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Veröffentlicht am 24.07.2019

Die Geister, die ich rief

Heaven's End – Wen die Geister lieben
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Die 15-jährige Jojo hat eine ganz besondere Begabung: Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen - ein Talent, das in ihrer Familie mütterlicherseits vererbt wird. So lebt sie neben ihren Eltern und ...

Die 15-jährige Jojo hat eine ganz besondere Begabung: Sie kann Geister sehen und mit ihnen sprechen - ein Talent, das in ihrer Familie mütterlicherseits vererbt wird. So lebt sie neben ihren Eltern und ihrem Bruder auch mit den Geistern ihrer verstorbenen Verwandten und dem ein oder anderen besonderen Fabelwesen zusammen. Ihre treusten Begleiter sind zwei Geisterwiesel. Nur leider muss Jojo ihre Begabung für sich behalten, denn als ihre Oma zu ihren Lebzeiten ihr Talent verkündete, warf das ein schlechtes Licht auf die Familie. Und dann wäre da noch Zach, der Schulschwarm, dessen Blicke sie einfach ganz schwach machen. Wären die Familien der beiden doch bloß nicht verfeindet... Und natürlich darf auch ein böser Geist nicht fehlen, der jede Menge Unruhe stiftet. 

"Heaven's End - Wen die Geister lieben" ist der erste Band einer Trilogie und vereint alles, was man von einem guten Jugend-Fantasy-Buch erwartet: eine sympatische Teenie-Protagonistin, einen süßen Schulschwarm, seine zickige Freundin - und Erzfeindin unserer Heldin -, coole Freunde und eine richtig gute Portion Ghostfantasy, wie sie mir so zuvor noch nicht in Romanen begegnet ist. 

Bereits der Schreibstil der Autorin ist bestechend. Das Buch lässt sich so runterlesen, gerade als Jugendroman ist es ideal. Es gibt nichts, worüber man als Leser groß stolpern könnte. Zudem geht die Autorin mit einer guten Portion Humor an das Geisterthema heran. Das macht es sicherlich auch für solche Leser angenehm, die das ganze Geisterthema vielleicht nicht so bevorzugen. Hier wird es aber mit Sympathie und Humor vereint sowie der idealen Portion Gruselfaktor, die in Nauncen an Supernatural oder Paranormal Activity erinnert - natürlich im jugendfreien Rahmen. ;) Und keine Sorge: Es gibt keine kitschige Liebesgeschichte zwischen Geist und Mensch! (Zumindest bisher nicht.) 
Jedoch sollte man ein wenig imun sein gegen die Klischee-Teenie-Liebe und dem Kitsch, die diese mitunter mit sich bringen kann. 

Für mich war es dennoch ein rundum tolles Leseerlebnis, bei dem alle Charaktere in meinen Augen perfekt ausgearbeitet waren. Schon als Erwachsene finde ich das Buch super, als Jugendliche hätte ich es vermutlich geliebt. Damit sind 5 Sterne mehr als gerechtfertigt.

Veröffentlicht am 22.07.2019

Einblicke in blaue Tiefen

Das blaue Wunder
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Bereits die Aufmachung des Buchs besticht durch das wunderschöne Cover und ist zudem noch getreu des Inhalts klimaneutral gedruckt! Hier können Sie also sorglos zugreifen, lieber Leser! ;) Und es lohnt ...

Bereits die Aufmachung des Buchs besticht durch das wunderschöne Cover und ist zudem noch getreu des Inhalts klimaneutral gedruckt! Hier können Sie also sorglos zugreifen, lieber Leser! ;) Und es lohnt sich.  

Frauke Bagusche klärt in ihrem Sachbuch auf über das Größte und Besonderste, das unsere Welt zu bieten hat: den Ozean. Vom kleinsten bis zum größten Lebewesen der Meere schildert sie einem breitem Publikum, was eigentlich so los ist den blauen Tiefen. Voller Fachkenntnisse erläutert sie dem Leser Systeme und Zirkulationen und bringt sie in einen größeren Kontext - nicht zuletzt in den des Klimawandels. Ausgeschmückt wird das Buch mit eigenen Fotografien der Autorin aus ihren Tauchgängen und den passenden Verweisen dazu im Text. Auch ihre ganz persönlichen Anekdoten kommen hier nicht zu kurz und lockern das Buch wohldosiert humorvoll auf. Nur an die Struktur des Buches musste ich mich zunächst ein wenig gewöhnen, so schien es mir als springt man gerade zu Beginn vom einen Thema zum anderen. Kleine Ausflüge in andere Themenbereiche (natürlich ausschließlich rund um's Meer!) kommen also immer mal vor, dennoch nimmt Frau Buschke den roten Faden stets wieder auf, um sich weiter vorzuarbeiten vom kleinsten Lebewesen im Meer bis zum größten, angefangen beim Plankton, den Quallen und Korallen bis hin zu den Schildkröten und Walen. Ein wunderschöner Rundumblick, der einen gedanklich in die Meere versetzt. Wer bekommt da nicht Lust auf einen Tauchgang? Mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis am Ende beweist die Autorin außerdem, dass sie gut recherchiert hat und ihre Darstellungen fundiert belegt sind. Eine gelungene Arbeit!

Besonders hevorheben möchte ich, dass die Autorin ein ganzes Kapitel - und damit über 50 Seiten - dem Klimawandel und seinen Folgen widmet - ein sehr gelungenes Kapitel, dass ich jedem ans Herz legen möchte. Ich hoffe, dass dieses Buch viele Leser findet, die mit dazu beitragen ein Bewusstsein in der Welt zu entwickeln, wie wichtig es eigentlich ist unsere Meere zu schützen und wie liebenswert sie doch sind. Hut ab, liebe Frau Bagusche, für Ihren gelungenen Beitrag dazu!

Veröffentlicht am 19.05.2019

So vielfältig an Gefühlen wie ein bunter Blumenstrauß

Juli verteilt das Glück und findet die Liebe
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Juli ist schon ein spezieller Charakter: Sie sammelt Staubflusen und wohnt immer noch in der Wohnung in der schon ihre Mutter und ihre Großmutter gelebt hatten, mit derselben Einrichtung, obwohl es da ...

Juli ist schon ein spezieller Charakter: Sie sammelt Staubflusen und wohnt immer noch in der Wohnung in der schon ihre Mutter und ihre Großmutter gelebt hatten, mit derselben Einrichtung, obwohl es da im Flur so einen Schrank gibt, vor dem sie eigentlich Angst hat. Ja, Juli ist wirklich besonders - aber auch besonders toll. 

Von der ersten Seite an mochte ich sie bereits. "Juli verteilt das Glück und findet die Liebe" erzählt dabei einen Winter lang ihre Geschichte - und die Geschichten der Menschen, denen sie begegnet. 

Alles in allem kann ich sagen, dass dies ein äußerst berührender Roman ist - und zwar nicht nur auf eine Weise. Die Autorin lässt eine Vielzahl von Gefühlen in den Roman einfließen, Trauer, Angst, Freude, romantische Gefühle, um nur ein paar zu nennen. Von Kapitel zu Kapitel habe ich daher jedes mal anders mitgefühlt und die Autorin hat damit ein grandioses Schreibtalent bewiesen.

Der Verlauf der Geschichte ist dabei zum Ende hin absolut nicht mehr vorhersehbar gewesen, was man bei dem doch recht eindeutigen Titel der Autorin auch sehr zu Gute halten muss. 

Letztendlich hat sich Juli zu meinem absoluten Lieblingsbuchcharakter entwickelt. Ihr besonderer Charakter stand im Vordergrund des Buchs und den hat die Autorin wirklich wunderbar herausgearbeitet, sodass man ein bisschen das Gefühl hat, Juli wirklich zu kennen - und sie mit dem Beenden des Buchs auch ein wenig vermisst.

Veröffentlicht am 14.04.2026

Feen-tastisch kreativ werden

Basteln, Rätseln, Dekorieren: Feen
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Dieses Beschäftigungsbuch bietet auf 48 Seiten tolle Anregungen zum Basteln, Malen und Rätseln rund um das Thema Feen. So können die Kinder zum Beispiel Zauberstäbe oder Feen-Puppen basteln und praktisch ...

Dieses Beschäftigungsbuch bietet auf 48 Seiten tolle Anregungen zum Basteln, Malen und Rätseln rund um das Thema Feen. So können die Kinder zum Beispiel Zauberstäbe oder Feen-Puppen basteln und praktisch lernen, wie man eine Fee zeichnet. Die Bastelideen sorgen im Anschluss zugleich auch für wunderbares Spielmaterial. Ab und an wird sogar direkt eine Spielidee mitgeliefert.

Die Bastelanleitungen sind dabei Schritt für Schritt aufgegliedert. Pro Schritt wird eine einzige Tätigkeit verlangt, zum Beispiel "Falte eine Ecke" oder "Schneide aus". Zu jedem Schritt gibt es außerdem eine Darstellung. So lassen sich die einzelnen Schritte sehr gut nachvollziehen und umsetzen. Das einzige was mir fehlt, ist eine Aufzählung vorab, welche Materialien jeweils benötigt werden. Toll finde ich dafür, dass es für die Bastelideen nicht unzählige Sachen braucht und kein riesiges Repertoire an Bastelmaterialien erforderlich ist. Zudem werden oft Dinge verarbeitet, die in den meisten Haushalten zu finden sind.

Des Weiteren enthält das Buch auch ein paar thematisch passende Rätsel für noch mehr Beschäftigungsspaß ganz ohne Bastelmaterialien. 

Fazit: Für kleine und große Feen-Fans ist dieses Mitmachbuch absolut geeignet! Die Ideen sind vielseitig und können so manchen Regentag in kunterbunten Feenstaub tunken. 

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Der Bauernhof in Zahlen

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen - ab 18 Monate
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Wie auch andere Titel aus der Spiel-mit-Magnetbuchreihe unterstützt das Buch „Komm, wir lernen Zählen“ beim Lernen. Auf jeder Seite gibt es Bauernhoftiere zu zählen und entsprechend ihrer Anzahl gilt es, ...

Wie auch andere Titel aus der Spiel-mit-Magnetbuchreihe unterstützt das Buch „Komm, wir lernen Zählen“ beim Lernen. Auf jeder Seite gibt es Bauernhoftiere zu zählen und entsprechend ihrer Anzahl gilt es, den passenden Magneten für die Geschichte auszuwählen.
Was vom Konzept her gut erdacht ist, hat für mich jedoch eine kleine Schwäche. Die Kinder müssten nicht unbedingt zählen, um den richtigen Magneten auszuwählen. Denn wenn es darum geht, den vier Lämmchen vier Milchfläschchen zu bringen, dann passt natürlich nur der Junge, der als einziger Milchfläschchen trägt. Ob es drei oder vier sind, könnte für die Kinder schnell nebensächlich werden. Hier gilt es als Vorlesende aktiv zu sein und die Kinder immer wieder zum Nachzählen zu animieren: „Passt der Magnet wirklich? Wie viele Fläschchen bringt denn der Junge?“
Ansonsten punktet das Buch mit seiner Bauernhof-Thematik, die Freude am Zählen bereitet. Das Buch lädt des Weiteren mit seinen sechs Magneten zum freien Spiel ein.
Ein lehrreicher Bauernhof-Spaß und trotz kleinem Manko mein persönlicher Favorit unter den Magnetbüchern!

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