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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2026

Zwischen Realität und Wahnsinn

Mein zärtlicher Schatten
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Das Buch spielt mit dem Leser - ist Roos Geist Ruth real? oder ist sie einfach nur komplett durchgeknallt? und was bildet sie sich ein? was ist real? So ganz genau weiß man das beim Lesen nicht und das ...

Das Buch spielt mit dem Leser - ist Roos Geist Ruth real? oder ist sie einfach nur komplett durchgeknallt? und was bildet sie sich ein? was ist real? So ganz genau weiß man das beim Lesen nicht und das macht den Reiz dieser Geschichte aus. Es passiert eigentlich nicht viel, trotzdem schafft es die Autorin eine unheimliche Sogwirkung zu entwickeln. Ich war regelrecht an das Buch gefesselt und konnte es kaum noch weglegen. Leider hielt diese hohe Wirkung nicht ganz bis zum Ende durch und stellenweise hat mich das Buch an einen etwas älteren Film erinnert, den ich mal gesehen habe. Dazu muss ich sagen, dass ich Geschichten mit multiplen Persönlichkeiten, die mit Wahn und Wirklichkeit spielen liebe und schon sehr viel in diese Richtung gelesen habe. Somit sind meine Erwartungen recht hoch gewesen und bis kurz vor Schluss wurden sie auch erfüllt. Genau das Ende ist mein Problem, da wurde es etwas wirr und ich hatte mir da irgendwas erwartet, ist aber nicht so schlimm. Insgesamt ist das Ende stimmig. Die Figuren allen voran Roos sind super ausgearbeitet und ich fühlte mich ihr sehr nahe. Aufgrund dessen sollten zartbesaitete Leser unbedingt die Triggerwarnung beachten, teilweise werden schon heftige Themen angesprochen. Mit Agnes bin ich nicht ganz so warm geworden. Ihre Handlungsweisen und auch ihr Trauma konnte ich nicht ganz so nachvollziehen, vermutlich ging es mir hier wie Roos (sie ist ja auch die Erzählerin). Auch darf man nicht vergessen, dass die Handlung in den 50ern spielt, da gab es andere gesellschaftliche Voraussetzungen für Frauen. Das Vorwort der Autorin fand ich sehr schön und ich stimme ihr zu: es ist irgendwie eine Liebesgeschichte. Mich hat das Buch jedenfalls gut unterhalten und die Seiten sind nur so dahingeflogen. Ein etwas anderer, sehr psychologischer Thriller mit Tiefgang.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Feel Good Story

The Faraway Inn
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Das Hörbuch zu "The Faraday Inn" hat mir schöne, gemütliche Stunden beschert. Der Sprecherin hört man sehr gerne zu, die Magie ihrer Stimme passt unheimlich gut zur Geschichte. Die Handlung dieses cosy ...

Das Hörbuch zu "The Faraday Inn" hat mir schöne, gemütliche Stunden beschert. Der Sprecherin hört man sehr gerne zu, die Magie ihrer Stimme passt unheimlich gut zur Geschichte. Die Handlung dieses cosy Fantasybuchs ist wunderbar geeignet zum Wegträumen oder den Alltag hinter sich lassen. Mir hat es gefallen, obwohl ich mir ein bisschen mehr Pep und Spannung gewünscht hätte. Die Handlung plätschert eher so dahin, wobei ich besonders zum Ende hin die magischen Einfälle wirklich gelungen fand. Besonders die Nebenfiguren haben es mir angetan, mit Calisa selbst bin ich nicht richtig warm geworden. Sie erzählt die Geschichte und sie ist auch durchweg sympathisch, aber so richtig gefunkt hat es zwischen uns beiden nicht. Die Funken sprühten dagegen eher in der sich langsam entwickelnden Romanze von ihr und Jack, die konnte ich gut nachvollziehen und die hat mir gefallen. Calisa selbst fand ich an manchen Stellen zu erwachsen und an manchen zu naiv, gegen Ende hin entwickelt sie ihre Unabhängigkeit und findet Freunde. Für einen Sommer passiert für sie recht viel und das konnte ich so auch nachvollziehen. Das Ende ist etwas kitschig, dennoch realistisch und wertvoll. Die heimlichen Stars der Geschichte sind für mich aber die fantastischen Figuren, die Ideen dahinter und die kleinen Nebenfiguren - hier hätte ich ein paar weniger, dafür ausführlicher besser gefunden. Das alles ist aber Jammern auf hohem Niveau, denn im Grunde genommen habe ich genau das bekommen, was ich mir von dem Hörbuch erhofft hatte: eine Feel Good Story um den Alltag zu vergessen und etwas abschalten zu können.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Die Schwanenprinzessin

Verrat der Schwäne
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Mich hat diese Schwanensee - Neuerzählung sehr gut unterhalten und man muss die Originalgeschichte auch nicht kennen (habe ich nicht) um sich hier gut unterhalten zu lassen. Es wirkte auf mich wie ein ...

Mich hat diese Schwanensee - Neuerzählung sehr gut unterhalten und man muss die Originalgeschichte auch nicht kennen (habe ich nicht) um sich hier gut unterhalten zu lassen. Es wirkte auf mich wie ein sehr atmosphärisches, wenn auch etwas düsteres Märchen mit traumhaften Setting und viel Gefühl. Am Anfang hatte ich leicht Startschwierigkeiten, der Schreibstil ist außergewöhnlich schön, trotzdem musste ich mich erst mal daran gewöhnen. Danach ist es geflutscht und das Buch hat auch eine durchgehende Grundspannung. Odile ist ein eher morally grey Charakter und nicht so einfach zu greifen oder ihre Handlungen vorherzusehen, ich mag das sehr. So wird die Geschichte weniger eintönig und hebt sich ab. Sie erzählt ihre Geschichte und entwickelt sich dabei weiter. Trotz allem schafft sie es, nicht nur schwarz zu sehen, sondern auch die vielen Nuancen dazwischen. Marie dagegen fand ich etwas blass, von ihr hätte ich mir mehr Einblick gewünscht, obwohl ich sie auch so mochte. Die queren Liebesszenen sind dezent und sehr passend eingesetzt und haben geprickelt (kein spice;). Irgendwie vereint das Buch auf gute Art einige Genres: Märchen, Quere Liebesgeschichte, Abenteuer, Mystery und Magie mit Gotik vibes. Einige Handlungsstränge waren vorhersehbar (Regnault zum Beispiel), einige haben mich total überrascht. Bei der Auflösung des Mordfalls konnte man gut miträtseln und eigene Überlegungen anstellen. Die Auflösung war für mich überraschend. Auch die Intrigen waren erfrischend und durchwegs nachvollziehbar, dennoch interessant. Eine klare Leseempfehlung von mir für dieses traumhafte, düstere Märchen mit Herz. Das erste Buch der Autorin werde ich mir nun auch noch zulegen und lesen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Happy um jeden Preis?

Happy Head
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Tja, was würdet ihr tun um glücklich zu werden? Seb nimmt dafür am Happy Head Programm teil und verspricht sich davon Einiges. Was er bekommt? Sicher nicht das, was er erwartet hat.

Mich hat das Jugendbuch ...

Tja, was würdet ihr tun um glücklich zu werden? Seb nimmt dafür am Happy Head Programm teil und verspricht sich davon Einiges. Was er bekommt? Sicher nicht das, was er erwartet hat.

Mich hat das Jugendbuch sehr gut unterhalten. Der Schreibstil liest sich sehr gut, ist flott, modern und trotzdem für jede Altersklasse verständlich. Die Seiten flogen nur so dahin, denn spannend fand ich es auch. Mir haben besonders die unterschiedlichen Challanges gefallen, denn sie sind Abwandlungen oder Weiterentwicklung bekannter Methoden, die ich aus Teambuildingseminaren und Co kenne. Hier sieht man, dass der Autor im Bereich der Psychologie geschult ist, wie man in seiner Biografie und auch in seinem Interview am Ende des Buches nachlesen kann. Seb selbst fand ich sehr sympathisch und seine Darstellung wirkte authentisch. Aus seiner Sicht wird das Buch auch erzählt, so dass man ihn besonders gut kennen lernt. Die anderen Figuren sind für ein Jugendbuch passend, haben aber noch Luft nach oben. Die Romanze und das LGBTQI+ Thema ist wichtig, nimmt aber nicht zu viel Raum ein, der Fokus liegt gezielt auf den psychologischen Aspekten. Hier habe ich mir beim Lesen oft gedacht: wann wäre es genug für mich? was würde ich tun? wie kann ich mehr helfen, auch wenn es der schwerere Weg ist? und würde ich das dann durchziehen? Was mich beim Zuklappen des Buches am meisten gestört hat, ist das sehr offene Ende, da wusste ich aber auch noch nicht, dass es einen zweiten Band gibt. Der wird im Herbst 26 erscheinen und versöhnt mich etwas, bis dahin überlege ich mir, wie die Geschichte bei mir ausgehen würde.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Nachwuchs Detektive

A Lesson in Murder
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Astoria geht auf eine Schule für Kriminologie - hier werden die Häuser a la Holmes eingeteilt (toller Vibe) und sie müssen sich einer alles entscheidenden Aufgabe stellen. Diese gerät schnell ins Hintertreffen, ...

Astoria geht auf eine Schule für Kriminologie - hier werden die Häuser a la Holmes eingeteilt (toller Vibe) und sie müssen sich einer alles entscheidenden Aufgabe stellen. Diese gerät schnell ins Hintertreffen, da Astorias beste Freundin ermordet wird - natürlich wird der Fall am Ende gelöst, nur wie?

Ich liebe den Schreibstil von Celine Leonora, bereits "Blackspell" hat mir gut gefallen und auch hier konnte er mich überzeugen. Locker, leicht flog ich durch die Seiten und musste öfters mal schmunzeln. Astoria eine eher kühle, clevere Heldin, die den Leser an ihren logischen Gedankengängen teilhaben lässt, bleibt bedacht und fokussiert - trotz den beiden Jungs. Auch die sind gut gezeichnet, wobei ziemlich schnell klar ist, für welchen sie sich entscheiden wird. Der Liebesaneteil hält sich somit in Grenzen, was mir sehr gut gefallen hat. Alles in allem hat das Buch einfach Spaß gemacht zu lesen. Anfangs wurden mir ein paar Dinge zu oft wiederholt und es hat etwas gedauert, bis der Fall in Schwung kam. Das Ende wiederum ging dann ziemlich schnell, auch war klar, dass Astoria nie ins Gefängnis gehen wird, aber - so what. Mich hat es jedenfalls gut unterhalten und ich bin schon sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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