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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2026

What if?

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Code Null ist der Auftakt zu einer neuen Reihe des Autors, der bisher seine Bücher meistens mit einem Co-Autor geschrieben hat.
Berlin steht unter Druck: eine Organisation, die sich TimeOut nennt, hat ...

Code Null ist der Auftakt zu einer neuen Reihe des Autors, der bisher seine Bücher meistens mit einem Co-Autor geschrieben hat.
Berlin steht unter Druck: eine Organisation, die sich TimeOut nennt, hat die Kontrolle über Satelliten übernommen und könnte damit für Verkehrsausfälle oder Flugzeugabstürze sorgen.
Charlie, eine junge Hackerin, findet schnell heraus, dass die Ursache sehr tief liegt und nur mit Hilfe einer KI überwältigt werden kann.
Puh, anfangs fand ich den Krimi sehr technisch und speziell, hatte mich aber schnell eingelesen. Mit Charlie ist Schwiecker eine sympathische Protagonistin gelungen, die aber auch ihre Ecken und Kanten hat. Auch Lukas mochte ich gerne, obwohl er nicht so viel Raum einnahm.
Die Handlung ist rasant und spannend, allerdings zieht sie sich an manchen Stellen etwas und die vielen Abkürzungen, die sehr oft wiederholt werden, hemmen den Lesefluss etwas.
Ein wenig bleibt die Spannung hinter vielen technischen Erklärungen zurück. Man merkt, dass Schwiecker selber in der IT-Branche ist. Ein paar weniger Seiten hätten dem Buch gutgetan.
Die Idee hinter der Handlung fand ich aber sehr gelungen, dieses „Was wäre, wenn es tatsächlich so weit käme?“ macht nachdenklich und lädt zum Mitfiebern ein. Vor allem der Krieg am Ende ist neu und erfrischend. Und das war ja nur der Anfang wie der letzte Satz des Buches eindringlich zeigt und neugierig auf den Folgeband macht.
Fazit: nicht nur für Techniknerds ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die aktueller kaum sein könnte.

Veröffentlicht am 26.05.2026

nicht ganz so spannend, aber durchaus lesenswert

Der Tote auf dem Kniepsand
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Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder ...

Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder Krimi, der Spannung, norddeutsche Küstensatmosphäre und Lokalkolorit miteinander verwebt.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil klar und flüssig, ohne überflüssige Ausschweifungen und dennoch entfaltet sich die Handlung geschickt durch das Legen falscher Spuren und vieler Verdächtiger.
Auch die private Seite der Ermittler kommt nicht zu kurz. In diesem Fall aber fast schon ein wenig zu lang. Denn die Beziehungsprobleme von Lenas Kollegin haben mich ein wenig genervt.
Ansonsten aber ein solider Krimi, der mit einer logischen Handlung und einem flüssigen Schreibstil punktet.
Fazit: Der 13. Fall für Lena war jetzt nicht der spannendste, aber dennoch überaus lesenswert.

Veröffentlicht am 23.04.2026

nicht so stark wie die Mörderisches Island-Reihe

Home Before Dark
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Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung ...

Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung und als am 10. Jahrestag des Verschwindens ein Brief auftaucht, will Marsibil das Rätsel um ihre verschwundene Schwester unbedingt lösen.



Die Handlung spielt in Island auf zwei Ebenen: Marsi 1977 und Kristin 1967.

Ich muss zugeben, dass ich immer Probleme hatte, zu wissen, welcher Strang jetzt spielt. Natürlich sind sie jeweils überschrieben, aber beide Stränge sind in der ICH-Perspektive, was es einfach etwas erschwert. So kam ich auch schwer in das Buch hinein und gerade am Anfang passiert auch sehr wenig und die Spannungskurve steigt erst kurz vor Schluss.

Die Handlung dümpelt anfangs vor sich hin. Mir haben hier aber die Rückblenden aus Sicht von Kristin sehr gut gefallen.



Das Buch bekommt dann eine überraschende Wendung, als zuerst Kristin und dann Marsibil das Geheimnis des Mädchens aus dem Karton lüften.



Teilweise habe ich mich gefragt, warum die Handlung so früh angesiedelt ist und nicht im Heute. Aber nur so kann die Sache mit der Brieffreundschaft funktionieren.



Fazit: 3 Sterne für den Beginn, 5 für das Ende. Man muss anfangs schon etwas durchhalten. Aber wer ruhige Krimis mag, die sich nur langsam entfalten ist hier sehr gut aufgehoben.

Veröffentlicht am 22.04.2026

Ein unschlagbares Paar

Mord ist die beste Beseitigung
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Das unfreiwillige Ermittlerpaar stolpert wieder in ein neues Abenteuer.
Wer kennt sie noch von früher? Die Reiserufe im Radio: genau so einen hören Tommi und Svetlana und im selben Moment fährt das gesuchte ...

Das unfreiwillige Ermittlerpaar stolpert wieder in ein neues Abenteuer.
Wer kennt sie noch von früher? Die Reiserufe im Radio: genau so einen hören Tommi und Svetlana und im selben Moment fährt das gesuchte Auto an ihnen vorbei. Nichts wie hinterher – doch Tommis altes Wohnmobil kann mit dem Audi nicht mithalten. An einer Raststätte finden sie allerdings das gesuchte Auto wieder, doch die Insassin ist verschwunden. Klarer Fall: Wir kümmern uns drum. Und was dann passiert – lest selbst, es lohnt sich!
Ich habe mich schon sehr auf dieses Buch gefreut, mochte ich doch im ersten Band die Charaktere schon sehr gerne. Seien es die Protagonisten oder die Nebendarsteller (die auch jede Menge Leben ins Buch bringen), das Wiedersehen machte sehr viel Spaß.
Die Schreibweise ist sehr humorvoll und durch viel wörtliche Rede liest sich das Buch sehr flott und mit viel Schmunzeln. Tommi und Svetlana zusammen sind einfach unschlagbar und liefern sich manches Wortgefecht.
Nebenher widmet sich Tommi noch seiner Schriftstellerkarriere, was manchmal etwas viel ist, aber durchaus ebenso amüsant. Btw: ich würde das Zwillingssterne-Romantasy-Buch auch lesen.
Am Ende wird es nochmal so richtig spannend und einen Vorgeschmack auf einen Band 3 gibt es auch. Auf den freue ich mich dann jetzt schon.
Fazit: wer humorvolle Krimis mag, ist bei Klüpfel, Tommi und Svetlana genau richtig.

Veröffentlicht am 17.04.2026

Vielversprechender Anfang

King Sorrow I
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Arthur ist ein ganz normaler Student. Er arbeitet in der Studienbibliothek, hat einen netten Freundeskreis und alles könnte gut sein. Wenn nicht seine Mutter im Gefängnis wäre, was ihn angreifbar für Erpressung ...

Arthur ist ein ganz normaler Student. Er arbeitet in der Studienbibliothek, hat einen netten Freundeskreis und alles könnte gut sein. Wenn nicht seine Mutter im Gefängnis wäre, was ihn angreifbar für Erpressung macht: er soll wertvolle Bücher aus der Bibliothek stehlen, damit der Mutter nichts passiert. Die Erpresser werden immer fieser und so sieht Arthur keinen anderen Ausweg, als einen Drachen hervorzubeschwören, der ihm aus der Klemme hilft. Doch, wie schon im Zauberlehrling, „die Geister, die ich rief“ – und Arthur und seine Freunde stecken wieder in Schwierigkeiten.
Puh, ein Buch zu lesen, das fast 600 Seiten hat, ist anfangs immer eine Herausforderung. Bei Hill allerdings wird es auf keiner Seite langweilig und so liest man ein ums andere Kapitel, bis die 600 Seiten viel zu früh durch sind. Hill erzählt manchmal etwas ausschweifend, was aber dafür sorgt, dass seine Romane sehr anschaulich sind. Auch seine Charaktere sind sympathisch und agieren menschlich.

Nach 200 Seiten scheint die Erzählung scheinbar schon auserzählt. Aber Hill wäre nicht Hill, wenn er da nicht noch eine Wendung in Petto hätte, die für weitere Spannung sorgt. Der unterschwellige Horror sorgt zusätzlich für spannende Momente. Die Erzählweise ist fließend und fesselnd, mit einem leichten Hang zum Übernatürlichen, ohne dass es zu kitschig oder zu offensichtlich wird. Die Mischung aus Realität und Fantasie wird geschickt verwoben, nur beim ersten Mal Rückblick war ich etwas ratlos und dachte an einen Druckfehler. Doch diese Art des Rückblicks wird von Hill öfters genutzt und bald hatte ich mich daran gewöhnt.

King Sorrow wird bereits im Juli mit dem zweiten Band fortgesetzt, auf den ich mich schon sehr freue.

Fazit: Die Kombination aus vielschichtigen Charakteren, einer spannenden Handlung und einer ständigen dunklen Bedrohung im Hintergrund macht King Sorrow 1 zu einem Buch, das man so schnell nicht aus der Hand legt.