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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2026

Ein stilles und wunderschönes Buch über das Leben

Die Mitternachtsreise
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Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt. Matt Haig schafft es wieder einmal, eine Geschichte zu schreiben, die leicht zu lesen ist und gleichzeitig unglaublich viel tief im Inneren auslöst. ...

Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt. Matt Haig schafft es wieder einmal, eine Geschichte zu schreiben, die leicht zu lesen ist und gleichzeitig unglaublich viel tief im Inneren auslöst. Die Handlung ist ruhig und man ahnt oft, wohin die Reise geht, aber genau das hat für mich den Zauber ausgemacht. Nichts wirkt künstlich oder überladen. Alles fühlt sich absolut ehrlich an.

Wilburs Reise hat mich sehr berührt. Mit jedem neuen Kapitel wurde mir mehr bewusst, wie sehr dieses Buch von den kleinen Momenten im Leben erzählt. Von Liebe, Verlust, verpassten Chancen und den Dingen, die man oft erst viel zu spät versteht. Viele Gedanken darin haben mich direkt getroffen, weil sie sich so menschlich und wahr angefühlt haben.

Besonders schön fand ich die Mischung aus Melancholie, Hoffnung und Wärme. Trotz aller schweren Themen fühlt sich das Buch nie bedrückend oder schwer an. Es erinnert einen daran, langsamer zu leben, mehr im Moment zu sein und Menschen nicht als selbstverständlich zu sehen.

Für mich ist das hier viel mehr als Fantasy. Es ist eine emotionale Liebesgeschichte über zweite Chancen, Reue und darüber, was am Ende wirklich zählt. Und obwohl das Buch große Fragen über Zeit, Leben und Tod stellt, bleibt es dabei immer nahbar und voller Herz.

Eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und wollte gleichzeitig nicht, dass es endet.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Wieder zurück bei meiner Lieblingsherde

Widdersehen
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Ich habe die ersten beiden Bände damals schon geliebt und ehrlich gesagt lange nicht mehr damit gerechnet, noch einmal mit dieser Herde unterwegs zu sein. Umso schöner war es, wieder nach Glennkill zurückzukehren. ...

Ich habe die ersten beiden Bände damals schon geliebt und ehrlich gesagt lange nicht mehr damit gerechnet, noch einmal mit dieser Herde unterwegs zu sein. Umso schöner war es, wieder nach Glennkill zurückzukehren. Und ich war sofort wieder drin.

Die Stimmung ist vertraut, aber die Geschichte bringt genug Neues und Abwechslungsreiches mit. Die Rückkehr nach Irland läuft ganz anders als erhofft. Die Weide ist karg, fremde Schafe stehen herum und dann verschwindet auch noch Rebecca. Spätestens da war ich komplett gepackt. Die Mischung aus Krimi und diesem ganz eigenen Schafblick auf die Welt funktioniert für mich immer wieder richtig gut.

Was ich besonders mag: die Art, wie die Schafe denken und miteinander umgehen. Diese verdrehten Begriffe und ihre Logik haben mich oft zum Schmunzeln und Kichern gebracht. Gleichzeitig steckt dahinter mehr, als es auf den ersten Blick wirkt. Man merkt, wie viel Gefühl für die Figuren drinsteckt. Alte Bekannte wie Miss Maple oder Mopple sind sofort wieder da. Und auch die neuen Charaktere passen gut rein, vor allem das junge Lamm und Madouc.

Die Geschichte selbst ist spannend genug, um dranzubleiben. Es geht um mehr als nur die Suche nach Rebecca. Die Herde wächst daran, hält zusammen und geht neue Wege, die man ihnen nicht unbedingt zutraut. Genau das macht den Reiz aus.

Für mich hat sich das lange Warten gelohnt. Ich habe jede Seite gern gelesen und war am Ende einfach froh, wieder Teil dieser Herde gewesen zu sein.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Düster, intensiv und voller Sehnsucht

Weavingshaw
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Weavingshaw hat mich komplett abgeholt. Ich liebe Bücher mit alten, unheimlichen Anwesen, Geistern, dunklen Geheimnissen, verwitterten Moorlandschaften und genau dieser Mischung aus Gefahr, Sehnsucht und ...

Weavingshaw hat mich komplett abgeholt. Ich liebe Bücher mit alten, unheimlichen Anwesen, Geistern, dunklen Geheimnissen, verwitterten Moorlandschaften und genau dieser Mischung aus Gefahr, Sehnsucht und unterschwelliger Spannung, und dieses Buch hat davon wirklich alles.

Die Atmosphäre war unglaublich stark und dicht. Dieses Haus, diese düstere Stimmung, die Geheimnisse hinter jeder Ecke, dazu Geister, Dämonen und ein Mann, bei dem man nie ganz weiß, ob er Monster oder einfach nur zutiefst verletzt ist. Einfach genau mein Ding.

Leena habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist stark, aber nicht auf diese übertriebene Art, sondern ruhig, klug und mit viel Herz. Und St. Silas? Ehrlich, dieser Mann lebt von ungelösten Blicken, Geheimnissen und purem inneren Chaos. Diese langsame Annäherung zwischen den beiden war fast schlimmer als jeder offene Romance-Plot, weil die Spannung einfach so gut geschrieben ist.

Was mich aber noch mehr beeindruckt hat, war, wie viel mehr dieses Buch eigentlich ist. Es geht nicht nur um Gothic Fantasy und Romance, sondern auch um Ausgrenzung, Herkunft, Flucht, Zugehörigkeit und darum, wie Menschen behandelt werden, wenn sie als fremd gesehen werden. Das war super eingewoben und hat der Geschichte viel Tiefe gegeben.

Und dann dieses Ende! Ich war fest davon überzeugt, ich lese einen Einzelband. Falsche Annahme. Die letzte Seite hat mich einfach sprachlos zurückgelassen und jetzt brauche ich dringend Band zwei.

Für mich war das genau die Art von Gothic Fantasy, die ich liebe. Langsam, atmosphärisch, emotional und mit genau der richtigen Menge an Schmerz. Absolute 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Dichter, bewegender Krimi im winterlichen Berlin

Die weiße Nacht
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Dieser Auftakt hat mich direkt gepackt. Die Geschichte spielt im eisigen Winter 1946, mitten im zerstörten Berlin, und genau so fühlt es sich auch durchgehend beim Lesen an. Kälte, Hunger und Unsicherheit ...

Dieser Auftakt hat mich direkt gepackt. Die Geschichte spielt im eisigen Winter 1946, mitten im zerstörten Berlin, und genau so fühlt es sich auch durchgehend beim Lesen an. Kälte, Hunger und Unsicherheit sind ständig präsent. Das wirkt nie übertrieben, sondern sehr nah an der Realität, bis hin zur Gänsehaut.

Der Mordfall entwickelt sich ruhig, aber durchgehend spannend. Es bleibt nicht bei einem Opfer, und nach und nach kommen Zusammenhänge ans Licht, die tief in die Vergangenheit reichen. Dabei geht es nicht nur um die Frage nach dem Täter, sondern auch um Schuld und das, was Menschen verdrängen.

Lou und König sind ein wirklich starkes Duo. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein, und genau das macht ihre Zusammenarbeit so interessant. Lou bringt mit ihrer Beobachtungsgabe und ihrer Kamera eine eigene Perspektive ein. König wirkt erschöpft, bleibt aber immer hartnäckig. Beide tragen ihre eigene Geschichte mit sich herum, und das merkt man in vielen kleinen Momenten.

Besonders gut gefallen hat mir, wie lebendig die Zeit eingefangen ist. Man spürt den Alltag der Menschen, das schwierige Organisieren von Essen, das Leben zwischen Ruinen und die ständige Angst vor dem nächsten Wintertag. Gleichzeitig verlieren die Figuren nie ihre Menschlichkeit.

Für mich ein sehr gelungener historischer Krimi mit starken Figuren und einer dichten Atmosphäre. Ich bin gespannt, wie es mit Lou und König weitergeht.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Mein neues Lieblings-Retelling mit Suchtfaktor

Beth is dead
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Beth Is Dead von Katie Bernet hat mich komplett erwischt. Ich liebe Little Women schon lange, aber diese moderne Version fühlt sich trotzdem frisch an und bleibt den Figuren treu. Die vier Schwestern wirken ...

Beth Is Dead von Katie Bernet hat mich komplett erwischt. Ich liebe Little Women schon lange, aber diese moderne Version fühlt sich trotzdem frisch an und bleibt den Figuren treu. Die vier Schwestern wirken hier echter, kantiger und viel näher dran. Man merkt ihre Dynamik in jeder Szene, inklusive der Fehler, die sie machen. Genau das hat mich richtig reingezogen.

Und dieser Krimi-Teil? Ich hatte absolut keine Chance. Ich habe die ganze Zeit gerätselt und lag am Ende komplett daneben. Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch und lässt einen kaum los.

Dazu kommt noch das Setting in der heutigen Zeit mit Social Media und öffentlichem Druck, das passt einfach gut rein und gibt der Geschichte mehr Gewicht.

Ich habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen und war danach noch lange gedanklich drin. Für mich ein klares Highlight. Und ja, das Cover ist genauso gut, wie alle sagen.

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