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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Falsche Erwartungen

ZIMMER 706
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3,5

Manch ein Satz vom Cover bzw. Klappentext erwecket falsche Erwartungen, deshalb zunächst einmal die kleine Warnung: Dieses Buch behandelt die Vielschichtigkeit einer Person, die mit sich selbst in ...

3,5

Manch ein Satz vom Cover bzw. Klappentext erwecket falsche Erwartungen, deshalb zunächst einmal die kleine Warnung: Dieses Buch behandelt die Vielschichtigkeit einer Person, die mit sich selbst in einer Ausnahmesituation konfrontiert ist. Erwartet zudem keine haarsträubende Spannung, auch wenn das z.B. durch die Hotelsituation suggeriert wird.

Durch dieses Vorwort lässt sich schon ganz gut einschätzen, dass mich das Buch gerade zum Ende hin enttäuscht hat. Lasse ich diesen Aspekt weg, gibt es jedoch auch viel gutes zu nennen.
Der tiefe allumfassende Einblick in Kates Charakter ist sehr interessant gewesen. Eine so intensive und fesselnde Selbstreflexion habe ich noch nie zuvor gelesen. Durch dieses tiefes in sich gehen, hätte ich mir jedoch auch mehr Folgen für die Gegenwart gewünscht, die teils etwas kurz kam. Die „Sezierung“ von Kate erfolgt in Form von drei Zeitsträngen, die sich wunderbar ergänzt haben. Der bildliche Schreibstil hat mich dabei sehr gepackt und ich bin quasi ins Buch versunken.
Auch ist das Setting wirklich interessant gewählt und bietet viel Potential, wo hier jedoch nicht der Fokus drauf liegt.
Genauso ist das Grundthema bzw. vor allem die Perspektive spannend. Es wurde hier anders umgesetzt als ich es erwartet habe, aber es hat dennoch auf gute Weise meinen Horizont erweitert und zum Nachdenken angeregt.

Mit angepassten Erwartungen kann ich diesen Roman definitiv empfehlen, aber ich sehe weiterhin noch Luft nach oben.

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  • Cover
Veröffentlicht am 08.06.2025

Unerfüllte Erwartungen

Hello Baby
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Gesucht habe ich ein Buch welches mich mit in die Lebensrealität verschiedenster Frauen nimmt, die der Wunsch nach einem Baby vereint. Dabei hoffte ich auf offene Gespräche über ihren harten Weg sowie ...

Gesucht habe ich ein Buch welches mich mit in die Lebensrealität verschiedenster Frauen nimmt, die der Wunsch nach einem Baby vereint. Dabei hoffte ich auf offene Gespräche über ihren harten Weg sowie ein gesellschaftskritischer Blick plus daraus nachsichziehende Handlungen in Bezug auf das Thema Mutter/Kind/Familie.

Bis auf den letzten Punkt wurde über alles intensiv und schonungslos berichtet.
Dieser offene Blick hat mir sehr zugesagt. Auch mochte ich den Schreibstil gerne, da er meiner Meinung nach gut zum Buch gepasst und ein flüssiges Lesen ermöglicht hat. Des Weiteren konnte man sich sehr gut in die Frauen hineinversetzen. Denn da man in vergangene Zeit Einblicke bekommt, genauso aber die Zukunft eine große Rolle spielt, ist ein umfassendes Bild über ihr Leben möglich.

Dennoch habe ich mir mehr erhofft von dem Buch. Und zwar dass nicht „nur“ Missstände angeprangert werden, sondern dass die Frauen gerade durch ihre Gemeinschaft bzw Zusammenhalt Konsequenzen ziehen. Durch dessen Fehlen ist leider der Funken vom Buch auf mich nicht ganz übergesprungen, womöglich weil ich mich bereits mit der Thematik auseinandergesetzt habe und einige der in der Tat schockierenden Umstände keine Neuigkeiten für mich waren. Zudem fand ich das Ende ab einem gewissem Punkt sehr vorhersehbar.

Alles in allem ist das Buch dennoch eine gute Beschäftigung, da wie gesagt sehr wichtige Botschaften vermittelt wurden, die mehr behandelt werden müssen. Es hätte aber Potenzial für mehr gehabt.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Sci-Fi mit gewissem Extra

Lyneham
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Der Klappentext verhieß eine packende Handlung mit einem Wettlauf gegen die Zeit. Bekommen habe ich von diesem Buch aber weitaus mehr.

Nach und nach lernen wir aus der Perspektive von Henry sowie seiner ...

Der Klappentext verhieß eine packende Handlung mit einem Wettlauf gegen die Zeit. Bekommen habe ich von diesem Buch aber weitaus mehr.

Nach und nach lernen wir aus der Perspektive von Henry sowie seiner Mutter, Mildred, den neuen Planeten Perm kennen. Da ich ein Neuling im Sci-Fi-Genre bin, ist es mir teilweise etwas schwer gefallen all die Eindrücke eines komplett fremden Planetens mit grundverschiedenen Lebensformen etc zu einem vollständigen Bild zu verbinden. Aber auch wenn mich der ein oder andere Aspekt verwirrt hat, so hat es dem allgemeinem Lesespaß doch keinen Abbruch bedeutet, da das Grundkonzept nachvollziehbar beschrieben wurde.

Die beiden Perspektiven halten auf ihre Weisen den Spannungsbogen grundsätzlich hoch und ich wollte stets weiterlesen und erkunden. Es macht dabei unheimlich viel Spaß nach und nach die Verbindungen zwischen beiden Sichten zu erkennen, also selbst mitzurätseln. Hierbei bietet nicht nur das Leben auf Perm an sich sowie das Miteinander der Menschen einen gut genutzen Nährboden für die Handlung, sondern z.B. auch das gemeinsame Leben mit verschiedenen Maschinen und KIs. Und es nimmt Ausmaße an, die ich niemals erwartet hätte.. lasst euch überraschen!

Allgemein habe ich das Gefühl, das es sich um ein ganz besonderes Sci-Fi-Buch handelt. Natürlich gibt es die Aspekte der Erkundung des neuen Planeten, wissenschaftliche und technische Weiterentwicklung, fremde Spezies etc. mit denen man rechnet. Doch besonders hat mir gefallen, dass das Augenmerk auch auf dem menschlichen Verhalten liegt. Mal im kleineren Rahmen wie das Dasein als Mutter. Aber auch im weitaus größeren, sogar existenziellen gefasst, wo man sich fragt: Wie würde ich handeln? Was wäre meine Antwort?

Alles in allem wurde ich von diesem Buch noch positiver überrascht als ich es vom Klappentext her sowieso schon erwartet habe. Zwar gab es Dinge, die ich nicht vollständig verstanden habe, aber ich hatte dennoch viel Spaß beim Lesen und werde es sehr wahrscheinlich nochmal lesen.

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Veröffentlicht am 30.04.2022

Trägt den Titel Klassiker zurecht

Die Forsyte Saga
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Kurzmeinung:
Wortgewandheit seitens des Autors, Durchhaltevermögen und Einfühlvermögen seitens des Lesers.

Schreibstil:
Initial habe ich mich für diese wunderschöne Neuauflage beworben, da bereits in ...


Kurzmeinung:
Wortgewandheit seitens des Autors, Durchhaltevermögen und Einfühlvermögen seitens des Lesers.

Schreibstil:
Initial habe ich mich für diese wunderschöne Neuauflage beworben, da bereits in der Leseprobe ersichtlich wurde, dass der Autor ein Händchen für den Umgang mit Wörtern besitzt. Einige Passagen musste ich mir einfach markieren, weil die Worte so gut getroffen wurden.
Der Autor hatte jedoch gleichzeitig ziemlich Schwierigkeiten auf den Punkt zu kommen. Man sollte also darauf gefasst sein, dass man zunächst Seite um Seite um Seite liest, bis tatsächlich etwas passiert (oder auch nicht).
Dennoch hat mich der Schreibstil wirklich überzeugen können und ich kann die Lobpreisungen wirklich verstehen.

Handlung:
Bei dieser Trilogie erwartet hoffentlich niemand, dass man sich kaum von den Seiten losreißen kann, weil man unbedingt dieses oder jenes herausfinden will, da es spannungtechnisch so gut gemacht ist!
Dies trifft zwar nicht wirklich zu, aber da man über die Seiten immer tiefer die Familienmitglieder, ihre Ängste, Sorgen und Freuden kennenlernt, verspürt man (mal mehr, mal weniger) eine Verbundenheit zu ihnen, derer man über die vielen Seiten einfach nicht entgehen kann. Meine Meinungen zu den jeweiligen Charakteren war zwar stark schwankend, aber dennoch wollte ich wissen, ob gewisse Dinge wirklich so eintreffen, sodass ich dennoch gut unterhalten war.

Wichtig ist jedoch, dass man sich auf die Zeit und dessen Denkweisen einlässt. Dies war wohl mein größtes Problem, weil ich natürlich gerade zu Beginn zu unvertraut mit der Zeit war und deswegen einiges nicht nachvollziehen konnte. Mit den Seiten hat aber auch das relativ geklappt und ist weniger dem Autor geschuldet.

Charaktere:
Hierzu habe ich bereits einiges gesagt, aber  möchte nochmal etwas betonen: Es handelt sich um eine große Familie. Eine wirklich wirklich große Familie! Hierbei kommt man gerne mal mit den Namen durcheinander, sodass der beiliegende Stammbaum, durchaus eine gute Gedächtnisstütze sein kann. Dies ist aber wirklich mit Vorsicht zu genießen, weil der Stammbaum leider einiges (teils wirklich wichtiges) spoilern und ggf die Lesefreude mindern kann. Natürlich ist das irgendwie kaum vermeidbar, aber trotzdem wohl gut zu wissen.

Fazit:
Das wichtigste für ein gutes Leseerlebnis bei dieser Trilogie ist zu wissen, worauf man sich einlässt. Hat man alle obrigen Punkte im Kopf und hat weiterhin Lust auf diese Reihe, kann ich sie wohl guten Gewissens empfehlen. Mein Fall war dies leider nicht ganz.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Hätte ich mal lieber nicht so hohe Erwartungen gehabt...

Like Gravity
3

Kurzmeinung:
Meine Erwartungen wurden definitiv nicht erfüllt. Dafür war viel zu vieles vorhersehbar, dabei hatte ich auf mehr Originalität gehofft.

Gestaltung:
Zum Cover kann man eigentlich nicht viel ...

Kurzmeinung:
Meine Erwartungen wurden definitiv nicht erfüllt. Dafür war viel zu vieles vorhersehbar, dabei hatte ich auf mehr Originalität gehofft.

Gestaltung:
Zum Cover kann man eigentlich nicht viel mehr sagen außer, dass es so hübsch ist, wie man es von NA-Büchern nun mal kennt. Sehr gelungen!

Charaktere:
Brooklyn mochte ich am Anfang recht gerne, weil sie eine recht originelle Meinung zu ihrer Beziehung zu Männern hat. Diese Pluspunkte gingen aber schnell wieder verloren, weil sie sich im Verlauf immer wieder so unverständlich und auch naiv benimmt, was man aufgrund ihren bisherigen Lebenserfahrungen nicht erwarten würde.
Finn ist der typische männliche NA-Protagonist, der einem manchmal aufgrund gewisser Kommentare recht geheimnisvoll bzw. düster erscheint. Er entwickelt sich für mich jedoch in keine positive Weise, da er seehr besitzergreifend ist und ich mir oft gewünscht habe, dass er ihr mehr (Handlungs-) Freiraum gibt.
Diese negativen Aspekte an beiden Charakteren haben mir dann mit der Zeit den Lesespaß leider genommen, da irgendwann die positiven lustigen Aspekte, die negativen nicht mehr ausgleichen konnten.
Es gibt aber auch noch eine weitere wichtige Person: Brooklyns beste Freundin Lexy. Bei ihr kann man durchaus geteilter Meinung sein, doch ich mochte sie. Sie ist nämlich definitiv keine perfekte beste Freundin, da sie in einigen Situationen z.B. egoistisch ist. Darum wirkte sie auf mich aber auch viel authentischer und mit der Zeit zeigt sich auch ihr liebenswerter/umsorgender Charakter.

Handlung:
Man könnte eigentlich von einer ziemlich guten Storyline sprechen.... nur leider waren  die großen "Enthüllungen" keine wirklichen Enthüllungen mehr, da man einfach als Leser schon sehr früh 1 und 1 zusammengezählt hatte und nicht mehr überrascht war. Dies fand ich mit die größte Enttäuschung, da es eigentlich ziemlich gute Plot Twists waren.
Weiterhin fand ich einige Szenen auch leider zu kitschig (Stichwort Originalität) und einige Sex-Szenen im Kontext einfach unpassend.

Schreibstil:
Zwar habe ich bis jetzt sehr viel zu meckern gehabt, aber beim Schreibstil konnte die Autorin wieder ordentlich Punkten, denn dieser hat mir sehr gefallen. So habe ich mich zwar öfters über die Charaktere oder Handlung geärgert, aber war zwei Seiten später wieder in der Handlung drin und habe insbesondere bei den thrillerartigen Szenen sehr stark mitgefiebert. So mochte ich auch immer die inneren Monologe von Brooklyn, da sie auch mich um die ein oder andere Erkenntnis reicher gemacht haben.

Fazit:
Leider haben mich in diesem Buch viele Dinge gestört und mir die Lesefreude gemindert. Ich hatte jedoch auch durch die Leseprobe hohe Erwartungen, sodass hier die Enttäuschung noch etwas größer war. Dennoch gibt es auch Positives, sodass ich trotz allem sagen kann, dass man das Buch durchaus ausprobieren kann und es sich vielleicht ohne die hohen Erwartungen und mit den obigen Hinweisen besser liest :)

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