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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Einfach gekocht, aber nicht begeistert

One Pot
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Das Kochbuch One Pot setzt auf ein einfaches und alltagstaugliches Konzept. Über 90 Rezepte, die jeweils nur ein Kochutensil benötigen, ob Topf, Pfanne, Auflaufform oder Backblech. Gerade für die schnelle ...

Das Kochbuch One Pot setzt auf ein einfaches und alltagstaugliches Konzept. Über 90 Rezepte, die jeweils nur ein Kochutensil benötigen, ob Topf, Pfanne, Auflaufform oder Backblech. Gerade für die schnelle Feierabendküche ist das grundsätzlich eine praktische Idee.

Positiv fällt die klare thematische Gliederung auf. Die Rezepte sind übersichtlich nach Kategorien wie Gemüse & Kartoffeln oder Fisch & Fleisch sortiert, was die Orientierung erleichtert und das Stöbern angenehm macht.

Insgesamt hinterlässt das Buch bei mir jedoch einen zwiespältigen Eindruck. Viele der Gerichte haben mich persönlich geschmacklich nicht überzeugt oder wirkten wenig besonders. Außerdem sind einige Rezepte nicht unbedingt als besonders gesund einzustufen, auch wenn das kein ausdrückliches Kriterium war, fällt es dennoch auf.

Fazit: Unterm Strich ein solides Kochbuch mit guter Struktur, das aber inhaltlich nicht vollständig überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Inspirierend, sprachlich ausbaufähig

Sunny Baking Time
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Nach "Cozy Baking Time" erscheint mit "Sunny Baking Time" das zweite Backbuch von Theresa Haubs. Dabei bleibt sie ihrem Konzept treu, sowohl im Aufbau als auch in der Gestaltung. Allerdings wirkt das Buch ...

Nach "Cozy Baking Time" erscheint mit "Sunny Baking Time" das zweite Backbuch von Theresa Haubs. Dabei bleibt sie ihrem Konzept treu, sowohl im Aufbau als auch in der Gestaltung. Allerdings wirkt das Buch dieses Mal recht kommerziell und weniger persönlich als man es sich vielleicht wünschen würde.

Wie schon im ersten Backbuch fällt auch hier die Sprache als Schwachpunkt auf. Die Texte wirken stellenweise nicht besonders ausgereift und können die eigentlich gemütliche, einladende Atmosphäre eines Backbuchs nur bedingt transportieren. Dafür überzeugen die Rezepte umso mehr. Sie sind abwechslungsreich und machen wirklich Lust aufs Nachbacken. Besonders gelungen ist die Aufteilung, die für eine stimmige Struktur sorgt und passende Inspirationen bietet.

Fazit: Insgesamt ein solides Backbuch mit leckeren Rezepten, das jedoch wie schon sein Vorgänger vor allem in der persönlichen Note und sprachlichen Ausarbeitung Luft nach oben lässt.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Atmosphärisch, aber nicht packend

Bachelorette Party
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Vier Freundinnen reisen im Mai 2012 für ihr traditionelles Treffen auf die abgelegene Insel Isle Blind im Schärengarten und kehren nie zurück. Zehn Jahre später wirft eine Bachelorette-Party in einem Yogaretreat ...

Vier Freundinnen reisen im Mai 2012 für ihr traditionelles Treffen auf die abgelegene Insel Isle Blind im Schärengarten und kehren nie zurück. Zehn Jahre später wirft eine Bachelorette-Party in einem Yogaretreat unheilvolle Schatten, als sich die Ereignisse auf beunruhigende Weise zu wiederholen scheinen.

In "Bachelorette Party" begleitet man die Podcasterin Tessa Nilsson, die gemeinsam mit ihrer Schwester Lena zu einem Junggesellinnenabschied reist und dabei, wenig überraschend, in ein düsteres Geheimnis hineingezogen wird.

Leider bin ich mit den Figuren überhaupt nicht warm geworden und das schließt selbst die Protagonistin Tessa mit ein. Besonders irritierend fand ich erneut das mittlerweile fast schon klischeehafte Motiv, dass Podcaster zwangsläufig in Ermittlungen verwickelt werden müssen. Auch wenn öffentliche Aufmerksamkeit hilfreich sein kann, wird dabei oft eine Dynamik ausgelöst, die schnell außer Kontrolle gerät. Ich persönlich sehe das kritisch und empfinde es als respektlos gegenüber Opfern und deren Angehörigen. Solche Ermittlungen sollten aus meiner Sicht klar in den Händen der Polizei bleiben.

Auch die Gruppendynamik konnte mich nicht überzeugen. Weder die damalige noch die heutige Freundesgruppe wirkte für mich wie echte Freundinnen, sondern vielmehr erschien mir die Verbindung zwischen ihnen kühl und distanziert, was es schwer machte, emotional mitzugehen.

Spannungstechnisch blieb der Roman ebenfalls hinter meinen Erwartungen zurück. Es gab einige Längen, die den Lesefluss gebremst haben, obwohl die Geschichte zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Ein Stilmittel, das eigentlich viel Potenzial für Spannung bietet, hier aber nicht voll ausgeschöpft wurde. Was mir hingegen wirklich gut gefallen hat, war der Schreibstil von Camilla Sten. Dieser ist fesselnd, flüssig und sehr lebendig. Besonders die Atmosphäre ist hervorragend eingefangen und sorgt dafür, dass man trotz der Schwächen immer wieder in die Geschichte hineingezogen wird.

Fazit: Eine atmosphärisch starke, aber inhaltlich für mich eher enttäuschende Geschichte mit wenig greifbaren Figuren und zu wenig Spannung.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Zwiegespalten

Tasty Healthy Vegan
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Optisch macht das Buch wirklich einiges her. Die Gestaltung ist sehr ansprechend, modern und lädt definitiv zum Durchblättern ein. Die Fotos sind appetitlich und geben einen guten Eindruck davon, wie die ...

Optisch macht das Buch wirklich einiges her. Die Gestaltung ist sehr ansprechend, modern und lädt definitiv zum Durchblättern ein. Die Fotos sind appetitlich und geben einen guten Eindruck davon, wie die Gerichte am Ende aussehen sollen.

Inhaltlich bin ich allerdings etwas zwiegespalten. Ein Punkt, der mich direkt abgeschreckt hat, sind die teilweise sehr langen Zutatenlisten. Das nimmt einem schnell die Motivation, ein Rezept überhaupt auszuprobieren. Gerade im Alltag, wenn es unkompliziert gehen soll. Da hatte ich oft schon beim Lesen keine große Lust mehr weiterzumachen.

Auch bei der Auswahl der Gerichte hat mich das Buch nicht ganz abgeholt. Nur eine Handvoll Rezepte spricht mich wirklich an, vieles andere müsste ich erst ausprobieren, um zu sehen, ob es meinen Geschmack trifft. Das macht es für mich weniger zugänglich, wenn man nicht sofort mehrere Go-to-Rezepte findet.

Fazit: Insgesamt ein schön gestaltetes Buch mit interessanten Ansätzen, aber für mich eher etwas zum gelegentlichen Stöbern als ein echter Küchen-Alltagsbegleiter.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Solider Kriminalfall

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)
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Ich habe "Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt" von Richard Osman gelesen und fand es insgesamt unterhaltsam, aber nicht ohne kleine Schwächen. Die Geschichte handelt von einer ...

Ich habe "Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt" von Richard Osman gelesen und fand es insgesamt unterhaltsam, aber nicht ohne kleine Schwächen. Die Geschichte handelt von einer ungewöhnlichen Gruppe älterer Menschen, die in einer Seniorenresidenz leben und sich jeden Donnerstag treffen, um ungelöste Mordfälle zu besprechen. Doch plötzlich werden sie selbst in einen echten Fall verwickelt und versuchen, ihn auf ihre eigene, oft überraschend clevere Weise zu lösen.

Besonders gut gefällt mir die Idee, dass Senioren die Hauptrolle in einem Krimi spielen. Es ist erfrischend, einmal Figuren zu erleben, die nicht nur Erfahrung und Klugheit mitbringen, sondern auch Humor, Schlagfertigkeit und eine gewisse Leichtigkeit, die den oft düsteren Krimigenre-Konventionen entgegensteht. Die Mischung aus Humor, Charme und Ermittlungsarbeit macht das Buch locker und unterhaltsam.

Meine Lieblingsfiguren sind eindeutig Ron und Joyce. Ron ist direkt, manchmal ruppig, aber extrem loyal und ehrlich. Man spürt, dass er immer das Richtige tun will, auch wenn er dabei aneckt. Joyce ist ruhiger, aufmerksam und reflektiert, besonders ihre Tagebucheinträge habe ich sehr geschätzt. Sie geben dem Buch eine persönliche Note und machen ihre Sicht auf die Ereignisse besonders interessant. Zusammen sorgen sie für viele humorvolle, aber auch berührende Momente.

Der Kriminalfall selbst ist solide, aber nicht übermäßig komplex. Manche Handlungsstränge und Nebenfiguren wirken ein wenig verwirrend oder verzettelt, sodass der Lesefluss stellenweise etwas stockt. Das Buch lebt mehr von den Figuren, ihrer Dynamik und den charmanten Dialogen als von rasanter Spannung, was schön ist, aber auch dafür sorgt, dass man manchmal etwas mehr Nervenkitzel vermisst.

Fazit. Insgesamt ist "Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt" ein humorvoller und liebenswerter Krimi, der besonders durch seine Charaktere punktet. Wer Freude an skurrilen, sympathischen Figuren wie Ron und Joyce hat, wird das Buch genießen, wer dagegen einen hochspannenden Thriller erwartet, könnte stellenweise etwas enttäuscht sein.

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