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Veröffentlicht am 10.06.2026

Solider Krimi mit Luft nach oben

Strandopfer
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In Międzyzdroje wird am Strand ein Toter gefunden. Oberkommissarin Lena Schuldt vom Bundeskriminalamt soll sich das vor Ort ansehen und ermittelt gemeinsam mit dem Kommissar Adam Krawczyk in diesem Fall. ...

In Międzyzdroje wird am Strand ein Toter gefunden. Oberkommissarin Lena Schuldt vom Bundeskriminalamt soll sich das vor Ort ansehen und ermittelt gemeinsam mit dem Kommissar Adam Krawczyk in diesem Fall. Bei der näheren Betrachtung der Leiche findet man im Mund des Opfers einen Bernstein. Was hat das zu bedeuten?

Dies ist der Reihenauftakt zu einer neuen Krimireihe von Frank Goldammer rund um die beiden Kommissare Lena Schuldt und Adam Krawczyk, die im Grenzgebiet an der Ostsee ermitteln.

Mit "Strandopfer" schickt Frank Goldammer seine Ermittler in einen interessanten Fall, der vor allem durch das deutsch-polnische Setting und die Bedeutung des Bernsteins innerhalb der Handlung überzeugen kann. Gerade dieser Aspekt machte den Fall für mich besonders spannend und sorgte für interessante Wendungen.

Kommissar Adam Krawczyk war für mich die stärkste Figur des Kriminalromans. Seine Art hat mir sehr gut gefallen, insbesondere sein leicht zynischer Umgang mit Lena Schuldt. Dadurch wirkte er sympathisch, authentisch und brachte etwas Lockerheit in die Handlung. Mit Lena Schuldt hingegen wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Die Oberkommissarin des Bundeskriminalamts hat zwar eine persönliche Vergangenheit mit Polen, die für die Geschichte relevant ist, dennoch empfand ich ihr Verhalten von Beginn an als anstrengend, naiv und teilweise wenig nachvollziehbar. Mehr als einmal habe ich beim Lesen die Augen verdreht.

Der Fall selbst war interessant aufgebaut, auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig und unglaubwürdig wirkte, dazu nicht immer an Klischees vorbeikam. Dadurch verlor die Geschichte für mich gelegentlich an Glaubwürdigkeit. Das Setting und die Atmosphäre konnten mich ebenfalls nicht vollständig überzeugen. Sie waren keineswegs schlecht, aber auch nicht so stimmungsvoll, dass sie nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Goldammers Schreibstil ist wie gewohnt leicht verständlich und sehr flüssig zu lesen. Allerdings wirkt er auf mich erneut recht emotionslos, was ich von seinen Büchern inzwischen kenne und daher auch erwartet habe.

Fazit: Insgesamt ist "Strandopfer" ein solider Krimi mit einem interessanten Fall und einem sympathischen Ermittler, der mich gut unterhalten hat. Für mehr als 3 von 5 Sternen reichten die Schwächen bei Figurenzeichnung, Atmosphäre und Glaubwürdigkeit jedoch nicht aus. Ich bin noch unsicher, ob ich diese Reihe weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Einfach gekocht, aber nicht begeistert

One Pot
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Das Kochbuch One Pot setzt auf ein einfaches und alltagstaugliches Konzept. Über 90 Rezepte, die jeweils nur ein Kochutensil benötigen, ob Topf, Pfanne, Auflaufform oder Backblech. Gerade für die schnelle ...

Das Kochbuch One Pot setzt auf ein einfaches und alltagstaugliches Konzept. Über 90 Rezepte, die jeweils nur ein Kochutensil benötigen, ob Topf, Pfanne, Auflaufform oder Backblech. Gerade für die schnelle Feierabendküche ist das grundsätzlich eine praktische Idee.

Positiv fällt die klare thematische Gliederung auf. Die Rezepte sind übersichtlich nach Kategorien wie Gemüse & Kartoffeln oder Fisch & Fleisch sortiert, was die Orientierung erleichtert und das Stöbern angenehm macht.

Insgesamt hinterlässt das Buch bei mir jedoch einen zwiespältigen Eindruck. Viele der Gerichte haben mich persönlich geschmacklich nicht überzeugt oder wirkten wenig besonders. Außerdem sind einige Rezepte nicht unbedingt als besonders gesund einzustufen, auch wenn das kein ausdrückliches Kriterium war, fällt es dennoch auf.

Fazit: Unterm Strich ein solides Kochbuch mit guter Struktur, das aber inhaltlich nicht vollständig überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Inspirierend, sprachlich ausbaufähig

Sunny Baking Time
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Nach "Cozy Baking Time" erscheint mit "Sunny Baking Time" das zweite Backbuch von Theresa Haubs. Dabei bleibt sie ihrem Konzept treu, sowohl im Aufbau als auch in der Gestaltung. Allerdings wirkt das Buch ...

Nach "Cozy Baking Time" erscheint mit "Sunny Baking Time" das zweite Backbuch von Theresa Haubs. Dabei bleibt sie ihrem Konzept treu, sowohl im Aufbau als auch in der Gestaltung. Allerdings wirkt das Buch dieses Mal recht kommerziell und weniger persönlich als man es sich vielleicht wünschen würde.

Wie schon im ersten Backbuch fällt auch hier die Sprache als Schwachpunkt auf. Die Texte wirken stellenweise nicht besonders ausgereift und können die eigentlich gemütliche, einladende Atmosphäre eines Backbuchs nur bedingt transportieren. Dafür überzeugen die Rezepte umso mehr. Sie sind abwechslungsreich und machen wirklich Lust aufs Nachbacken. Besonders gelungen ist die Aufteilung, die für eine stimmige Struktur sorgt und passende Inspirationen bietet.

Fazit: Insgesamt ein solides Backbuch mit leckeren Rezepten, das jedoch wie schon sein Vorgänger vor allem in der persönlichen Note und sprachlichen Ausarbeitung Luft nach oben lässt.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Atmosphärisch, aber nicht packend

Bachelorette Party
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Vier Freundinnen reisen im Mai 2012 für ihr traditionelles Treffen auf die abgelegene Insel Isle Blind im Schärengarten und kehren nie zurück. Zehn Jahre später wirft eine Bachelorette-Party in einem Yogaretreat ...

Vier Freundinnen reisen im Mai 2012 für ihr traditionelles Treffen auf die abgelegene Insel Isle Blind im Schärengarten und kehren nie zurück. Zehn Jahre später wirft eine Bachelorette-Party in einem Yogaretreat unheilvolle Schatten, als sich die Ereignisse auf beunruhigende Weise zu wiederholen scheinen.

In "Bachelorette Party" begleitet man die Podcasterin Tessa Nilsson, die gemeinsam mit ihrer Schwester Lena zu einem Junggesellinnenabschied reist und dabei, wenig überraschend, in ein düsteres Geheimnis hineingezogen wird.

Leider bin ich mit den Figuren überhaupt nicht warm geworden und das schließt selbst die Protagonistin Tessa mit ein. Besonders irritierend fand ich erneut das mittlerweile fast schon klischeehafte Motiv, dass Podcaster zwangsläufig in Ermittlungen verwickelt werden müssen. Auch wenn öffentliche Aufmerksamkeit hilfreich sein kann, wird dabei oft eine Dynamik ausgelöst, die schnell außer Kontrolle gerät. Ich persönlich sehe das kritisch und empfinde es als respektlos gegenüber Opfern und deren Angehörigen. Solche Ermittlungen sollten aus meiner Sicht klar in den Händen der Polizei bleiben.

Auch die Gruppendynamik konnte mich nicht überzeugen. Weder die damalige noch die heutige Freundesgruppe wirkte für mich wie echte Freundinnen, sondern vielmehr erschien mir die Verbindung zwischen ihnen kühl und distanziert, was es schwer machte, emotional mitzugehen.

Spannungstechnisch blieb der Roman ebenfalls hinter meinen Erwartungen zurück. Es gab einige Längen, die den Lesefluss gebremst haben, obwohl die Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Ein Stilmittel, das eigentlich viel Potenzial für Spannung bietet, hier aber nicht voll ausgeschöpft wurde. Was mir hingegen wirklich gut gefallen hat, war der Schreibstil von Camilla Sten. Dieser ist fesselnd, flüssig und sehr lebendig. Besonders die Atmosphäre ist hervorragend eingefangen und sorgt dafür, dass man trotz der Schwächen immer wieder in die Geschichte hineingezogen wird.

Fazit: Eine atmosphärisch starke, aber inhaltlich für mich eher enttäuschende Geschichte mit wenig greifbaren Figuren und zu wenig Spannung.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Zwiegespalten

Tasty Healthy Vegan
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Optisch macht das Buch wirklich einiges her. Die Gestaltung ist sehr ansprechend, modern und lädt definitiv zum Durchblättern ein. Die Fotos sind appetitlich und geben einen guten Eindruck davon, wie die ...

Optisch macht das Buch wirklich einiges her. Die Gestaltung ist sehr ansprechend, modern und lädt definitiv zum Durchblättern ein. Die Fotos sind appetitlich und geben einen guten Eindruck davon, wie die Gerichte am Ende aussehen sollen.

Inhaltlich bin ich allerdings etwas zwiegespalten. Ein Punkt, der mich direkt abgeschreckt hat, sind die teilweise sehr langen Zutatenlisten. Das nimmt einem schnell die Motivation, ein Rezept überhaupt auszuprobieren. Gerade im Alltag, wenn es unkompliziert gehen soll. Da hatte ich oft schon beim Lesen keine große Lust mehr weiterzumachen.

Auch bei der Auswahl der Gerichte hat mich das Buch nicht ganz abgeholt. Nur eine Handvoll Rezepte spricht mich wirklich an, vieles andere müsste ich erst ausprobieren, um zu sehen, ob es meinen Geschmack trifft. Das macht es für mich weniger zugänglich, wenn man nicht sofort mehrere Go-to-Rezepte findet.

Fazit: Insgesamt ein schön gestaltetes Buch mit interessanten Ansätzen, aber für mich eher etwas zum gelegentlichen Stöbern als ein echter Küchen-Alltagsbegleiter.

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