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Veröffentlicht am 05.05.2026

Kochbuch für die Zoomer

Meine wunderbare Landküche
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Manchmal gibt es Trends, denen alle folgen. Irgendwie passt auch dieses Buch dazu. Die Autorin setzt ein paar Bilder der Rezepte vor die Kapitelübersicht, zeigt sich auf arg gestellten Fotos in großer ...

Manchmal gibt es Trends, denen alle folgen. Irgendwie passt auch dieses Buch dazu. Die Autorin setzt ein paar Bilder der Rezepte vor die Kapitelübersicht, zeigt sich auf arg gestellten Fotos in großer Anzahl in Küche und auf dem Hof und bietet eine Playlist zum Kochen. Da merke ich dann, es geht in Richtung ausgefallener Lifestyle, Influencer, jung-und-erfolgreich. Haben wir nicht schon genug Bücher von Frauen, die sich einen Hof gekauft haben und jetzt glücklich kochen und backen, was sie selbst anbauen? Wohl nicht, denn hier ist wieder eins!

Ihre Rezepte packt Loredana Chantal in die Kapitel Brunch; Schnell auf den Tisch; Herzhaft & heimelig; Lieblingssalate; Besondere Anlässe; Backstube; Perfekter Abschluss. Es fällt auf, dass ihre Zutaten speziell sind. Da wird gern mal mit Fertigprodukten gearbeitet, sogar mit fertig gekauftem Hefezopf. Das gehört für mich nicht in ein Kochbuch. Ansonsten sind die Zutaten weitestgehend alltäglich, auch wenn es hier und da Ausreißer, wie frische Trüffel, gibt. Schön ist, dass es zu jedem Gericht bzw. Rezept auch ein Foto gibt. Weniger schön ist, dass auch hier die Influencerin immer mal wieder mit drauf ist. So viel Selbstdarstellung mag ich im Kochbuch echt nicht. Und mal ehrlich, ist es tatsächlich für die Rezepte relevant, dass sie von der Stadt aufs Land gezogen ist und dort ein Märchenleben lebt?

Die Rezepte selbst sind ein typischer Mix aus einfach und raffiniert, um Gäste nicht nur satt zu machen, sondern auch zu beeindrucken. Jedes Kapitel startet mit einem Foto von Loredana Chantal und einigen Zeilen, die sie zum Kapitel zu sagen hat. Die Rezepte werden ebenfalls mit einigen Worten eingeleitet. Es gibt Angaben zur Zubereitungszeit, aber keine zu den Nährwerten. Die Zutaten für die angegebenen Portionen sind nach Komponenten sortiert gelistet. Die Zubereitungsschritte sind im Fließtext, getrennt durch farbige Punkte. Für mich ist das etwas unübersichtlich, auch wenn die Zutaten fett hervorgehoben sind. Das Rezept- und Zutatenregister lässt gesuchte Rezepte schnell finden.

Das Buch ist ideal für junge Erwachsene, die das Kochen frisch für sich als Hobby entdeckt haben und etwas Besonderes zaubern möchten. Die Gerichte sind modern und jung, keine Klassiker, aber eben auch keine echte Alltagsküche, obwohl sie relativ schnell fertig und oft einfach zuzubereiten sind. Ich konnte eine Handvoll Rezepte für mich entdecken. Besonders der Lachsstrudel ist für mich eine echte Bereicherung. Insgesamt gebe ich daher trotz meiner Kritikpunkte noch vier Sterne.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Alles, was man wissen muss!

Fermentieren – Twist your Taste!
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An manche Dinge traut man sich irgendwie nicht so ran. Manchmal aus bereits gemachter weniger guter Erfahrung, manchmal aber auch, weil man glaubt, sie sind kompliziert. Fermentieren ist eins der Dinge, ...

An manche Dinge traut man sich irgendwie nicht so ran. Manchmal aus bereits gemachter weniger guter Erfahrung, manchmal aber auch, weil man glaubt, sie sind kompliziert. Fermentieren ist eins der Dinge, vor denen ich echt Respekt habe. Manches, z.B. Kimchi, mag ich auch nicht, warum also dann machen? Sauerteig dagegen verwende ich gern, hab aber enorme Schwierigkeiten, ihn am Leben zu erhalten und fange immer wieder neuen Starter an oder verwende Trockensauerteig.

Dieses Buch hat einen immens starken und großen Theorieteil. Hier wird wirklich alles rund um Fermentation genau erklärt. Das so erhaltene Wissen gibt auch gleich mehr Sicherheit und nimmt Angst. Somit hat man natürlich auch mehr Mut! Allerdings ist es auch gut, das nötige und richtige Handwerkszeug, sprich die passenden Utensilien zu haben. Fermentierdeckel hat ja nun echt nicht jeder schon im Repertoire. Doch auch hier kann Nadine Schünemann helfen, denn sie ist die Gründerin von Lieblingsglas! Hier gibt es alles, was man benötigt.

Natürlich gibt es auch Rezepte, wie man was fermentieren kann. Aber auch Rezepte, wie man diese fermentierten Lebensmittel dann einsetzen kann. Das zieht sich über alle Mahlzeiten vom Frühstück bis zum Dessert und auch Getränke. Ein echtes Rundum-Sorglos-Paket! Reichlich Fotos, Tabellen und Schaubilder helfen beim Lernen und Verstehen der Prozesse bei der Fermentation. Alles ist bestens erklärt und dargestellt. Mit dem richtigen Equipment, Geduld, Sorgfalt und Genauigkeit kann man viele neue Aromen entdecken und sich noch dazu etwas Gesundes tun.

Mit diesem Buch an der Hand ist Fermentieren kein Schrecken mehr, sondern eine geniale Art, Lebensmittel haltbar zu machen. Interessant, gut erklärt, informativ. Ein klein wenig zu viel Selbstdarstellung und Eigenwerbung, aber das sei der Autorin verziehen! Vier Sterne!

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Jahreszeitenküche

„Hier und heute“ ist ein guter Tag zum Kochen
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Wenn sechs TV-Köche ihre Ideen für die Jahreszeitenküche einbringen, kann das doch nur ein tolles Buch werden! Ganz klar! Ja, nicht jedes Rezept ist nach meinem Geschmack, aber ich bin auch eine sehr mäkelige ...

Wenn sechs TV-Köche ihre Ideen für die Jahreszeitenküche einbringen, kann das doch nur ein tolles Buch werden! Ganz klar! Ja, nicht jedes Rezept ist nach meinem Geschmack, aber ich bin auch eine sehr mäkelige Esserin. Das fängt schon mal bei Roter Beete an und dazu gibt es hier einige Rezepte. Macht aber nichts, ich finde hier trotzdem enorm viele leckere Gerichte für mich. Meine beiden Highlights sind die Weiße Frühlings-Lasagne und die Knusprige Kürbislasagne, dicht gefolgt von Parmigiana di Melanzane.

Zunächst wird das Team von Hier und heute vorgestellt und die drei vorkommenden Icons erklärt, dann geht es los mit den vier Jahreszeiten. Diese werden anhand ihrer typischen Gemüsesorten vorgestellt, wobei man gleich noch die Info bekommt, was die sechs Köche dazu beisteuern.

Jedes Rezept kommt mit einem ansprechenden und aussagekräftigen Foto dazu. Nährwertangaben gibt es dafür keine. Der Aufbau der Rezepte ist schlicht, ansprechend, übersichtlich. Die Arbeitsanweisungen sind gut verständlich und weder zu knapp, noch zu ausführlich. Immer wieder findet sich noch ein zusätzlicher Tipp zum Rezept. Die verwendeten Zutaten sind recht bodenständig und saisonal meist gut zu bekommen, wenn manche Gemüse auch nicht überall, also in allen Regionen, üblich und verbreitet sind. Die Rezepte sind herrlich alltagstauglich und selten sehr aufwendig. Sie sind nicht zu exotisch, aber doch international gemischt.

Das Rezeptverzeichnis am Ende ist alphabetisch nach Zutaten sortiert. Die vegetarischen und veganen Rezepte sind gekennzeichnet. Etwas umständlich ist das dann schon, wenn man beispielsweise den Wurzelgemüse-Eintopf sucht und der unter K wie Kassler steht. Da wäre ein zweites Rezeptverzeichnis nach Rezeptname doch hilfreich.

Für mich ist dies eins jener Kochbücher, die man gerne immer wieder hervorholt und etwas daraus kocht, aber auch ideal, um es Kochbegeisterten oder jungen Paaren zur Hochzeit zu schenken. Die meisten Rezepte schaffen nämlich auch Anfänger ganz gut. Ich gebe vier Sterne!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Schöne Rezepte!

Türkiye – Türkisch backen
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Eigentlich kein Wunder, dass ich mal wieder vor diesem Buch nichts von der Autorin mitbekommen hatte. Aber es wäre für mich eher erstaunlich, wenn ein Koch- oder Backbuch nicht von einer Influencerin käme! ...

Eigentlich kein Wunder, dass ich mal wieder vor diesem Buch nichts von der Autorin mitbekommen hatte. Aber es wäre für mich eher erstaunlich, wenn ein Koch- oder Backbuch nicht von einer Influencerin käme! Macht ja nichts, so kommen auch Leute wie ich in den Genuss ihrer Rezepte!

Ehrlich gesagt hätte ich mehr süßes Gebäck erwartet und auch weniger Variationen ein und desselben Rezepts. Schlecht ist das Buch dennoch nicht. Ich habe sehr viele neue Anregungen gefunden. Ich liebe die türkische Küche, ob Kochen oder Backen. Und dass es für jedes Gebäck gern mal zig Varianten aus den unterschiedlichsten Gebieten gibt, ist nicht allzu überraschend. Ist es doch in Italien nicht anders!

Eine Seite des Buches ist immer für Zutatenlisten und Arbeitsschritte, sowie die eine oder andere Bemerkung. Ab und an findet sich auch ein QR-Code zu einer Videoanleitung. Hier fiel mir auf, dass es dann nicht immer die gleichen Mengen sind und sich auch Backzeiten unterscheiden. Das irritiert ein wenig. Die andere Seite wird mit einem Foto ausgefüllt, das das fertige Ergebnis zeigt. Leute, da bekommt man Hunger! Nährwerte oder Kalorienangaben finden sich keine. Das dürfte auch besser so sein, denn alles ist echt verführerisch!

Unterteilt sind die Rezepte in die Kapitel Klassiker; Regionale Spezialitäten; Pide; Pogaca; Börek; Frittiertes Gebäck; Süßes. Hier sucht man die Rezepte im vorderen Teil nach den türkischen Bezeichnungen. Im Register am Ende des Buches sucht man nach Zutat, alphabetisch sortiert.

Insgesamt mag ich das Buch sehr, ziehe aufgrund der kleinen Kritikpunkte jedoch einen Stern ab. Somit gebe ich vier sehr gute Sterne!

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Sommer-Rezepte

Gut bei Hitze
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Das Buch bietet Rezepte zu den Kapiteln Zum Trinken; Kaltes; Warmes; Süßes. Wie der Titel schon sagt, sollen sie besonders bei Hitze gut tun und gut schmecken. Zudem sind sie nicht kompliziert, also erfrischend ...

Das Buch bietet Rezepte zu den Kapiteln Zum Trinken; Kaltes; Warmes; Süßes. Wie der Titel schon sagt, sollen sie besonders bei Hitze gut tun und gut schmecken. Zudem sind sie nicht kompliziert, also erfrischend einfach.

Die selbstgemachten Getränke sind tatsächlich sehr ansprechend und lecker. Kaltes bietet Rezepte für Fermentiertes, kalte Suppen, Salate und belegte Brote. Warmes bietet leichte Gerichte von lauwarm bis heiß. Süßes schließlich zeigt sommerliche Desserts und Leckereien.

Alle Rezepte kommen mit Foto. Mir ist das immer super wichtig, weil ich dazu tendiere, Rezepte ohne Foto einfach zu überlesen. Kleine Texte stehen den eigentlichen Rezepten immer vor, dann kommen die Zutaten und die Arbeitsschritte. Alles ist gut verständlich formuliert und erklärt. Angaben zur Portionsanzahl sind vorhanden, Nährwertangaben nicht. Vegetarische und vegane Rezepte sind auch vorhanden. Im Register sind sie am V im Kreis zu erkennen, wobei die veganen Rezepte mit einem blauen Punkt mit weißem V und die vegetarischen Rezepte mit einem weißen Punkt mit blauem V zu erkennen sind.

Die Zusammenstellung gefällt mir sehr. Alle Bereiche sind abgedeckt und die Zubereitung ist zumeist schnell zu schaffen und vor allem einfach. Die Zutaten sind teilweise etwas exotisch. Zumindest weiß ich nicht, was Favabohnen sind und wo ich die auftreibe, zumal frisch. Trotzdem gefällt mir das Buch sehr gut und auch Anfänger können die Rezepte gut nacharbeiten. Ich gebe vier Sterne!

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