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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2026

Leise, ehrlich, sehr nah am Leben

Eine Liebe ohne Sommer
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Dieses Hörbuch hat mich nicht durch große Dramatik überzeugt, sondern durch seine stille Ehrlichkeit. „Eine Liebe ohne Sommer“ erzählt von Verlust und den vielen Arten, damit umzugehen – und genau das ...

Dieses Hörbuch hat mich nicht durch große Dramatik überzeugt, sondern durch seine stille Ehrlichkeit. „Eine Liebe ohne Sommer“ erzählt von Verlust und den vielen Arten, damit umzugehen – und genau das wirkt so authentisch.

Rosa ist eine Figur mit vielen Facetten. Sie ist nicht perfekt, nicht immer verständlich, aber genau dadurch sehr echt. Auch die Begegnungen mit den Menschen aus Nikolas Leben zeigen, wie unterschiedlich Erinnerungen sein können und wie wenig man einen Menschen manchmal wirklich kennt.

Das Hörbuch lässt sich sehr gut hören. Die Stimme führt ruhig durch die Geschichte, ohne zu übertreiben oder Emotionen aufzudrängen. Man ist sofort drin und bleibt es auch, weil der Erzählfluss sehr angenehm gestaltet ist.

Für mich eine sehr berührende, ruhige Geschichte über Verlust, Beziehungen und die Frage, was von einem Menschen bleibt.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Wenn Liebe sich verändert

Weißer Sommer
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Das Cover wirkt hell und fast schwerelos und vermittelt zunächst eine gewisse Leichtigkeit – doch genau darin liegt ein schöner Kontrast zur Geschichte. Denn „Weißer Sommer“ ist viel mehr als ein klassischer ...

Das Cover wirkt hell und fast schwerelos und vermittelt zunächst eine gewisse Leichtigkeit – doch genau darin liegt ein schöner Kontrast zur Geschichte. Denn „Weißer Sommer“ ist viel mehr als ein klassischer Sommerroman.

Die Beziehung zwischen Alma und Théo wird ruhig, intensiv und sehr ehrlich erzählt. Es geht um die erste große Liebe, um gemeinsames Wachsen, aber auch darum, sich selbst zu finden und auszuhalten, dass Gefühle nicht immer einfach sind. Besonders berührt hat mich, wie bewusst sich beide mit ihrer Beziehung auseinandersetzen, ohne vorschnell Entscheidungen zu treffen.

Der Schreibstil ist warm, poetisch und sehr bildhaft – man kann die Emotionen förmlich spüren. Auch die Figuren entwickeln sich langsam und wirken dadurch authentisch und nahbar.

Ein beeindruckendes Debüt, das mich neugierig auf weitere Werke der Autorin macht

Fazit: Eine leise, tiefgehende Geschichte mit viel Gefühl – ideal für alle, die ruhige und intensive Romane lieben.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Starke Mädchen und magische Fortsetzung mit kleinen Schwächen

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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„Cassandra Morgan – Die magische Flöte“ ist eine gelungene Fortsetzung, die insgesamt sehr gut gefallen hat. Besonders positiv ist, dass wieder starke Mädchen im Mittelpunkt stehen, die mutig handeln, ...

„Cassandra Morgan – Die magische Flöte“ ist eine gelungene Fortsetzung, die insgesamt sehr gut gefallen hat. Besonders positiv ist, dass wieder starke Mädchen im Mittelpunkt stehen, die mutig handeln, zusammenhalten und eigene Wege gehen. Die Geschichte bleibt dabei kindgerecht, spannend und gut verständlich.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, sodass gut in die Handlung eingetaucht werden kann. Allerdings gab es einige Wiederholungen in den Abläufen, wodurch sich bestimmte Muster ähnlich angefühlt haben und die Spannung teilweise etwas abgeschwächt wurde.

Sehr schön ist, dass neue Wörter gelernt werden konnten, was das Lesen zusätzlich bereichert hat. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, was besonders in einem Kinderbuch sehr gut gelungen ist.

Etwas schwierig war gelegentlich der Lesefluss bei den Briefen mit verschnörkelter Schrift, die nicht immer leicht zu lesen waren.

Insgesamt bleibt ein sehr positiver Eindruck, auch wenn sich die Handlung an manchen Stellen etwas wiederholt.

Fazit & Empfehlung:
Liebevoll erzählte Fortsetzung mit starken Figuren und schöner Botschaft. Kleine Wiederholungen mindern den Lesespaß nur leicht.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Wenn das Leben still neu beginnt

Zugvögel wie wir
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„Zugvögel wie wir“ ist ein sehr ruhiger, atmosphärischer Roman, der mich besonders durch seine emotionale Ehrlichkeit überzeugt hat. Eva steht an einem Punkt im Leben, an dem vieles abgeschlossen scheint ...

„Zugvögel wie wir“ ist ein sehr ruhiger, atmosphärischer Roman, der mich besonders durch seine emotionale Ehrlichkeit überzeugt hat. Eva steht an einem Punkt im Leben, an dem vieles abgeschlossen scheint oder verloren gegangen ist. Ihre spontane Reise wird dabei weniger zu einem äußeren Abenteuer, sondern vielmehr zu einem inneren Prozess.

Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte ohne große Dramatik auskommt. Alles entwickelt sich langsam, nachvollziehbar und sehr realistisch. Genau das macht Evas Veränderung glaubwürdig.

Der Schreibstil ist angenehm ruhig und sehr bildhaft. Man spürt die Natur, die Bewegung und gleichzeitig Evas innere Unsicherheit. Dadurch entsteht eine dichte, aber leise Atmosphäre.

Die Figuren wirken insgesamt sehr authentisch. Besonders Eva ist gut gezeichnet. Die Tochterfigur war für mich emotional nicht immer leicht greifbar, wirkt aber dennoch realistisch in ihrer Haltung.

Fazit: Empfehlenswert für Leser*innen, die ruhige, tiefgehende Geschichten über Selbstfindung mögen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein mutiges Buch über Grenzen, Macht und Selbstbehauptung

Hazel sagt Nein
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Hazel sagt Nein hat mich bereits mit seinem modernen, frischen Cover angesprochen, das gut zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden passt. Im Mittelpunkt steht Hazel, achtzehn Jahre alt, kurz vor dem ...

Hazel sagt Nein hat mich bereits mit seinem modernen, frischen Cover angesprochen, das gut zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden passt. Im Mittelpunkt steht Hazel, achtzehn Jahre alt, kurz vor dem Schulabschluss und an einem Wendepunkt ihres Lebens. Zwischen Zukunftsfragen, Selbstständigkeit und familiären Veränderungen wird sie mit einem schweren Grenzübertritt durch eine Autoritätsperson konfrontiert – und reagiert instinktiv, indem sie Nein sagt. Diese Entscheidung verändert alles.

Die Geschichte wird konsequent aus Hazels Perspektive erzählt, was sie sehr nahbar und eindringlich macht. Besonders gelungen fand ich, wie realistisch dargestellt wird, was ein solcher Einschnitt nach sich zieht: innerlich, im familiären Umfeld und im sozialen Miteinander. Der Prozess des Nein-Sagens und darüber zu sprechen wird sensibel, ehrlich und im richtigen Tempo erzählt. Trotz der Schwere des Themas gibt es immer wieder leise, warme und auch humorvolle Momente, die der Geschichte Raum zum Atmen geben, ohne etwas zu verharmlosen.

Der Schreibstil ist klar, flüssig und gut verständlich. Gefühle, Unsicherheiten und innere Konflikte werden nachvollziehbar dargestellt, ohne ins Überdramatische zu kippen. Auch die Figuren wirken authentisch und stimmig – sowohl Hazel als auch die Nebenfiguren mit ihren unterschiedlichen Reaktionen und Perspektiven.

Für mich ist dieses Buch besonders wichtig, weil es ein hochrelevantes Thema aufgreift und Machtgefälle klar benennt. Es macht Mut, Grenzen zu setzen, laut zu werden und nicht zu schweigen – eine Botschaft, die gerade für junge Menschen von großer Bedeutung ist.

Fazit:
Hazel sagt Nein ist ein bewegendes, sensibles und starkes Buch, das lange nachwirkt. Es erzählt eine belastende Geschichte mit viel Feingefühl, Klarheit und Haltung. Ein Roman, der Gespräche anstößt, Mut macht und den ich Leser:innen aller Altersgruppen sehr ans Herz lege.

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