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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Perfekt, um seine Erkrankung kennenzulernen!

Dein Endometriose-Alltagshelfer
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Nach einem zum Glück vergleichsweise kurzen Leidensweg habe ich vor ca. einem halben Jahr meine Diagnose Endometriose bekommen. Also bin ich noch ziemlich frisch dabei, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. ...

Nach einem zum Glück vergleichsweise kurzen Leidensweg habe ich vor ca. einem halben Jahr meine Diagnose Endometriose bekommen. Also bin ich noch ziemlich frisch dabei, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Da gerade die Aufklärung meiner Ärztin etwas knapp ausfiel, hat mir der "Endometriose Alltagshelfer" doch nun einiges an Wissen sowie an Tipps mit an die Hand gegeben.

Der Ratgeber ist wirklich leicht verständlich und sehr ermutigend verfasst. Der Aufbau der Seiten ist sehr übersichtlich, ruhig, aber auch ästhetisch gehalten. Inhaltlich deckt er ein breites Spektrum ab, verbleibt hinsichtlich der einzelnen Themen jedoch etwas oberflächlich, was, um einen ersten Einblick in die Erkrankung zu erlangen, aber völlig in Ordnung ist. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass der Ratgeber sich sehr gut dazu eignet, eine erste Richtung zu finden, welche einem Erleichterung verschaffen kann.
Ein großes Plus ist, dass immer wieder Expertinnen sowie Betroffene zu Wort kommen. Gerade diese Seiten spenden einiges an Hoffnung! Dadurch, dass diese "Info-Seiten" eher etwas verstreut im Buch sind, wird man davon auch nicht erschlagen.

"Dein Endometriose Alltagshelfer" ist ein wirklich guter Einsteiger-Ratgeber in dieses Thema, sowohl für Betroffene als auch für PartnerInnen!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Eine Vereinigung von Skurrilität und Tiefgang!

Verlorene Schäfchen
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Gerne beginne ich meine Rezensionen damit, den Inhalt in einem kurzen Satz zumindest ganz grob zu erfassen. Bei dem Buch habe ich jedoch keinen blassen Schimmer, wie ich das anstellen soll. Denn nichts, ...

Gerne beginne ich meine Rezensionen damit, den Inhalt in einem kurzen Satz zumindest ganz grob zu erfassen. Bei dem Buch habe ich jedoch keinen blassen Schimmer, wie ich das anstellen soll. Denn nichts, was ich schreiben könnte, wird diesem Buch gerecht. "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash (übersetzt von Sophie Zeitz) begleitet dabei eine Familie, die Flynns, in der sich niemand so wirklich gesehen fühlt. Das Buch wird dabei aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, welche sich nicht nur auf die Familie beschränken. Gerade dadurch wird einem nochmal so richtig vor Augen geführt, dass jeder Probleme mit sich herumträgt, die wir manchmal nicht erahnen.

Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm modern gehalten, wodurch es sich sehr leicht lesen lässt. Jedoch wird dieses Buch vermutlich nicht jeden glücklich machen. Um diese Geschichte der Flynns genießen zu können, muss man schon skurrile und absurde, satirische und überzogene Geschichten mögen. Gerade zum Ende hin wird dies auf die Spitze getrieben, so sehr, dass selbst ich mir schon nicht mehr sicher war, ob mir das nicht etwas zu viel ist. Die Figuren sind trotz ihrer Eigenheiten jedoch auf ihre jeweils ganz eigene Art liebenswürdig. Es sind zwar nicht die klassischen Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann, jedoch sind sie alle nachvollziehbar geschrieben.

Die schon angesprochenen Probleme, die all die Bewohner der Kleinstadt mit sich tragen, umfassen dabei ein sehr breites Spektrum. Dazu zählen (fehlende) Kommunikation, Religion, Suizidgedanken, Verschwörungstheorien, (dysfunktionale) Familienbeziehungen, Liebe, Erwachsenwerden und das (nicht) Durchbrechen vorgelebter Muster. Manches wird intensiver diskutiert, über manches fällt nur ein Kommentar am Rande. Alles in allem versucht dieses Buch jedoch, den aktuellen Zeitgeist satirisch wiederzugeben.

"Verlorene Schäfchen" ist auf eine ganz unscheinbare Art etwas ganz Besonderes. Man kann es mögen, man kann es hassen. Hier würde ich wirklich dazu raten, in die Leseprobe reinzuschnuppern. Wem das gefällt, dem kann ich nur sagen: Das Buch wird nicht enttäuschen!

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Hallo Jungs, was macht ihr gerade?

Phineas und Ferb - Monstermarathon
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Phineas und Ferb als Comic? Das funktioniert? Ja, tatsächlich sogar erstaunlich gut! Hinter dem Comic "Phineas und Ferb - Monstermarathon" verbergen sich zwei Geschichten: "Monstermarathon" spielt dabei ...

Phineas und Ferb als Comic? Das funktioniert? Ja, tatsächlich sogar erstaunlich gut! Hinter dem Comic "Phineas und Ferb - Monstermarathon" verbergen sich zwei Geschichten: "Monstermarathon" spielt dabei nicht im Hauptuniversum von Phineas und Ferb, sondern in einer Alternativwelt 1952, mit den schon bekannten Charakteren. Die zweite "In das fantabulastische Labyrinth!" ist dabei genauso strukturiert, wie man es sonst auch erwartet und kennt: Phineas und Ferb haben eine Idee, werden von ihren Freunden unterstützt, während Dr. Doofenshmirtz wieder etwas ausheckt und von Perry gestoppt werden muss. Letztere hat dabei meinen persönlichen Geschmack etwas besser getroffen.

Die Illustrationen gleichen dabei den Bildern der Serie. Auch die Dialoge sind dem Sprachstil sehr ähnlich. Man merkt beim Lesen ganz klar, dass der Comic für Fans gemacht ist. So spielt die Erzählerstimme damit, dass dem Leser die Serie bekannt ist. Die Geschichten leben von ihrem Humor und der kommt auch super rüber!
Ansonsten liegt das Format des Comics ist sehr angenehm in der Hand, die Schriftgröße hätte für mich aber gerne eine Nummer größer sein können. Irgendwas daran hat es etwas anstrengend gemacht, das zu lesen.

"Hallo Jungs, was macht ihr gerade?" funktioniert also auch in Buchform. Wer Phineas und Ferb mag, egal ob groß oder klein, wird dabei seinen Spaß haben. Der Medienwechsel macht der Serie keine Abstriche und ist definitiv mal eine nette Abwechslung für zwischendurch!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Drama, Emotion und eine Flucht aus dem Alltag!

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Was macht man, wenn der eigene Traum platzt? Und man dann vielleicht auch noch on top von seinem festen Freund mit seiner besten Freundin betrogen wird? Wenn einem so der Boden unter den Füßen weggerissen ...

Was macht man, wenn der eigene Traum platzt? Und man dann vielleicht auch noch on top von seinem festen Freund mit seiner besten Freundin betrogen wird? Wenn einem so der Boden unter den Füßen weggerissen wird, ist man vermutlich ziemlich verloren. Elodie passiert genau das in "Les Bouttiers – Wir sind jetzt". Es kommt ihr da gelegen, dass ihr Großvater die Familie nach Paris ruft, um das Modeimperium Bouttiers zu retten. Dort trifft sie auf Adam (sehr heiß) und Gabriel (heiß), welche sie (und auch uns) gefühlsmäßig ziemlich durcheinanderbringen.

Dieses Buch zu lesen, war mir wirklich ein inneres Blumenpflücken! Ich hab es wirklich genossen, mich in meinem gerade sehr stressigen Alltag in diese Geschichte zu flüchten. Es war angenehm leicht zu lesen, immer unterhaltsam und manchmal auch spicy. Elodie habe ich bei ihren Problemen stets gerne begleitet und hab mich immer richtig gefreut, wenn sie über sich hinauswachsen konnte. Genauso habe ich auch mit ihr gelitten. Adam und Gabriel hingegen waren beide einfach … ansprechend. Sehr. So sehr, dass ich mich nie entscheiden konnte, wer jetzt besser für Elodie ist. Ständig habe ich da die Seiten wechseln müssen.
Aber auch die vielen kleinen Nebencharaktere haben die Geschichte so wirklich lebendig gemacht. Wobei es da die ein oder andere Figur gab, bei der ich mir noch nicht sicher war, was genau ihre Funktion in der Story ist. Jedoch glaube ich daran, dass diese im zweiten Band sicher einen Sinn bekommen.
Der Paris-Vibe ist dafür aber durch und durch on point gewesen! Gerade die kleinen französischen Wörter zwischendrin haben einen nicht vergessen lassen, wo man eigentlich ist. Besonders positiv sind mir dabei die ganzen Umschreibungen der im Buch vorkommenden Fashion-Shows im Kopf geblieben. Da hat man wirklich gemerkt, mit wie viel Herzblut sich dem Thema gewidmet wurde.

Was soll ich also sagen? Mir hat das Buch einfach unendlich Spaß gemacht, zu lesen! Ich bin sehr gespannt, was der Folgeband nun alle so mit sich bringt. Emotionales Chaos ist auf jeden Fall vorprogrammiert.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Ganz anders als erwartet - aber auf eine positive Art und Weise!

Ein Tag hat viele Farben
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eim Lesen kam mir immer wieder der Gedanke: Das ist ein ZDF-Freitagabendfilm in Buchform! Sprich, es war leicht, unterhaltsam und hatte den Versuch gewagt, ernste Themen anzusprechen, ist dabei jedoch ...

eim Lesen kam mir immer wieder der Gedanke: Das ist ein ZDF-Freitagabendfilm in Buchform! Sprich, es war leicht, unterhaltsam und hatte den Versuch gewagt, ernste Themen anzusprechen, ist dabei jedoch an der Oberfläche verblieben. Und das war auch völlig gut so, denn es braucht auch einfach mal diese leichten Bücher.

In "Ein Tag hat viele Farben" begleiten wir die drei Geschwister Mia, Tom und Anna, deren Vater im Sterben liegt. Zwischen ihnen steht viel Ungesagtes, wodurch sie alle keinerlei Verbindung zueinander spüren. Doch der Tod, mit dem sie sich befassen müssen, scheint etwas in ihnen zu verändern.

Es war wirklich eine herzerwärmende Geschichte darüber, wie eine Familie wieder zusammenfinden kann. Gerade die Struktur des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Die Perspektive hat sich immer zwischen den Geschwistern abgewechselt, wodurch man zu allen eine wirklich enge Bindung aufbauen konnte. Zudem hatten alle auch wirklich ein spannendes Leben, weshalb jede Perspektive auch Spaß gemacht hat, zu lesen.

Gerade auf Grund des Covers hatte ich nicht gedacht, dass ich das Buch mögen würde. Denn leider sieht es eher ernst und etwas altbacken aus. Jedoch war das Buch alles andere als ernst. Es war eigentlich durch und durch witzig und unterhaltsam. Auch altbacken war nichts an dem Buch. Die Geschwister sind alle zwischen zwanzig und Mitte dreißig, wodurch das Buch wirklich auch für viele ansprechend ist.

Aber ja, vermutlich ist das Buch kein Highlight. Es ist leicht, plätschert vor sich hin und lässt einen einfach mal den Alltag vergessen. Man braucht keine große Aufmerksamkeitsspanne oder Konzentration. Wenn man mal ein paar Sätze mit den Gedanken abschweift, ist das hier ein Weltuntergang. Und genau dafür habe ich das Buch gemocht!

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