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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

Der Titel verspricht nicht zu viel

Wo kommen bloß die vielen Autos her und wie werden wir sie wieder los?
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Der Titel ist das zentrale Thema des Sachbuches. Es wird sehr anschaulich die Entwicklung des Straßenverkehrs in Deutschland erläutert und auch der Vergleich zu anderen hoch entwickelten Ländern gezogen. ...

Der Titel ist das zentrale Thema des Sachbuches. Es wird sehr anschaulich die Entwicklung des Straßenverkehrs in Deutschland erläutert und auch der Vergleich zu anderen hoch entwickelten Ländern gezogen. Da ich weitestgehend aufs Auto verzichte, fand ich das Thema sehr ansprechend. Der Ton bleibt meist sachlich, auch wenn der Titel ahnen lässt, dass der Autor Stellung zu dem Thema bezogen hat. Anhand einer Beispielfamilie wird klar, dass die Entscheidung, ob man eine Auto anschafft oder darauf verzichtet, oft von den Lebensumständen abhängt und nicht unbedingt in Hinsicht auf das Klima getroffen wird, was eigentlich ja wünschenswert wäre. Es gibt aber auch den Fall einer jungen Frau, die vom Autofahren völlig genervt ist und die mir aus dem Herzen spricht.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Grandioser Schreibstil

Kühn hat zu tun
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Das Buch hat mir noch besser gefallen als der Markisenmann. Ich war eigentlich gar nicht auf Krimi eingestellt, schon gar nicht auf ein so brutales Verbrechen, das in allen Einzelheiten beschrieben wird. ...

Das Buch hat mir noch besser gefallen als der Markisenmann. Ich war eigentlich gar nicht auf Krimi eingestellt, schon gar nicht auf ein so brutales Verbrechen, das in allen Einzelheiten beschrieben wird. Da der Protagonist aber Kommissar ist, müssen auch Mordfälle her. Grundsätzlich nimmt man durch den personalen Erzählstil die ganze Zeit am Leben von Kühn teil, Man erfährt von seinen Sorgen als Familienvater von den finanziellen Ängsten und Nöten und kleineren Unwägbarkeiten. Teils fand ich den Protagonist ein bisschen vertrottelt und er hat mich an Inspektor Columbo erinnert. Aber nichtsdestotrotz mag ich den Mann und musste ganz oft schmunzeln.
Die Probleme von Kühn werden im Laufe des Buches immer mehr und es scheint fast so, als gäbe es keinen Ausweg aus der ganzen Misere. Nach einem Zusammenbruch hat Kühn dann plötzlich die Erleuchtung, wer der Mörder des alten Mannes ist, der quasi vor Kühns Grundstück übel zugerichtet abgelegt wurde. Die Fäden laufen am Ende alle zusammen. Kleine Abstriche für das Cover. Und dass sich alle Probleme quasi in Luft auflösen oder zumindest keine Rolle mehr spielen, ist vielleicht ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Da hilft auch der letzte Satz nicht. Den hätte ich persönlich nicht gebraucht.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Spannend bis zum Schluss

Der Küstenpfad
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Der Küstenpfad ist Band 4 der Krimireihe um die Journalistin Doro Kagel. Ich hatte kürzlich den dritten Band gelesen, daher war ich noch im Thema, was ihre familiäre Situation angeht. Man kann das Buch ...

Der Küstenpfad ist Band 4 der Krimireihe um die Journalistin Doro Kagel. Ich hatte kürzlich den dritten Band gelesen, daher war ich noch im Thema, was ihre familiäre Situation angeht. Man kann das Buch aber unabhängig von den anderen Krimis lesen.
Es geht in diesem Roman um eine Wandergruppe, die sich vorab im Internet zu einer Küstenwanderung von Wolgast nach Wismar verabredet hat. Die Kapitel werden teilweise von Mitgliedern der Gruppe erzählt, allen voran von der Seniorin der Gruppe, Elsi, die mit ihrem 17-jährigen Enkel an dem langen Marsch teilnimmt. Diese Kapitel spielen in der Vergangenheit.
Doro Kagel begibt sich erst einige Tage später mit ihrem Sohn Jonas auf die Wanderung, da sie herausfinden will, wer einen der Teilnehmer umgebracht hat. Der Name des Toten wird auch relativ spät bekanntgegeben. Da Doro vom Informationsstand ein bisschen hinter dem Leser/der Leserin, hinterherhinkt, fand ich diese Kapitel teilweise zäh. Es hat mich auch nicht besonders angesprochen, dass Jonas sich in einer Lebenskrise befindet. Er nutzt die Auszeit, um mit sich ins Reine zu kommen. Großartig fand ich die Figuren. Fast jede einzelne wird von mehreren Seiten beleuchtet. Mal aus Elsis Sicht, mal aus Sicht ihres Enkels, mal von Fritzie oder halt aus Sicht von Doro, die die meisten dieser Leute im Nachhinein befragt. Die Truppe bestand aus einem bunt gemischten Haufen im Alter von 17 bis 63. Jede Figur wurde sehr gut in Szene gesetzt. Bei Elsie wurde mir allerdings ein paarmal zu oft betont, wie fit sie noch für ihr Alter ist. Mit Mitte sechzig kann man durchaus körperlich noch sehr fit sein.
Das Ende hielt dann noch einige Überraschungen bereit. Die letzten hundert Seiten konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Tolles Lokalkolorit,

Mittwochs am Meer
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Maurice van der Berge, ein Anwalt aus Paris, reist jeden Mittwoch in die Bretagne, wo er eine Austernfabrik vor der Insolvenz retten soll. Eines mittwochs ist sein Hotel durch einen Buchungsfehler ausgebucht ...

Maurice van der Berge, ein Anwalt aus Paris, reist jeden Mittwoch in die Bretagne, wo er eine Austernfabrik vor der Insolvenz retten soll. Eines mittwochs ist sein Hotel durch einen Buchungsfehler ausgebucht und er wird von der freundlichen Rezeptionistin Dominique Vial in einem Luxushotel untergebracht. Aus heiterem Himmel erhält er einen Brief von Dominique, die ihm ihre Zuneigung gesteht. Die beiden verabreden sich fortan jeden Mittwoch zum Abendessen und verbringen die Nacht gemeinsam, obwohl Dominique verheiratet ist und Kinder hat. Der Protagonist, der zunächst ein wenig verschroben, unflexibel und langweilig rüberkommt, wird im Laufe des Buches durch seine Geliebte in ein anderes Licht gerückt (attraktiv, aufrichtig, sensibel). Es bleibt lange offen, warum Dominique sich Hals über Kopf in Maurice verliebt hat, wie es um ihre Ehe steht und welche Verbindung es zu der insolventen Firma gibt.
Die Bettszenen sind mir persönlich zu ausführlich beschrieben, irgendwann hat man verstanden, dass Maurice ein toller Liebhaber ist (was man ihm vielleicht anfangs nicht zugetraut hätte). Ansonsten ist der Roman eine wunderbare Lektüre, um die Seele baumeln zu lassen und sich in die Bretagne hineinzuträumen.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Spannung pur

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
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Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von Libby im Präsens erzählt. Es beginnt damit, dass Libby einen Flyer im Briefkasten findet bezüglich eines Haustausches. Und da wären wir schon bei meinem ...

Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von Libby im Präsens erzählt. Es beginnt damit, dass Libby einen Flyer im Briefkasten findet bezüglich eines Haustausches. Und da wären wir schon bei meinem ersten und einzigen Kritikpunkt an der Glaubwürdigkeit der Geschichte. Wer bitte tauscht denn seine Wohnung, ohne vorher den Eigentümer der Villa persönlich kennengelernt zu haben? Davon abgesehen, wie kann es sein, dass der Eigentümer so gar nichts davon mitbekommt, dass Libby und Jamie in seinem Haus wohnen, wo er doch einen aufmerksamen Nachbarn hat? Wiederholt weist Libby darauf hin, dass eine schwere Zeit hinter ihr liegt und sie und ihr Mann Jamie dringend eine Auszeit nötig haben. Okay, mag ja sein, dass sie so naiv sind und absolut spontan in das einsame Traumhaus einziehen, wo dann ständig irgend etwas passiert.Ich persönlich wäre nach dem ersten Vorfall sofort wieder abgereist.

Im weiteren Verlauf rückt der Tausch jedoch in den Hintergrund und spätestens dann finde ich die Story sehr packend. Nach und nach wird die Vergangenheit der Prota Libby enthüllt, ein traumatisches Erlebnis in Thailand ist der Dreh- und Angelpunkt. Ich habe das Buch an vier Abenden verschlungen und konnte es oft nur schweren Herzens aus der Hand legen. Immer wieder gibt es neue Verwicklungen, Konflikte und spannungsgeladene Szenen, selbst nachdem Libby und Jamie längst wieder in ihrer eigenen Wohnung sind. Dies war mein zweiter Roman von Claire Douglas und ich würde sofort noch ein weiteres Buch von ihr lesen.

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