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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2026

Spannende, aber teils auch etwas zähe Themen

Die Liebeshungrigen
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Themen wie die Auswirkungen von Medien, von Machtgeflechten, der Einfluss von Beziehungen ( sowohl amourös als auch familiär, freundschaftlich oder beruflich) und damit häufig auch verbundene (emotionale) ...

Themen wie die Auswirkungen von Medien, von Machtgeflechten, der Einfluss von Beziehungen ( sowohl amourös als auch familiär, freundschaftlich oder beruflich) und damit häufig auch verbundene (emotionale) Abhängigkeiten empfinde ich als super interessant, weswegen mich dieses Buch sehr gereizt hat.
Die Autorin schafft es insgesamt diese Themen ist ein durchaus lesenswertes Buch zu verpacken, gerade die Verbindung von Privatem und Politischem ist gelungen. Ich muss aber tatsächlich sagen, dass ich trotz der wirklich guten Beobachtungen der Autorin, nicht völlig in die Geschehnisse eintauchen konnte. Es lag vermutlich an einer Mischung verschiedener Faktoren. Da wäre zum einen Mal der Schreibstil, der zwar in seiner Abgeklärtheit an einigen Stellen wirklich passend ist, so aber durchgehend auch eine Distanz erzeugt, die leider auch nicht durch die Charakterzeichnungen wieder etwas aufgehoben werden kann. Zu oft saß ich da und habe versucht die Entscheidungen der Figuren rational und auch emotional nachzuvollziehen und bin leider gescheitert, zu gestelzt wirkt es zeitweise. Zusätzlich blickte ich auch nicht immer ganz durch, wer jetzt wann in welcher Schriftart erzählte und wann zwischendrin auch von "Außen" erzählt wurde.

Alles in Allem ein durchaus interessantes Buch über sehr spannende Dynamiken, die für mich aber leider zu sehr in der Analyse, der Abgeklärtheit verschwunden sind und so etwas von ihrer erzählerischen Spannung verloren haben.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Originelle Idee, leider zu klischeehaft umgesetzt

A Killer Crush
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Was hier versucht wurde klingt zunächst wie eine wirklich spannende und durchaus auch humorvolle Idee. Die Verbindung von Elementen aus den Bereichen RomCom, Horror und Slasher hat vom Klappentext und ...

Was hier versucht wurde klingt zunächst wie eine wirklich spannende und durchaus auch humorvolle Idee. Die Verbindung von Elementen aus den Bereichen RomCom, Horror und Slasher hat vom Klappentext und der Leseprobe her durchaus Potential.
Auch die Hauptperson Jamie, die mit beeindruckend viel Filmwissen aufwarten kann und die die Geschehnisse stets auch durch die Linse von klassischen RomCom bzw. Horror Erzähllinien betrachtet, ist durchaus gelungen. Ebenso auch die Atmosphäre, die durch das Speed-Dating, das sich plötzlich in eine ganz andere Richtung entwickelt zunächst auch eher noch humorvoll angehaucht ist, bis es dann eben kippt, ist schön beschrieben.
Mein großes Problem mit dieser eigentlich so originellen Idee, die echt Potential hat, ist die Umsetzung. Der Genre-Mix ist einfach meiner Meinung nach nicht wirklich ausgegoren. Es wird für mich zu oft auf wirklich klischeehafte Elemente zurückgegriffen, die Jamie zwar ab und an auch (selbst-) ironisch kommentiert, aber dennoch einfach die Innovation der Geschichte aus meiner Sicht etwas untergräbt.

Es ist insgesamt ein Buch, das durchaus einen Blick wert sein kann, wenn man Genre-Mixe mag und bereit ist eine gewissen Klischeebehaftung dabei in Kauf zu nehmen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Gute Ansätze, Charakterentwicklung eher naja

Zugvögel wie wir
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Der Roman erzählt von einer Frau namens Eva, die sich im Schwedenurlaub spontan dazu entschließt mit dem Fahrrad entlang des Zugweges der Kraniche nach Frankreich zu fahren und dabei viele neue Erfahrungen, ...

Der Roman erzählt von einer Frau namens Eva, die sich im Schwedenurlaub spontan dazu entschließt mit dem Fahrrad entlang des Zugweges der Kraniche nach Frankreich zu fahren und dabei viele neue Erfahrungen, auch durch außergewöhnliche Begegnungen sammelt. Außerdem soll sie sich auf dieser Reise wieder selbst neu entdecken.

Für mich persönlich war der Einstieg in dieses Buch etwas holprig, die unterschiedlichen ( scheinbar wahllos aneinandergereihten) Texte haben mich zunächst etwas verwirrt, aber im weiteren Verlauf wurde das dann noch besser. Der Schreibstil passt auch sehr gut zur Atmosphäre, die aufgebaut wird, gerade auch mit den leisen Andeutungen, die immer wieder zwischen den Zeilen gemacht werden.

Es werden viele wichtige Themen angeschnitten und was für mich u.A. auffällig war, ist die Tatsache, dass weniger die negativen Dinge wie Verlust und Versäumnisse, sondern eher die Hoffnung, die Möglichkeit auf zweite Chancen, etc. im Vordergrund stand. Und ganz zentral natürlich auch die Frage, wie man nochmal neu beginnen kann ohne Vergangenes zu verleugnen.

Was für mich aber leider ein Punkt war, der das ganze Schöne an diesem Buch etwas trübt, ist die Tatsache wie wenig charakterliche Tiefe Eva als Hauptperson hat. Gerade bei einem Roman dieser Art mit diesen Themen hätte ich mir eine deutlich stärkere Entwicklung über die Reise hinweg gewunschen. Denn so schön offene Enden auch sind, um sich selbst zu überlegen, wie es weitergehen könnte, gewissen Dingen sollten dann doch nicht im Vagen gelassen werden.

Insgesamt ein Roman, der viele wichtige Themen anspricht und auch eine schöne Atmosphäre hat, mich aber mit der Figurenzeichnung ( die hier ja eigentlich sehr wichtig ist ) nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 01.04.2026

Schöne Grundidee, verworrene Umsetzung

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Das Buch kommt zunächst von Cover und Leseprobe wie ein unterhaltsamer und zugleich nachdenklicher Liebesroman über die Frage, wie sehr kleine Entscheidungen ein ganzes Leben verändern können, daher. Es ...

Das Buch kommt zunächst von Cover und Leseprobe wie ein unterhaltsamer und zugleich nachdenklicher Liebesroman über die Frage, wie sehr kleine Entscheidungen ein ganzes Leben verändern können, daher. Es sollen anhand der Geschichte von Jules und Adam Themen wie Romantik, Zeitreisen und auch allgemeine Alltagssorgen miteinander verbunden werden.

Dazu werden die Geschehnisse im Wechsel aus beiden Perspektiven erzählt. Nur leider blieben die beiden Charaktere für mich über die gesamte Geschichte hinweg eher unnahbar und unsympathisch. Ich wurde einfach nicht warm mit diesem Ehepaar.

Das zentrale Gedankenexperiment ( und später dann ja auch real werdend) ist grundsätzlich super interessant: Was wäre, wenn man die Vergangenheit noch einmal anfassen und neu ordnen könnte? Und so ein wenig zieht das Buch daraus auch seine ( leider nur wenigen) starken Momente, es regt teils zum Nachdenken über verpasste Chancen, egal ob in der Liebe oder in anderen Bereichen des Lebens an. Aber die Entwicklungen, die mit diesem Element vorangetrieben werden, wirken an einigen Stellen leider sehr konstruiert und klischeebehaftet. Und leider trägt der an manchen Stellen sprachlich doch etwas sehr überladene Schreibstil nicht gerade dazu bei, dass man sich gut im Buch selbst zurecht findet.

Insgesamt sicherlich ein Buch, das Menschen, die Romane über zweite Chancen und das große "Was wäre wann ?" gefallen kann. Ich durfte an einer Leserunde hierzu teilnehmen und dabei u.A. auch herausfinden wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann. Für mich persönlich war es aber leider nichts. Das große Potential der Grundidee wurde einfach zu klischeehaft und meiner Meinung nach nicht vollständig ausgeschöpft, u.A. auch weil ich nicht mit den beiden Hauptpersonen und ihren Entscheidungen mitfühlen konnte.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Slow Slow-Burn

Summer Tides
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Starten wir zunächst mit dem Cover, was wirklich sehr passend zur Geschichte ist und sich auch sehr gut für eine ganze Reihe, immer mit zur Jahreszeit passenden Farben eignet. Auch der Farbschnitt passt ...

Starten wir zunächst mit dem Cover, was wirklich sehr passend zur Geschichte ist und sich auch sehr gut für eine ganze Reihe, immer mit zur Jahreszeit passenden Farben eignet. Auch der Farbschnitt passt mit den Möwen perfekt zur maritimen Atmosphäre, in der die Geschichte spielt.

Wir begleiten Scarlett nach St. Ives, an die Küste Cornwalls wo sie mit einem alten Strandkiosk einen Neustart, nicht nur für ihre berufliche Laufbahn sondern auch für ihre Selbstfindung starten möchte. Dabei stolpert sie über Jonah, einen Rettungsschwimmer, den das Fernweh und die Sehnsucht nach einem ungebundenen Leben antreibt. Zwischen den beiden wächst langsam eine immer stärkere Anziehung, die aber noch durch die Tatsache, dass Scarlett in London noch einen Freund hat ( der ihr aber echt nicht gut tut) und Jonah verschiedenste Gründe hat sich auf niemanden zu sehr einzulassen, erschwert und noch zusätzlich verlangsamt wird.

Und da ist tatsächlich auch mein größter Kritikpunkt an dieser Geschichte. Ich wusste ja, dass es sich um eine Slow- Burn Geschichte handelt, aber so slow hätte es dann auch nicht sein müssen. Zeitweise möchte man die beiden Hauptcharaktere einfach nur schütteln und sagen: " Jetzt kommuniziert doch mal ordentlich". Ein weiterer Punkt, der mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass super viele Themen angerissen werden, aber viele nicht zu Ende geführt werden. Ganz prominent ist da Scarletts Charakterentwicklung in der wirklich Potential gewesen wäre, die aber leider auf einem naiven Niveau stecken bleibt.

Als Auftakt einer Reihe meiner Meinung nach okay, man bekommt schonmal einen ersten Eindruck der Atmosphäre, der Menschen, etc.. Mich persönlich konnte die Liebesgeschichte hier nicht ganz abholen, dazu war sie teilweise zu zäh.

Für Personen, die Slow Burn (und dabei Betonung auf dem "Slow") mögen und bereit sind zu Gunsten einer schönen Atmosphäre, die sich über mehrere Bände hinwegzieht, einige Lücken in der Handlung zu tolerieren, ein schönes Sommerbuch.

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