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Veröffentlicht am 24.04.2021

Warten auf das Ende der Einsamkeit

Warten auf Eliza
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Ada ist 7o Jahre alt und hat vor kurzem ihren geliebten Mann Michael, einen Literaturprofessor, verloren. Sie kommt nur sehr schlecht mit ihrem neuen Leben zurecht, allein in dem großen Haus in Oxford. ...

Ada ist 7o Jahre alt und hat vor kurzem ihren geliebten Mann Michael, einen Literaturprofessor, verloren. Sie kommt nur sehr schlecht mit ihrem neuen Leben zurecht, allein in dem großen Haus in Oxford. Auch die Umgebung, die immer schneller voran schreitet, macht ihr Sorge.

Eliza ist 25, Doktorandin der italienischen Literaturwissenschaft, hat nach der Trennung von ihrer ersten großen Liebe Ruby, nur noch ihren Vater. In Oxford ist sie jedoch einsam. Ohne Rubys Führung kommt sie überhaupt nicht zurecht, findet kaum Anschluss und auch die Promotion bereitet ihr zunehmend Probleme. Ihr Selbstbewusstsein ist am Boden.

Zwei Frauen, ein Problem - Einsamkeit. Was sie nicht wissen ist, dass sie genau gegenüber wohnen und so ist ein Aufeinandertreffen der beiden wohl nur eine Frage der Zeit. Ist es überhaupt möglich, dass zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen Freundschaft schließen und sich gegenseitig helfen, die Tiefpunkte in ihrem Leben zu überwinden?

Die Geschichte, die abwechselnd aus der Sicht von Ada und Eliza erzählt wird, ist zunächst bestimmt von den Problemen der Protagonistinnen. Die Einsamkeit wird so gut beschrieben, dass man sie greifen könnte. Der ein oder andere könnte sie selbst als bedrückend empfinden. Jedoch ist der Schreibstil und der Aufbau von einer Leichtigkeit, dass man das Buch dann doch gar nicht mehr weglegen möchte. Man hofft so sehr, dass sie sich gegenseitig helfen, ihre Lebensfreude und ihr Selbstbewusstsein wiederzufinden, und natürlich auch die verloren Eule (eine von zweien, welche Ada und Michael viel bedeuteten). Auch wenn es für mich einige winzige Unstimmigkeiten in dem Buch gab, ist es durchaus sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 17.04.2021

Ein gelungener Krimi gegen das Vergessen

Mordsand
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Auf der Insel Bargsand finden junge Leute einen Toten im Sand. Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen von der Mordkommission übernehmen den Fall. Schnell wird klar, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt, ...

Auf der Insel Bargsand finden junge Leute einen Toten im Sand. Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen von der Mordkommission übernehmen den Fall. Schnell wird klar, dass es sich um ein Gewaltverbrechen handelt, doch es fehlt an brauchbaren Spuren. Da geschieht ein weiterer Mord. Das Opfer, ein zwielichtiger Bauunternehmer, wurde ebenfalls gefesselt und im Schlick eingegraben. Frida und Bjarne erfahren, dass er wegen seiner Geschäfte bedroht wurde. Zudem versuchen sie eine Verbindung zwischen den beiden Opfern herzustellen. Hängen die beiden Morde zusammen? War es derselbe Täter? Und was hat die Person, die in Rückblenden aus seiner Zeit im Jugendwerkhof berichtet, mit der Sache zu tun? Bjarne und Frida ermitteln in einem dunklen Kapitel der Geschichte der DDR.
Romy Fölck bleibt ihrer Line treu. Sie treibt geschickt die Lösung der beiden Mordfälle und den persönlichen Hintergrund der Hauptpersonen voran, die man aus den ersten drei Elbmarsch-Krimis schon kennt. Man findet sich sofort wieder im Setting ein. Dabei ist leider der erste Teil der Geschichte reine Ermittlungsarbeit ohne große Spannungselemente (was vermutlich in der Realität auch so ist). In der zweiten Hälfte nimmt das Geschehen an Fahrt auf, man wird auf die ein oder andere falsche Fährte geschickt und man fiebert der Lösung des Falles entgegen. Besonders interessant und bedrückend sind auch die Einblicke in die Geschichte der Jugendwerkhöfe der ehemaligen DDR. Sie sorgen für den nötigen Tiefgang. Durch einige Längen am Anfang reicht der vierte Band jedoch nicht ganz an seine Vorgänger heran.

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Veröffentlicht am 16.04.2021

Zum Runterkommen

Faultierrennen
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Der Vogel möchte die Faultiere zu einem Rennen bewegen, doch die sind recht verschlafen und brauchen eine Weile, um loszu"rennen". Den Hügel hinauf und hinu... nanu erstmal Pause, eine Stärkung und weiter ...

Der Vogel möchte die Faultiere zu einem Rennen bewegen, doch die sind recht verschlafen und brauchen eine Weile, um loszu"rennen". Den Hügel hinauf und hinu... nanu erstmal Pause, eine Stärkung und weiter geht's. In faultiermäßigem Eiltempo dem Ziel entgegen. Und natürlich dem Preis: Einem Schläfchen.
Dieses Bilderbuch entschleunigt auch den stressigsten Tag und lässt Kinder ruhiger werden. Auch als Gute-Nacht-Geschichte geeignet. Die Darstellung der Faultiere ist einfach drollig! Allzu viel Handlung darf man bei diesen aber nicht erwarten.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Bewährt spannender Titel der Reihe mit leichten Schwächen

Die 15. Täuschung
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Im 15. Band der Reihe "Women's Murder Club" bekommt es Lindsay Boxer mit einem Vierfachmord in einem Hotel zu tun. Zunächst gibt es nur Hinweise auf eine Frau, die im Zimmer eines der Opfer gewesen sein ...

Im 15. Band der Reihe "Women's Murder Club" bekommt es Lindsay Boxer mit einem Vierfachmord in einem Hotel zu tun. Zunächst gibt es nur Hinweise auf eine Frau, die im Zimmer eines der Opfer gewesen sein muss. Doch die Frau ist verschwunden und so tappt Boxer im Dunkeln, bis sich eine Verbindung zu ihrem Ehemann Joe Molinari ergibt, der sich plötzlich auch nicht mehr meldet. Als dann auch noch ein Flugzeug in San Francisco abstürzt, fragt sich Lindsay, ob ihr Ehemann wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Zudem wird sie von einer Gruppe chinesischer Männer verfolgt und bedroht. Lindsay versucht herauszufinden, wie die Fälle zusammenhängen.

Wie schon in Band 14 ist Detective Boxer auch in diesem Fall eher eine Einzelkämpferin. Die anderen Frauen des Clubs erscheinen eher randständig und tragen wenig zur Lösung des Falls bei. Vornehmlich wird Spannung durch das Verschwinden von Joe Molinari und Boxers Zweifel an diesem erzeugt. Die Geschichte, in der dann noch die CIA eine Rolle spielt ist manchmal etwas sehr konstruiert, dennoch handelt es sich bei der 15. Täuschung um einen soliden Thriller, der vor allem Fans der Reihe reizen dürfte, aber nicht an die Anfangsbände heranreicht. Wer noch keinen Band gelesen, sollte nicht mit diesem beginnen. Auch das Ende lässt übrigens einige Fragen offen.



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Veröffentlicht am 13.04.2026

Schön illustriert, wenig sinnvoll am Ende

Warten ist nicht schwer, sagt der Ameisenbär
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Das Faultier hat angekündigt, dass es am nächsten Tag Muffins bäckt. Der Ameisenbär möchte auf jeden Fall etwas abbekommen und macht sich extra früh auf den Weg, um sich anzustellen. Doch dann drängelt ...

Das Faultier hat angekündigt, dass es am nächsten Tag Muffins bäckt. Der Ameisenbär möchte auf jeden Fall etwas abbekommen und macht sich extra früh auf den Weg, um sich anzustellen. Doch dann drängelt sich ein Tier nach dem anderen nach vorne oder wird vor gelassen, so dass der Ameisenbär ganz hinten in der Schlange steht. Als es dann Streit gibt, wird er jedoch für seine Geduld belohnt.

Ein Bilderbuch mit Faultier und Ameisenbär, zwei unserer liebsten Tiere, mit denen wir etwas verbinden. Da musste das Bilderbuch natürlich gelesen werden. Zunächst waren wir auch wirklich begeistert. Die tollen grünen Dschungellandschaften, die Blätter, durch die die Sonnenstrahlen nur vereinzelt fallen, die bunten Blumen - einfach richtig gut gelungen. Auch der Ameisenbär gefiel uns von Anfang an. Er zeigt Vorfreude auf die köstlichen Muffins des Faultieres und geht planvoll an die Sache heran. Wer früh da ist, bekommt etwas ab. Diesen Gedanken kann man sehr gut nachvollziehen. Und tatsächlich ist er das erste Tier, das beim Faultier geduldig wartet. Dann drängelt sich das erste Tier vor und er nimmt es hin. Dieses lässt noch seinen Freund vor und nach und nach wandert der gelassene Ameisenbär in der Schlange immer weiter nach hinten. Spätestens nach dem dritten Vordrängler fragte das Vorlesekind, warum er sich nicht beschwert. Aber gut, das ist noch mit seiner Geduld zu erklären. Die Tier sind natürlich toll zum Ansehen und alle total verschieden. Durch Gerangel und Streit landet der Ameisenbär wieder ganz vorne und endlich bekommt es die verdienten Muffins. Auch ok, schließlich war er zuerst da und musste lange warten. Die Letzten werden die ersten sein etwas verquer. Doch das Bild das dann folgt, hat uns wirklich umgehauen. Da sitzt der Ameisenbär mit einem ganzen Blech Muffins und dem Faultier auf der Picknickdecke und lässt sich ein Dutzend Gebäckstücke schmecken, während die andern Tiere in die Röhre schauen. Zurecht fragt man sich, warum er sich nicht zwei gönnt und die restlichen nach der Reihe des Erscheinens mit den anderen Tieren teilt. So schade, dass hier eine an sich gute und wundervoll illustrierte Geschichte nicht in eine passendere, sinnvollere Botschaft mündet. Selbst meine 5-Jährige fand das nicht ok und meinte er hätte genug zum Teilen. Aber vielleicht sollen die Kinder durch das fragwürdige Ende auch genau zu solchen Aussagen und Gedankengängen bewegt werden. Für mich sah es nicht danach aus. Daher 3,5 Sterne

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