mit „The Unhoneymooners“ mithalte. Das ist und bleibt einfach mein unangefochtener Favorit. Ich mag die ...


„Josh & Hazel’s guide to not dating“ war mein viertes Buch des Duos und auch dieses konnte nicht mit „The Unhoneymooners“ mithalte. Das ist und bleibt einfach mein unangefochtener Favorit. Ich mag die Geschichten normalerweise immer sehr. Sie sind humorvoll und lustig, süß… aber mehr auch irgendwie nicht. Auch dieses hier hat mich gut unterhalten. Josh und Hazel sind tolle Protas, nur war Hazel nicht ganz meine Lieblingsprotagonistin.

Während Josh der Ruhepol in ihrer Freundschaft ist, ist Hazel überdreht, tollpatschig, quirlig und „unzähmbar“. Ständig wird betont, wie „anders als die anderen“ sie doch ist und dass sie ja niemals jemand lieben könnte, weil sie ja so laut und peinlich ist. Trotzdem war Hazel irgendwo liebenswert und grundsätzlich gibt es Bücher, in denen mich sowas mehr stört, aber das war definitiv einer der Gründe, weshalb es nicht zum Highlight gereicht hat. Die Doppeldates der beiden sind unterhaltsam und meisten schon wieder so bescheuert, dass sie einfach nur lustig sind. Neben der eigentlichen Liebesgeschichte war die Dosis der Doppeldates genau richtig und nicht nur eine kleine Nebenhandlung. Irgendwann werden natürlich aus den „Friends“ „Lovers“ (Surprise) und auch da gab es einen besonderen Twist. Den fand ich leider etwas unpassend. 😅 Sowas nervt mich ja maximal und ich glaube, damit bin ich auch nicht alleine. Aber ich will auch nicht zu viel verraten, deswegen lest selbst und lasst euch berieseln. Ein toller, unterhaltsamer Snack für zwischendurch. 3,5 ⭐️

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Veröffentlicht am 22.02.2026

War in Ordnung

Into the Abyss
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ch gebe zu, ich habe mir anfangs echt schwer damit getan... Wir bekommen eine sehr lange Einführung, in der wir Meredith kennenlernen - eine New Yorker Psychiaterin, die mit einem schweren Verlust umgehen ...

ch gebe zu, ich habe mir anfangs echt schwer damit getan... Wir bekommen eine sehr lange Einführung, in der wir Meredith kennenlernen - eine New Yorker Psychiaterin, die mit einem schweren Verlust umgehen muss und gleichzeitig eine fragwürdige Obsession für einen ihrer Patienten entwickelt. Irgendwann steigert sich das Ganze so sehr, dass sie anfängt Gabriel zu verfolgen. Ihr Schicksal ist mit dem von Gabriel verwoben und an sich hat es mir gefallen, die Hintergründe zu erfahren, die wir auch durch Rückblicke geliefert bekommen. So ganz konnte ich aber nicht nachvollziehen, wieso Meredith so auf Gabriel fokussiert ist. Der Klappentext verrät schon, dass sie besessen davon ist herauszufinden, wieso Gabriel nach dem was passiert ist, scheinbar wieder glücklich sein kann. Ich hatte aber gar nicht den Eindruck, dass sie so dermaßen traurig in ihrem Leben ist, deswegen konnte ich dieses Argument nicht so nachfühlen. 😂 Irgendwie war mir das in der Umsetzung nicht nachvollziehbar genug.

Die Handlung wurde zunehmend spannender und die ersten Fragen kamen auf. Ich hatte einige Theorien und ich muss zugeben, dass ich am Ende doch noch überrascht werden konnte und mich die Auflösung absolut überzeugen konnte. Das letzte Drittel hat super viel Spaß gemacht, aber der Weg dahin war ein wenig zu lang und zäh. Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen und die Autorin hat es auf alle Fälle drauf, eine düstere, angespannte Atmosphäre zu schaffen, sodass ich ständig das Gefühl hatte, da würde gleich ein großer Knall kommen. Ich kann das Buch also auf jeden Fall für Thriller-Einsteiger empfehlen, die Bock auf ein bisschen Nervenkitzel haben. 3,5-4 ⭐

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Unterhaltsam

Das Böse nebenan
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Der Anfang war vielversprechend. Die Autorin schafft es wunderbar, eine düstere und angespannte Atmosphäre zu schaffen. Ich hatte die ganze Zeit ein beklemmendes Gefühl und hinter jeder Seite etwas lauern ...

Der Anfang war vielversprechend. Die Autorin schafft es wunderbar, eine düstere und angespannte Atmosphäre zu schaffen. Ich hatte die ganze Zeit ein beklemmendes Gefühl und hinter jeder Seite etwas lauern gefühlt. Anfangs war es total einnehmend, nur lässt das mit der Zeit leider nach. Ich hatte etwas früher mit bedeutenden Erkenntnissen gerechnet und ab einem bestimmten Punkt wurde es etwas zäh. Die Plottwists hatten es dann in sich und einige davon fand ich toll, andere waren mir wieder zu viel. Trotzdem hat mich das Buch super unterhalten.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Süße Geschichte

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Das Buch war süß und nett für Zwischendurch. Die Grundstory war großartig und es hat so Spaß gemacht herauszufinden, was Joe sich für den jeweiligen Monat überlegt hatte. Dadurch dass wir mit Tilly ein ...

Das Buch war süß und nett für Zwischendurch. Die Grundstory war großartig und es hat so Spaß gemacht herauszufinden, was Joe sich für den jeweiligen Monat überlegt hatte. Dadurch dass wir mit Tilly ein ganzes Jahr durchleben, hat es sich ein bisschen schnell angefühlt. Viel ist oberflächlich geblieben und die Emotionen sind nicht wirklich zu mir durchgekommen. Trotzdem war die Geschichte toll und der Schreibstil ließ mich durch die Seiten fliegen. Ich fands gut, auch wenn es kein Highlight war.

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