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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Ab nach Cornwall

Summer Tides
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Als ich das Buchcover gesehen und den Klappentext gelesen hatte, dachte ich sofort: Hier schreit alles nach Sommer, Cozyness und Leichtigkeit.

Scarlett macht sich auf den Weg nach St. Ives in Cornwall, ...

Als ich das Buchcover gesehen und den Klappentext gelesen hatte, dachte ich sofort: Hier schreit alles nach Sommer, Cozyness und Leichtigkeit.

Scarlett macht sich auf den Weg nach St. Ives in Cornwall, um einen Strandkiosk zu eröffnen. Dafür hat sie all ihr Erspartes aufgebraucht. Doch als sie in St. Ives ankommt, ist von ihrer Vermieterin weit und breit keine Spur - ist sie einer Betrügerin aufgesessen?
Jonah ist Rettungsschwimmer in St. Ives. Als er Scarlett sieht, ist da sofort diese Anziehung zwischen ihnen. Aber er hatte andere Pläne für sein Leben, die er nicht aufgeben kann - oder?

Die Liebesgeschichte zwischen Scarlett und Jonah hat mir im Gesamten gut gefallen. Man spürt die innere Zerrissenheit und fühlt mit den Protagonisten mit. Streckenweise hatte ich das Gefühl, dass mir alles etwas „zu viel“ ist. Zu viel Drama, zu viele Probleme und gleichzeitig von dem ganzen Drumherum „zu wenig“. Zu wenig von St. Ives, zu wenig von Scarletts Freundin Emma und Jonahs Familie. Auch wenn ich fand, dass Scarletts Charakter gut ausgearbeitet war, bin ich mit ihr bis zum Ende hin nicht ganz warm geworden. Sie ist sehr naiv und dickköpfig und hatte daher auch ein Talent dafür, sich in unangenehme Situationen zu begeben. Von mir aus hätte es auch noch mehr Tiefe bei Jonah geben können, der mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Das blieb für mich etwas blass und hat sich zu schnell gelöst. Das führte dazu, dass ich mich fragte, ob das, was als sein Traum beschrieben wurde, auch sein Traum war, wirkte letztlich die Entscheidung doch halbherzig.

Die Kulisse in Cornwall schreit nach Gemütlichkeit und Wohlfühlort. Ich habe es geliebt mehr über die Umgebung zu erfahren. So schön! Davon hätte es gerne mehr geben dürfen, auch wenn das der Liebesgeschichte an sich nicht geschadet hat.

Sarah Fulmars Schreibstil macht es einem leicht, sofort in die Geschichte einzutauchen und die Kulisse vor sich zu sehen. Sie trägt uns leicht durch die Seiten und lässt uns mit den Protagonisten fühlen. Ich freue mich schon darauf, mehr von ihr zu lesen.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Zum Glück habe ich weitergelesen!

Empire of Whispers and Shadows
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Bei welchem Buch seid ihr froh, es nicht abgebrochen zu haben?

Ich bei diesem hier - Empire of whispers and shadows. Mich hat das Buch sofort angesprochen, vor allem das Assassine-Thema fand ich spannend. ...

Bei welchem Buch seid ihr froh, es nicht abgebrochen zu haben?

Ich bei diesem hier - Empire of whispers and shadows. Mich hat das Buch sofort angesprochen, vor allem das Assassine-Thema fand ich spannend. Ich erwartete zwei unerschrockene Protagonisten, die wir durch ihre tödlichen Abschlussprüfungen begleiten.

Aber erstmal kurz worum es geht: Saya und Teno kämpfen um einen der wenigen Plätze als Assassine. Eigentlich sind sie alle Rivale, doch dann werden Saya und Teno für ihre Prüfungen zusammen eingeteilt. Obwohl sie sich hassen, müssen sie nun zusammenarbeiten. Ob das gut geht?

Wie toll ist dieses japanisch angehauchte Setting? Das liegt definitiv auch an dem atmosphärischen Schreibstil der Autorin. Ich konnte mir die Szenen so gut vorstellen und hatte direkt Bilder im Kopf.

Zunächst überzeugte mich Sayas Charakter nicht. So wie sie beschrieben wurde, fragte ich mich, wie sie es überhaupt bis zu den Abschlussprüfungen geschafft hatte. Sie wirkte eher tollpatschig und führte Aktionen unbedacht aus. Bitte nicht falsch verstehen, denn an sich mochte ich Saya, aber eben nicht als Assassine. Im Laufe der Geschichte sympathisierte ich aber mehr und mehr mit ihr und verstand die Hintergründe ihrer Person.

Ich fand den Einstieg sehr fesselnd, dann nahm die Spannungskurve aber leider rasant ab. Die Prüfungen wurden zum Randthema und die Handlung plätscherte über weite Strecken nur so dahin. Ich habe das Buch nach ca. 150 Seiten zur Seite gelegt und pausiert. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es ehrlicherweise auch dort liegen lassen. Jetzt bin ich froh, dass ich weitergelesen habe. Ab der Hälfte nahm die Geschichte und Spannung wieder richtig an Fahrt auf und das blieb zum Glück auch bis zum Schluss (ab hier war es für mich ein 5 Sterne Buch). Es gab Plottwists, mit denen ich nicht gerechnet habe und fieberte mit Saya und Teno mit. Die Prüfungen sind wieder im Fokus und das Konstrukt aus Action, Magie und der Beziehung zwischen den Protagonisten halten die Spannung konstant hoch. Ich bin zum Schluss nur noch durch die Seiten geflogen. Und dieses Ende - aaaah. Jetzt habe ich definitiv Lust auf Band 2!

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Eine süße Geschichte über Freundschaft, Liebe und Basketball.

One On One
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Vor Jahren hat Annie dem Basketball den Rücken gekehrt, doch nun muss sie für einen Job zurück und trifft auf ihren alten Studienfreund: Ben Callahan. Doch dieser nimmt ihr übel, dass sie vor Jahren einfach ...

Vor Jahren hat Annie dem Basketball den Rücken gekehrt, doch nun muss sie für einen Job zurück und trifft auf ihren alten Studienfreund: Ben Callahan. Doch dieser nimmt ihr übel, dass sie vor Jahren einfach verschwunden ist. Kann Annie ihm die Wahrheit über ihren Weggang sagen?

Die Geschichte wird aus Annies Sicht erzählt, dementsprechend erfahren die Lesenden den Protagonisten Ben aus ihrer Perspektive. Je mehr sich Ben im Laufe der Geschichte öffnet, desto sympathischer wird er. Über Annie habe ich dagegen immer wieder meinen Kopf schütteln müssen. Oftmals dachte ich: „Das kann doch nicht dein Ernst sein“, aber genau das hat sie gleichzeitig authentisch gemacht. Wir Menschen verhalten uns objektiv betrachtet eben nicht immer optimal und lassen uns zu sehr von unseren Emotionen leiten.

Ich mochte die Balance zwischen den Charakteren und Themen. Der Humor hat die Geschichte leicht werden lassen, auch wenn sensible und wichtige Themen angesprochen wurden. Zwischenrein habe ich ein paar Passagen übersprungen, die es für mich nicht gebraucht hätte. Die Geschichte war insgesamt vorhersehbar und geradlinig, ohne überraschende Wendungen, aber manchmal braucht man auch genau das. Eine süße Geschichte über Freundschaft, Liebe und Basketball.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Für alle, die auf der Suche nach einer queeren poetischen und inhaltlich anspruchsvolleren Geschichte sind

Fünfundzwanzig Yards zwischen uns
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Sie erhoffen sich einen Neuanfang an der New South Wales Academy in Sydney. Charlie und Maxine, beide im selben Feldhockeyteam, werden aber schnell zu Konkurrentinnen - denn im begehrten Team der Golden ...

Sie erhoffen sich einen Neuanfang an der New South Wales Academy in Sydney. Charlie und Maxine, beide im selben Feldhockeyteam, werden aber schnell zu Konkurrentinnen - denn im begehrten Team der Golden Foxes ist nur noch ein Platz frei. Wer wird ihn ergattern und um welchen Preis?

Als ich gesehen habe, dass die Geschichte in Sydney spielt, musste ich sie sofort lesen. Die Lesenden werden in die Welt des Feldhockeys entführt, eine Sportart, die ich bisher noch nie in einem Buch gesehen habe.

Wir tauchen in die Gefühlswelten von Charlie und Maxine ein, was mir sehr gut gefallen hat. Maxines Probleme werden schnell deutlich und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist enorm. Charlie ist mitfühlend, unterstützend und eine wundervolle Freundin. Die Themen, die angesprochen werden fühlen sich durch die Augen der Protagonistinnen authentisch an und als Leser*in fühlt man sofort mit.

Mir hat auch der poetische Schreibstil sehr gut gefallen. Immer wieder wird in Metaphern gesprochen, Probleme verbildlicht und so entsteht eine Leichtigkeit in den Zeilen trotz der Schwere der Themen.

Auch wenn ich glaube, dass genau das das Ziel der Geschichte war, wurde es mir persönlich irgendwann leider etwas zu viel. Es kamen so viele (psychische) Probleme aufeinander, dass die Geschichte inhaltlich unglaublich schwer war. Es hat sich angefühlt, als würde man seinen Leserucksack ständig mit weiteren Steinen vollpacken und einen Berg hinauflaufen, ohne jemals eine Pause zu machen. Dabei hat mir zumindest ein Charakter (neben dem poetischen Schreibstil) in der Geschichte gefehlt, der die Leichtigkeit zurückgebracht hätte.

Besonders fand ich, dass jedes Kapitel mit einem passenden Taylor Swift Song startet, der einen durch das Kapitel begleitet. Für alle, die auf der Suche nach einer queeren poetischen und inhaltlich anspruchsvolleren Geschichte sind.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Diese Geschichte ist besonders

Hero
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Die Frage der Ehe ist die, mit der alles beginnt. Denn Hero hat keine Antwort auf seine Frage. Sie hat sieben Tage Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Sieben Tage, in denen sie ihre bisherigen Liebesbeziehungen, ...

Die Frage der Ehe ist die, mit der alles beginnt. Denn Hero hat keine Antwort auf seine Frage. Sie hat sieben Tage Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen. Sieben Tage, in denen sie ihre bisherigen Liebesbeziehungen, sich selbst und ihre Einstellung dazu reflektiert.

Der Schreibstil ist mal etwas ganz anderes. Sprunghaft und poetisch, was aber der schwere der Geschichte auf diese Art auch an Leichtigkeit zurückgibt. Ich würde trotzdem empfehlen zuerst in das Buch hineinzulesen, denn ich glaube, das ist nicht für jeden etwas!

Für die Entwicklung der Protagonistin hat mir ehrlich gesagt etwas Substanz gefehlt. Im Endeffekt hat sie sich in meinen Augen überhaupt nicht entwickelt, sondern einfach eine Geschichte über Fetzen ihrer Vergangenheit geschrieben, die ihre Meinung über die Stellung der Frau und sich selbst in der Gesellschaft darstellt. Wie sie selbst sagt: „Der Anfang und das Ende sind gleich“. Generell fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen.

Mir fiel es schwer, das Buch über weitere Strecken an einem Stück zu lesen und es konnte mich auch nicht so packen, dass ich das Buch sofort wieder zur Hand nehmen wollte. Dennoch mochte ich es ganz gerne. Die Sprünge zwischen den Momenten und Personen - verwirrend und gleichzeitig unglaublich passend für das Gesamtkonzept der Geschichte. Es tauchten immer wieder ähnliche Bilder auf und die Poetik ließ Raum, um die Worte mit eigenen Erfahrungen und Interpretationen auszufüllen. Mich hat die Darstellung der Art und Weise gefesselt, wie die Protagonistin sich selbst verliert (oder gerade nicht?) und zu der wird, die sie ist. Die Themen, die aufgegriffen, angerissen und mit den Wahrnehmungen der Protagonistin ausgefüllt werden sind gesellschafts- und sozialpolitisch hoch interessant. In dieser Hinsicht regt die Geschichte zum Nachdenken und vielleicht und hoffentlich auch zum Umdenken an.

Ist Liebe nicht ausreichend, auch ohne dem Ganzen den Ehestempel aufzudrücken?
„Was ist eine Frau, wenn nicht das Produkt fremder Vorstellungen?“ S. 151

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