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Veröffentlicht am 24.04.2026

Fake Dating mit kleinen Schwächen

The Fake Mate – Die Liebe ist eine Bestie für sich
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Worum geht’s?
So lieb wie Mackenzie ihre Großmutter auch hat, mindestens genauso nervig findet sie deren ständige Verkupplungsversuche. Um wenigstens für kurze Zeit ihre Ruhe zu haben, schlägt sie daher ...

Worum geht’s?
So lieb wie Mackenzie ihre Großmutter auch hat, mindestens genauso nervig findet sie deren ständige Verkupplungsversuche. Um wenigstens für kurze Zeit ihre Ruhe zu haben, schlägt sie daher ausgerechnet ihrem Kardiologen-Kollegen Noah vor, ihren Fake-Partner zu spielen – und ahnt dabei nicht, dass sie nicht die einzige ist, die mit dieser kleinen Notlüge Kopf und Kragen riskiert.


Meine Meinung
Fake Dating ist tatsächlich ein Trope, den ich eigentlich ganz gerne lese, Werwölfe als Element dagegen leider eher weniger. Aufgrund des Hypes um die Autorin wollte ich der Geschichte jedoch trotzdem eine Chance geben – und das hat sich auf jeden Fall mehr gelohnt, als ich vorher geglaubt hätte.

Mackenzie und Noah waren in meinen Augen ein wirklich unterhaltsam zu lesendes Paar, auch wenn es immer wieder Momente gab, in denen ich ihre Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte. In gewisser Weise ist das bei diesem Genre natürlich nicht überraschend, ganz grundsätzlich hätte ich mir aber insbesondere bei der Entwicklung ihrer Gefühle füreinander manchmal etwas mehr Tiefgang gewünscht.

Der Schreibstil an sich war angenehm zu lesen und grundsätzlich flüssig, was es mir relativ leicht gemacht hat, durch die Geschichte zu kommen. Gleichzeitig hatte ich leider hin und wieder das Gefühl, dass weder der Schreibstil, noch das Tempo der Geschichte über den leicht holperigen Plot hinwegtäuschen konnten. Dass vor allem die (körperliche) Beziehung der Protagonisten im Vordergrund stehen würde, war definitiv keine Überraschung, der zentrale Konflikt und vor allem dessen kurze Eskalation waren in meinen Augen aber leider nicht ganz so gut durchdacht, dass das Gesamtbild für mich hundertprozentig stimmig gewesen wäre.

Ignoriert man das allerdings, gibt es durchaus einige lustige Szenen, die zwar teils absurd, deswegen aber nicht weniger unterhaltsam zu lesen sind. Auch der Werwolf-Aspekt dürfte einige Fans finden – zu denen ich persönlich mich jedoch nicht zählen würde. Positiv überrascht hat mich daher auf jeden Fall, dass mich die Werwölfe gar nicht so sehr gestört haben, weshalb ich das Buch auch dann tatsächlich weiterempfehlen würde, wenn man vielleicht nicht so sehr auf Werwölfe oder Gestaltwandler steht.


Fazit
Auch wenn ich noch immer kein Werwolf-Fan bin und auch diese Geschichte das nicht geändert hat, konnte mich das Buch an sich doch ganz gut unterhalten. Allzu große Erwartungen an Niveau und Tiefgang darf man bei diesem Genre allerdings nicht haben, andernfalls fällt der Unterhaltungsfaktor sehr wahrscheinlich deutlich geringer aus, als das bei mir der Fall war.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 23.04.2026

Imposanter Auftaktband mit vielen Figuren

Das Lied von Eis und Feuer 01
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Worum geht’s?
Lord Eddard Stark trägt als Wächter des Nordens nicht nur die Verantwortung für seine Familie und seine Leute, sondern wird nach dem Tod der Hand des Königs zu dessen neuem Berater – und ...

Worum geht’s?
Lord Eddard Stark trägt als Wächter des Nordens nicht nur die Verantwortung für seine Familie und seine Leute, sondern wird nach dem Tod der Hand des Königs zu dessen neuem Berater – und wird mitten hinein in ein Netz aus Verrat und Intrigen geworfen, das früher oder später ein Opfer von jedem fordert, erst recht dann, wenn man eigentlich gar kein Interesse an Macht und Einfluss hat.


Meine Meinung
Auch wenn es mich selbst fast ein wenig erschreckt, aber sowohl die Serie, als auch die entsprechende Buchvorlage zu Game of Thrones sind bisher komplett an mir vorbeigegangen. Das musste also auf jeden Fall mal geändert werden – und ich wurde dabei definitiv nicht enttäuscht.

Der Schreibstil war im ersten Moment zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, da man dann doch ein bisschen merkt, dass die Geschichte schon etwas älter ist, angenehm zu lesen fand ich sie aber bis zum Schluss trotzdem.

Die Menge an Figuren, Namen und Handlungsorte war zu Beginn wirklich verwirrend für mich, da ich mich nicht ganz so leicht mit der Orientierung getan habe und immer wieder überlegen musste, wer denn nun überhaupt wer war. Mit der Zeit wurde das dann allerdings tatsächlich schnell besser, was es mir dann auch leichter gemacht hat, die einzelnen Charaktere und zumindest einen Teil der Verbindungen zwischen ihnen zuzuordnen. Das Register war trotzdem sehr hilfreich, da insbesondere die Menge der Allianzen für mich andernfalls überhaupt nicht klar geworden wäre.

Durch die häufigen Wechsel der Erzählperspektive war der Handlungsbogen definitiv sehr dynamisch, was die Geschichte trotz der eigentlich recht harmlosen Ereignisse zur Hinführung des übergreifenden Konflikts durchgehend spannend gemacht hat. Die etwas langatmigen Passagen zum Worldbuilding waren in meinen Augen aber trotzdem noch interessant genug, um mich beim Lesen nicht zu langweilen, sondern gespannt auf den Konflikt oder eine anderweitige Eskalation zu warten.

Insgesamt hat mich dieses Buch daher auf jeden Fall neugierig auf Band zwei der Reihe gemacht, was ich angesichts des großen Umfangs des Epos definitiv positiv finde. Die investierte Zeit, die sicherlich dafür nötig ist, war in meinen Augen bisher aber definitiv nicht verschwendet und daher ein zuverlässiger Indikator dafür, die Reihe zumindest fortsetzen zu wollen.


Fazit
Auch wenn ich definitiv einen Augenblick gebraucht habe, um in dieses Universum hineinzufinden, konnte mich die Geschichte insgesamt sehr gut unterhalten und hat mich neugierig auf die weiteren Bände der Reihe gemacht. Die Gewalt und der Fokus auf unschöne Szenen ist dabei allerdings sicherlich ein Aspekt, der nicht jedem zusagen wird, mich aber an einem mittelalterlich inspirierten Setting ehrlich gesagt nicht wirklich stört.

Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Bücherliebe trifft Romanze

Botanic Hearts
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Worum geht’s?
Dass ihre Bibliothek nach einem Hurricane in den Botanischen Garten verlegt werden muss, passt Bibliotheksleiterin Tansy so gar nicht. Auch wenn die Umgebung wunderschön und friedlich ist, ...

Worum geht’s?
Dass ihre Bibliothek nach einem Hurricane in den Botanischen Garten verlegt werden muss, passt Bibliotheksleiterin Tansy so gar nicht. Auch wenn die Umgebung wunderschön und friedlich ist, lässt sie Jack, der angehende Leiter des Gartens immer wieder spüren, dass er weder Tansy, noch ihre Bücher an seinem Arbeitsplatz haben möchte – auch, wenn die Funken zwischen den beiden schon von ihrer ersten Begegnung an förmlich zu sprühen scheinen.


Meine Meinung
Ich liebe sowohl Bücher, als auch Pflanzen, von daher stand für mich schon bei der Ankündigung des Buches fest, dass es auf jeden Fall auf meine Leseliste wandern wird. Das Setting dieser Geschichte fand ich dabei auch wirklich sehr nett umgesetzt, von den Figuren bin ich aber ehrlicherweise nicht ganz so überzeugt, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte.

Den Schreibstil der Autorin mochte ich wirklich gerne, ich bin insgesamt recht schnell durch die Geschichte gekommen und hatte trotz der ein oder anderen Länge im Text nie das Bedürfnis, das Buch ganz aus der Hand zu legen.

Tansy und Jack waren dann allerdings eine Kombination, die es mir stellenweise ein wenig schwer gemacht haben, mich wirklich für die Geschichte der beiden zu begeistert. Auf dem Papier war insbesondere Tansy eigentlich eine totale Sympathieträgerin, die praktisch im Alleingang Kind und Karriere stemmt und dabei durchsetzungsstark und sehr direkt ist. Jack dagegen macht aus seinem Bedürfnis nach Ruhe und Struktur keinen Hehl, was ich als Charaktereigenschaft eigentlich sehr schätze, hier aber Teil des Problems zwischen den beiden war.

Die Liebesgeschichte an sich hat mir in Hinblick auf Tempo und Entwicklungsschritte sehr gut gefallen, lediglich der Konflikt zwischen den beiden Protagonisten kam mir streckenweise einfach etwas zu verfahren und unnötig aufgebauscht vor. Wenn man sich von Beginn an ruppig und fast schon grob begegnet, trägt das meiner Meinung nach eher nicht zum Aufbau einer liebevollen Beziehung bei, auch wenn diese Art sicherlich irgendwo zum Trope Grumpy x Sunshine dazugehört.

Zu meiner Erleichterung war der Rest der Geschichte in Bezug auf die Beziehung der beiden deutlich mehr nach meinem Geschmack strukturiert, was meinen anfänglichen Eindruck der beiden immerhin nicht verfestigt hat und das Buch insgesamt zu einem wirklich angenehmen Leseerlebnis gemacht hat.


Fazit
Auch wenn ich die Art von Tansy und Jack nicht von Beginn an besonders mitreißend fand, habe ich ihre Geschichte insgesamt sehr gerne gelesen. Der Schreibstil der Autorin war dabei tatsächlich ein sehr angenehmes Highlight für mich, weshalb ich auch in Zukunft definitiv Ausschau nach neuen Büchern von ihr halten werde.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 08.03.2026

Cozy-Fantasy mit jeder Menge Katzen

Werecat Café
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Worum geht’s?
Als Drilling hat es Dorothy noch nie besonders leicht gehabt, als eigenständige Person wahrgenommen zu werden. Gemeinsam mit ihren Schwestern führt sie eine magische Tierarztpraxis und verbringt ...

Worum geht’s?
Als Drilling hat es Dorothy noch nie besonders leicht gehabt, als eigenständige Person wahrgenommen zu werden. Gemeinsam mit ihren Schwestern führt sie eine magische Tierarztpraxis und verbringt den Großteil ihrer Freizeit mit den Hexen ihres örtliches Hexenzirkels. Als sie dann jedoch spontan beschließt, dass ein paar Veränderungen in ihrem Leben her müssen, stolpert sie im wahrsten Sinne des Wortes über eine Katze – und die stellt nicht nur ihr Leben auf den Kopf, sondern unfreiwillig auch das von Katzencafé-Besitzer Elliott, der plötzlich zur Werkatze mutiert.


Meine Meinung
Werwolfgeschichten waren zwar eigentlich noch nie mein Fall, das Konzept auf Katzen zu übertragen hat mich beim Lesen des Klappentextes allerdings tatsächlich so neugierig gemacht, dass ich der Geschichte auf jeden Fall eine Chance geben wollte.

Gut gefallen hat mir tatsächlich das Setting in Katzencafé, auch wenn die Handlung da eigentlich bloß aus Versehen landet. Gerechnet hätte ich zwar mit einem deutlich stärkeren Fokus auf dem Fluch, aber auch der Alltag im Katzencafé hatte durchaus etwas für sich und hat mir beim Lesen grundsätzlich Spaß gemacht.

Die beiden Protagonisten waren in meinen Augen ein tolles Match, auch wenn insbesondere Elliott sich nicht besonders leicht mit dem Thema Gefühle getan hat. Auch wenn die Geschichte über einen sehr langen Zeitraum kaum Fortschritte in Bezug auf die Lösung des Fluches gemacht hat, habe ich Elliott und Dorothy durchaus gerne begleitet, denn obwohl ich insgesamt mit mehr Magie gerechnet hätte, war diese Mischung insbesondere in Hinblick auf die beiden doch sehr interessant zu lesen.

Was in meinen Augen tatsächlich dann allerdings nicht ganz notwendig gewesen wäre, war die Kerkerszene. Spice auf Zwang einzubauen, wenn es eigentlich gar nicht zur restlichen Handlung passt, wirkt auf mich leider immer extrem seltsam, was auch hier leider der Fall war. Darüber hinaus hat die Begründung im Kontext der Handlung überhaupt keinen Sinn ergeben, weshalb ich vermutlich darüber hätte hinwegsehen können, wenn es einfach keinen Begründungsversuch gegeben hätte.

Insgesamt fand ich das Buch wirklich kuschelig und sehr angenehm zu lesen, was es perfekt für einen regnerischen Herbsttag macht und daher auch unglaublich gut zum Setting Halloween passt. Der Werkatzenfluch hätte allerdings durchaus eine etwas größere Rolle für die Geschichte spielen dürfen, da mich die sich entwickelnde Beziehung zwischen Dorothy und Elliott zwar grundsätzlich interessiert hat, die Magie aber eben auch ein Punkt war, der noch ein wenig mehr Potenzial gehabt hätte.


Fazit
Auch wenn die Magie in dieser Geschichte meiner Meinung nach nicht ganz so sehr im Vordergrund stand, wie man es eigentlich hätte vermuten können, hat das Lesen wirklich Spaß gemacht. Ohne die anderen Geschichten aus diesem Universum zu kennen, fehlt natürlich hier und da ein wenig Vorwissen, was mich aber nicht großartig gestört und das Buch trotzdem zu einem wirklich netten Leseerlebnis gemacht hat.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2026

Durchaus gelungene Ansätze zur Selbstreflektion

50 Fragen, die das Leben leichter machen
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Meine Meinung
So gerne wie ich Selbsthilfebücher mittlerweile lese und höre, mit dem häufig fast schon zwanghaft positiven Grundton kann ich leider absolut nichts anfangen. Das war hier tatsächlich auch ...

Meine Meinung
So gerne wie ich Selbsthilfebücher mittlerweile lese und höre, mit dem häufig fast schon zwanghaft positiven Grundton kann ich leider absolut nichts anfangen. Das war hier tatsächlich auch mein einziger, dafür aber umso nervigerer Kritikpunkt, da jedes Wort, das auch nur entfernt einer Handlungsaufforderung gleichkam konsequent durch das Wort „dürfen“ ersetzt wurde. In Maßen kann das vielleicht befreiend oder motivierend wirken, mich hat es aber bereits nach ein paar Kapiteln sprachlich einfach massiv gestört.

Der Aufbau des Buches wirkt relativ willkürlich, da man kein besonderes Muster oder einen roten Faden zwischen den Fragen erkennen kann, auch wenn das in meinen Augen nicht grundsätzlich schlecht sein muss. Beim Hören war das nächste Kapitel so immer wieder eine Überraschung, wodurch man zwar nicht unbedingt zwischen den Fragen hin und her springen konnte, sich aber auch nicht durch Vorhersehbarkeiten hätte langweilen können.

Abgesehen davon fand ich es auch ganz nett, dass die Autorin das Hörbuch selbst eingesprochen hat. Die vielen persönlichen Anekdoten waren so nicht ganz so zusammenhanglos, auch wenn es in meinen Augen ein bisschen zu viele waren, um den Selbsthilfegedanken so wirklich zu unterstützen. Wem praktische Beispiele zur Veranschaulichung der Fragen in der Praxis wichtig sind, dem dürfte dieser Aspekt des Buches aber durchaus gefallen, denn genau diese Anekdoten nehmen einen Großteil jedes Kapitels ein.


Fazit
Auch wenn ich persönlich mit der zwanghaft positiven Tonalität in diesem Buch einfach nichts anfangen konnte, fand ich die Reflektionsansätze und Konter durchaus gelungen. Als Ansätze zur Selbstreflektion hinsichtlich der eigenen Triggerpunkte würde ich die Fragen daher durchaus empfehlen, schließlich muss man ja nicht in jeder Situation zwangsläufig so reagieren, wie es die Autorin hier in den Beispielen tut.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.