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Veröffentlicht am 18.04.2026

Zu dritt ist oft einer zu viel.

Spielverderberin
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Spielverderberin ist ein kurzer, aber sehr intensiver Coming-of-Age-Roman, der zeigt, wie kompliziert Freundschaft sein kann – besonders dann, wenn aus zwei plötzlich drei werden. Im Mittelpunkt stehen ...

Spielverderberin ist ein kurzer, aber sehr intensiver Coming-of-Age-Roman, der zeigt, wie kompliziert Freundschaft sein kann – besonders dann, wenn aus zwei plötzlich drei werden. Im Mittelpunkt stehen Sophie, Lotte und Romy, deren Dreierkonstellation von Anfang an aus dem Gleichgewicht gerät. Denn oft gilt: Zu dritt ist oft einer zu viel.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, was die Spannung erhöht, mich persönlich aber auch immer wieder kurz aus dem Lesefluss gerissen hat, weil ich überlegen musste, wo ich mich gerade befinde. Trotzdem hat mich der Roman emotional sehr abgeholt. Der Schreibstil ist angenehm, ruhig und ehrlich, und viele Situationen fühlten sich überraschend vertraut an.

Besonders stark fand ich die Darstellung der zwischenmenschlichen Dynamiken. Neid, Eifersucht, Zweifel, Zorn und Verrat – all diese Gefühle gehören zum Erwachsenwerden dazu und werden hier sehr feinfühlig und glaubwürdig eingefangen. Sophie ist dabei keine perfekte Protagonistin (muss sie auch nicht sein), und gerade ihr fast obsessives Festhalten an der Freundschaft macht sie so glaubwürdig. Ihre Beziehung zu Romy ist kompliziert und schwankt zwischen Bewunderung und innerer Abwehr, zwischen Nähe, Kränkung und leiser Eifersucht. Romy steht zugleich für das Versprechen der Großstadt und hält Sophie schmerzhaft ihre eigene, ganz andere Lebensrealität vor Augen.

Der Roman macht deutlich, dass nicht jede Freundschaft gut für einen ist – und dass man das oft erst viel später erkennt. Gerade dieses leise, unausgesprochene Spannungsfeld macht die Geschichte so wirkungsvoll. Beim Ende hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Raum für Emotionen gewünscht, dennoch habe ich meine Lesezeit mit diesem Buch sehr genossen.

Ein stiller, intensiver Roman über Freundschaft, Zugehörigkeit und die schmerzhaften Erkenntnisse des Erwachsenwerdens.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Berührend, ruhig und nachdenklich!

Niemands Töchter
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Niemands Töchter erzählt leise, eindringliche Frauenschicksale und hat mich auf eine ruhige, nachdenkliche Art sehr berührt. Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen und ihre Rollen als Töchter und Mütter ...

Niemands Töchter erzählt leise, eindringliche Frauenschicksale und hat mich auf eine ruhige, nachdenkliche Art sehr berührt. Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen und ihre Rollen als Töchter und Mütter – verbunden durch Herkunft, Verlust, Schweigen und das, was unausgesprochen bleibt.

Der Roman wechselt zwischen verschiedenen Protagonistinnen und Zeitebenen. Das ist grundsätzlich stimmig umgesetzt, kann aber auch fordernd sein, da viele Namen, Lebenswege und Informationen zusammenkommen. Für Leser*innen, die klare, lineare Erzählungen bevorzugen, ist das Buch daher vielleicht nicht ideal. Da es jedoch kein Krimi oder Thriller ist, empfand ich diese Vielschichtigkeit insgesamt als gut aushaltbar.

Besonders gefallen hat mir der ruhige, angenehme Schreibstil. Die Autorin nimmt sich Zeit für Gefühle, innere Konflikte und die leisen Brüche im Leben ihrer Figuren. Es geht weniger um äußere Spannung als um emotionale Tiefe und um die Frage, wie sehr Herkunft und familiäre Prägung unser Leben beeinflussen.

Ein sensibles, nachdenkliches Buch über Frauen, Beziehungen und das Weiterwirken der Vergangenheit. Für mich ein sehr lesenswerter Roman, auch wenn ich mir stellenweise etwas weniger Figuren gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Chaotisch, schräg und komplett unvorhersehbar.

Verlorene Schäfchen
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Wo soll ich anfangen… dieses Buch ist wirklich ein kleines Chaos – aber im besten Sinne

Ganz grob: Es geht um die Familie Flynn, bei der einfach nichts rund läuft. Die Eltern stecken mitten in einer Krise ...

Wo soll ich anfangen… dieses Buch ist wirklich ein kleines Chaos – aber im besten Sinne

Ganz grob: Es geht um die Familie Flynn, bei der einfach nichts rund läuft. Die Eltern stecken mitten in einer Krise und die drei Töchter treiben alle auf ihre eigene Art durchs Leben – und irgendwie landet alles in einem ziemlich verrückten Durcheinander.

Ich war direkt am Anfang richtig drin. Der Schreibstil ist mega angenehm – kurze, knackige Sätze, viel Ironie und dieser leicht trockene Humor, den ich total gefeiert hab. Es ist witzig, schräg, teilweise echt absurd, aber genau das macht den Reiz aus.

Was ich besonders mochte: Diese unvorhersehbare Art der Story. Du weißt nie so richtig, was als Nächstes passiert – und genau das hält einen irgendwie dran.

ABER… (kleines Aber!)
Ich fand, dass das Buch am Anfang deutlich stärker war. Da war mehr Tempo, mehr Humor, mehr Dynamik. Ab der Mitte hat es für mich ein bisschen nachgelassen und auch die Ironie wurde weniger. Gegen Ende wurde es teilweise so überdreht, dass es für mich etwas an Realität verloren hat.

Die Töchter fand ich übrigens richtig spannend – da hätte ich mir sogar noch mehr Tiefe gewünscht, weil da echt Potenzial drin steckt.

Fazit:
Eine super unterhaltsame, schräge und etwas andere Story, die definitiv im Kopf bleibt. Man muss diesen speziellen Humor und das Chaos mögen – dann hat man echt Spaß damit. Aber ich glaube, das ist nicht für jeden was.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Düster, schön… aber nicht ganz mein Buch.

An Education in Malice: Verlangen. Intrigen. Blut.
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„An Education in Malice“ hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre sofort abgeholt. Dieses düstere, leicht herbstliche Setting am College hatte genau den Vibe, den ich mir von Dark Academia erhoffe – geheimnisvoll, ...

„An Education in Malice“ hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre sofort abgeholt. Dieses düstere, leicht herbstliche Setting am College hatte genau den Vibe, den ich mir von Dark Academia erhoffe – geheimnisvoll, elegant und irgendwie unterschwellig bedrohlich. Gerade am Anfang konnte ich mich richtig in diese Welt fallen lassen.

Die ersten Kapitel sind eher ruhig gehalten. Man lernt Laura, Carmilla und die Professorin De Lafontaine kennen, beobachtet das Collegeleben und tastet sich langsam in die Dynamik der Figuren hinein. Dabei merkt man schnell, dass Laura eine eher ungewöhnliche, fast schon eigenartige Persönlichkeit hat, während Carmilla ziemlich launisch und schwer greifbar wirkt. Und dann ist da noch Miss D., die geheimnisvoll sein soll – für mich aber leider eher distanziert und kaum nachvollziehbar blieb.

Genau da lag für mich das größte Problem: die Figuren. Ich konnte ihre Entscheidungen und vor allem ihre Gefühle oft nicht wirklich greifen. Die Verbindung zwischen Laura und Carmilla hat sich für mich nicht richtig entwickelt – sie war einfach da, ohne dass ich sie wirklich fühlen konnte. Auch die Faszination für die Professorin konnte ich persönlich überhaupt nicht nachvollziehen.

Ab der Mitte nimmt die Geschichte dann plötzlich ordentlich Fahrt auf. Es passiert viel, teilweise sogar sehr viel auf einmal. Man muss wirklich aufmerksam lesen, um nichts zu verpassen – aber gleichzeitig hatte ich oft das Gefühl, dass Dinge zu schnell abgehandelt werden oder nicht ganz logisch wirken. Das hat mich zwischendurch eher verwirrt als mitgerissen.

Was ich aber wirklich hervorheben muss: der Schreibstil. Der ist angenehm, flüssig und lässt sich richtig gut lesen. Dadurch fliegt man auch ziemlich schnell durch das Buch. Und optisch ist es sowieso ein kleines Highlight – das Cover ist einfach wunderschön und passt perfekt zur Stimmung der Geschichte.

Am Ende bleibe ich ehrlich gesagt ein bisschen zwiegespalten zurück. Die Atmosphäre war für mich wirklich stark und genau mein Ding, aber inhaltlich hat mir die Tiefe gefehlt. Ich wollte mehr fühlen, mehr verstehen, mehr mitgehen können.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Eine unglückliche Ehe im Rückblick.

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Es ist wirklich schwer zu sagen, ob mir dieses Buch gefallen hat oder nicht. Denn es ist kein Roman, sondern eine sehr persönliche Biografie von Christien Brinkgreve. Und genau das merkt man beim Lesen ...

Es ist wirklich schwer zu sagen, ob mir dieses Buch gefallen hat oder nicht. Denn es ist kein Roman, sondern eine sehr persönliche Biografie von Christien Brinkgreve. Und genau das merkt man beim Lesen sofort. Im ersten Teil fand ich die Gedanken noch sehr spannend Themen wie Partnerschaft, Respekt, Unterdrückung und Rollenbilder werden offen angesprochen. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass sich vieles wiederholt. Für mich wirkte es stellenweise wie eine Rechtfertigung ihren Kindern gegenüber, aber vielleicht auch sich selbst. Die Frage, warum sie so lange mit A zusammengeblieben ist, obwohl sie offensichtlich nicht glücklich war, steht immer wieder im Raum. Besonders der Kontrast zwischen ihrem feministischen Denken und ihrer eigenen Unterordnung in der Ehe hat bei mir viele Fragen ausgelöst. Ich muss ehrlich sagen, ich habe mir mehr melancholische Erinnerungen und schöne gemeinsame Momente erhofft. Stattdessen bekommt man das sehr nüchterne Bild einer über 40-jährigen Ehe, in der am Ende beide Partner scheinbar selbst nicht mehr wussten, warum sie noch zusammen waren. Gleichzeitig steckt in diesem Buch viel Ehrlichkeit und Mut. Es ist schonungslos, reflektiert und regt definitiv zum Nachdenken an. Trotzdem frage ich mich, ob all das nach außen getragen werden musste vor allem, da ihr Mann sich nicht mehr äußern kann. Keine leichte Kost, aber inhaltlich durchaus interessant. Deshalb vergebe ich 4 Sterne auch wenn es mich emotional nicht ganz so abgeholt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.

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