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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Reise ins Ungewisse

The Journey. Die Reise meines Lebens
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Carina Amara Kruse erzählt in ihrem Romandebüt ‘The Journey - Die Reise meines Lebens‘ eindrücklich und authentisch von ihrer Tour in eine ferne, unbekannte Welt, um dem aktuellen Frust ihres Alltags zu ...

Carina Amara Kruse erzählt in ihrem Romandebüt ‘The Journey - Die Reise meines Lebens‘ eindrücklich und authentisch von ihrer Tour in eine ferne, unbekannte Welt, um dem aktuellen Frust ihres Alltags zu entfliehen. Wenn eine langjährige Partnerschaft zu Ende geht und berufliche Tiefschläge die Seele belasten, hilft die Flucht nach vorn mit Luftveränderung und sich einlassen auf unbekannte, inspirierende, befreiende Welten, die den Blickwinkel erweitern, ihn fokussieren auf das positive Erleben durch ein gestärktes Bewusstsein des eigenen Ichs.
Ihr Weg führt sie von Berlin über Bangkok, Bali, Indien schließlich nach Neuseeland. Ein bisschen Mut gehört schon dazu, sich auf diesen einzigartigen Roadtrip zu begeben und auf den Pfaden fremder Kulturen und Vegetationen zu wandeln. Die Erlebnisse und gewonnenen Erfahrungen durch die mannigfaltigen äußeren Einflüsse wirken sich prägend auf die innere Einstellung zum Leben aus und geben anregende Impulse zum Nachdenken, was die Autoren leicht verständlich und unterhaltend vermittelt.
Die Schilderung sehr persönlicher Eindrücke vom Reisen, den Begegnungen und die ehrliche Selbstreflektion machen dieses Buch sehr besonders.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Eine mitreißende Geschichte

Am helllichten Tag
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Peter Probst, der Autor des Kriminalromans ‘Am helllichten Tag‘, präsentiert eine Geschichte, die an einen Cold Case aus den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelehnt ist. Mit äußerstem Feingefühl, ...

Peter Probst, der Autor des Kriminalromans ‘Am helllichten Tag‘, präsentiert eine Geschichte, die an einen Cold Case aus den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelehnt ist. Mit äußerstem Feingefühl, insbesondere auch gegenüber den Angehörigen der Opfer, berichtet er über das spurlose Verschwinden von drei Kindern in Pirmasens, über die vergeblichen Aufklärungsversuche und über die zur damaligen Zeit vorherrschenden Begleitumstände. Dabei stellt er die Ängste und Gefühle der Freunde bei den Befragungen durch die Kriminalisten schonungslos ehrlich und damit aus heutiger Sicht verstörend dar. Die Geschichte gewinnt in ihrem Verlauf immer mehr an Dynamik, nicht zuletzt auch durch eine Begebenheit in der Gegenwart, die sich erst im Laufe der Zeit zu einem Fall entwickelt und schließlich durch seine Unvorhersehbarkeit und seine Aktualität in unserem gesellschaftlichen Leben eine fesselnde Spannung erzeugt.
Toni, die Protagonistin, kehrt nach langer Zeit wieder in die Heimat zurück, weil sie ihrem schwer erkrankten Vater nahe sein möchte. Doch sie trifft ihn nicht mehr lebend an und muss sich nun um die Beerdigung als auch um das Erbe kümmern. Dabei stößt sie auf Unterlagen ihres Vaters, die eine Verbindung zu dem mysteriösen Verschwinden seines Freundes von damals aufweisen. Nun ist nicht nur ihr Ehrgeiz als investigative Journalistin geweckt, sie hofft auch, ihren Vater durch Recherchen besser kennen zu lernen. Doch es kommt anders als man nun vermuten könnte, denn Toni begibt sich in aller höchste Gefahr bei ihrer Suche nach der Wahrheit.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Realitätsverlust

Yesteryear
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Mit ‘Yesteryear‘ legt Caro Claire Burke uns Lesern ihren Debütroman vor, der sozialkritisch das Leben einer Familie zwischen Fake und Realität unter die Lupe nimmt, ungeschönt die Sichtweisen Betroffener ...

Mit ‘Yesteryear‘ legt Caro Claire Burke uns Lesern ihren Debütroman vor, der sozialkritisch das Leben einer Familie zwischen Fake und Realität unter die Lupe nimmt, ungeschönt die Sichtweisen Betroffener darstellt und schließlich die Konsequenzen wehrloser Personen offenlegt. Kritisch, scharfzüngig mit einer großen Portion Komik widmet sie sich einem in unserer Gesellschaft äußerst aktuellem Thema, das viel Raum zur Diskussion bietet und durchaus kontrovers betrachtet wird und eine Lebenseinstellung widerspiegelt.
Natalie ist erfolgreiche Bloggerin, die das Leben einer tradwife, also einer im traditionellen Sinne weiblichen Person im familiären Landleben, vermarktet und verherrlicht, in dem sie die schönen und angenehmen Seiten herausstellt, die tatsächlichen Herausforderungen beschönigt oder ganz weglässt und damit Begehrlichkeiten weckt. Aber nicht nur Bewunderung begleiten sie, sondern auch Hass und Neid. Ihr Erwachen in einem knallharten Alltag einer Siedlerfamilie der Pionierzeit im Staate Idaho schafft enorme Verwirrung in ihren Gedanken. Sie glaubt an eine Entführung, ein Mitwirken in einer Reality-Show, an einen bösen Alptraum. Doch was ist wirklich geschehen?
Die Autoren erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Natalie, spielt bis zum Schluss mit den Grenzen zwischen Fake und Realität, um schließlich zu einem völlig überraschenden Abschluss zu gelangen. Themen wie Manipulation, Selbstüberschätzung, Scheinweltverherrlichung, Täuschung der Öffentlichkeit aber auch Auswirkungen der Vermarktung von Kindern in den sozialen Medien werden kritisch betrachtet und herausgearbeitet.
‘Yesteryear‘ -Das letzte Jahr- zeigt wie Menschen sich in eine extreme Absurdität hineinsteigern können.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Spuren der Vergangenheit

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste
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Runa, was für ein wunderschöner Name, war von frühester Kindheit an mit einer herausfordernden Aufgabe im Haushalt der Familie Hansen betraut. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter übergab ihr Vater Runa ...

Runa, was für ein wunderschöner Name, war von frühester Kindheit an mit einer herausfordernden Aufgabe im Haushalt der Familie Hansen betraut. Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter übergab ihr Vater Runa die Verantwortung über die Geschwister. Während er Tag und Nacht auf Krabbenfang unterwegs war, kümmerte sich die kleine erst zwölfjährige Runa tapfer um den Rest der Familie. Damit war ihre Kindheit vorbei und der Ernst des Lebens forderte ihre Kräfte. Kaum erwachsen geworden, kehrte sie diesem Haushalt den Rücken und baute sich in Hamburg eine Existenz auf, richtete es sich gemeinsam mit ihrem Sohn Finn gemütlich auf einem Hausboot ein und arbeitete erfolgreich als beliebte Mitarbeiterin als auch Vorgesetzte in einem erfolgreichen Unternehmen. Da verunglückte ihr Bruder, der zwischenzeitlich den Familienbetrieb übernommen hatte, tödlich und der Fortbestand der seit Generationen betriebenen Fischerei drohte unterzugehen. Schwerwiegende persönliche Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen fordern schließlich ihren Tribut und lüften bedrückende Geheimnisse.
Danela Pietrek bezaubert in ihrem mitreisenden Roman ‘Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste‘ durch authentische, lebensbejahende Protagonisten, ein durch die bildhafte Sprache fantastisch in Szene gesetztes Setting und dem malerischen Ausbau kleiner zu Herzen gehender Details, die voller Lebendigkeit und Freude am Dasein sprühen. Die Geschichte zeichnet ein aktuelles Bild unserer Gesellschaft in einem Landstrich, in dem das Fischereihandwerk ums Überleben kämpfen muss und sich mit behördlichen Regelungen auseinander zu setzen hat. Gleichzeitig werden Werte wie Zusammenhalt, kollegiale Unterstützung und Freundschaft in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Einzigartig

Der letzte Leuchtturm
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Michael Pedersen erzählt in seinem Romandebüt ‘Der letzte Leuchtturm‘, erschienen im DUMONT Verlag, wortgewaltig und einzigartig atmosphärisch mit poetischen Zügen, die Geschichte dreier Männer, die unterschiedlicher ...

Michael Pedersen erzählt in seinem Romandebüt ‘Der letzte Leuchtturm‘, erschienen im DUMONT Verlag, wortgewaltig und einzigartig atmosphärisch mit poetischen Zügen, die Geschichte dreier Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Ouse lebt mit seinem lieblosen und hartherzigen Vater, dem Leuchtturmwärter, als letzte Verbliebene auf der nördlichsten Insel Shetlands, auf Muckle Flugga. Ouse liebt es, sich künstlerisch auszudrücken. Er strickt schillernde, bunte Pullover, webt Teppiche und liebt die Bücher von Robert Louis Stevenson. Das Gefüge zwischen Sohn und Vater gerät mächtig ins Wanken, als der schwermütige Schriftsteller Firth aus Edinburgh auf die Insel kommt, um einen bestimmten Vogel zu finden und zu malen. Firth erkennt das Talent des jungen Ouse und ist gewillt dieses zu fördern, fördern zu lassen. Dieses Vorhaben geht dem Vater gewaltig gegen den Strich und sorgt für Konfliktpotenzial.
Die sprachliche Brillanz, die der Schriftsteller zeigt, seine wortgewaltige Ausdrucksweise, seine poetische Ader verleihen dem Roman eine Einzigartigkeit, die verstanden und geliebt werden möchte. Der Leser lernt die Gedanken und Gefühle der drei Protagonisten aus ihrer Perspektive kennen und verstehen. Eine vielschichtige Geschichte, die durch wunderschöne Naturbeschreibungen und charakterlichen Darstellungen lebt.

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