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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2017

Intensiv

Underground Railroad
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Ein sehr intensives Buch, dieses Underground Railroad.
Cora ist eine Sklavin im frühen 19. Jahrhundert und lebt mehr schlecht als recht auf einer Baumwollfarm. Als ihr die Gelegenheit zur Flucht geboten ...

Ein sehr intensives Buch, dieses Underground Railroad.
Cora ist eine Sklavin im frühen 19. Jahrhundert und lebt mehr schlecht als recht auf einer Baumwollfarm. Als ihr die Gelegenheit zur Flucht geboten wird, greift sie zu, ohne zu wissen, was sie erwartet. Der erste Teil der Flucht in der Railroad gelingt noch gut. Ihr und ihrem Freund gelingt es, in einer anderen Stadt Zuflucht und Arbeit zu finden und wieder auf die Füße zu kommen. Leider reicht der Arm der Plantagenbesitzer weit und so müssen die beiden weiter fliehen.
Gleich im Vorwort erfahren wir, dass dieses Buch auf wahren Tatsachen beruht. Ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte wird beschrieben. Umso schöner zu erfahren, dass es auch sehr hilfsbereite Menschen gab, die den Farbigen bei ihrer Flucht halfen und sich selber in Gefahr brachten. Cora ist ein sympathischer Charakter und man bangt mit ihr mit als sie die Flucht antritt. Im Geheimen immer noch auf der Suche nach ihrer Mutter, mit der sie noch ein Hühnchen zu rupfen hat.
Gleichwohl die Story hauptsächlich um Coras Flucht geht, wird in Nebenschauplätzen auch die Vorgeschichte der anderen Handelnden erzählt, was den Lesefluss manchmal etwas stoppt, oft aber auch enorm zum Vorwärtstreiben der Handlung beiträgt.
Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen und für Coras Glück die Daumen gedrückt.

Veröffentlicht am 28.05.2026

Golden Cage 3

Revenge. Die Rache einer Frau ist schön und brutal (Golden Cage 3)
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Revenge



Es sieht nicht gut aus für Faye: ihr Vater ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will Rache. Scheinbar übermächtig beseitigt er alle Gegner und Faye weiß: wenn sie jetzt nicht handelt, sind ...

Revenge



Es sieht nicht gut aus für Faye: ihr Vater ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will Rache. Scheinbar übermächtig beseitigt er alle Gegner und Faye weiß: wenn sie jetzt nicht handelt, sind sie und ihre Tochter die nächsten Opfer.



Die Handlung startet fast etwas gemächlich. Doch spätestens ab der Hälfte kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Zeit im Gefängnis fand ich sehr gut geschildert und als Faye dann Hilfe von unerwarteter Seite bekommt, war ich vollends gefangen in der Handlung.



Auch wenn der Band in sich abgeschlossen ist, sollte man die Vorgänger kennen, damit alle Handlungsstränge nachvollziehbar sind. Teilweise wird Bezug genommen auf die beiden ersten Bände, die es auch schon in sich haben.



Läckberg hat wirklich ein Auge für Feinheiten und bringt diese so zu Papier, dass der Leser gespannt ist. Eigentlich ist Faye ja die Böse, aber durch Läckbergs Schreibstil entwickelt man doch positive Gefühle für Faye und die anderen Frauen. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und sehr temporeich. Läckberg baut zudem einige überraschende Wendungen ein und baut die Handlung von Anfang an so auf, dass keine Fragen offenbleiben und man als Leser nachvollziehen kann, warum die Personen so handeln.



Manche Szenen wirken allerdings etwas weit hergeholt oder zu zufällig, aber das tut der Spannung keinen Abbruch.



Fazit: Revenge – Die Rache einer Frau ist schön und brutal ist somit ein packender Psychothriller, der die Geschichte von Faye intensiv und spannend weitererzählt und das Ende der Trilogie darstellt.

Veröffentlicht am 27.05.2026

What if?

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Code Null ist der Auftakt zu einer neuen Reihe des Autors, der bisher seine Bücher meistens mit einem Co-Autor geschrieben hat.
Berlin steht unter Druck: eine Organisation, die sich TimeOut nennt, hat ...

Code Null ist der Auftakt zu einer neuen Reihe des Autors, der bisher seine Bücher meistens mit einem Co-Autor geschrieben hat.
Berlin steht unter Druck: eine Organisation, die sich TimeOut nennt, hat die Kontrolle über Satelliten übernommen und könnte damit für Verkehrsausfälle oder Flugzeugabstürze sorgen.
Charlie, eine junge Hackerin, findet schnell heraus, dass die Ursache sehr tief liegt und nur mit Hilfe einer KI überwältigt werden kann.
Puh, anfangs fand ich den Krimi sehr technisch und speziell, hatte mich aber schnell eingelesen. Mit Charlie ist Schwiecker eine sympathische Protagonistin gelungen, die aber auch ihre Ecken und Kanten hat. Auch Lukas mochte ich gerne, obwohl er nicht so viel Raum einnahm.
Die Handlung ist rasant und spannend, allerdings zieht sie sich an manchen Stellen etwas und die vielen Abkürzungen, die sehr oft wiederholt werden, hemmen den Lesefluss etwas.
Ein wenig bleibt die Spannung hinter vielen technischen Erklärungen zurück. Man merkt, dass Schwiecker selber in der IT-Branche ist. Ein paar weniger Seiten hätten dem Buch gutgetan.
Die Idee hinter der Handlung fand ich aber sehr gelungen, dieses „Was wäre, wenn es tatsächlich so weit käme?“ macht nachdenklich und lädt zum Mitfiebern ein. Vor allem der Krieg am Ende ist neu und erfrischend. Und das war ja nur der Anfang wie der letzte Satz des Buches eindringlich zeigt und neugierig auf den Folgeband macht.
Fazit: nicht nur für Techniknerds ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die aktueller kaum sein könnte.

Veröffentlicht am 26.05.2026

nicht ganz so spannend, aber durchaus lesenswert

Der Tote auf dem Kniepsand
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Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder ...

Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder Krimi, der Spannung, norddeutsche Küstensatmosphäre und Lokalkolorit miteinander verwebt.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil klar und flüssig, ohne überflüssige Ausschweifungen und dennoch entfaltet sich die Handlung geschickt durch das Legen falscher Spuren und vieler Verdächtiger.
Auch die private Seite der Ermittler kommt nicht zu kurz. In diesem Fall aber fast schon ein wenig zu lang. Denn die Beziehungsprobleme von Lenas Kollegin haben mich ein wenig genervt.
Ansonsten aber ein solider Krimi, der mit einer logischen Handlung und einem flüssigen Schreibstil punktet.
Fazit: Der 13. Fall für Lena war jetzt nicht der spannendste, aber dennoch überaus lesenswert.

Veröffentlicht am 23.04.2026

nicht so stark wie die Mörderisches Island-Reihe

Home Before Dark
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Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung ...

Home before dark,



Marsibil hat 10 Jahre zuvor ihre Schwester verloren. Kristin ist einfach verschwunden, nur ein blutiger Anorak wurde zurückgelassen. Marsi ist seitdem in psychologischer Behandlung und als am 10. Jahrestag des Verschwindens ein Brief auftaucht, will Marsibil das Rätsel um ihre verschwundene Schwester unbedingt lösen.



Die Handlung spielt in Island auf zwei Ebenen: Marsi 1977 und Kristin 1967.

Ich muss zugeben, dass ich immer Probleme hatte, zu wissen, welcher Strang jetzt spielt. Natürlich sind sie jeweils überschrieben, aber beide Stränge sind in der ICH-Perspektive, was es einfach etwas erschwert. So kam ich auch schwer in das Buch hinein und gerade am Anfang passiert auch sehr wenig und die Spannungskurve steigt erst kurz vor Schluss.

Die Handlung dümpelt anfangs vor sich hin. Mir haben hier aber die Rückblenden aus Sicht von Kristin sehr gut gefallen.



Das Buch bekommt dann eine überraschende Wendung, als zuerst Kristin und dann Marsibil das Geheimnis des Mädchens aus dem Karton lüften.



Teilweise habe ich mich gefragt, warum die Handlung so früh angesiedelt ist und nicht im Heute. Aber nur so kann die Sache mit der Brieffreundschaft funktionieren.



Fazit: 3 Sterne für den Beginn, 5 für das Ende. Man muss anfangs schon etwas durchhalten. Aber wer ruhige Krimis mag, die sich nur langsam entfalten ist hier sehr gut aufgehoben.