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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2018

Mathe kann auch Spaß machen ..

Wetten, dass Sie Mathe können
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Thomas Rießinger hat mit diesem Buch keine Mathe-Lehrbuch im herkömmlichen Sinn herausgebracht. Schon der Einstieg mit den beiden Aufgaben aus der Sendung „Wetten, dass“ zeigt, dass Mathematik mehr ist, ...

Thomas Rießinger hat mit diesem Buch keine Mathe-Lehrbuch im herkömmlichen Sinn herausgebracht. Schon der Einstieg mit den beiden Aufgaben aus der Sendung „Wetten, dass“ zeigt, dass Mathematik mehr ist, als der Albtraum der meisten Schüler.



Elegant gelingt es ihm, bekannte (und unbekannte) Rechenregeln und Formeln in den Text einzubauen. Auf keiner Seite ist bei mir Langeweile aufgetreten.



Die heitere bisweilen ironische Schreibweise hat mir recht gut gefallen.



Vielleicht sollten angehende Mathe-Lehrer dieses Buch lesen, um es später in ihrem Unterricht einzubauen. Damit könnten bei Mädchen und Burschen die Scheu vor Mathe genommen und eventuell ein verstärktes Interesse geweckt werden.



Fazit:



Ein gut gelungenes Buch zum Thema Mathematik, dem ich gerne 4 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 23.02.2018

Ein russischer Klassiker - Nikolai Gogol

Petersburger Erzählungen
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Unter diesem Titel sind fünf Novellen des etwas älteren und reiferen Nikolai Gogol erschienen. Ursprünglich sind nur Der Newski-Prospekt“, Das „Porträt“ und „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ in die Sammlung ...

Unter diesem Titel sind fünf Novellen des etwas älteren und reiferen Nikolai Gogol erschienen. Ursprünglich sind nur Der Newski-Prospekt“, Das „Porträt“ und „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ in die Sammlung „Arabesken“ aufgenommen.
Später kamen die Erzählungen „Die Nase“ und „Der Mantel“ dazu.

Allen ist gemeinsam, dass sie surrealistisch anmuten. Die wohl bekannteste Erzählung ist wohl „Der Mantel“. Spannend finde ich auch die Erzählung „Das Porträt“. In „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ glaubt ein Beamter der nächste spanische König u sein, als er vom Ableben des Monarchen in der Zeitung liest.

„Der Newksi-Prospekt“ steht für die falsche Hoffnungen und überzogene Erwartungen.

Über „die Nase“ habe ich ein wenig schmunzeln müssen. Man stelle sich vor, jemand erklärt seine Nase als abgängig. Als dann die Behörden eine allein reisende Nase verhaften, ist es eine andere.

In diesen Erzählungen befasst sich Gogol mit dem Leben von Beamten, Offizieren und Handwerkern. Er stellt alltägliche Situationen als absurd dar.

Fazit:

Nikolai Gogol (1809-1852) ein Klassiker der russischen Literatur, des 19. Jahrhunderts.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Wie alles begann ..

Der Irische Löwe
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Annelie Wendeberg schenkt ihren Lesern das Vorspiel ihrer Krimi-Reihe um Anna/Anton Kronberg als Letztes - quasi als Dessert.

Wir tauchen wieder tief in die Londoner Slums ein und begleiten die Krankenschwester ...

Annelie Wendeberg schenkt ihren Lesern das Vorspiel ihrer Krimi-Reihe um Anna/Anton Kronberg als Letztes - quasi als Dessert.

Wir tauchen wieder tief in die Londoner Slums ein und begleiten die Krankenschwester Anna Kronberg zu ihren Patienten. Sie kümmert sich um die Ausgestoßenen, um die Huren und Säufer, um die kranken Kinder und um Kinder, die niemals geboren werden dürfen.

Wir erhalten Einblick in die Gefühlswelt der Frau. Dass Anna ein aufreibendes Doppelleben führt, weiß der geneigte Leser bereits aus den drei nachfolgenden Bänden, die vorab erschienen sind.

In dieser Episode darf sie ganz "frau" sein. Wir erfahren, wie sie den irischen Dieb Garret O'Hare kennen lernt.

Die männliche Seite Annas als Anton wird fast zu Gänze ausgespart - doch genau das ist es, was die Reihe so spannend macht.
Die Frage - wird sie enttarnt? wenn ja, als Mann oder als Frau?
Das hat mit hier ein wenig gefehlt.

Sonst eine sehr authentische Schilderung vom London des späten 19. Jahrhunderts.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Witzige Wortgefechte

Bretonisches Gold
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Georges Dupin geht dem unbestimmten Hinweis einer befreundeten Journalistin über Unregelmäßigkeiten bei der Salzgewinnung nach und findet sich unversehens in einem gefährlichen Schusswechsel wieder. Ganz ...

Georges Dupin geht dem unbestimmten Hinweis einer befreundeten Journalistin über Unregelmäßigkeiten bei der Salzgewinnung nach und findet sich unversehens in einem gefährlichen Schusswechsel wieder. Ganz blöd noch, dass er sich außerhalb seines Zuständigkeitsbereiches bewegt. Doch diesmal hat der ungeliebte Präfekt eine gute Seite: er besteht darauf, dass Dupin unzuständigerweise ermitteln darf. Immerhin können sich beide Präfekten nicht ausstehen.
Nachdem es dann auch noch eine Menge Tote gibt, kommt es dazu, dass der eigenbrötlerische Commissaire mit einer Kollegin ermitteln muss, die ihm nichts, aber auch gar nichts schenkt und ähnlich stur ist wie er selbst.

Die Wortgefechte, die oft unterbleiben, sind recht erfrischend. Nur hin und wieder gibt es Widerworte. Doch schließlich ist das Zusammenspiel für beide lehrreich. Ein bisschen habe ich es zwischen den beiden Polizeibeamten knistern gespürt. Ob das der Autor im nächsten oder übernächsten Fall wieder aufgreift? Schaden täte es Dupin nicht, wenn ihm endlich eine toughe Frau in den Hintern tritt.

Sehr spannend finde ich die Erklärungen zur Salzgewinnung in der Bretagne, die dort „Ernte“ heißt. Als Österreicherin kenne ich Salzabbau nur in Salinen und bergmännisch. Die manuelle Salzgewinnung, langsam und sorgfältig passt zum beschaulichen Temperament der Bretonen.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Toller Auftakt einer neuen Krimiserie

Bretonische Verhältnisse
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Inhalt:

Dieser Krimi ist der Auftakt zu einer spannenden, jedoch weitgehend unblutigen Krimiserie rund um Commissaire Georges Dupin. Schauplatz ist die Bretagne, genauer gesagt das Finistère und die Gegend ...

Inhalt:

Dieser Krimi ist der Auftakt zu einer spannenden, jedoch weitgehend unblutigen Krimiserie rund um Commissaire Georges Dupin. Schauplatz ist die Bretagne, genauer gesagt das Finistère und die Gegend rund um Pont-Aven.

Der einundneunzigjährige Hotelier Pierre-Louis Pennec wird in seinem Hotel ermordet aufgefunden.

Dupin, vor einigen Jahren aus Paris in die Bretagne strafversetzt, nimmt die Ermittlungen auf. Im Zuge der Befragungen verdichtet sich der Kreis der Verdächtigen auf folgende Personen: Francine Lajoux, Fragan Delon, Frédéric Beauvois sowie Pierres Sohn Loïc, dessen Frau Catherine und seinen Halbbruder André Pennec.
Besonders Sohn Loic erscheint verdächtig, da das Vater-Sohn-Verhältnis schon ein wenig getrübt ist. Als Loic selbst tot aufgefunden wird, ist alles wieder offen.

Über das Motiv herrscht anfangs Unklarheit. Erst als Dupin bei einer weiteren Tatortbegehung entdeckt, dass die Klimaanlage für Reproduktionen von Gaugins Bildern überdimensioniert erscheint, beginnt sich der Nebel zu lichten.

Dupin zieht die Kunstexpertin Marie Cassel, die eine Entdeckung macht, für die es sich zu morden lohnt.

Erzählstil/Spannung/Charaktere:

Bannalec hat einen wunderbaren Erzählstil. Er beschreibt Land und Leute ohne Schnörkel, kein Buchstabe ist zu wenig oder zuviel. Wir erfahren eine Menge über die Bretagne, lernen einige Gericht kennen, die Hunger auf mehr machen. Man kann förmlich die Seeluft schnuppern und den Fischern bei der Arbeit zusehen. Der Autor gönnt uns einen Blick auf die künstlerische Vergangenheit der Gegend, die durch Paul Gaugin recht bekannt ist.

Der Spannungsbogen ist schön aufgebaut und es kommt kaum Langeweile beim Lesen auf. Die Methoden der Kunstexpertin, Kopien und/oder Fälschungen zu entlarven sind interessant geschildert.

Hervorstechender Charaktere sind der Kommissar und das Mordopfer. Beide ziemlich dickköpfig sind sie sich in vielen Dingen ziemlich ähnlich.
Über Dupin erfahren wir, dass er ein Problem mit der Obrigkeit hat und dies auch offen sagt, was ihm, den eingefleischten Pariser, die Strafversetzung in die raue Bretagne eingebracht hat. Doch auch hier – was sollte ihm noch passieren? – legt er sich mit den (dörflichen) Autoritäten an und lässt sich nicht vor deren Karren spannen.

Fazit:

Ein gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die ich gerne weiterempfehle.